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Werkzeug zum Abdichten von Verbindungsstellen an Muffenröhren.
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Muffenröhren in Gas-und Wasserleitungen abgedichtet werden und bezieht sich besonders auf das Abdichten von mittels Bleischwamm hergestellten Verbindungen. Sie kann auch überall da angewendet werden, wo zum Abdichten von zwei Röhren eine Packung in die Verbindungsteile eingestampft werden soll.
Der Zweck der Erfindung besteht darin, ein einfaches Mittel zu schaffen, mit welchem die Verbindungsstelle von Muffenröhren auf einmal überall auf dem ganzen Umfange des Rohres abgedichtet werden kann, wodurch eine grosse Zeitersparnis und Regelmässigkeit in
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klein zu sein, so dass sehr wenig Erde unter dem Boden des Grabens, in den die Leitung gelegt ist, ausgehoben werden muss.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung veranschaulicht, und zwar stellt Fig. i die Einrichtung in Gebrauchsstellung und Teile von zwei miteinander zu verbindenden Röhren, fertig zum Abdichten dar ; Fig. 2 ist ein Längsschnitt nach A-B (Fig. i), Fig. 3 ist ein Querschnitt nach C-D (Fig. 1), Fig. 4 zeigt im Umriss die beiden durch eine Scharnier miteinander verbundenen Teile des Werkzeuges : Fig. 5 ist eine End-
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Aufriss einer zweiten Ausführungsform des Werkzeuges.
Bevor das Werkzeug selbst und seine Wirkungsweise beschrieben wird, soll erwähnt werden, dass die Verbindung-zweier Röhren in gewöhnlicher Weise hergestellt wird, indem man das eine Ende des Rohres 1 in die auf dem einen Ende des zweiten Rohres 3 befindliche Muffe 2 einführt und dann Blei 4 in flüssigem Zustande oder als Bleischwamm in den ringförmigen Zwischenraum 5 zwischen dem Endstück des Rohres 1 und dem inneren Umfange der Muffe 2 hineinbringt, wie es in Fig. 2 veranschaulicht ist.
Das dargestellte Werkzeug hat ein aus einem Paar halbzylinderförmiger Teile gebildetes Stemm- oder Dichteisen 6 ; diese Teile werden zusammen um das Rohr 1 gelegt, so dass sie überall auf die anliegende Endfläche der Bleischicht 4 einwirken können. Um gleichzeitig auf die ganze Endfläche einzuwirken, sind die Teile des Dichteisens 6 an ihrem äusseren Ende m : t einem Führungsmuff oder Treibring 7 verbunden, der auf dem Rohr 1 in der Längsrichtung gleitbar angeordnet ist. Der Führungsmuff 7 besteht aus einem Ring
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Hälften, welche miteinander verbunden werden und somit das Anordnen oder Wegnehmen des Werkzeuges auf dem Rohr bzw. von demselben ermöglichen.
Die Verbindung dieser beiden Hälften kann in jeder beliebigen Weise bewerkstelligt werden, so z. B. mittels Bolzen , welche durch Lappen 9 (Fig. 1, 2, 3 und 5) dieser Ringhälften hindurchgesteckt werden, oder die letzteren können an einer Seite mittels eines Scharniers 10 (Fig. 4) miteinander verbunden werden. wobei an der anderen Seite die beiden Hälften auf beliebige Weise miteinander verbunden werden.
Gemäss der Zeichnung sind die Dichteisen 6 an ihrem äusseren Ende mit einem ausgedrehten Flansch 11 versehen, welcher an die Seitenfläche des Führungsmuffes 7 anstösst.
In dieser Stellung werden die Hälften des Dichteisens 6 mittels Bolzen 12, welche durch
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den Führungsmuff 7 und den Flansch 2 gesteckt werden, festgehalten. Um ein Anpassen des Werkzeuges auf die Röhren zu ermöglichen, selbst wenn, wie es vorkommen kann, der Durchmesser dieser Röhren nicht stets der gleiche ist, besitzen die Löcher 13 der Flanschen, durch welche die Bolzen 12 hindurchgehen, einen länglichen Querschnitt, dessen Längsachse senkrecht zur diametralen Teilungsebene des Dichteisens gerichtet ist (Fig. 2 und 5).
Die Erfindung soll jedoch nicht auf die oben beschriebene Befestigungsart des Dichteisens am Führungsmuff beschränkt werden, da jede beliebige Anordnungsweise mit oder ohne
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einem Stücke bestehen. Das mit der Bleidichtung in Berührung kommende Vorder-oder Arbeitsende des Dichteisens 6 kann, wie in Fig. i dargestellt, glatt sein, so dass es bei
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gezähnt sein (Fig. 6), wenn die Oberfläche, auf welche der Stoss wirkt, verkleinert werden soll. Dieses Vorderende kann auch noch in anderer Weise ausgebildet sein. um diesen Zweck zu erfüllen. Beim Arbeiten mit einem solchen Werkzeuge, muss dasselbe von Zeit zu Zeit um einen bestimmten Winkel auf dem Rohr gedreht werden, damit alles Blei der Dichtung gleich stark zusammengepresst wird.
Um zu ermöglichen, den Führungsmuff 7 auf dem Rohr mit möglichst geringer Reibung hin und her zu bewegen, kann dieser Führungsmuff mit einer Anzahl nach innen in radialer Richtung angeordneter Läufer 14, welche bestimmt sind, auf der Oberfläche des Rohres zu gleiten, versehen sein. Diese Läufer sind in Ausnehmungen 15 des
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dem Durchmesser des Rohres oder je nach ihrer Abnutzung mittels Schrauben 16 verändert werden. Die Läufer 14 können aber auch weggelassen oder mit dem Führungsmuff zu einem Stücke vereint werden. Die gleiche Wirkung kann auch mittels gewöhnlicher einstellbarer Gleitrollen oder in anderer Weise erzielt werden.
Zum Gebrauche wird die Vorrichtung entweder beim Führungsmuff selbst oder bei an diesem befestigten Handgriffen 17 erfasst und auf dem Rohr 1 derart hin und her bewegt, dass das Vorderende des Werkzeuges eine Folge von Stössen auf das davorliegende Blei 4 in der Verbindungsstelle der beiden Röhren ausübt. Diese Bewegung wird solange ausgeführt, bis die Bleidichtung genügend zusammengepresst ist, um ein vollständiges Abdichten der Verbindungsstelle zu erzielen.