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Verfahren zum Einfärben und Reinigen'der Formzylinder von Tiefdruckrotationsmaschinen.
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Druckformen an Tiefdruckrotationsmaschinen im raschen Wechsel und eine Einrichtung zur Ausübung des Verfahrens.
Die im Tiefdruck gebräuchliche Druckfarbe ist meist in Firnis angerieben und muss mit Xylol, Terpentin oder anderen ähnlich beschaffenen Flüssigkeiten, die in der Regel leicht verflüchtigen, verdünnt werden. Hieraus ergibt sich, sobald die Maschine auf längere Zeit stillgesetzt wird, beispielsweise zum Zweck der Vornahme von Ausbesserungen an der Druckform oder zum Wiedervereinigen der etwa entzweigerissenen Papierbahn, ebenso beim Stillsetzen der Maschine während der Mittagspause oder am Schluss des Arbeitstages folgender Nachteil : Die auf der Druckform haftende, ziemlich beträchtliche Farbmenge trocknet infolge des Verdunstens des Verdünnungsmittels rasch ein, sobald die Zufuhr frischer Farbe aufhört, Die Farbe würde in kurzer Zeit ganz verhärten, sie muss daher sofort mittels Putzlumpen und Xylol o. dgl. abgewaschen werden.
Bevor dies geschehen kann, muss die Rakel abgenommen werden. In Maschinen mit offenem Farbtrog müssen Farbtrog und Farbwalze zum Schutz gegen Verunreinigungen eingedeckt oder ganz aus der Maschine entfernt werden, auch die Rakel muss gereinigt werden, alles Arbeiten, die viel Zeit kosten und mit Verlust von viel Reinigungsmaterial und Druckfarbe verbunden sind. Vor dem Wiederingangsetzen der Maschine muss die Rakel, gegebenenfalls auch Farbtrog und Farbwalze eingehoben und aufs neue genau eingestellt werden, was abermals Zeit kostet. Bei Schon-und Widerdruckmaschinen, Zeitungsdruckmaschinen ist, weil zwei Druckwerke vorhanden sind, die ganze Arbeit doppelt zu leisten, man bedarf daher mehrerer Arbeiter, um den Wechsel von Einfärben und Reinigen innerhalb einer dafür angemessenen Zeit ausführen zu können.
Beim Gegenstand der Erfindung ist dieser Nachteil vermieden. Die Farbe wird durch eine Pumpe einem zweckmässig geschlossenen Behälter entnommen und durch eine Röhre, die parallel zum Formzylinder angebracht ist, in dünnem Strahl auf diese aufgespritzt. Die vom Rakelmesser abgestrichene Farbe fliesst in den Behälter zurück. Mit Hilfe einer Umschaltvorrichtung lässt sich das Röhrensystem, durch das die Farbe getrieben wird, anstatt mit dem Farbbehälter mit einem zweiten Behälter verbinden, der mit der Reinigungsflüssigkeit gefüllt ist. Es wird dann Reinigungsflüssigkeit durch die Pumpe angesaugt und auf den Formzylinder aufgespritzt. Die Reinigungsflüssigkeit fliesst ebenfalls wieder in ihren Behälter zurück.
Vorrichtungen zum Aufspritzen der Farbe auf die Druckform, bei denen die Farbe zerstäubt wird, sind bekannt geworden. sie sind aber zum Einfärben von Tiefdruckformen nicht brauchbar. Es sind auch Vorrichtungen bekannt geworden, mit denen die
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nommen und durch die Röhren a und e in eine Röhre D gedrückt, die nahe dem Zylinder C und parallel zu seiner Achse angeordnet ist. Die zylindrische Röhre D ist längs der Erzeug- enden t mit einer Reihe von kleinen Löchern versehen, durch die Farbe auf den Zylinder aufgespritzt wird.
Die durch das Rakelmesser F abgestrichene Farbe fliesst in den Behälte : - E, der unter der Röhre D angeordnet ist und geht durch die Röhren f und g in den Behälter A zurück, nachdem sie, falls dies erforderlich ist, einen Filter durchlaufen hat. Die Farbe kann auch beim Durchgang durch das Ansaugerohr c filtriert werden, das zu diesem Zwecke mit kleinen Löchern versehen ist.
Die Zirkulation der Farbe lässt sich mit Hilfe der Pumpe P auch beim Stillstand der Maschine aufrecht erhalten, um ein Trocknen der Farbe zu vermeiden.
Wenn man die beiden Zweiweghähne R und R'verdreht, so wird durch die Pumpe nicht dem Behälter A Farbe, sondern dem Behälter B Reinigungsflüssigkeit, z. B. Xylol, entnommen und in gleicher Weise wie vorher die Farbe auf den Zylinder aufgespritzt. Durch die Röhre h läuft die Reinigungsflüssigkeit wieder in den Behälter B zurück. Der Hahn R wird zweckmässig etwas später umgestellt als der Hahn R, damit die im Behälter E und in der Röhre f noch befindliche Farbe in den Farbbehälter ablaufen kann, bevor die Reinigungsflüssigkeit angesaugt wird.
Die Behälter A und B wird man zweckmässig geschlossen ausführen. Die Farbe kommt dann nur in geringem Masse mit der Luft in Berührung. Durch die kräftige Zirkulation, in die die Farbe durch die Pumpe versetzt wird, wird ein Absetzen von Farbteilchen vermieden. Die Reinigung lässt sich mit Hilfe der neuen Vorrichtung sehr rasch bewirken ; es ist nur eine Umschaltung der beiden Hähne R und R'erforderlich. Anstatt eine einzige Pumpe für das Aufspritzen der Farbflüssigkeit und der Reinigungsflüssigkeit zu verwenden, kann man auch für Farb-und Reinigungsflüssigkeit getrennte Pumpen und Röhrensysteme verwenden. Man kann auch für mehrere Maschinen einen gemeinsamen Farbbehälter und eine gemeinsame Pumpe verwenden.
PATENT-ANSPRÜCHE : l. Veifahren zum Einfärben und Reinigen der Formzylinder von Tiefdruckrotationsmaschinen, dadurch-gekennzeichnet, dass Farbe und Reinigungsflüssigkeit im raschen Wechsel in dünnem Strahl auf den Formzylinder aufgespritzt werden.