AT809U1 - Kontakthülse für abgeschirmte kabel - Google Patents

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AT809U1
AT809U1 AT0036194U AT36194U AT809U1 AT 809 U1 AT809 U1 AT 809U1 AT 0036194 U AT0036194 U AT 0036194U AT 36194 U AT36194 U AT 36194U AT 809 U1 AT809 U1 AT 809U1
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Austria
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cable
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sleeves
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AT0036194U
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Inventor
Karl Grass
Original Assignee
Dietzel Gmbh
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Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Die Erfindung betrifft eine Kontakthülse bzw. einen Kontakthülsensatz, bestehend aus leitfähigem Material, insbesondere rostfreiem Stahl, mit annähernd hohlzylindriscner Form ohne Deckflächen zur Erdung für abgeschirmte Kabel, sowie ein Verfahren zur elektrisch leitenden Verbindung eines solchen   Kontakthülsensatzes   mit einem freigelegten   Kabelschirmgeflecht.   



  Kontakthülsen zur sicheren Erdung von Kabeischirmen an Metallkonstruktionsteilen sind an sich bekannt. Diese Hülsen weisen im allgemeinen eine zylindrische Form mit offenen Deckflächen auf. Dabei ist jedoch zu beachten, dass die Hülsenwand geschlossen ist. Der Einsatz solcher Hülsen erfolgt typischerweise in Verbindung mit Koaxialkabeln, ist jedoch nicht auf diesen   Kabeltyp   beschränkt. Ein Koaxialkabel besteht im allgemeinen, wie in den Figuren 1 bis 3 dargestellt, aus einer oder mehreren Leiteradern 1, die von einer Innenisolierung 2 umgeben sind, über der ein Schirmgeflecht 3 aus Drahtlitzen zur Abschirmung von elektromagnetischen Störfeldern vom Innenleiter 1 angeordnet ist. Der Aufbau der Abschirmung aus einem Drahtgeflecht verleiht dem Kabel die zur Verlegung notwendige Flexibilität.

   Das Schirmgeflecht 3 ist von einer   Aussenisolierschicht   4 umgeben, die die Abschirmung elektrisch isoliert und vor Umwelteinflüssen schützt. Die Befestigung der Hülsen an einem Kabelende erfolgt so, dass eine Kontakthülse von der Seite des Kabelendes her unter die von der Aussenisolierung befreite Abschirmung geschoben wird und eine zweite Hülse, deren Innendurchmesser den Aussendurchmesser der ersten Hülse geringfügig übersteigt, und die zuvor auf das Kabel aufgefädelt wurde, von der anderen Seite über die erste Hülse und die Abschirmung geschoben wird, wodurch die beiden Hülsen mit dem Schirmgeflecht dazwischen festgeklemmt werden. Der wesentliche Nachteil dieser bekannten Hülsen besteht darin, dass das Kabelende frei   zugänglich   sein muss, da sonst die Hülsen nicht aufgeschoben werden können.

   Eine nachträgliche Erdung ist somit nur 
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    wird beiHülsenwand   von einem Schlitz durchsetzt ist, der, vorzugsweise in achsparalleler 
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 annähernd in achsparallele Richtung verlaufende   Materialschwächung   aufweist. 



  Die Materialschwächung kann als kontinuierliche Wandstärkenverringerung und anschliessende -vergrösserung, oder vorteilhaft als eine in die Hülseninnenwand eingearbeitete Nut ausgebildet sein. 



  Durch diese Neuerungen ist es möglich, die Hülsen auf bereits verlegten Kabeln anzuordnen, indem die Hülsen am Schlitz aufgebogen, über das Kabel gestülpt und wieder zusammengebogen werden. Die   Materialschwächung   bzw. die Nut wirkt dabei 
 EMI2.2 
 Um die Kontakthülsen fest auf dem Schirmgeflecht zu halten, wird neuerungsgemäss ein Kontakthülsensatz, bestehend aus zwei erfindungsgemässen Kontakthülsen verwendet, der dadurch gekennzeichnet ist, dass der Aussendurchmesser der einen Hülse annähernd gleich gross wie der Innendurchmesser der anderen Hülse ist. Die kleinere Hülse wird unter das Schirmgeflecht geschoben, die grössere Hülse darüber, wodurch sich eine Klemmverbindung der übereinandergeschobenen Hülsen mit dem Schirmgeflecht dazwischen ergibt. 



  Ein weiterer Aspekt der Erfindung umfasst ein System zur sicheren Erdung des   Absch) rmgef ! echts   von Kabeln, das gekennzeichnet ist durch einen Kontakthülsensatz gemäss der Neuerung, wobei der Aussendurchmesser der kleineren Hülse so gross wie der Aussendurchmesser des zu erdenden Kabels ist, und ein Befestigungselement,   z. B.   eine   Metallbügelschelle,   zur elektrisch leitenden Befestigung des mit dem   Kabelschirmgeflecht   elektrisch verbundenen Kontakthülsensatzes an elektrisch 
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 Die Erfindung umfasst schliesslich ein Verfahren zur elektrisch leitenden Verbindung eines neuerungsgemässen Kontakthülsensatzes mit einem freigelegten   Kabeischirmgeflecht,   gekennzeichnet durch die Schritte des Öffnens bzw.

   Aufbördelns des Kabelschirmgeflechts, des Umfassens des Kabels mit der kleineren Kontakthülse vor und der grösseren Kontakthülse hinter der Stelle der   Kabelschirmaufbördeiung   durch Aufklappen, über das Kabel Stülpen und Zusammenklappen der Hülsen, des Einschiebens der kleineren Hülse unter das   Kabelschirmgeflecht   und des Darüberschiebens der grösseren Hülse über Kabeischirmgefiecht und kleinere Hüise. 



  Dieses Verfahren erlaubt sowohl die Anbringung des Hülsensatzes am Kabeiende als auch in der   Kabelmitte   bei nicht zugänglichen Enden, indem im zweiten Fall die äussere Kabelisolierung entfernt, der   Kabelschirm   aufgeschnitten und die kleinere Hülse unter die Schnittstelle geschoben wird. Die grössere Hülse wird danach darüber angebracht. 



  Es wird nun ein Ausführungsbeispiel der Erfindung unter Bezugnahme auf die beigelegten Zeichnungen beschrieben, worin die Figuren 1 bis 3 den Befestigungsvorgang eines erfindungsgemässen Hülsensatzes veranschaulichen, Fig. 4 eine   erfindungsgemässe   Hülse im Querschnitt ist, Fig. 5 diese Hülse im Längsschnitt 
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 An Hand der Figuren 1 bis 3 wird nun erläutert, wie ein Kontakthülsensatz, bestehend aus zwei Kontakthülsen 5, 8 auf einem Koaxialkabel angebracht wird. Das Koaxialkabel besteht aus einer Leiterader 1, die von einer Innenisolierung 2 umgeben ist, über der ein flexibles Schirmgeflecht 3 aus Drahtlitzen zur Abschirmung von elektromagnetischen Störfeldern vom Innenleiter 1 angeordnet ist.

   Das Schirmgeflecht 3 ist von einer   Aussenlsolierschicht   4 umgeben, die die Abschirmung elektrisch isoliert und vor   Umwelteinflüssen schützt.   Das Koaxialkabel soll an seinem dargestellten Ende geerdet werden. Dazu wird zunächst die Aussenisolierung 4 in passender Länge vom Kabel entfernt und damit das Schirmgeflecht 3 freigelegt. Das Schirmgeflecht 3 kann auf etwa die Länge der Kontakthülsen   5, 8   abgeschnitten werden. Danach wird das Geflecht 3 

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 aufgetrennt bzw. aufgebördelt. Eine Hülse 5, die auch als Stützhülse bezeichnet wird, wird aufgebogen, an einer vom Schirmgeflecht befreiten Stelle nahe dem Kabelende über das Kabel geführt und wieder zusammengebogen.

   Der Aussendurchmesser dieser Stützhülse 5 entspricht dem Aussendurchmesser des Koaxialkabels, ihr Innendurchmesser ist mindestens so gross wie der Aussendurchmesser der Innenisolierschicht 2. Eine zweite Hülse 8, die auch ais   Presshülse   bezeichnet wird, wird über der Aussenisolierung 4 des Koaxialkabels angeordnet. Diese Presshülse 8 ist grösser als die Stützhülse 5, wobei der Innendurchmesser der Presshülse 8 annähernd so gross wie der Aussendurchmesser der Stützhülse 5 ist. Beide Hülsen 5, 8 weisen je einen achsparallel verlaufenden Schlitz 6 bzw. 9 auf, sowie eine nur für die Hülse 5 dargestellte Nut 7 an der dem Schlitz   6 gegenüberiiegenden   Seite der Hülseninnenwand. Die Stützhülse 5 wird nun in Pfeilrichtung A unter das Schirmgeflecht 3 geschoben, wodurch der in Fig. 2 dargestellte Zustand entsteht.

   Nun wird die Presshülse 8 in Richtung des Pfeils B über das Schirmgeflecht 3 und die Stützhülse 5 geschoben, wodurch die beiden Hülsen mit der Schirmung dazwischen übereinander festgeklemmt werden, wie in Fig. 3 zu sehen ist. Die innere Stützhülse 5 verhindert wirkungsvoll, dass von aussen, insbesondere durch die   Presshülse   8, ein Druck auf das Kabel ausgeübt wird, der beispielsweise bei einem Koaxialkabei zur Verformung der Innenisolierung 2 und damit zu einer Änderung des Wellenwiderstands führen könnte. 



  Die Verbindung von Schirm und Kontakthülsen wurden in den Figuren 1 bis 3 an einem Kabelende gezeigt, es ist jedoch genauso einfach möglich, eine Verbindung in der Mitte einer   Kabellänge   zu schaffen, wodurch auch die   nachträgliche Montage - ohne   Abklemmen oder   Ausfädein   des   Kabels - möglich wird.   Dazu wird die äussere 
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 und an einem oder beiden Schnittstellenenden aufgebogen und die Stützhülse 5 unter die Schnittstelle geschoben. Die   Presshülse   8 wird danach über den Kabelschirm 3 und die Stützhülse 5 geschoben. 

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In den Figuren 4 und 5 ist eine   Kontakthülse   im Querschnitt und im Längsschnitt dargestellt.

   Da sich die Stützhülse 5 und Presshülse 8 eines Kontakthülsensatzes nur in der Grösse, nicht jedoch in der Form unterscheiden, hat diese Darstellung für beide
Hülsen Gültigkeit. Die   Hülsen 5, 8   weisen zylindrische Form auf, wobei an einer Seite die Wand in achsparalleler Richtung durch einen Schlitz 6, 9 geteilt ist und an der dem Schlitz gegenüberliegenden Innenseite des Hülsenmantels eine Nut 7 als Materialschwächung ausgebildet ist. Durch die identische Form der Hülsen und passende Abstufung der Durchmesser ist es möglich, mit einer geringen Anzahl unterschiedlich grosser Hülsen praktisch alle handelsüblichen Kabel kontaktieren zu können.

   Eine für die Praxis günstige Dimensionierungsreihe besteht für Hülsen aus rostfreiem Stahl mit einer Wandstärke von 1 mm aus den Werten   (Aussendurchmesser/lnnendurchmesser   in mm) 7/5, 10/8, 13/11,16/14, 19/17 usw. 



  In Fig. 6 ist ein System zur sicheren Erdung des Abschirmgeflechts 3 in der Mitte einer   Kabellänge   mit unzugänglichen Enden dargestellt, bestehend aus einem   Kontakthülsenpaar 5, 8,   das wie oben beschrieben mit der von der Aussenisolierung 4 befreiten Abschirmung 3 verbunden ist und einer an einem geerdeten Metallkonstruktionsteil 12 befestigten   Bügelschelle   10, in die eine Schraube 11 eingedreht wird, um die äussere Hülse 8 gegen den geerdeten Teil 12 zu drücken und damit eine elektrisch leitende Verbindung zwischen Hülse und Metallteil zu schaffen.

Claims (5)

  1. NEUE ANSPRÜCHE : 1. Kontakthülse, bestehend aus leitfähigem Material, insbesondere rostfreiem Stahl, mit annähernd hohlzylindrischer Form und beidseitig offenen Enden zur Erdung für abgeschirmte Kabel, wobei das Hülsenmaterial biegbar, insbesondere elastisch ist, und die Hülsenwand von einem Schlitz (6, 9) durchsetzt ist, der, vorzugsweise in achsparalleler Richtung, von einem Ende der Hülse zum gegenüberliegenden Ende verläuft, dadurch gekennzeichnet, dass die Hülsenwand auf annähernd der dem Schlitz gegenüberliegenden Seite eine annähernd in achsparalleler Richtung verlaufende Materialschwächung aufweist.
  2. 2. Kontakthülse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Materialschwächung als eine in die Hülseninnenwand eingearbeitete Nut (7) ausgebildet ist.
  3. 3. Kontakthülsensatz, bestehend aus zwei Kontakthülsen nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Aussendurchmesser der einen Hülse (5) annähernd gleich gross wie der Innendurchmesser der anderen Hülse (8) ist.
  4. 4. Anordnung zum Erden von abgeschirmten Kabeln, gekennzeichnet durch einen Kontakthülsensatz nach Anspruch 3, wobei der Aussendurchmesser der kleineren Hülse (5) so gross wie der Aussendurchmesser des zu erdenden Kabels ist, und ein Befestigungselement, z. B. eine Metallbügelschelle (10), zur elektrisch leitenden Befestigung des mit dem Kabelschirmgeflecht (3) elektrisch verbundenen Kontakthülsensatzes (5, 8) an elektrisch geerdeten Vorrichtungen (12), z. B.
    Ankerschienen oder Traggerüsten.
  5. 5. Anordnung zum Erden von abgeschirmten Kabeln nach Anspruch 4, wobei das abzuschirmende Kabel aus mindestens einem Innenleiter (1), einer Innenisolierung (2), einem Kabelschirmgeflecht (3) und einer Aussenisolierschicht (4) besteht, dadurch <Desc/Clms Page number 7> gekennzeichnet, dass im Betriebszustand der Anordnung in einem von der Aussenisolierschicht (4) befreiten Abschnitt des Kabels die kleinere Kontakthülse (5) zwischen der Innen isolierung (2) und dem Kabelschirmgeflecht (3) eingeschoben und die grössere Hülse (8) im von der Aussenisolierung freigelegten Abschnitt über das Kabelschirmgeflecht (3) und damit auch über die kleinere Hülse (5) geschoben ist.
AT0036194U 1994-10-20 1994-10-20 Kontakthülse für abgeschirmte kabel AT809U1 (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE19901012C2 (de) * 1998-01-13 2001-02-01 Yazaki Corp Endstückaufbau für ein geschirmtes Kabel und Verfahren zur Herstellung derselben
CN115882241A (zh) * 2022-12-28 2023-03-31 广东电网有限责任公司 一种导线绝缘屏蔽工具

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE19901012C2 (de) * 1998-01-13 2001-02-01 Yazaki Corp Endstückaufbau für ein geschirmtes Kabel und Verfahren zur Herstellung derselben
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