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Einrichtung zur Versorgung von Eisenbahnwagen und anderen Fahrzeugen mit elektrischer Energie.
Die Erfindung betrifft eine Anlage zur Versorgung von Eisenbahnwagen oder anderen Fahrzeugen mit elektrischer Energie, z. B. zum Zweck der Beleuchtung und Heizung, wobei eine konstante Spannung auch dann aufrecht erhalten werden soll, wenn die Geschwindigkeit der in der Anlage zur Verwendung kommenden Dynamomaschine in weiten Grenzen schwankt, wie es z. B. der Fall ist, wenn die Dynamomaschine von den Achsen des Fahrzeuges angetrieben wird.
Die Erfindung bezweckt im wesentlichen eine Verbesserung der Einrichtung zur Beleuchtung von Eisenbahnwagen, die beispielsweise durch das Ö. P. Nr. 38361 bekannt geworden ist. Dort wird die Dynamomaschine durch einen Strom erregt, der durch den Unterschied in der Spannung einer unabhängigen Stromquelle und der Spannung der Dynamomaschine selbst erzeugt wird, wobei die unabhängige Stromquelle in der Regel zweckmässig die eine Hälfte einer unterteilten Akkumulatorenbatterie darstellt, während die andere Hälfte der Batterie von der Dynamomaschine geladen wird.
Gemäss der vorliegenden Erfindung ist nur die halbe Anzahl von Akkumulatorenzellen erforderlich, wie bei dem bekannten System, weil die beiden Hälften der Batterie nicht, wie bei der vorgenannten bekannten Einrichtung parallel, sondern hintereinander mit Bezug auf den Netzstromkreis (Lampen o. dgl. ) geschaltet sind. Dadurch sind auch die Strom- verluste vermieden, die beim Parallelschalten zweier Batterien mit geringer Spannungsdifferenz auftreten. Auch ist das Gewicht der ganzen Einrichtung geringer und der Betrieb einfacher. Die Dynamomaschine erhält zwei Anker und zwei Kollektoren, die auf derselben Achse sitzen oder mechanisch miteinander gekuppelt sind und ein gemeisames Feld besitzen, wobei die Anker ebenfalls in Reihe zueinander und zum Netzstromkreis geschaltet sind.
Die beiden Anker sind ferner in Brücke zu den beiden Hälften der Batterie geschaltet und der eine Anker ist so gewickelt, dass er annähernd die normale Spannung der halben Batterie liefert, während die Wicklung des anderen Ankers so bemessen ist, dass er eine etwas höhere Spannung zum Laden der anderen Batteriehälfte liefert. Damit die beiden Abschnitte der Batterie möglichst gleiche Ladung erhalten, ist Vorsorge getroffen, dass die Funktion der beiden Batterieabschnitte erforderlichenfalls vertauscht werden kann, z. B. kann das Umschalten automatisch nach jedem Anhalten des Zuges vor sich gehen.
Ein Schaltungsschema zur Ausführung der Erfindung ist in der Zeichnung beispielsweise veranschaulicht. Hierbei sind a und b die beiden Abschnitte der Batterie, c und d die beiden, auf einer gemeinsamen, von einer Fahrzeugachse angetriebenen Welle sitzenden Dynamoanker, die mit besonderen Kollektoren und Bürsten ausgestattet sind. Hat die Batterie beispielsweise 12 Zellen, so dass'die normale Spannung eines jeden Batterieabschnittes 12 Volt beträgt, so ist der Anker d so gewickelt, dass er eine Spannung von 12 Volt liefert, während der Anker c, der der Ladeanker genannt werden kann, eine Spannung von 15 Volt liefert. Zwischen dem Anker c und dem Batterieabschnitt a ist ein Regulierwiderstand e eingeschaltet, der eine übermässige Verstärkung des die Akkumulatorzellen durchfliessenden Stromes verhindern soll.
Die Regulierfeldwicklung f der beiden Maschinen ist in Reihe mit dem Batterieabschnitt b und dem Anker d geschaltet und eine aus einer Nebenschlussspule bestehende Hilfsfeldwicklung g für die Maschinen ist an die Spannung des Ankers d oder des Ankers c gelegt. Sie ist so bemessen, dass der Dynamomaschine ein
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Feldstrom zugeführt wird, auch wenn die Batterie vollständig entladen oder ihr Widerstand ungewöhnlich vergrössert ist. Diese Bewicklung g ist in üblicher Weise verbunden, so dass die Maschine zu einer selbsterregten gemacht wird.
Der Netzstromkreis h liegt in Reihe mit den beiden Ankern c und d. Ein Widerstand i ist in bekannter Weise den Lampen vorgeschaltet, um die überschüssige Spannung aufzunehmen, die der Anker e beim Laden der Batterie entwickelt. Der Strom fliesst von der positiven Klemme des Ankers e durch Widerstand i, Lampen h und Anker d, parallel dazu durch die Hilfsfeldwicklung g, zu der negativen Kjemme von c. Gleichzeitig fliesst auch von der positiven Klemme von c durch den Regulierwiderstand e ein Strom, der die Batterie a auflädt. Der Strom, der die Feld wicklung f durchfliesst, hängt von der Spannungsdifferenz zwischen dem Strom in à. und dem Strom in der Batteriehälfte b ab.
Steht die Dynamomaschine still, so wird das Netz h unmittelbar aus der Batterie allein gespeist, wobei alle Zellen der Batterie hintereinander geschaltet sind. Eine in der Zeichnung nicht dargestellte besondere Leitung dient dazu, die Umschaltung in bekannter Weise selbsttätig herbeizuführen, wenn die Dynamomaschine still steht.