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Elektrisch betriebene zahnärztliche Bohrvorrichtung.
"Gegenstand der Erfindung ist eine elektrisch betriebene zahnärztliche Bohrvorrichtung, bei welcher Motorgehäuse und Bohrergriff starr miteinander verbunden sind.
Gegenüber bekannten Vorrichtungen dieser Art besteht das Neue der Erfindung in der besonderen Anordnung für die Bewegungsübertragung von der Motorwelle auf die Bohrspindel, darin bestehend, dass auf der Bohrspindel ein Schuh angebracht ist, der gegen die Spindel isoliert ist oder selbst aus Isoliermaterial besteht und eine oder mehrere vorspringende Nasen besitzt, an welchen entsprechende Nasen einer auf der Motorwelle vorgesehenen Büchse angreifen.
Die Anordnung ist einfach, stellt eine gute und sichere Isolierung zwischen Motorwelle und Bohrspindel dar und gestattet ein sofortiges und leichtes Auseinandernehmen der Vorrichtung, da die Teile nicht wie bei den bekannten Vorrichtungen z. B. durch Schrauben o. dgl. fest miteinander verbunden sind, sondern wie beschrieben nach Art einer Zahnkupplung mit Zähnen lösbar ineinandergreifen.
In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand dargestellt, und zwar zeigt : Fig. 1 eine Seitenansicht der Vorrichtung, Fig. 2 einen mittleren Längsschnitt durch dieselbe, Fig. g eine Einzelansicht des Bohrspindelkopfes, Fig. 4 einen Schnitt durch denselben, Fig. 5 eine Seitenansicht des an der Bohrspindel angreifenden Motorwellenendes und Fig. 6 eine Vorderansicht desselben ; die Fig. 7 bis 14 sind Schnittansichten von abgeänderten Ausführungsformen und zugehörigen Einzelheiten.
Die in einem röhrenförmigen Halter oder Griff 15 gelagerte Bohrspindel 17 ist von einem genuteten Rohr 18 umschlossen, das mit einem Kopf 19 versehen ist, der eine hohle Verlängerung 20 besitzt ; diese trägt radiale Stifte 21, die mit L-förmigen Schlitzen 22 eines Metallringes 23 am äusseren Ende des nichtleitenden Lagers 24 für die Welle des Motorankers 25 einen Bajonettverschluss bilden. Auf dem Ring 23 ist ein Sperring 26 verschiebbar, der mit Schlitzen 27 versehen ist, welche die Bolzen 21 aufnehmen, nachdem diese in die inneren Enden der Schlitze 22 geschoben worden sind. Wenn die Bolzen diese Stellung einnehmen, wird der Ring 26 mit seinen Schlitzen über sie nach vorn geschoben, so dass er verhütet, dass die Bolzen sich um die Achse der Spindel 17 drehen und aus den Schlitzen 22 heraustreten.
Die Bewegung des Ringes 26 wird durch eine Stellschraube 28 geregelt, die am inneren Ring 23 befestigt und in einem Schlitz des Ringes 26 verschiebbar. ist.
Die Spindel 17 hat am inneren Ende einen Kopf 30, an den sich ein Gewindeschaft 31 (Fig. 4) anschliesst ; auf diesen ist die Isolierbüchse 32 eines Schuhes 33 aufgeschraubt, der an einer Seite mit einer Nase 34 versehen ist. Das äussere Ende der Anker- elle 35 trägt eine Büchse 36 mit vorspringenden Nasen 37, von denen, wenn die Welle sich dreht, die eine oder andere an der Nase 3. angreift und die Spindel 17 nebst Futter und Bohrer in Drehung versetzt.
Die Ankerwelle 35 ist in an jedem Ende des Gehäuses 39 vorgesehenen Bügeln 40 und 41 gelagert, von denen der eine 40 das nichtleitende Lager 24 und der andere 41 ein ebenfalls isoliertes Lager 4 : 2 trägt.
Bei dieser Konstruktion sind der Motor und seine Teile vom Bohrergriff und Halter vollständig isoliert ; der Strom ist auf den Motor allein beschränkt und kann nicht in das Werkzeug selbst gehen, da das Lager 24 en Anker und seine Welle vollständig isoliert,
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während der Schuh 33, an. dem die Ankerwelle angreift, von dem Werkzeug und dem Griff durch die Büchse 3. 3 vollständig isoliert ist.
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werden. Eine solche abgeänderte Ausführungsform zeigt z. B. Fig. 7, wonach die an dem
Gehäuse 39 befestigten Bügel 45 und 46 aus nichtleitendem Material wie Kautschuk oder vulkanisiertem Faserstoff (Fiber) bestehen, wobei der Bügel 46 ein Hartmetallager 47 für die
Ankerwelle und der Bügel 45 eine Büchse 48 für die Bajonettverbindung trägt.
Am vorderen Ende liegt die Ankerwelle in einer Isolierbüchse 49, die eine lIartmetalIauskleidung 49'besitzt.
Fig. 8 zeigt ein Motorgehäuse nebst Bügeln aus Metall wie bei der ersten Form, wobei im hinteren Bügel eine Isolierbüchse 43 für das Hartmetallager 42 und im vorderen
Bügel das Isolierlager 24 vorgesehen ist, das auf seiner Aussenfläche mit einer Stahlhülse 50 und mit einer Innenbüchse 49'aus Phosphorbronze versehen ist, die die Lauffläche tür die
Ankerwelle bildet.
Die Ausführungsform nach Fig. 9 besitzt einen Metallrahmen und Metallbügel mit einem isolierten Lager im hinteren Bügel und einem Fiber-oder Kautschuklager 24 im vorderen Bügel. Die Innenbohrung des Lagers 24 ist von einer Hartmetallbüchse 51 aus- gekleidet, während auf der Aussenseite des Lagers eine Stahlbüchse 52 mit den Feststell- mitteln für das Werkzeug bzw. dessen Griff oder Halter vorgesehen ist.
Fig. 10 und 11 zeigen eine mit Nasen-54 versehene Hülse 53, die auf der Anker- welle 35 sitzt, jedoch von derselben durch eine nichtleitende Büchse 55. getrennt ist ; diese
Anordnung stellt eine andere Ausführungsform der Ausbildung des Endes der Spindel 17 und des Schuhes 33 dar. Eine weitere Ausführungsform dieser Konstruktion ist ill Fig. 12 gezeigt. bei der die Hülse 56 mit den Nasen 57 selbst aus Isoliermaterial besteht, wodurch die Büchse 32 unnötig wird.
Die Fig. I3 und I4 zeigen, wie man die Isolierbüchse 32 noch auf andere Weise um- gehen kann. Gemäss Fig. I3 sind Büchse 58 und Nase 59 aus Kautschuk o. dgl. in einem
Stück hergestellt und auf die Spindel 17 aufgeschraubt oder sonstwie befestigt. Zum
Eingriff mit den entsprechenden Nasen der Motorwelle können auf der Büchse 58 auch zwei
Nasen 60 (Fig. 14) vorgesehen sein.