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Die bekannten, ein-oder mehrfach geteilten, mit, Schmierstoff gefüllten und zwecks Austritt des letzteren mit Schlitzen oder Öffnungen versehenen Metallpackungen besitzen verschiedene Mängel. Sind die einzelnen Teile der mehrteiligen Metallpackung an ihren Enden nicht geschlossen, so erfüllt die Metallpackung ihren Zweck überhaupt nicht oder nur unvollkommen, denn beim Zusammpudrücken einei solchen Metallpackung fliesst der Schmierstoff da zuerst aus, wo er die geringste Reibung bzw. den geringsten Widerstand findet und das sind offenbar die offenen aneinanderstossenden Enden der geteilten Metallpackung.
Sind die Endöffnungen der ein-oder mehrfach geteilten Metallpackung ganz oder nur zum Teil geschlossen, so kann die in einem Teil der mehrteiligen Metallpackung befindliche schmierstoffmenge nur zum Schmieren derjenigen Reibungsfläche Verwendung finden, an welcher der betreffende Teil der Packung anliegt, so dass also beispielsweise bei einem zweiteiligen Packungsring jede Ringhälfte nur die halbe Oberfläche der durch die Packung hindurchgeführten Stange, bei einem vierteiligen Packungsring jeder Teil desselben nur ein Viertel der Stangenoberfläche schmieren könnte.
Es ist also bei einer derartigen Metallpackung ausgeschlossen, dass der in den einzelnen Teilen der Metallpackung untergebrachte Schmierstoff, so wie es eigentlich sein müsste, untereinander ohne Teilung zum Schmieren der ganzen Stangenoberfiäche verwendet werden kann. Bekannt ist nun aber, dass die Reibungskräfte am Umfange einer Stange verschieden gross sind und dass allein schon durch ein schiefes Anziehen der Stopfbüchse, durch die geringste Stangenkrümmung, oder durch einseitigen Stangen- verschleiss die Reibungskräfte am Stangenumfange sehr verschieden gross sein können.
Nun wird sich natürlich dort, wo die geringste Reibung ist, die mit S hmierstoff gefüllte Metallpackung mittels der Stopfbüchse leichter zusammendrücken lassen, als an denjenigen Stellen, wo der Ring fester anliegt. Dort, wo also die geringste Reihung ist, wird bei den bekannten ein-oder mehrfach geteilten, mit Schmierstoff gefüllten Metallpackungen die grösste Schmierstoffnenge und umgekehrt, wo die grösste Reibung auftritt, die kleinste Schmierstoffmenge austreten. so dass also das Gegenteil von dem eintritt, was zweckentsprechend ist und verlangt werden muss.
Die bekannten, ein- oder mehrfach geteilten, mit Schmierstoff gefüllten Metallpackungen
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flächen und gro sse Reibung.
Die vorerwähnten Nachteile der ein-oder mehrfach geteilten, mit Schmierstoff gefüllten Metallpackungen zu beseitigen, ist der Zweck der Ernndung, die darin besteht, dass die aneinanderstossenden Enden der einzelnen je eine Schmierstoffkammer bildenden Teile der mehrteiligen,
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ston nicht erschöpfen kann.
Wie die Zeichnung und nachfolgende Beschreibung zeigt., kann dies auf verschiedene Weise erfolgen. Fig. 1 zeigt einen aus zwei Teilen bestehenden Metallpackungsring horizontal durch- schnitten. Seine Querschnittsform kann natürlich beliebiger Art und wie in den Fig. 14 bis 18 dargestellt-rund oder eckig sein. Die aneinanderstossenden Enden der beiden Teile a und b der MetaHpackung sind dadurch miteinander verbunden bzw. abgedichtet, dass jeder Teil mit einem Ende in den anderen Teil eingeschoben ist, zu welchem Zwecke das eine Ende c zylindrisch verjüngt ist. Fig. 2 zeigt die oberen Enden der beiden Teile a und b vor dem Zusammenfügen, dabei steht das zylindrisch verjüngte Ende c noch rechtwinkelig zur Trennungslinie.
Dasselbe nimmt erst beim Zusammenfügen der beiden Teile a und b der Metallpackung die in Fig. 1 dargestellte Lage an. Fig. 3
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das Verbindungsstück doppelkegelförmig gestaltet sein, ebenso kann auch ein weiteres Verbindungsstück über die dann verjüngten Enden der aneinanderstossenden Teile der Metallpackung geschoben werden.
Bei allen vorbeschriebenen Ausführungsformen können die verjüngten Enden c und g bzw. das Verbindungsstück k auch gerade bzw. rechtwinkelig zur Trennungslinie ausgeführt und in den anderen Teil eingeschoben werden, wenn z. B. das Material der Metallpackung nicht weich genug ist, dass es sich wie bei Fig. 2 und 1 beim Zusammenfügen der einzelnen Teile der Kreisform selbst- tätig anpassen kann.
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je zur Hälfte abgesetzt, und zwat so, dass sich die abgesetzten Enden der beiden Teile l und m neheneinanderlegen. an den Stossfugen der abgesetzten Enden sind im Sinne der Fig. 4 zylin- drische Verbindungsstücke n in beide Teile eingeschoben.
Wie Fig. 6 zeigt, können aber auch
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mitteln und wie Fig. 7 zeigt, können die Enden der beiden Teile 1 und m auch so abgesetzt sein. dass sie nicht wie in Fig. 5 und 6 nebeneinander, sondern aufeinander liegen, so dass also die Schlussflächen, in welchen die Öffnungen o angebracht sind, nicht wie in Fig. 5 und 6 vertikal sondern horizontal liegen. Wie ferner die Fig. 11, 12 und 13 zeigen, können die aneinanderstossenden Enden der beiden Teile l und m sowohl in horizontaler als auch vertikaler Ebene abgesetzt werden ;
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auch bei dieser Ausführungsform die aneinanderstossenden abgesetzten Enden im Sinne der Fig. 1 bis 4 miteinander verbunden und abgedichtet werden.
Bei allen Ausführungsformen besitzt die mit Schmierstoff gefüllte Metallpackung an der inneren Seite des Ringes, wie dies die Fig. 8 und 9 zeigen, senkrecht oder schräg verlaufende
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können auch nach einem der in Fig. 10 dargestellten Beispiele gestaltet sein, oder auch eine beliebige andere Form haben. Durch die Langsehlitzanordnung ist ausserdem die Möglichkeit.
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Kommen z. B. bei Stopfbüchsenpackungen mehrere der begehriebpnen Packungsringe bei einer Packung in anwendung, so kann man auch, wie in den Fig. 19 und 20 dargestellt ist, die aufeinanderliegenden Packungsringe der Stopfbüchsenpackung durch Öffnungen oder Kanäle, mit
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ring in den anderen gegangen kann und sich mithin nicht nur in den Ringkammer jedes einzelnen Ringes, sondern auch auf samtliche Ringe der Stopfbüchsenpackung stets gleichmässig verteilt und in allen Ringen ungefähr unter demselben Druck steht, wodurch der Schmierstoff überall gleichmässig sustritt und sich ein Ring vor den anderen an Schmierstoff nicht erschöpfen kann.
Die Stopfbüchse A (Fig. 19) ist z. B. mit fünf Packungsringen t verpackt, wovon ein jeder so beschaffen ist, dass der Schmierstoff an den Stossfugen bzw. Verbindungsstellen der mehrteiligen Ringe aus der Metallpackung nicht austreten, aber aus einem Teil des mehrteiligen l'ackungsringes in den anderen Teil desselben übertreten und sich somit stets gleichmässig auf sämtliche Ringkammern des Packungsringes verteilen kann.
Die fünf aufeinanderliegenden Packungsringe t der Stopfbüchsenpackung sind durch Öffnungen oder Kanäle, in welche kleine Stahlbüchsen u eingesetzt sind, derart in Verbindung gebracht, dass der Schmierstoff auch aus einem Packunggring in den anderen gelangen kann und sich mithin auf sämtliche Ringe der Stopf-
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sich die Offnungen zusetzen, sind in ihrer Mitte mit einer Flansche It versehen, die sich in der aus Fig. 2 ersichtlichen Weise zwischen die beiden aufeinandeliegenden Ringe t liegt und ein gleichmässiges'Eindringen der Büchse in beide Ringe bewirkt.
Zweckmässig werden die Stahlbüchsen u mit ihrem offenen Ende in den Packungsring eingeschlagen, ehe dieser in die Stopf- büchse eingeführt wird. Das mit einer Kopfwand geschlossene und mit seitlichen Öffnungen versehene Ende der Stahlbüchsen u drückt sich dann beim Anziehen der Stopfbüchse in den vorher eingebauten und an entsprechender Stelle mit kleinen Öffnungen versehenen Ring fest ein. Natürlich können die einzelnen Packungsringe t auch in anderer Weise miteinander verbunden werden. Im Notfalle genügen auch einfache Öffnungen, welche da angebracht sind, wo sich dte einzelnen Packungsringe aufeinanderlegen bzw. berühren, und zwar so, dass sich dieselben decken.
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PATENT ANSPRÜCHE ;
1. Ein-oder mehrfach geteilte mit Schmierstoff gefüllte Metallpackung, dadurch gekennzeichnet, dass die aneinanderstossenden Enden der einzelnen, je eine Schmierstoffkammer bildenden Teile der Metallpackung derart miteinander verbunden bzw. abgedichtet sind, dass der Schmierstoff an den Stossfugen bzw. Verbindungsstellen aus der Metallpackung nicht austreten, aber aus einem Teil der Metallpackung m den anderen übertreten und sich somit stets gleichmässig in der ganzen Metallpackung, also auf alle Teile derselben, verteilen kann und sich einzelne Teile der Metallpackung nicht vor den anderen an Schmierstoff erschöpfen können.