AT78127B - Verfahren zur Herstellung von kalibermäßig genau zylindrischen Rohren. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von kalibermäßig genau zylindrischen Rohren.

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Adolf Ing Cornu
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Adolf Ing Cornu
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  Verfahren zur Herstellung von kalibermässig genau zylindrischen Rohren. 



   Den Gegenstand der Erfindung bildet ein Verfahren zur Herstellung von kalibermässig genan zylindrischen Rohren, welches gegenüber den bisher angewendeten Methoden eine bedeutende Arbeits- und Zeitersparnis   und   infolgedessen eine nicht unbeträchtliche Herabminderung der Herstellungskosten bedeutet. 



   Als Folge des gegenwärtig geringeren Gehaltes an Wolfram bei den Schnelldrehstählen ergibt sich eine raschere und stärkere Abnutzung der Werkzeugschneiden. 



   Kommt es nun auf die Herstellung einer vollkommen zylindrischen sauberen Bohrung von   grösserer Länge,   wie z. B. bei Geschützrohren an. so ist es notwendig, dass sich die Schneide des Bohrwerkzeuges nicht abnutzt, d. h. zumindesten nur so wenig abnutzt, dass die Verschiedenheit der Bohrungsdurchmesser die vorgeschriebene Toleranz nicht überschreitet. 



   Dies könnte nun erreicht werden, wenn man bei der Abnahme des'letzten Spahnes (Schlichtspahn) mit dem Kalibrierwerkzeug sehr langsam arbeiten würde, was natürlich einen beträchtlichen Zeitverlust und dadurch eine Erhöhung der Erzeugungskosten mit sich brächte. Verkürzt man die Aroeitszeit, so werden die Rohrdurchmesser infolge Abnutzung der Werkzengschneiden gegen Ende zu immer kleiner, das heisst die Bohrung wird konisch und muss mit einer Reibahle so aufgerieben werden, dass Sie die verlangte genau zylindrische Form erhält, was wiederum sehr zeitraubend ist. 



   Es ist nun   möglich,   mit Hilfe des Verfahrens nach der Erfindung die Konizität der bohrungen solcher fehlerhafter Rohre rasch, ohne Verwendung der langwierigen und un- verlässlichen Reibahlenarbeit, fast vollkommen zu beseitigen, wobei die Rohre überdies noch eine tadellos glatte Innenmantelfäche erhalten. Das Verfahren ist absolut nicht zeit- ruhend, verkürzt im Gegenteil die Arbeitszeit in beträchtlichem   Masse und   erfordert auch keinekostspieligenWerkzeuge. 



   Vorausgeschickt sei, dass die Konizität beim rascheren Arbeiten normaler Weise   bis 10 0   des Bohrungsdurchmessers pro 1   m   Bohrungslänge beträgt, wobei Bohrungen von beiläufig 100   mm   Durchmesser vorausgesetzt sind. 



   Um die vorerwähnte Konizität zu beseitigen, ist für dieses Verfahren eine ge-   wòhnliche   Geschossziehpresse liegender Bauart am geeignetsten. Der Antrieb dieser Presse kann direkt von der Pumpe aus erfolgen, da eine ungleichmässige, stossartige Bewegung des   Pressstempels   keinen schädlichen Einfluss ausübt. 



   Die in Betracht kommenden Werkzeuge sind glasharte Dorne (Kolben) aus ge-   wohnlichem Werkzeugstahl,   deren Durchmesser sich am besten um 0'05   m'm.   voneinander unterscheiden. Die Gestalt dieser Pressdorne ist,   wi   in der Zeichnung ersichtlich, die 
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 Hindurchgange eines jeden Presskolbens nachgemessen werden, ob das Rohr schon die vorgeschriebene Weite erlangt hat. Im allgemeinen muss der Dorn für das angezogene Beispiel um   /io     min,   grösser sein, als die beabsichtigte Bohrung. 



   Wichtig ist, dass das aufzuweitende Rohr, soferne dasselbe aus Stahl oder Eisen ist, vor jedem Hindurchgang eines Pressdornes mit einer   Ätxkalitösung   und nachher mit einer angesäuerten Kupfervitriollösung ausgestrichen (beschmiert) wird, wodurch eine Ver-   kupferung   der Rohrwand eintritt, die ein Verreiben des Dornes in dem Stahlrohr bzw. 



  Eisenrohr verhindert und gleichzeitig eine Art Schmierung bildet. 



   Durch dieses Verfahren wird weiters, wie schon erwähnt, insoferne ein nicht unwesentli eher Erfolg erzielt, als dadurch eine spiegolglatte Bohrungswand erzeugt wird und so die bei den früheren Methoden notwendige   Schmirgelarbeit entfällt. Alle   diese Momente geben eine Summe von Arbeits- und Zeitersparnis, die ganz bedeutend ist. Einen Massstab in bezug auf die Zeitersparnis durch dieses Verfahren kann man leicht dadurch gewinnen, wenn man die Zeiten vergleicht, die erforderlich sind, um ein konisches Rohr von 2 m Länge und zirka 100   MM :   Durchmesser mit einer   Reibahle   aufzureiben oder mit Hilfe dieses Verfahren aufzudornen. Im ersteren Falle braucht man 12 Stunden, im letzteren 12 Minuten. 



   Schliesslich sei noch bemerkt, dass die Zeit für das Kalibrieren (Ausbohren) eines Rohres um 1/3   bis   herabgesetzt werden kann, weil die hiedurch hervorgebrachte Konizität mit Hilfe des angeführten Pressverfahrens in wenigen Minuten beseitigt werden kann und es infolgedessen auf eine genaue Arbeit des Ausbohrens nicht mehr in dem Masse ankommt, wie es bei den bekannten Verfahren bisher notwendig war. 



   PATENT. ANSPRÜCHE :
1. Vorfahren zur Herstellung von kalibermässig genan zylindrischen Rohren, dadurch gekennzeichnet, dass die infolge mangelhafter Herstellung in ihrer Bohrung mehr oder weniger konisch verlaufenden Rohre gegebenenfalls unter Verwendung von Schmiermitteln durch Durchpressen eines entsprechend gestalteten und dimensionierten Kolbens   (Dorn (' ;,)   oder gegebenenfalls mehrerer solcher nacheinander zur Wirkung gelangender Kolben auf den   gewünschten   Durchmesser aufgeweitet werden.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1. dadurch gekennzeichnet, dass zum Zwecke dt r Schmierung die Bohrung mit einer Atzkalilösnng und hierauf mit einer angesäuert, n Kupfervitriollösung ausgestrichen (geschmiert) wird.
    3. Presskolben oder Dorn zur Ausführung des Verfahrens nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass derselbe in Form eines nach beiden Seiten ball g verlaufenden tonnenförmigen Körpers ausgebildet ist.
AT78127D 1917-10-31 1917-10-31 Verfahren zur Herstellung von kalibermäßig genau zylindrischen Rohren. AT78127B (de)

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