<Desc/Clms Page number 1>
Verfahren und Vorrichtung zur Gewinnung möglichst trockener Schaumschlacke.
EMI1.1
Schlacke mit Hilfe der bekannten Granulierwasserbehälter vorgenommen, oder wird die so behandelte Schlacke nach dem Aufblähen zum Abkühlen und Erstarren in einen solchen Wasserbehälter geleitet, so schwimmen diese hochporösen Schlackenstücke auf dem Wasser während ein kleiner Teil. der sogenannte Schlackensand. Bruchstückchen, die sich von den porösen Schlackenkuchen ablösen usw. untersinkt.
Man hat nun bisher die gesammte Schlackenmenge aus dem Wasserbehälter mittels Becherwerkes herausgehoben, das bis auf den Boden des Wasserbehälters herabging, weil auch der untersinkende Teil der Schlacke mitgenommen werden musste, schon um zu verhindern. dass sich zu viel Granalien in dem Behälter ansammeln. Die oben auf dem Wasser schwimmende Schaumschlacke kann natürlich nur an der Unterseite etwas Wasser aufnehmen, das dann durch die noch vorhandene Eigenwärme dieser Schlackendrusen bald verdampft wird. Diese Schaumschlacke liesse sich demnach in ziemlich oder ganz trockenem Zustande gewinnen.
Die im Wasser untersinkenden Schlackenteile saugen sich aber ganz mit Wasser voll und feuchten. da sie zusammen mit der auf dem Wasser schwimmenden Schaumschlacke herausgebechert werden, die schon vollkommen oder doch annähernd trockene Srhaumschlacke wieder stark an. Für die weitere Verarbeitung der Schaumschlacke ist dies aber in hohem Masse unerwünscht ; es ist vielmehr ein dringendes Erfordernis die Schaumschlacke sofort möglichst trocken zu gewinnen. Um dies zu erreichen, werden gemäss der Erfindung die auf dem Wasser schwimmende Schaumschlacke und die im Wasser untersinkenden. nassen Granalien getrennt gewonnen. Hierzu werden nach der Erfindung zwei Becherwerke angeordnet. von denen das eine die auf dem Wasser schwimmende Schaumschlacke abschöpft, um sie für sich in einen Behälter zu entleeren.
Das zweite Becherwerk soll die im Wasser untergesunkenen Schlackenteile herausbaggern und in einen anderen Behälter fördern. Um dies zu ermöglichen erhält der Wasserbehälter eine Vertiefung, in welche das untersinkende Schlackenmaterial auf dem schrägen Boden hinabrutscht. Diese Vertiefung dient als Schöpftrog für das zweite Becherwerk. das hier hineingreift und dar sich ansammelnde Schlackenmaterial heraushebt.
Die Gewinnung hochporöser Schaumschlacke mit möglichst geringem Wassergehalt lässt sich gemäss einer weiteren Ausführungsform der Erfindung noch dadurch steigern, dass
EMI1.2
Granulierbehälter eine Fläche oder Platte aus geeignetem Material angeordnet wird, auf welche die Schlacke beim Herabniessen auftrifft. Die Schlacke kann also nicht in dem Wasser untersinken. sondern muss sich auf der Oberfläche ausbreiten. Durch die Einwirkung der feuerflüssigen Schlacke entwickelt sich sofort Wasserdampf. der die schwimmenden Schlackenkuchen durchdringt und zu einer grossstückigen, hochporösen und schaumigen Masse aufbläht, die dann erstarrt und allmählich erkaltet.
Diese Schlackenkuchen nehmen. da sie auf dem Wasser schwimmen, naturgemäss nur verhältnismässig wenig Wasser auf.
Die Zeichnungen veranschaulichen die Erfindung beispielsweise.
Fig. i ist eine Seitenansicht.
Fig. 2 eine Vorderansicht.
EMI1.3
Fig. 4 zeigt eine weitere Ausführungsform der Erfindung.
Die feuerflüssige Schlacke oder eine andere beliebige Schmelze wird durch die
EMI1.4
unmittelbar die Verlängerung der Sehlackenrinne bilden kann ; die Schlacke fliesst dann gleichmässig auf den Wasserspiegel herunter und breitet sich auf dem Wasser aub, wobei sie von dem sich sofort entwickelnden Wasserdampf zu grossen schaumigen Drusen bzw.
EMI1.5
schwimmenden Schlackenkuchen werden durch das nur wenig in den Behälter 10 eintauchende Becherwerk 3 abgeschöpft und nach oben befördert, wo sie über geeignete Rutschen in bereit stehende Eisenbahnwagen 4 entleert werden. Die in diesen Schlackenkuchen noch vorhandene Feuchtigkeit wird durch ihre ziemlich beträchtliche Eigenwärme
<Desc/Clms Page number 2>
verdampft, so dass diese Schlackenkuchen in möglichst vollkommen trockenem Zustande gewonnen werden.
Ein Teil der Schlacke sinkt im Wasser unter, und zerteilt sich hier meistens zu feinkörnigen Granalien, die nicht nur von aussen vollkommen nass sind, sondern auch im Innern, in ihren Poren usw. einen hohen Wassergehalt aufweisen. Um diese Schlackenteile aus den Behälter 10 zu entfernen, ist dieser mit einer Schrägfläche 5 und einem tiefen Schopftrog 9 versehen, in welchen ein zweites Becherwerk 6 hineintaucht, das diesen Schlackensand herausbaggert und in das hochstehende Schlackensandsilo 7 aufwärts fördert, aus dem der Schlackensand dann gelegentlich in besondere Eisenbahnwagen oder sonstige Transportmittel abgezogen werden kann.
Um die Umwandlung der feuerflüssigen Schlacke oder Schmelze den jeweiligen Bedürfnissen anpassen zu können. erhält die Schlackenrinne 1 zweckmässig zwei Ausläufe 1 a und 1 b. von denen der eine 1 adern Schaumschlackenbecherwerk, der andere 1 b dem Schlackensandbecherwerk gegenüber mündet. Man kann dann den Schlackenstrom durch den Auslauf 1 a zu dem Schlackenbecherwerk 3 leiten, um der Hauptsache nach
Schaumschlacke herzustellen ; man kann aber auch den Schlackenstrom durch den Auslauf 1 b nach dem Schlackensandbecherwerk 6 leiten und die Schlacke direkt in das kalte Wasser stürzen, um gewöhnlichen Schlackensand herzustellen. Dazwischen sind natürlich die verschiedensten Einstellungen möglich.
Gemäss einer weiteren Ausführungsform der Erfindung (siehe Fig. 4) wird die Fläche 2, die sich z. B. in schon vorhandenen Granalienbehältern 10 bisweilen nicht umbauen bzw. einbauen lässt, unter der manchmal schon sehr hochmündenden Schlackenrinne 1 durch eine Platte oder Fläche 8 ersetzt. welche derart angeordnet ist, dass sie sich entweder in
Höhe des Wasserspiegels, oder wie punktiert angedeutet, ein wenig darüber oder darunter
EMI2.1
eintretendem Verschleiss sofort erneuert werden kann.
Die Schlacke stürzt demnach nicht in das Granulierwasser, sondern trifft auf die Platte 8 und gelangt von dieser sich ausbreiten auf die Wasseroberfläche ; dabei entwickelt sich aus dem Granulierwasser sofort Dampf, der die Schlacke durchdringt und sie zu einer grossstückigen, hochporösen oder schaumigen Masse aufbläht, die dann allmählich erstarrt und erkaltet. Da diese Masse auf dem Granulierwasser schwimmt, so nimmt sie nur wenig Wasser auf. Das Becherwerk 3 hebt dann diese Srhaumschlacke aus dem Granulierbehälter heraus.
PATENT-ANSPRÜCHU : i. Verfahren zur Gewinnung möglichst trockner Schaumschlacke bei der Granulierung von Schlacken und Schmelzen mit Hilfe eines die feuerflüssigen Schlacken aufnehmenden Wasserbehälters, dadurch gekennzeichnet, dass die auf dem Wasser schwimmende trockene Schaumschlacke und die im Wasser untersinkenden. nassen Granalien getrennt von einander gewonnen werden.