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gedrückt, bis dieselbe durch Einschnappen der Rolle 28 in die Vertiefung des Exzenters 27 wieder freigegeben wird. Da die Maschine als Zwillingsmaschine ausgebildet ist, erfolgt der Arbeitsgang derart, dass die Formteile der einen Seite Pressung ausüben, während sich die Formteile der anderen Seite in offener zurückgezogener Stellung befinden, um das geformte Werkstück herausnehmen und ein neues einlegen zu können.
Durch Umlegen des Stellhebels 31 ist es möglich, die Einwirkung des Exzenters bzw. Scharnierstückes 29, der Rolle 28 und des Hebels 30 auszuschalten, so dass durch Auftreten auf den Trethebel 18 die Maschine in Bewegung gebracht und durch
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auf der Bremsscheibe 26 kommt beim Loslassen des Trethebels 18 durch die Feder 24 zur Wirkung.
Von der Exzenterwelle 17 (Fig. 1 und 3) aus werden die Bewegungen mittels Kurvenscheiben und Exzenter durch Hebel auf die oberen, in Fig. 1 im Schnitt dargestellten Schlitten, welche die Formteile bewegen, übertragen. Der Schlitten 3 trägt die anderen beweglichen, in Fig. 8 im Schnitt dargestellten Teile und wird durch den Exzenter 37 mit dem Lenker 35, Stange 34 und Kniehebel 8 mit federnden Widerlager 33 und 49 vor-und rückwärts bewegt. In Fig. 1 ist der Schlitten 3 in vorbewegter Stellung mit durchgedrücktem Kniehebel veranschaulicht, während in zurückgezogener Ruhestellung der Kniehebel 8 (gestrichelte Linien Fig. l) nach unten bewegt ist.
Das Fersenformstück 2. welches der Leistenferse entspricht, ist am Maschinengestell auswechselbar befestigt. Der Schlitten 3 trägt die seitlichen Fersenformbacken 4 mit Halter 8, welche bei Ausübung eines Pressdruckes das Fersenformstück 2 umgeben. Diese Fersenformbacken werden durch die Rollen 39 (Fig. 2) am Schlitten 3 in kreisbogenförnugen Bahnen geführt, und zwar werden sie durch eine Bewegung der Stangen 40, die mit dem Schlitten 41 verbunden sind, um das Fersenformstück 2 geschlossen. Der Schlitten 41 wird durch den Lenker 46 (Fig. 1), der
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vermeiden, t Über den seitlichen Fersenformbacken ist ferner ein Schlitten 42 (Fig. 1, 2 und 3) gelagert.
Derselbe trägt die Scheren-) und 43 zum Umlegen des Flansches des Oberieders an der Ferse und wird ebenfalls zusammen mit dem Schlitten 3 vorwärts nach der festen Fersenform 2 bewegt. Die Scheren. 3 und 43 erhalten ihre Bewegung durch die Stangen 44 und 60 (Fig. 2), Gelenk 48
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der Bearbeitung auss@eht. Es ist zu ersehen, dass der Hintertell desselben an der Ferse bei A eine gerade L) nie bildet. Der in punkhertenLinien dargestellte Stiefelschaft zeigt denselben nach erfolgter
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wird.
Es folgt. sodann das Schliessen der Fersenformbacken 4 (Fig. 10), um dem Fersenteil im übrigen die Form des Leistens zu geben. Da. s Umlegen des über das Fersenformstück 2 überstehenden Leders geschieht durch die Scheren 5 und 43 in der Weise, dass dieselben erst vorwärts über das Feraenformstück 2 bewegt werden, das überstehende Leder mit den durch den Winkel X (Fig. 9) gebildeten Ecken erst umstossen und sich dann schliessen (Fig. zum den Flansch zu vollenden. Die Anordnung des Winkels X dient zur Verteilung der beim Umlegen des Flansches entstehenden Falten.
Das Werkstück verbleibt nun auf der einen Seite der Maschine unter Pressung, bis auf der anderen Seite das Einlegen eines anderen Werkstückes geschehen und letzteres unter Pressung gesetzt ist, worauf die Formteile der anderen Seite wieder geöffnet sind, um das fertig geformte Werkstück herausnehmen zu können.
Bei der Formgebung des Werkstückes findet erklärlicherweise eine Verteilung des Leders statt, wodurch dasselbe ohne besondere Einrichtungen leicht eine unrichtige Form annehmen
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könnte. Um dies zu verhüten, ist das Fersenformstück 2 mit einem über die Verstärkung des Stiefelschaftes und die Formbacken 4 hinausreichenden Fortsatz 59 versehen, welcher bezweckt,
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Stiefelschaites in richtiger Stellung zum Fussteil zu erhalten.
Ferner ist an dem Fersenformstück 2 ein einstellbarer Anschlag 6 (Fig. 8) angebracht, welcher beim Einlegen des Werkstückes (Fig. 6) als Führung für die Lage desselben zu den Formteilen dient und bei der Formgebung des Werkstück in richtiger Lage hält, um trotz der stattfindenden Verteilung des Leders einen in richtiger Form und Stellung gepressten Stiefelschaft zu erhalten.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zum Formen des rückwärtigen Teiles des Oberleders von Schaftschuhwerk, dadurch gekennzeichnet, dass der zusammengesteppte Schaft, der hinten in einer ganz oder nahezu geraden Linie verläuft, vor dem Überholen und Aufzwicken durch Pressen zunächst in der Nähe des oberen Endes der Hinterkappe eine Einbuchtung erhält und dann durch weiteres Pressen entsprechend dem Leisten geformt und am Rande nach innen umgelegt wird.