AT84071B - Verfahren und Hammer zum Schweißen von Stahl oder Schmiedeeisen. - Google Patents

Verfahren und Hammer zum Schweißen von Stahl oder Schmiedeeisen.

Info

Publication number
AT84071B
AT84071B AT84071DA AT84071B AT 84071 B AT84071 B AT 84071B AT 84071D A AT84071D A AT 84071DA AT 84071 B AT84071 B AT 84071B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
welding
hammer
metal
point
iron
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Friedrich Ing Werner
Original Assignee
Friedrich Ing Werner
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Friedrich Ing Werner filed Critical Friedrich Ing Werner
Application granted granted Critical
Publication of AT84071B publication Critical patent/AT84071B/de

Links

Landscapes

  • Arc Welding In General (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren und Hammer zum Schweissen von Stahl oder   Sehmiedeeisen.   



   Das Schweissen von Körpern aus Schmiedeeisen oder Stahl an Ort und Stelle, z. B. bei der Wiederherstellung gerissener Kesselbleche, lässt sich bekanntlich mit Hilfe des autogenen Schweissverfahrens durchführen, bei dem die   Schweissfläche   und das Verbindungsmetall durch einen Knallgasbrenner auf eine so hohe Temperatur gebracht werden, dass sich die Schweissflächen und das Verbindungsmittel in flüssigem Zustande vereinigen. 



   Dieses Schweissverfahren leidet infolge der Vereinigung der   Schweissfläche   mit dem Verbindungsmittel im flüssigen Aggregatzustande an mannigfachen Übelständen, die erfahrunggemäss insbesondere bei nicht sehr sorgfältiger Ausführung der Schweissung eine so grosse Rolle spielen, dass eine bestimmte Güte der Schweissnaht nicht gewährleistet werden kann und daher häufig in Fällen, bei denen ein Bruch der geschweissten Stellen zu Gefahren führen kann, aus Sicherheitsrücksichten von der Anwendung der autogenen   Schweissung   abgesehen werden muss. 



   Ein wesentlicher Übelstand liegt darin, dass die   Schweissstelle Hohlräume   und Blasen enthalten kann, da stets nur die   Oberfläche   der Schweissstelle sichtbar ist, während die tiefer liegenden Teile der   Schweissfläche   durch das flüssige Verbindungsmetall verdeckt werden, und sich somit der Nachprüfung des Arbeiters entziehen. Insbesondere beim Schweissen starker Wandungen gibt daher die autogene Schweissung keine Gewähr für die erforderliche Güte der Schweissnaht. 
 EMI1.1 
 metall, da deren mechanische Entfernung nicht möglich ist, wodurch die Festigkeit der Schweissnaht sehr beeinträchtigt werden kann. 



   Schliesslich ist ein Nachteil des autogenen Schweissverfahrens, dass auch der geschickteste Arbeiter nicht in der Lage ist, zu verhindern, dass flüssiges Verbindungsmetall über einen noch nicht flüssig gewordenen Teil der   Schweissfläche   tritt. An diesem Teil der   Schweissfläche   ist die gewünschte Vereinigung dieser Fläche mit dem Verbindungsmetall nicht vorhanden, so dass auch aus diesem Grunde eine gleichmässige Güte der Schweissnaht bei autogener Schweissung niemals gewährleistet werden kann. 



   Man hat vorgeschlagen, diesem Übelstand dadurch zu begegnen, dass man die Schweissstelle durch Abschrägen der gegenüberliegenden Schweissflächen fieilegt und einerseits die Verbindung dieser Flächen nur auf kleine Strecken vornimmt'und allmählich über die ganze Länge und Breite der Schweissnaht ausdehnt, während man andrerseits das Verbindungsmetall schichtweise aufträgt, bis der ganze Hohlraum ausgefüllt ist. Doch auch bei dieser Ausführungsform des autogenen Schweissverfahrens kann selbst der geschickteste Arbeiter die genannten Fehlerquellen nicht völlig ausschalten. 



   Diese'Nachteile werden bei dem Schweissverfahren nach der Erfindung unter Wahrung des Vorteils, dass die Schweissung an Ort und Stelle vorgenommen werden kann. dadurch vermieden, dass nach und nach in die zugerichtete Schweissstelle eingefügtes Verbindungsmetall durch eine Wärmequelle (Schweissflamme) in teigartig bildsamen Zustand gebracht und mit den ebenfalls in diesen Zustande   übergeführten Schweissflächen   durch Bearbeiten mittels Schlagwerkzeugen vereinigt werden, deren Schlagfläche durch eine abgerundete Spitze gebildet wird.

   Bei dieser Art der Vereinigung von Schweissflächen und Verbindungmetall ist das Entstehen von Hohlräumen in der Schweissnaht auch bei Ausführung durch einen weniger geschickten Arbeiter ausgeschlossen, da durch das Bearbeiten der einzelnen 
 EMI1.2 
 Verbindungsmetalles nachprüfbar soweit getrieben werden kann, dass alle Hohlräume mit Sicherheit beseitigt sind. 



   Infolge der Verwendung von Hämmern, deren Bahn eine abgerundete Spitze hat, wird die   Schweissstelle gründlich   gereinigt, indem die Schlacken und Oxyde beim Auftreten des Hammers seitlich ausweichen. Unreinigkeiten und Fremdkörper können während des Schweissvorganges mit Hilfe von Werkzeugen durch den Arbeiter leicht aus der teigartigen Masse entfernt werden, während der Zunder infolge der Bearbeitung der Schweissstelle durch den Hammer aus dem Metall mechanisch herausgetrieben wird. Die gute Vereinigung der Schweissfläche mit dem Verbindungsmetall ist stets gesichert, da der Arbeiter mit Hilfe der Schweissflamme, die z. B. durch den bei der autogenen Schweissung üblichen Knallgasbrenner erzeugt wird, in der Lage ist, die zu vereinigenden Metallteile so lange in 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 
 EMI2.1 
 



   Die Schweissnaht enthält durch das völlige Austreten der Schlacken und Oxyde und durch die Verdichtung des Eisens mit Hilfe der besonders gestalteten Hämmer die Festigkeit und insbesondere die Dehnung, welche bei Dampfkesselblechen verlangt wird, und ist bei alledem frei von Spannungen. 



   Die Güte der Schweissnaht ist in solchem Grade von der Geschicklichkeit des Arbeiters unabhängig, dass diese Schweissung auch in dem Falle zugelassen werden kann, in dem aus Sicherheitsrücksichten von der autogenen Schweissung abgesehen werden muss. 



   Das Verfahren nach der Erfindung hat noch den besonderen Vorzug, dass im Bedarfsfalle während des Schweissens durch Formschmieden ein profilierter Übergang zwischen den Schweissflächen geschaffen werden kann. 



   Während ferner die autogene Schweissung praktisch nur für liegende Schweissnähte in Frage kommt, da das Metall bei seiner Verflüssigung sofort abwärts fliesst und dadurch die Güte der Schweissnaht beeinträchtigt, ist die   Schweissung   beim Verfahren nach der Erfindung von der Lage der Schweissnaht völlig unabhängig, so dass auch bei Anwendung 
 EMI2.2 
 stellung der ganzen Schweissnaht, die Schweissstelle in der Schmiedehitze mit dem Hammer zu bearbeiten pflegt, um das kristallinische Gefüge der flüssig gemachten Metallmassen zu zerstören.

   Durch diese Nacharbeit werden jedoch naturgemäss nur die äusseren Schichten der Schweissnaht bis zu einer gewissen geringen Tiefe verdichtet, während im Innern den Naht enthaltene Hohlräume, Unreinigkeiten und die gefährlichen Stellen, bei denen flüssiges Metall über nicht flüssige Schweissflächen getreten ist, bestehen bleiben. Der durch das Verfahren nach der Erfindung erzielte Erfolg kann somit durch diese bekannte Nacharbeit nicht erreicht werden. 



   Die Pinne des Hammers ist vorteilhaft als Halbrundmeissel ausgebildet, um in dem zu schweissenden Metall enthaltene Unreinigkeiten durch Abschneiden schnell entfernen und etwa dabei entstandene scharfkantige Vertiefungen mit Hilfe des Halbrundmeissels abrunden zu können. 



   In der Zeichnung ist durch Fig. i und 2 eine Ausführungsform des Verfahrens ver-. anschaulicht, und zwar zeigt Fig. i einen Querschnitt durch die zu schweissende Stelle und Fig. 2 durch diese Stelle bei noch nicht ganz vollendeter Schweissung. Fig. 3 zeigt einen zur Ausführung des Verfahrens dienenden Hammer. Fig. 4 ist ein Querschnitt durch die 
 EMI2.3 
 schnitt durch die Hammerpinne nach der Linie C-D der Fig. 3. Fig. 6 veranschaulicht die Benutzung der Hammerpinne. Fig. 7 ist ein Längsschnitt nach der Linie E-F der Fig. 6. 



   Wie der in Fig. I und 2 dargestellte Querschnitt durch die Schweissstelle bei einem Kesselblech 1 erkennen lässt, das den auszubessernden Riss 2 erhalten hat, werden beispielsweise die dem Riss benachbarten Enden 3 und 4 nach dem Riss zu etwas verjüngt und dann aus der Längsrichtung des Kesselblechs 1 herausgebogen, so dass der sich nach aussen kegelförmig erweiternde Füllraum 5 für das Verbindungsmetall 6 entsteht. 



   Zunächst wird zwischen den verjüngten Spitzen der Enden 3 und   4   eine Brücke   au,   Verbindungsmetall hergestellt, indem mit Hilfe eines Knallgasbrenners 7, der z. B. mit Azetylen und Sauerstoff gespeist wird. eine Stelle an der Spitze des einen Endes 3 oder 4 und zugleich ein als Verbindungsmetall dienender, auf diese Stelle gehaltener Eisenstab in teigartig bildsamen Zustand gebracht wird. Bleibt das Ende dieses Stabes an dem Kesselblech haften, so wird er zugleich mit der Schweissflamme auf die benachbarte Stelle gebracht, bis eine Verbindungsbrücke von gewisser Stärke geschaffen ist. 



   Die Verdichtung dieser Brücke wird alsdann durch einen Hammer 8 der in Fig. 3 bis 5 dargestellten Art vorgenommen. Dieser Hammer ist entsprechend der nur schwachen Brücke leicht ausgeführt und hat auch mit Rücksicht auf den kleinen gegenseitigen Abstand der Enden 3 und   4   an der zu verdichtenden Stelle kleine Abmessungen. Die Verdichtung 
 EMI2.4 
 

 <Desc/Clms Page number 3> 

 und einerseits mit den   Schweissfläche   der Enden   3,     4   des Kesselblechs   1,   andrerseits mit dem schon versehweissten Verbindungsmetall zum Anhaften gebracht und dann in der beschriebenen Weise mittels des Porenhammers 8 unter Mitwirkung des Brenners 7 verdichtet. 



   Hat das Verdichtungsmetall eine'gewisse Stärke erreicht, so dass für den Poren- 
 EMI3.1 
 tief genug in das backende Material eindringt, und andrerseits zur Beschleunigung der Schweissung eine entsprechend grössere Fläche vom Hammer getroffen wird. 



   Das abwechselnde Einfügen neuen Verbindungseisens und Verdichten der zu verschweissenden Eisenteile wird so lange fortgesetzt, bis die ganze Schweissgrube 5 ausgefüllt ist. Das Verbindungseisen 6 hat beispielsweise beim Auftragen in   backendem   Zustande eine Stärke von 3   mm,   die durch die folgende Verdichtung auf i   ww   gebracht wird, während für die ganze   Schweissung neun   verschieden schwere und grosse Porenhämmer verwendet werden. 



   Durch die beim Schweissen entstehende   Längenausdehnung   der Enden   3,   4 des Kesselblechs 1 wird, wie Fig. 2 erkennen lässt, die Grösse des   Füllraumes   5 für das Ver- 
 EMI3.2 
 



   Müssen während des Schweissens Fremdkörper aus dem Eisen entfernt werden, so bedient sich der Arbeiter der eigenartig gestalteten Pinne 11 des Porenhammers 8. indem er bei ebener Fläche der Schweissgrube   5,   wie Fig. 6 zeigt, durch einen kräftigen Schlag den Fremdkörper 12 mit der als Flachmeissel 13   (Fig.   5) ausgebildeten Seite der Pinne 
 EMI3.3 
 fläche die halbrund ausgestaltete Pinnenseite 14 dazu benutzt.

   Diese Seite der Pinne 11 hat noch den Sonderzweck, scharfe Ecken, die bei Benutzung des Flachmeissels 13 leicht in der teigartigen Masse entstehen können, wie in Fig. 7 mit gestrichelten Linien angedeutet ist, zu entfernen, indem mit der halbrunden Seite 14 allmähliche Übergänge geschaffen werden, wodurch sicher vermieden wird, dass stehengebliebene Ecken bei der Verdichtung durch neu eingefügtes Verbindungseisen überdeckt werden. 



   Das Verfahren nach der Erfindung und das zugehörige Werkzeug eignet sich mit seinem   Vorbereitungs-und Nachbehandlungsverfahren   zum Schweissen jeder Art von Stahl und schmiedbarem Eisen, das sich durch eine Wärmequelle In den teigartig bildsamen Zustand bringen lässt. 



    PATENT-ANSPRÜCHB :   i. Verfahren zum Schweissen von Stahl oder Schmiedeeisen, insbesondere zur Wiederherstellung schadhafter Dampfkesselbleche, bei dem das Verbindungsmetall nach nnd nach in die zugerichtete Schweissstelle eingefügt wird, dadurch gekennzeichnet, dass das Verbindungsmetall und die Schweissflächen durch eine Wärmequelle (Schweissflamme) in teig- 
 EMI3.4 
 werden, deren Schlagfläche durch eine abgerundete Spitze gebildet wird.

Claims (1)

  1. 2. Hammer nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, dass die Pinne (11) als Halbrundmeissel (13, 14) ausgestaltet ist.
AT84071D 1913-02-22 1914-02-22 Verfahren und Hammer zum Schweißen von Stahl oder Schmiedeeisen. AT84071B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE84071X 1913-02-22

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT84071B true AT84071B (de) 1921-05-25

Family

ID=5640273

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT84071D AT84071B (de) 1913-02-22 1914-02-22 Verfahren und Hammer zum Schweißen von Stahl oder Schmiedeeisen.

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT84071B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
AT501822B1 (de) Verfahren zum starten eines laser-hybrid-schweissprozesses
CH671176A5 (de)
DE2722631C3 (de) Verfahren zur Herstellung eines Weichen- oder Kreuzungsteiles sowie nach dem Verfahren hergestellter Weichen- oder Kreuzungsteil
DE2000037A1 (de) Lichtbogen-Schmelzschweissverfahren
DE2553418A1 (de) Verfahren zum hochstrom-schutzgas- lichtbogenschweissen
DE2526480C3 (de) Verfahren zum UP-Einzellagenschweißen von Eckstößen für dicke Bleche
DE2201215B2 (de) Verfahren zum verschweissen eines rohrs mit einer rohrplatte
DE2700720A1 (de) Verfahren zur herstellung einer schweissnaht mit einem ungeschweissten abschnitt
DE2754426C2 (de) Verfahren zum Senkrecht-Stumpfschweißen von Blechen, insbesondere von Vertikalstößen von Großraumbehältern, im Lichtbogenschweißverfahren
AT84071B (de) Verfahren und Hammer zum Schweißen von Stahl oder Schmiedeeisen.
DE2724311A1 (de) Verfahren zur herstellung einer gasdichten verbindung zwischen einem edelstahlwellrohr und einer edelstahlbuchse
CH678538A5 (en) Hand arc welding of rail line butts - butting ends are cut with vertical ends facing each other and are preheated
DE296613C (de)
DE750192C (de) Schweissverfahren
DE3404649C2 (de)
DE273812C (de)
DE619002C (de) Schmelzschweissverfahren fuer Bauteile aus Eisen oder Stahl
DE813625C (de) Verfahren zum autogenen Pressschweissen von Hohlkoerpern
DE2307319B2 (de) Verfahren zum streifenweisen Flammhobeln von Metallflächen
DE324298C (de) Verfahren zur Herstellung von Drehstaehlen und aehnlichen Werkzeugen aus Abfaellen von Schnellaufstahl
DE1110340B (de) Verfahren zum kontinuierlichen Herstellen von selbstverzehrenden metallischen Elektroden, insbesondere Titanelektroden, fuer Lichtbogenoefen
DE333162C (de) Verfahren zur Herstellung von Werkzeugen mit mehreren eingesetzten Messern o. dgl.
DE2658654A1 (de) Elektrisches schutzgasschweissverfahren
AT105326B (de) Verfahren zum überlappten Schweißen von stumpf aneinanderstoßenden Blechen u. dgl. aus Aluminium.
DE806081C (de) Verfahren zur Herstellung schmelzgeschweisster V-Naehte ohne Gegenschweissung an der Wurzel