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KARL LOUIS GOCHT CHEMNITZ (SACHSEN).
Schraubensicherung.
Gegenstand vorliegender Erfindung ist eine Vorrichtung, welche dazu dient, das Lösen von Schraubenmuttern durch Erschütterungen unmöglich zu machen.
Die Sicherung besteht darin, dass ein Nagel oder Drahtstift in eine Aussparung oder Nuth in der Untorlagsscheibe eingeführt und gegen die Umnaelhe der Schraubenmutter angetrieben wird. Hiedurch werden Schraubenmutter und Unterlagscheibe fest gegeneinander verkeilt. Wenn die Schraubenmutter sich lösen will, so muss sie infolge ihrer Verbindung mit der Unterlagscheibe diese letztere drehen. Damit dies nicht möglich ist, wird die Unterlagscheibe auf der Auflagefläche so angeordnet, dass eine Drehung derselben verhindert wird. Dies kann z. B. dadurch geschehen, dass die Unter ! agscheibe vierkantig gestaltet ist, und dass eine der Kanten sich gegen eine Kante der Auflagestelle anlehnt.
Auf diese Weise ist eine vollständige Sicherung der Schraubenverbindung gegeben.
In der beiliegenden Zeichnung sind mehrere Ausführungsformen dieser Schraubensicherung dargestellt, und zwar in Anwendung auf eine Schienenverbindung.
Fig. 1 zeigt eine Schraubenverbindung eines Schienenstosses und des Schienenfusses wobei die neue Schraubensicherung angewandt ist. Fig. 2 ist eine Ansicht von Fig. 1 von links gesehen ; Fig. 3 eine Ansicht der Schraubenmutter von der Seite, wo sie auf der Unterlagscheibe aufliegt ; Fig. 4 eine Seitenansicht der Schraubenmutter. Fig. 5 ist eine Ansicht der Unterlagscheibe von oben gesehen, Fig, 6 ein Schnitt durch die Unterlagscheibe nach Linie A-A der Fig. fi. Fig. 7 zeigt den Sicherungsstift vor seiner Verwendung ; Fig. 8 denselben, wie er im eingetriebenen Zustande aussieht Fig. 9 veranschaulicht nine abgeänderte Ausführungsform der Schraubenmutter ; Fig. 10 eine andere Ausführungs- form von der Seite gesehen.
Fig. 11 ist eine Ansicht der letzteren von vorn : Fig. 12 eine Ansicht der Unterlagscheibe hiezu.
Auf das Schraubengewinde des Schraubenbolzens 1 ist eine Schraubenmutter 2 aufgesetzt. Dieselbe hat auf der Seite, welche der Unterlagscheibe zugekehrt ist, einen abgesetzten Theil 3. Dieser Theil ist in dem Ausführungsbeispiel mit drei Nasen 4, 5, 6 versehen (Fig. 3). Die vierkantige Unterlagscheibe 7 ist mit ihrer unteren Kante gegen den Fuss der Lasche 8 gestützt (Fig. 1), so dass sie sich nicht drehen kann. Die Unterlagscheibe ist ferner mit einer cylindrischen Vertiefung 9 versehen (Fig. r) und 6), welche so gross ist, dass der Absatz 3 der Schraubenmutter sich darin frei drehen kann. In diese
Vertiefung münden zwei Nuthen 10 und 11, die andererseits nach den Aussenkanten der
Unterlagscheiben führen (Fig. 5).
Wenn die Schraubenmutter auf den Bolzen aufgeschraubt ist, wird in einen der Cancale 10 oder : n ein Drahtstift oder Nagel J, 3 eingetrieben, wie dies in Fig. 2 ersichtlich ist. In Fig. 7 ist dieser Nagel J2 in der Form vor seinem
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treiben zwischen Mutter und Unterlagscheibe einnimmt. Durch die Pressung, die der Drahtstift oder Nagel 12 zwischen der Aussenwand des Mutteransatzes 8 und der Innenwand der Ausnehmung 9 in der Unterlagsscheibe ausübt, wird eine feste Verbindung zwischen Mutter und Unterlagscheibe hergestellt, und es unmöglich gemacht, dass die Mutter sich infolge von Stössen oder dergleichen losschraubt.
Die Ausführungsform nach Fig. 9 weicht insofern von der oben beschriebenen ah, als die Nasen 4,5, 6 nicht die Form' : wie in Fig. 3 haben, sondern von den Spitzen aus nach beiden Seiten symmetrisch verlaufen. Im übrigen ist die Einrichtung der Schraubenmutter und der Unterlagscheibe, sowie die Art der gegenseitigen Befestigung dieselbe, wie oben beschrieben. Soll die Verbindung gelöst werden, so wird der Nagel 12 mit einer Zange herausgezogen.
Bei der Ausführungsform nach den Fig 10, 11 und 12 umgibt der überhöhte Theil der Unterlagscheibe 7 die Schraubenmutter nur theilweise, so dass also der andere Theil weggeschnitten gedacht werden kann. Die Schraubenmutter ist in dem Ausführungsbeispiel ohne Absatz, wie bei den vorigen Ausführungen und der eingeführte Drahtstift oder Nagel
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Theil der Unterlagscheibe sind zwei Nuthen 10 und 11 angeordnete, jedoch dürfen dieselben andererseits nicht bis an die Aussenseiten derselben reichen, sondern bereits ein Stück davor aufhören. Die tiefen Nuthon werden nur unten mit den Aussenkanten verbunden und zwar durch besondere Bohrungen 13 und 14. Bei diesem Ausführungsbeispiel werden stets zwei Nägel 12 gleichzeitig eingetrieben, indem gegen die Köpfe derselben ein geeignete, Werkzeug gespannt wird.
Die Nuthen 10 und 11 sind zweckmässig unsymmetrisch in Bezug auf die Schraubenmutter angeordnet. Hiedurch wird sicher erreicht, dass einer der Nägel 12 sich gegen die Umnäche der Schraubenmutter anlogt und die Sicherung bewirkt.
Auch in dem letztgenannten Ausführungsbeispiel ist die Unterlagscheibe gegen Drehung dadurch gesichert, dass eine ihrer Kanten sich gegen eine erhöhte Kante der Untorlagsflächo stützt, doch kann auch jede beliebig an ere Art der Sicherung gegen
Drehung für diese Unterlagscheibe gewählt sein.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Eine Schraubensichterung, gekennzeichnet durch einen Nagel oder Drahtstift (12), welcher in einer Aussparung der nicht drehbaren Unterlagscheibe (7) geführt und gegen
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