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Spreizbare geflochtene Stulpe zur Verbindung eines menschlichen Gttedstumpfes mit Erstzstücken oder einem Übungsgerät und zur Herstellung eines Streckverbandes.
Zur Unterstützung von Verbindungen menschlicher Gliedstümpfe mit Ersatz-und Ansatzstücken oder mit Übungs-und Streckgeräten wird nach bekannten Ausführungen eine spreizbare geflochtene Stulpe verwendet, die innen an dem festen ringförmigen Rande eines Gestells hängt. Die spreizbare Stulpe wird durch einige von dem Gestell ausgehende Spanuriemen auf den Stumpf gepresst, der dadurch innerhalb des Gestells und unberührt davon gehalten wird. Diese Stulpe ist nicht dazu bestimmt, die Ersatzstücke oder Übungsgeräte zu tragen. Hiezu gehört vielmehr bei den bekannten Einrichtungen ein die Stulpe umgebendes festes Gestell.
Bei vorliegender Erfindung dagegen dient das spreizbare Geflecht selbst sowohl zu seiner Befestigung am Stumpf wie zur Aufnahme und zum Halt der Ersatzstücke und dgl.
Die dazu erforderliche Versteifung erhält dabe. das Goflecht # Stulpe # durch Spannhebel- paare, die gegen die Randfassungen der Stulpe arbeiten, diese spreizen und so die Stulpe fest auf den Stumpf pressen, wodurch hauptsächlich die längsweise Verschiebung der Stulpe verhütet wird. Zur völligen Versteifung der Stulpe nebst Fassungen uns namentlich zur Verhütung von Querbewegungen dient ein Bügel oder ein Gestell, an dem die eine Fassung starr, die andere gleitend befestigt ist und woran auch die Verbindungs- oder Ansatzstücke sitzen.
Die Zeichnung stellt die Stulpe dar, und zwar in Fig. 1 in Ansicht, in Fig. 2 im Grundriss, in Fig. 3 im Schnitt nach der Linie. r-y und nach teilweise weggeschnittener Stulpe.
Die Stulpe 1 wird aus ledernen, metallenen, gewebten oder ähnlich beschaffenen
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faserdecke haben. Die olnzelnen Streifen 2 der Stulpe 1 sind beweglich verflochten und mit ihren Enden drehbar an ringförmigen, festen, z. B. metallenen Fassungen 3,4 befestigt, deren lichter Durchmesser stets grösser ist als der des zu behandelnden Körperteiles. Die Fassungen 3. 4 lassen sich infolge der beweglichen Verbindung der Streifen 2 gegeneinander bewogen.
Nähert man sie einander, so wird die Stulpe 1 zusammengeschoben und der Stulpdurchmesser erweitert sich, so dass sich die zusammengeschobene Stulpe J
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die Spreizlage, indem man die Ringe 3. 4 voneinander fortbewegt, se verkleinert sich ihr Durchmesser, so dass die Stulpe den mit ihr bekleideten Körperteil zusammenpresst. Zur Bewegung der Ringe 3,4 dienen Spreizmittel beliebiger Art. z. B. Hebelverbindungen, Scharnierbänder, Spannschrauben und dgl. In der Zeichnung sind als Spreizmittel die Gelenkstücke 5, 6 dargestellt, deren Drehzapfen 7 in der Ruhelage in Pfeilrichtung aus-
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werden.
Die Stulpe wird wie folgt angelegt : Nachdem die Drehzapfen 7 der Gelenkstücke 5, 6 8uswArtsbewegt worden sind, schiebt man die zusammengeschobene und dadurch in ihrem
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Spannung der Streifen 2 einwärts gekehrt werden, so ist deren selbsttätige Entspannung und das Lockern der Stulpe verhütet. Doch können die Drebsapfea ? znr erhöhten Sicherheit der Spreizlage mit einer Sperrvorrichtung irgend welcher Art versehen sein.
Indem man zwei Stulpen zugsweise miteinander verbindet, entstehen bei deren Spreizung doppelte Angriffsflächen. Mit den Fassungen 3, 4 der Stulpe kann ein Versteifungsgestell oder dgl. verbunden sein, das den anznschliessahden Verbindnoga-und Ansatzstücken ein festeres Lager gibt.
PATENT-ANSPRÜCHE-.
1. Spreizbare geflochtene Stulpe zur Verbindung eines menschlichen Gliedstumpfes mit einem Ersatzstück oder einem Übungsgerät und zur Herstellung eines Streckverbandes, dadurch gekennzeichnet, dass Spannhebelpaare (5, 6) gegen die Randfassungen (3, 4) der Stulpe (1) arbeiten, um diese zu versteifen und auf den Gliedstumpf (11) zu pressen.