AT76722B - Verfahren zum Füllen von Seifen mit Pflanzenstoffen, wie Holzmehl oder dgl. - Google Patents
Verfahren zum Füllen von Seifen mit Pflanzenstoffen, wie Holzmehl oder dgl.Info
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Description
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Vorbedingung für streckende Zusätze zu Seifen ist feinste Verteilung in der Seifenmaese und Abwesenheit gröberer Partikel. Wird bei den Zusatzmitteln die erforderliche Zerkleinerung auf rein mechanischem Wege durchgeführt, so ist ein erheblicher Aufwand
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Holzmehl die Zerkleinerung bis zu sozusagen unfühlbaren und in der Seife unsichtbaren Partikeln getrieben werden könnte.
Es wurde nun gefunden, dass man aus denjenigen Produkten, die dutch eine chemische Vorbehandlung von pflanzlichen Rohmaterialien oder Zellstoffen mit Säuren, sauren Salzen oder Stare abspaltonden Salzen entstehen, mit sehr geringfügigem Kraftaufwand Pulver (Mehl) von ausserordentlich hohem Feinheitsgrad erzielen kann, die in das Seifengnt ein-
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lcnneo lassen und die reinigende Wirkung der Seife nicht beeinträchtigen. Unter geeigneten pflanzlichen Rohmaterialien wird hiebei in erster Linie Holz und Pflanzenstegel jeder Art wie Getreidestroh und Flachs verstanden.
Aber auch die Abfälle der Getreideverarbeitung bzw. der Muhlenindustrie, wie Spelzen, Kleie und dgl., ebenso die Abfälle der Pflanzenfaser verarbeitenden Industrien, z. B. Werg, Linters, endlich auch Abfälle der Zellstoff und Papierindustrie, wie Schl1lsplLoo, Splitterabfälle der Holz8chleifereien, Zellstoffabfälle und Altpapier jeder Art, wie auch die Endprodukte der eben erwähnten Fabrikation (Zellstoff, Holzschliff und dgl. mehr) sind für den geeigneten Zweck brauchbar.
Durch die chemische Vorbehandlung solcher Materialien wird eine derart weitgehende Zermürbung der Faserbündel und Zellwände erreicht, dass eine Zermahlung nur noch
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abfällen zu Holzmehl durch die aufzuwendenden grossen Kräfte und langen Zeiträume sehr teuer wird, eine feuergefährliche Fabrikation darstellt und der Feinheitsgrad der erzielten Produkte in gar keinem Verhliltnis zu dem Kraft- und Zeitaufwand bei der Zermahtung des zähen Holzmatorials steht.
Nach der chemischen Behandlung stellen die Ausgangsmaterialien im Gegensatz zur zähen Holzfaser eine ausserordentlich spröde, brüchige Masse dar, die sich unter sehr geringfügigem Kraftaufwand in gewöhnlichen Desintegratoren oder ähnlichen Maschinen ohne Anwendung von Steinmahlgängen in Pulver (Mehl) von ausserordentlich hohen Feinheitsgrad verwandeln lässt. Die entstehenden Pulver oder Mehle sind, da sie aus Bruchstücken von Zellwandmaterial bestehen, ganz ausserordentlich viel feiner als das durch blosse mechanische Zermahlung des nicht vorbehandelten Materials erhältliche Pulver. Infolge dieser ausserordentlich feinen Zerteilung ist das Material zur Füllung von Seifen geeignet. Wird es in das Seifengut eingerührt, so findet bei der grossen Saugfähigkeit des Pulvers eine sehr innige Durchmischung statt.
Beispiel : Grobes Holzmehl wird mit gasförmiger Salzsäure (etwa 3a/0 der Holzmenge) imprägniert, hierauf bei Temperaturen von 60 bis 80"getrocknet, das mürbe gewordene Produkt in einem Desintegrator gemahlen und hierauf einer Windsichtung unter- worfen. Das gowinnbare feine Mehl wird in das Seifengut je nach der gewünschten
Streckung in Prozentsätzen von 10 bis 70% etwa eingerührt.
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Claims (1)
- EMI1.5 Verfahren zum Füllen von Seifen mit P8anzensto1fen, wie Holzmehl oder dgl., darin bestehend, dass Huiz oder andere pflanzliche Rohstoffe wie Pflanzenstengel jeder Art, Abfälle der Mühlenindustrie (Spelzen, Kleie), Produkte und Abfllllo der Pflanzenfasern verarbeitenden Industrien (Worg, Schälspäne, Altpapier, Holzzellstoff) einer Vorbehandlung mit Säuren, sauren Sätzen oder Säure ahspaltenden Salzen, unter gleichzeitiger oder nach- folgender Erwärmung unterworfen werden, worauf die spröde und brüchig gewordenen Stoffe gemahlen und dem Seifengut als feinste Pulver beigefügt werden. **WARNUNG** Ende CLMS Feld Kannt Anfang DESC uberlappen**.
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