AT70270B - Verfahren und Filtrierapparat zum Isolieren und Anreichern ultramikroskopischer Krankheitserreger. - Google Patents

Verfahren und Filtrierapparat zum Isolieren und Anreichern ultramikroskopischer Krankheitserreger.

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AT70270B
AT70270B AT70270DA AT70270B AT 70270 B AT70270 B AT 70270B AT 70270D A AT70270D A AT 70270DA AT 70270 B AT70270 B AT 70270B
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AT
Austria
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filter
pathogens
ultramicroscopic
enriching
isolating
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Gustav Dr Paul
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Gustav Dr Paul
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  • Medicines Containing Antibodies Or Antigens For Use As Internal Diagnostic Agents (AREA)
  • Micro-Organisms Or Cultivation Processes Thereof (AREA)

Description


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 dann in demselben Apparat durch ein Kolloid-(Agar-) Filter, auf welchem die Vakzinekörperchen zurückbleiben. 



   Der Bodensatz in den Zentrifugiergefässen kann wieder mit Wasser versetzt und nach gründlichem Durchrühren wiederholt zentrifugiert werden.   Schliesslich kann das Sediment mit   dem Glyzerin, welches von dem Rohstoff abgegossen wurde, wieder versetzt und als Glyzerin-Impfstoff verwendet werden. Die vakzinale   Wirksamkeit   der so   vorbehandelten Porlkensubstanz   leidet gar nicht, da das Sediment noch beträchtliche Mengen Vakzinekörperchen enthält. Der Vorzug der Gewinnung von reinem Vakzine-Virus aus glyzeriniertem Rohstoff liegt in der Keimfreiheit des Ausgangsmateriales, da bekanntlich das Glyzerin die störenden Fremdkeime der Vakzine vernichtet, das vakzinale Virus hingegen   konser\-iert.   Es bedarf daher keiner besonderen Mittel zur Abtötung von Fremdkeimen, um reines Virus zu erhalten.

   Gleichzeitig besitzt das   Glyzedn   die Fähigkeit, dem Rohstoff die Schleimsubstanzen zu entziehen, wodurch die Filtrierbarkeit der Vakzine wesentlich erhöht wird. 



   Aus den auf dem Kolloid- (Ultra-) Filter zurückgehaltenen Anteilen kann das reine   vakzinale   Virus in   Aufschwemmungen   in destilliertem Wasser oder in   physiokgischer Kochsalzlösung oder   in Glyzerin hergestellt und in an ihrem einen Ende nach Art der   Thermometerröhren ? u einer   Kugel erweiterten Kugelkapillaren verfüllt und eingeschmolzen werden. Von den wässerigen   Aufschwemmungen   des reinen   Virus#sind   nur die aus Glyzerin-Rohlymphe hergestellten Produkte ohne konservierenden Zusatz haltbar. Diese    wässerigen   Aufschwemmungen des reinen   Vira,   
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 scheiden, für Menschen- und Tierimpfungen Anwendung finden sollen.

   Für   letxtere insbesondere   bilden sie eine ideale Stammlymphe. 
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 umgeben ist, um das Einfallen von Staub in das zur   Aufnahme   des   Filtrates dienende Sämmel-   gefäss zu verhindern. Die den Filtrierapparat zusammensetzenden Teile werden unter   gegenseitiger   
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 pressionsluftpumpe kommuniziert.

   Den wichtigsten Bestandteil des sowohl im ganzen als auch in seinen einzelnen Tilen leicht zu reimgenden und sicher (am besten in strömendem Wasserdampf) 
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 Isolierung von reinem vakzinalem Virus aus Kuhpockenmasse abwechselnd Asbest (zur Zurückhaltung der Bakterien aus der Rohlymphe) und ein sogenanntes Kolloid- oder Ultrafilter zur   Trennung   der in dem bakterienfreien Asbestfilt rate vorhandenen winzig kleinen (ultra- 
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 Asbestblei gefüllt und die Oberfläche ganz glatt verstrichen werden. Darauf kommt wieder eine Scheibe   it   genau passenden Filterpapiers. Das so adjustierte Sieb wird in eine Petri-Schale (wie man sie für   Bakterienkulturen benutzt)   gelegt und durch eine   Stunde im   Dampf sterilisiert.

   Nach dem Auskühlen wird der Einsatz in den Filterboden b eingefügt und dieser mit dem Filtergefäss verschraubt. Darum werden   100 cm3 sterilen,   destillierten Wassers in das   Filtergefäss   gegossen, der Deckel geschlossen, der Windkessel der Luftpumpe bei geschlossenem   Zuführungsbahn   bis auf etwa   1     Atmosphäre voUgepumpt   und die komprimierte Luft durch Öffnen des Hahnes in das   Filtergefäss   a   plötzlich   eingelassen. Hiedurch wird das Asbest-Filtermaterial komprimiert und dicht an den   Siebboden angepresst. Nunmehr   ist das   Asbestniter, dessen Filtersehichte 3   bis 3 tnm dick sein muss, gebrauchsfertig.

   Es funktioniert richtig, wenn das Filtrat trüb   und   bakterienfrei hindurebgeht. Ein klares Filtrat deutet auf zu grosse Dicke der Filterschichte, die bei solcher Beschaffenheit auch eine grosse Menge von Vakzinekörperchen festhält. 



   Nun kommt das Filtrat   behufs Konzentrierung   der Erreger auf sogenannte Kolloid- filter, die selbst für die   winzig   kleinen Vakzinekörperchen undurchlässig sind. Zwecks Herstellung des   Kolloid-oder Ultrafilters wird   der im Heissluft-Sterilisator oder im strömenden Wasser- dampf oder über den offenen   Bunsenbrenner   sterilisierte Siebeinsatz i mit einer Papierfilter- scheibe 11   (Fig. 2) beschickt,   die mit kaltem sterilem Wasser benetzt wird.

   Auch hier muss sorg- fältig darauf geachtet werden, dass das Filterpapier keine Blasen wirft und dicht dem Siebboden aufliegt. 10 cm3 verflüssigter und auf   55  C abgekühlter Nähragar werden   dann auf einem passenden, horizontal aufruhenden Sieb aufgegossen und rasch über die   Filterpapiernache   des   Siebeinsatzes verteilt. Nach   dem Erstarren der Agarschicht o wird das Filter mit einem sterilen
Glasdeckel bedeckt, auf eine Viertelstunde in den Eisschrank gestellt und dann in den Filtrier- apparat eingefügt, worauf man diesen schliesst und durch einige vorsichtige Kolbenstösse der Luftpumpe die Luft im. Filterraum leicht komprimiert, damit sich die Agarschicht o genau den 
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 weil sonst leicht die Agarmasse zum Teil zerquetscht und das Filter dadurch undicht wird. 



   Das Filtergefäss darf erst dann zur Aufnahme des Asbestfiltrates geöffnet werden, wenn der Druckausgleich der Innen-und Aussenluft wieder   vollständig   eingetreten ist, weil sonst durch 
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   Asbest nit rat aufgegossen und   unter nur sehr allmählich steigendem Druck, der höchstens bis auf eine halbe Atmosphäre gesteigert werden darf, filtriert, Sobald die gewünschte Konzentration erreicht ist, wird der auf der Agarschicht vorhandene Rückstand mit einem sterilen Haarpinsel 
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 sulfat trocknen und kann dann pulverisiert als reinstes   vakzinales   Virus Verwendung finden. 



   PATENT ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Isolierung und Anreicherung ultramikroskopischer Krankheitserreger, 
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 fraktionierten Filtration in der   Wei.     unterworfen wird. dass man aus   ihr zuerst mittels eines die ultramikroskopischen Erreger nicht zurückhaltenden Asbestfilters die vorhandenen Bakterien   abändert und das bakterienfreie   Filtrat dann durch   ein die genannten Erreger zurückhaltendes   Agar-Kolloid-(Ultra-)Filter schickt, aus welchem diese ultramikroskopischen Erreger gesammelt   und in Wasser uder Glyzerin verteilt aufbewahrt werden können.  

Claims (1)

  1. 2. Zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1 ein Filtrierapparat mit zerlegbarem Filtriergefäss und ausnehmbarem, als Träger für das zu verwendende Filtermaterial dienendem Siebeinsatz, dadurch gekennzeichnet, dass die Öffnungen des Siebeinsatzes (i) als näpfchen- förnuge Ausnehmungen desselben ausgebildet sind, um ein dichtes Anliegen des FiltermateTiales zu \1 chern und gleichzeitig die nutzbare Filterfläche zu vergrössern.
AT70270D 1913-09-16 1913-09-16 Verfahren und Filtrierapparat zum Isolieren und Anreichern ultramikroskopischer Krankheitserreger. AT70270B (de)

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AT70270B true AT70270B (de) 1915-10-25

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AT70270D AT70270B (de) 1913-09-16 1913-09-16 Verfahren und Filtrierapparat zum Isolieren und Anreichern ultramikroskopischer Krankheitserreger.

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AT (1) AT70270B (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2480486A (en) * 1948-06-14 1949-08-30 Shelley J Leazer Replacement screen for oil pans
US3214025A (en) * 1962-03-30 1965-10-26 Halpern Michel Adapter for laboratory filter equipment

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2480486A (en) * 1948-06-14 1949-08-30 Shelley J Leazer Replacement screen for oil pans
US3214025A (en) * 1962-03-30 1965-10-26 Halpern Michel Adapter for laboratory filter equipment

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