AT81482B - Verfahren zur Herstellung von künstlichem Graphit.Verfahren zur Herstellung von künstlichem Graphit. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von künstlichem Graphit.Verfahren zur Herstellung von künstlichem Graphit.Info
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Description
<Desc/Clms Page number 1> Verfahren zur Herstellung von künstlichem Graphit. Es ist bekannt, künstlichen Graphit durch Erhitzen unter Druck von verkokten kohlenstoffhaltigen Materialien in Gegenwart von Oxyden der Schwermetalle, beispielsweise Eisenoxyd, herzustellen. Dieses bekannte Verfahren, bei dem aber von einem festen Körper. wie Kohle. Koks, Anthracit o. dgl. ausgegangen wird, hat den Nachteil, dass infolge des festen Ausgangsproduktes ein inniges und richtiges Versetzen und Vermischen mit den zuzusetzenden Oxyden der Schwermetalle nicht möglich ist, das feste Ausgangsprodukt muss erst zum Schmelzen gebracht und die geschmolzenen Produkte müssen alsdann mit den Zusätzen vermischt werden. Im Gegensatz hierzu wird nach dem vorliegenden Patent von einem flüssigen harz- haltigen Produkt, und zwar den Abfällen oder Ablaugen der Zellulosefabrikation, in Sonderheit derjenigen der Ca1cium-Sulfitzellulose-Fabrikation, ausgegangen und hierdurch der Vorteil erzielt, dass infolge des flüssigen Zustandes des Ausgangsproduktes ein inniges und richtiges Versetzen und Vermischen mit den Oxyden der Schwermetalle, wie z. B. Eisenoxyd, und phosphorsaurem Kalk ermöglicht wird. Bei Ausführung des neuen Verfahrens werden die Abfälle der Zellulosefabrikation in an sieh bekannter Weise mit Oxyden schwerer Metalle, wie z. B. Eisenoxyd, und phosphorsaurem Kalk vermengt und das Gemisch wird unter Luftabschluss einem hohen Druck und einer hohen Temperatur ausgesetzt. Hierbei scheidet sich in dem zur Umwandlung des Gemisches aus flüssigen Produkten, den Oxyden der schweren Metalle und phosphorsaurem Kalk dienenden Gefäss der künstliche Graphit in Schichten von verschiedener Reinheit aus, insofern sich der reine Graphit aussen an der inneren Gefässwandung, der mit Kohle gemischte Graphit in der nächsten, nach innen zu gelegenen Schicht und die reinere Kohle mit weniger Graphitzusatz im Kern des Gefässes derart ablagern, dass sich die drei Graphitschichten von verschiedener Reinheit leicht von einander trennen lassen. Feste Ausgangsprodukte für die Herstellung künstlichen Graphits haben auch den Nachteil, dass sie. genau wie die natürlichen Graphite selbst. eine steinige Struktur aufweisen, unrein sind und daher die aus ihnen gewonnenen künstlichen Graphite für die Zwecke einer äusserst feinen Schmierung erst nach intensiver und sehr kostspieliger Reinigung EMI1.1 Zellulosefabrikation darstellen, noch vor seiner Verarbeitung durch Filtration von allen in ihm vorhandenen unreinen Beimengungen befreit werden kann und das flüssige Ausgangs produkt an sich bereits von allen Unreinheiten befreit zur Fabrikation gelangt. Das Verfahren gemäss der Erfindung kann'wie folgt zur Ausführung gelangen : Flüssige harzhaltige Produkte, wie z. B. die Abfälle der Zellulosefabrikation, werden mit den Oxyden schwerer Metalle, wie z. B. mit 10 v. H. Eisenoxyd, und mit 2 v. H. phosphorsaurem Kalk generell vermischt und unter Luftabschluss unter Druck (etwa 10 Atmosphären) und einer hohen Temperatur, etwa 1000 bis aöoo"C (der nötige Druck sinkt mit steigender Temperatur) derart erhitzt, dass ein graphithaltiges schweres Pulver entsteht. Dasselbe wird dann unter Zusatz von Säuren gereinigt ; in ihm noch vorhandene EMI1.2 <Desc/Clms Page number 2> dass als Endprodukt ein künstlicher Graphit mit einem Gehalt von 85 bis go v. H. an unverbrennbarem Kohlenstoff entsteht, der bei fortgesetzter Reinigung sich sogar auf 98 v. H. erhöhen lässt Der nach der Erfindung hergestellte künstliche Graphit kommt nach fortgesetzter Aufbereitung sowohl qualitativ als auch hinsichtlich seiner fettigen Beschaffenheit dem besten Ceylon-Pudergraphit gleich und lässt sich vorzugsweise für galvanische und andere Elemente der Elektrotechnik verwenden. Der insbesondere zur Herstellung von Schmelztiegeln verwendete, infolge seiner Struktur und Bindungsfähigkeit für diesen Zweck besonders geeignete, wertvolle blättr ge natürliche Flinzengraphit konnte von der im Erdreich vorgefundenen Graphitmasse immer nur durch ein mühevolles Sortieren, Durchsieben und Reinigen, und dabei immer nur in nicht ausreichenden Mengen gewonnen werden. Soll der nach vorliegendem Verfahren hergestellte flinzenhaltige künstlichen Graphit erforderlichenfalls in, sogenannten Flocken- oder Flinzengraphit - d. h. Graphit in äusserst dünnen Blättchen-in unbegrenzter Grösse und in ebensolchen Figuren gewonnen werden, beispielsweise zwecks Herstellung von Schmelztiegeln, so wird der künstliche Pudergraphit gemahlen, gereinigt und darnach in bekannter Weise zwischen heissen Walzen mit auf ihrer Aussen fläche eingravierten Vertiefungen zusammengepresst, deren Muster der für künstlichen Tiegelgraphit erforderlichen Grösse entspricht.
Claims (1)
- PATENT-ANSPRUCH : Verfahren zur Herstellung von künstlichem Graphit unter Druck, dadurch gekennzeichnet, dass die Abfälle der Zellulosefabrikation in an sich bekannter Weise mit Oxyden schwerer Metalle, z. B. Eisenoxyd, und phosphorsaurem Kalk vermengt werden und das Gemisch unter Luftabschluss und Druck hohen Temperaturen ausgesetzt wird, worauf der so hergestellte flinzenhaltige Graphit erforderlichenfalls in üblicher Weise vermittelst heisser Walzen zu grösseren Flinzen und Flocken umgewandelt wird.
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