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Elektrische Raumheizung.
Soll in einem Raume eine möglichst gleichmässige Temperatur herrschen, z. B. in Spinnereien, Webereien, Versammlungsräumen, Kirchen usw., ist dies oft durch Aufstellung gewöhnlicher, räumlich eng begrenzter Heizkörper nicht zu erreichen, da die Temperatur in deren Nähe oft wesentlich hoher ist als in einiger Entfernung davon. Andrerseits würden eine grosse Zahl kleinerer Heizkörper, die eine angenähert gleichmässige Wärmeverteilung ermöglichen, unverhältnismässig hohe Anschaffungs-und Aufstellungkosten verursachen.
Die Erfindung betrifft nun eine Einrichtung für elektrische Raumheizung, bei der die Heizwiderstände, soweit als mechanisch notwendig in einfacher Reihenschaltung, in streng linearer Anordnung offen oder in Schutzhüllen den zu beheizenden Raum durchziehen. Sie bilden dabei einen einzigen, ununterbrochenen, über den ganzen Raum oder durch einige Räume hindurch verteilten Heizkörper in Form eines zusammenhängenden Heizungsnetzes.
Um die Leiter in gestreckter Lage zu halten, sind Spannvorrichtungen vorgesehen. Dabei können die Heizwiderstände, falls, dieselben bandförmig gewählt werden, eine deren Steifigkeit erhöhende Querschnittsform aufweisen.
Die Zeichnung zeigt Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes. In Fig. I ist a der als ausgespannter Leiter ausgebildete Heizwiderstand, der am besten so geführt wird, dass er die ganze Länge oder Breite des Gebäudes umfasst. Zur Erreichung des nötigen
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im Gebäude hin und her geführt werden und ist zwecks Vergrösserung der Heizfläche am besten als Heizband ausgebildet. Die Enden sind jeweils durch Spannisolatoren b vom Gebäude isoliert und das ganze Heizband durch ein Zugorgan c, eine UmleitrolIe d und das Spanngewicht e immer in gespannter Lage gehalten, wie auch dessen Temperatur und dadurch dessen Länge sich ändern mögen. Die Enden der im Gebäude hin und her geführten Heizbänder sind so miteinander verbunden, wie es Phasenzahl des Heizstromes und nötiger elektrischer Widerstand erfordern.
Auf einer Seite findet die Stromzuführung durch Zuleitungen f vom Schalter g aus statt.
Die Verlegung der ausgespannten Heizbänder erfolgt zweckmässig entweder frei in solcher Höhe oder-sonstiger Läge im Gebäude, dass eine zufällige Berührung ausgeschlossen ist, oder die Heizbänder werden beispielsweise durch eine diese umgebende Schutzvorrichtung h, wie Röhren oder einen Mantel aus Drahtgeflecht, gegen Berührung geschützt. Diese Schutzvorrichtung kann durch Aufhängemittel i in einer solchen Lage festgestellt sein, dass die Heizbänder frei durch diese Schutzvorrichtung hindurchgehen, oder die Heizbänder können durch geeignete Anordnung von Stützisolatoren k, wie in Fig. 2 dargestellt, vor Berührung mit der Schutzvorrichtung h gesichert sein. Werden die Heizbänder durch solche Stützisolatoren geführt, so kann bei genügender Steifigkeit gegebenenfalls auf eine Spannvorrichtung verzichtet werden.
Es können auch mehrere Heizbänder in einer einzigen Schutzvorrichtung untergebracht sein, z. B. die drei Phasen einer Drehstromheizanlage, wie dies in Fig. 3 dargestellt ist.
Als Schutzvorrichtungen dienen weiters Abdeckungen aus Blech oder Platten aus feuerfestem Isolationsstoffe ; diese werden dann am besten so angeordnet, dass die Luft
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freien Zutritt zu den Heizbändern hat. Die Heizbänder können auch von einem Mantel aus wärmebeständigem Isoliermaterial umgeben sein.
In Fig. 4 ist eine Anordnung für die Beheizung eines Versammlungsraumes abgebildet, in dem die Heizbänder unter der Bestuhlung angebracht sind.
Die Fig. 5 zeigt die-Heizbänder längs einer Wand geführt, die ganze Heizbandgruppe ist durch eine gemeinsame'Schutzvorrichtung abgedeckt.
In Fig. 6 sind die frei gespannten oder auf Stützrollen & ruhenden Heizbänder in Kanäle des Fussbodens verlegt. Die Schutzvorrichtung besteht entweder aus einfachen gelochten Deckblechen h oder rostartig ausgebildeten Gittern.
In Räumen mit bereits bestehenden Dampfheizungsleitungen wird die neue Einrichtung zweckmässig so angeordnet, dass die elektrischen Heizwiderstände mittels ihrer Stützisolatoren auf die Dampfrohre aufgeklemmt werden und die Schutzvorrichtung sowohl das Heizband als auch das Dampfrohr umgibt. Der Betrieb einer solchen vereinigten Heizungsanlage kann dabei in der Weise stattfinden, dass die elektrische Heizung für Nacht-und die Dampfheizung für Tagheizung benutzt wird.
Um die Steifigkeit der Heizbänder zu erhöhen, können in diese Rillen eingepresst sein oder aber man gibt dem Bande L-, T-oder U-förmige Querschnittsform ; ferner können die Heizbänder auch röhrenförmig mit offener Naht ausgebildet sein, wobei das Band zwecks Vergrösserung der wärmeausstrahlenden Fläche gelocht ist.
Für den Gebrauch werden derartige Heizwiderstände orzugsweise aus Einheitsstücken von einheitlicher Länge, z. B. entsprechend der Länge oder Breite des zu beheizenden.
Raumes zusammengesetzt, wobei die einzelnen Stücke der allfälligen Schutzhüllen zweckmässig zum Aneinanderreihen passende Zusammenschlüsse aufweisen. Mit Vorteil werden ferner die Heizwiderstände durch mehrere Räume ohne Unterbrechung und Zwischenleitungen in Form eines zusammenhängenden Heizungsnetzes geführt, wodurch mehrere Räume zugleich auf überall gleiche Temperatur geheizt werden können.
PATENT-ANSPRÜCHE : I. Elektrische Raumheizung, dadurch gekennzeichnet, dass die Heizwiderstände, soweit als tunlich in einfacher Reihenschaltung, in linearer Anordnung offen oder in Schutzhüllen den zu beheizenden Raum durchziehen und einen einzigen, ununterbrochenen, über den ganzen Raum verteilten Heizkörper in Form eines zusammenhängenden Heizungsnetzes bilden.