<Desc/Clms Page number 1>
EMI1.1
Der Erfindung der vorliegenden Verschubeinrichtung liegt der Leitgedanke zugrunde, cint'n Verchubmechaniernua zu schaffen, welcher die seitliche Verschiebung von freiauflagernden Brückentragwerken auch schwerster Art und eigenartigster Konstruktion (gewisse Gattungen von Bogen- und Hängebrücken) in sicherer, präziser und schneller Weise unter Freihaltung der Brückenöffnungen und ohne Hauptträgerverstärkung gestattet.
Die Verschubeinrichtung gemäss der Erfindung unterscheidet sich von den bisher angewendeten Verschubmechanismen in wesentlicher Weise dadurch, dass als Verschiebung ! - unterlagen anstatt der üblichen, in den Blrückenöffnunen stehenden Verschubjochen aus- schliesslich die Pfeiler und deren Verlängerun@ en dienen, dass als Verscbiebungsmittel (statt der gebräuchlichen Gleitschienen, Walzen, Kugeln und Verschubwageu) Stahlrollenketten genommen werden, auf welche das Brückentragwerk mit besonders geformten Rollenträgeru uelagert wird und schliesslich, dass zur Erzeugung der Verschubkraft nicht wie gewöhnlich Zug-
EMI1.2
hctricb verwendet werden,
deren gleichmässiger Gang durch Kontaktvorrichtungen automatisch erzwungen wird.
Die Verschubeimicht ung t in der Zeichnung dargestellt. Fig. 1 stellt eine schematische Draufsicht auf die Verschubeinrichtung und das zu verschiebende Brückentragwerkin allgemeiner Form dar. Der Deutlichkeit wegen sind die Rollenbahnen nach der Längsrichtung schraffiert, die Brückenlager mit schwarzen Scheiben, die Verschubmotore mit schwarzen Quadraten, die Zahnstangen mit punktierten Linien angedeutet. Fig. 3 zeigt einen schematischen Brücken- 'll1t'r"chnitt in Untergurthöhe mit Absicht der Rollenträger, der Rollenkette, der Rollenbahn und des Verschubmotors mit einer sichtbaren Zahnstange. Fig. 2 (zu Fig. 3 gehörig) gibt einen Querschnitt durch einen Rollenträger wieder.
In Fig. 4 ist das Leitungsschema für die Ver- - d1Ubmotoren und Kontaktvorrichtungen, in Fig. j die Draufsicht und in Fig. 6 die Ansicht einerKontaktvorrichtungdargestellt.
Es soll nun auf die Beschreibung der vier Hauptbestandteile der Verschubeinrichtung, das sind : die Rollenträger, die Rollenketten, die Rollenbahnen und die Verschubelektromotoren, naher eingegangen werden.
EMI1.3
Stützenquerkonstruktionen im vorhinein als Rollenträger dimensioniert werden, bei der aus- zt-hiebenden alten Brücke sind entweder die vorhandenen, entsprechend verstärkten Stützen-
EMI1.4
<Desc/Clms Page number 2>
EMI2.1
Die Abrollungsstrecken, deren Linge durch die notwendige Anzahl der Tragrollen bestimmt ist, werden durch Stahlplatten gebildet, welche an den Untergurten der Rollenträger an. geschraubt sind (Fig. 2).
EMI2.2
schienenführung. Ein Flachschienenpaar verbindet je swei Rollen.
Der Rollendurchmesser ist so zu wählen, dass die alte Brücke nur um ein konstruktiv zulässiges Mass angehoben zu werden braucht, um die Lager zu entfernen und die Rollenketten einzuschieben. Für die neue Brücke ist der Rollendurchmesser frei wählbar, doch wird man bei aufeinander folgenden Aus-und Einschiebung mit Vorteil dieselben Rollenketten benutzen.
Will man an Kettenlänge sparen, kann die Verschiebung streckenweise vorgenommen werden, so dass immer die abgelaufenen Rollen einer Strecke vorgetragen werden können.
Der überall gleiche Abstand der Rollen voneinander ist so zu bestimmen, dass zwischen den Tragrollen das Einschieben von hydraulischen Pressen möglich ist, da die Anhubkräfte innerhalb der Abrollungsstrecken auf die Rollenträger anzugreifen haben.
3. Die Rolle nbahn e n Bl... Bn (Fig. 1 bis 3) befinden sich unter den Rollenketten und sind auf den Pfeilern und darüber hinaus auf die im Pfeiiejnucht hergestellten Stütz- konstruktionen verlegt. Die Unterkante der Rollenbahnen stimmt annähernd mit der Ober- kante der bestehenden Auflagequader überein.
Die Rollenbahnen bestehen aus Stahlplatten, welche untereinander und mit der Untellage verschraubt sind. Nach Entfernen der alten Lagerkonstruktionen werden an deren Stelle auf die Auflagerquader Rollenbahn-Einsatzstücke gelegt, so dass die Rollenbahnen vor Beginn der Auaschiebung lürkenlos längst der Verschubstrecke durchlaufen.
4. Die V e r s c h u b - E l e k t r o m o t o r e n E1...En (Fig. 1, 3 und 4) sind am
EMI2.3
automatisch erzwungen. Der Grundgedanke dieser Votrichtungen ist der, dass die Motoren ill gewissen Wegabschnitten angehalten werden, bis der am meisten zurückgebliebene Motor den gleichen Wegabschnitt erreicht hat, worauf sich wieder alle Motoren gleichzeitig in Bewegung setzen. Die Motoren werden eomit nach gleichen Wegstrecken selbsttätig ausgerichtet, ein Vol-
EMI2.4
Lage herausgeschoben wird. Durch diese Schieberbewegung werden jedoch zwei Kontakt' Vorrichtungen, nämlich der Schleifkontakt e und der Federnkontakt f, betätigt, und zwar zwangsläufig in der Weise. dass der eine Kontakt ein-, der andere ausgeschaltet wird.
Der Schleifkontakt c, welcher die Stt umzufuhr zum Motor regelt, besteht einerseits aus einer in der Isolielplatte eiu' gelassenen blanken Metalleitung, welche durch die Schieberönnung unterbrochen ist, andereiseitB
EMI2.5
<Desc/Clms Page number 3>
EMI3.1
Stromzufuhr zu dem betreffenden Motor durch den Schleifkontakte unterbrochen und gleich- zeitig der Federnkontakt f geschlossen (Fig. 4, Motor E@). Hat der am meisten zurückgebliebene Motor die Dreiecksnase gleicher Wegstrecke erreicht, so sind nun alle Fedeinkontakte f ge- schlossen, mithin der Strom durch die Solenoide aller Schalter geschlossen ;
die Solenoide ziehen die Schieber aller Schalter in ihre normale Lage hinein und schalten dadurch die Stromzufuh@ aller Motoren an den Schleifkontakten e gleichzeitig wieder ein.
Im Stromkreis der Kontaktvorrichtungen kann sich ausserdem an einer Stelle eine Ausschaltvorrichtung befinden, durch welche'automatisch in gewissen Zwischenpunkten und in dem Endpunkte der Verschiebungsstrecke die Motoren ausgeschaltet werden, wodurch das Brücken- tragwerk zum Stehen gebracht wird.
Die Verschubdurchfuhrung wird nach den örtlichen Verhältnissen verschieden sein, sich jedoch im allgemeinen wie folgt gestalten : Neben der bestehenden Brücke gird das neue Brückentragwerk montiert und sofort auf die vorher hergestellten Rollenbahnen mit der notwendigen Anzahl von Tragrollen gelagert und gegen Windabschiebung gesichert.
\'01'Fertigstellung des neuen Tragwerkes werden in der bestehenden Brücke die Bollenträger hergestellt und die Rollenbahnen gelegt. Ist das neue Tragwerk einschubbereit, so wird das alte B@ückentragwerk pfeilerweise innerhalb derAbrollungsstrecken angehoben, die Lager entfernt, an deren Stelle die Rollenbahn-Einsatzstücke gelegt, die Rollen eingeschoben, zur Kette verbunden und schliesslich das Brückentragwerk wieder pfeileiweise auf die Rollenketten abgelassen und sodann/: lie Pressen ausgeschoben.
Die Verschub-Elektromotoren werden eingeschaltet, die Aus- chiebung beginnt. In den Zwisehenpunkten hält automatisch das Tragwerk behufs Vornahme der Kontrolle und um eventuell die Rollenvorlaufkette durch die abgelaufenen Rollen zu ergänzen.
EMI3.2
\\ o k kann nun für den Abbruch auf den Tragrollen belassen werden, ist jedoch gegen Wind- . < Schiebung zu sichern. Die nichttragenden Rollen sowie die Motore können für die Einschiebung verwender werden, soferne die zur Verfügung stehende Verschubzeit dies gestattet.
Die Einschiebung der neuen Brücke kann gleichzeitig oder nachfolgend mit der Aus- - d1lebung der alten Brücke, je nach der zulässigen Zeitdauer der Verkehrssperrung erfolgen.
EMI3.3
EMI3.4
das eingeschobene Tragwerk sofort auf diese wieder abgelassen werden. Befinden sich die neuen AuflagerquaderinentsprechenderEntfernungvondenbestehendenAuflagerquadern(die neue Brückenachse wird gegen die alte verschoben), so können diese vorher eingebaut werden.
Nach erfolgter Einschiebung werden die über die neuen Auflagerquader liegenden Rollbahn- Knisatzstücke entfernt, an deren Stelle die neuen Lagerkörper eingestellt und auf diese das
EMI3.5
EMI3.6
<Desc/Clms Page number 4>
EMI4.1
verlängerungen durcli Herstellung von mit dem Pfeiler verbundenen Eisenbetonkonsolen, bei Widerlagern Möglichkeit der Abstützung auf Flügel-Stütz- und Ufermauern, bei Jochherstellungen, -Arbeiten im Trockenen, ohne Verkehrsbehinderung). PATENTANSPRÜCHE :
EMI4.2
ciliebung des Brückentragwerkes auf Rollenketten et folgt.