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Rottungeleiter mit Wasserkühlung.
Die an den äusseren Wand-bzw. Dachftächen von Fabriksgebäuden, öffentlichen Gebäuden, Theatern, Türmen, ferner an Notgängen angewendeten Metalleitern entsprechen dem gewollten Zweck bei Feuergefahr nicht, indem auch die der unmittelbaren Wirkung der Flammen nicht ausgesetzten Leiterteile infolge der vorzüglichen Wärmeleitungsfähigkeit des Metalles (z. B. Eisen) so schnell erwärmt werden, dass die Anwendung der Leiter eben im kritischen Augenblick nicht möglich sein wird. Diese Erwärmung kann gegebenenfalls so beträchtlich sein, dass die Festigkeit der Leiter schädlich beeinflusst wird, sogar auch Brüche und Risse hervorruft.
Diese Nachteile werden im Sinne der Erfindung dadurch vermieden, dass die in an sich bekannter Weise hohlen Holme und Sprossen der Leiter an ihrem Umfange mit zahlreichen Bohrungen versehen sind, so dass sie, mit einem z. B. am Dachboden angeordneten Wasserbehälter in Verbindung gesetzt, das Wasser in feinen Strahlen ausströmen.
Die Zeichnung zeigt eine beispielsweise Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes.
Fig. 1 ist ein wagerechter Schnitt der Leiter durch eine Sprosse, Fig. 2 zeigt einen Teil der Leiter in lotrechtem Längsschnitt und Seitenansicht, in Fig. 3 ist die Anwendung der Leiter an einem Fabriksgebäude und ihre Verbindung mit dem Wasserleitungsnetz oder mit dem am Dachboden angeordneten Wasserbehälter dargestellt und Fig. 4 zeigt schematisch die den Wasserbehälter nach Fig. 3 mit den Holmen verbindenden Mittel.
In Fig. 1 sind die rohrförmig ausgebildeten Holme der Leiter mit 1 und 2 bezeichnet. Die mit Gewinde versehenen Enden der Sprossen 3 sind in die Stutzen 6 der Rohre 1 und 2 geschraubt, wogegen die Flanschen 7 sich an den Stutzen 6 stützen. Die Holme 1, 2 und die Sprossen 3 sind mit zahlreichen Bohrungen 4 und 5 versehen, so dass das eingeführte Wasser in Form von feinen Strahlen ins Freie tritt und die wirksame Kühlung der Leiter und der benachbarten Luft bewirkt. Durch die rohrförmige Ansbildung der Holme und Sprossen wird die Festigkeit der Leiter ohne wesentliche Steigerung des Gewichtes beträchtlich erhöht.
Nach Fig. 3 wird einer der an der Seitenwand eines Fabriksgebändes geführten Holme 1, 2 der Rohrleiter durch ilas Rohr ö des Wasserleitungsnetzes nach Öffnen eines an einem leicht zugängiirhen. niedrigen Ort, z. B. in einem in der Seitenwand des Gebäudes ausgebildeten Kasten angeordneten Ventils oder dgl. mit Wasser gespeist, wobei das Wasser in der Richtung der Pfeile. also von oben nach unten, die Leiter durchniesst.
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so dass die Leiter mit Wasser nicht versehen werden kann ; um allfällige Betriebstürungen zu vermeiden, wird der andere Holm 1 mit einem am Dachboden angeordneten Wasser-
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Leiter aus dem Behalter 10 weiter mit asser gespeist werden kann.
Die Dachleiter wird an den biden Seiten des Dachwerkes geführt, so dass die gefährdeten Personen beim Brennen der unteren Stockwerke oder wenn der Verkehr abwärts verhindert ist, nach oben über das Dach durch die zur anderen Seite führende Leiter entfliehen können.
Die Austrittsofnung des Behniters ist durch ein Ventil 12 verschlossen, welches mittels durch Rollen geführter Zugorgane (Schnur, Kette oder dgl.) emporgehoben werden kann. Das untere Ende der aus feuerfestem Stoff bestehend, n und in einem geschlossenen
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des Ventils 9 in einem geschlossenen Kasten angeordnet. Nach Abwärtsziehen und Befestigung der Schnur wird das Wasser des Behälters in die Leiter fliessen und sie abkühlen und mit einem Wasser-oder Dampfschleier umgeben.
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