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Kleinförderungsseilbahn.
Die bisherigen Draht-und Seilpostsysteme gestatten zwar das Befördern von Schriftstücken, Dokumenten, Rechnungen, Telegrammen, Wechseln usw. von einem Ort zu einem anderen vollständig automatisch, doch ist bei allen diesen Systemen die Anzahl der Stationen sehr klein,
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Dokumente usw. verschickt werden.
Das hier angeführte System gestattet nun die Vermehrung der Stationen von wie bisher gebräuchlichen max. 5 Stationen auf 10,20, 50 usw., und zwar geschieht dies nicht wie bei den bisherigen Systemen, bei welchen nämlich für jede Station eine separate Aufgabestelle eingerichtet
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was einer Verzögerung des Verkehrs gleichkommt, die bei einer grossen Bahnlänge ziemlich be- trächtlich spin kann.
Die oben angeführten Mängel werden durch die den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildende Rinrichtung behoben, so zwar, dass jede Stelle nur ein Aufgabepult besitzt, jedoch keinen separaten Wagen hat, sondern nur eine einzige Wagentype vorhanden ist und dass jeder Wagen, der leer zu irgend einer Stelle kommt, der ein Paket zu befördern hat, dasselbe sofort mitnimmt und an dem Bestimmungsort abladet.
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werfen eines Gegenstandes in das Gehäuse an die Wand gedrückt wird und dadurch die beiden Riegel R, die mit ihr beweglich verbunden sind, zurückdrückt. Die Riegel R sind zu beiden Seiten ausserhalb des Gehäuses angebracht.
Die Aufgabestelle ist in Fig. 2 dargestellt, und zwar besteht diese aus dem Vorraume V und der eigentlichen Aufgabestelle A. Wird nun ein Paket in den Vorraum V gegeben, so rutscht dieses bis zur Sperr-oder Rückhaltklinke K4 vor. Diese Sperrklinke ist gelenkig mit der Knagge K5 (Fig. 4) verbunden, welch letztere so angebracht ist, dass die vorher beschriebenen mit der Leerlaufklappe K3 (Fig. 1) verbundenen Riegel R bei leerem Wagen diese Knagge betätigen, und zwar werden die Riegel R in diesem Fall, d. h.
wenn der Wagen leer ist (wenn der Wagen voll ist, sind die Riegel R zurückgeschoben), die Knagge K5 aufwärtsbewegen, die Schnur Sch nach abwärts ziehen und dadurch auslösen, wodurch das Paket, das in dem Vorraum V liegt, durch seine Schwere in die eigentliche Aufgabestelle A gleitet (Fig. 4). Bemerkt sei noch, dass die Klappen Kr, keinen anderen Zweck haben, als das Paket inmitten des Aufgabepultes in A zu halten. Der Wagen mit seinem Gehäuse ist derart konstruiert (Fig. 1), dass letzteres bequem durch den Innenraum von A (Fig. 2) gehen kann.
Kommt nun ein voller Wagen und ist der Vorraum V beschickt, so wird, wie oben beschrieben, K4 nicht ausgelöst, also das Paket bleibt im Vorraum V liegen und der volle Wagen (ebenso wenn nichts im Vorraume V liegt) geht nun durch A hindurch, indem er zuerst das nur nach innen bewegliche Verschlussstück K7 aufwärtsdrücdkt und dann die Klappen K auseinanderschiebt. Wenn ein leerer Wagen die beladene Station passiert, wird das Paket, wie oben beschrieben, ausgelöst und kann dann vom Wagen leicht mitgenommen werden.
Die Abladestelle (Fig. 4) L besteht aus einer einfachen Rutsche, deren oberer Teil L durch den passierenden Wagen nach aufwärts gedrückt wird, das Paket fällt dann auf die inzwischen
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Will man z. B. von Station I ein Paket nach Station IV senden, so ist der Vorgang zum Einstellen des Wagens folgender : Das Paket wird von der die Station bedienenden Person in den Vorraum V gegeben und am Knopf IV gedrückt, alles weitere geschieht wie nachstehend angegeben automatisch. An jedem Wagengehäuse befindet sich an einer Seite, im Bedarfsfalle an beiden Seiten, ein Stiftenrad, das aus einer Scheibe S1 (Fig. 3 b, c) besteht, die soviele Stifte St besitzt, als Stationen vorhanden sind. Falls sehr viele Stationen vorhanden sind, dann wird auf beiden Seiten je ein Stiftenrad angebracht.
Die Stifte 8t greifen nun in eine Zahnstange Z (Fig. 3 a) ein und drehen das Stiftenrad, wenn der Wagen die Station passiert, um so viele Stifte, als es der gedrückte Knopf (in unserem Falle Knopf IV) gestattet. Bei dem hier angeführten Beispiel wird also das Stiftenrad um drei Zähne, weil auf Knopf 71'gedrückt wurde, weitergedreht.
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eines Knopfes (IV) wird dieser, vielmehr sein Bogenstück Fl, vor die Mitte des Stiftenrade.
9 81 gebracht, das wieder in der Mitte einen mit dem Stiftenrad fest verbundenen Knopf Kn besitzt, wodurch dieser Knopf, ebenso die Scheibe AS1, mit den Stiften 8t gedrückt wird und die Scheibe 81 durch die drei Klinken Kg (die gleichmässig am Unifange verteilt sind) festgehalten wird, wodurch aber die Stifte S ausser Eingriff mit der Zahnstange Z kommen und daher S1 nicht mehr weiter gedreht werden kann. Durch Passieren der Stationen II, III und I V wird das Zahnrad S1 mittels eines in jeder Station an der entgegengesetzten Seite angebrachten Stiftes S ( wieder zurück- gedreht, und zwar in jeder Station um einen Zahn, so dass das Stiftenrad beim dritten Male wieder in die Ruhelage kommt. In diesem Moment schnappt die Sperrklinke.
P der Sperrung Sp in eine
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aufgedrückt und kann in das Abgabepult L herausfallen (Fig. 4). Die Scheibe 82 ist achsial zwar verschiebbar, aber nicht dreht sur und dient zum Auslösen der Klinken K81 nämlich dadurch, dass die Scheibe S2 ihrerseits wieder zwei Stifte ; Stg besitzt, die verschieden weit von der Achse angebracht sind, wodurch sich das Stiftenrad S1 um 3601 drehen kann. Diese Stifte Stg kommen, wenn das Stiftenrad in Ruhe ist, genau über zwei Löcher 0 der Scheibe S1 zu stehen.
Wenn nun das Stiftenrad S1 gedreht und nachher gedrückt wird, so stehen die Löcher 0 und die Stifte Sts
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wieder die Klappen Kg das Zahnrad S1 festhalten ; erst in dem Moment, wo S1 wieder in die Ruhelage zurückkehrt, kommen 0 und Sta übereinander zu liegen, die Stifte St3 schnappen durch die Wirkung der Feder 8P2 in die Löcher 0 ein und die Klinke Kg wird wieder von der Scheibe Si weggedrückt, wodurch 81 durch die Feder Spa freigegeben wird und ebenfalls in die Ruhelage kommt.
Die Scheibe 82wird hiebei durch eine an der Klinke Kg vorgesehene Nase zurückgehalten. Wenn alles wieder in seine ursprüngliche Lage gebracht wird, kann die Manipulation von neuem beginnen.
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Ergänzend sei noch bemerkt, dass ein gedrückter Knopf (z. B. IV in Fig. 3) in dieser Lage durch die Klinke Kg, solange festgehalten wird, bis der Wagen die Zahnstange passiert hat, worauf der Wagen durch eine an ihm angebrachte Nase Klo, den Hebel H2 und somit auch Kg
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PATENT ANSPRÜCHE :
1.
Kleinförderungsseilbahn, dadurch gekennzeichnet, dass zwecks Ermöglichung der Verwendung völlig gleicher, d. h. für alle Stationen ohne jedwede Änderung austauschbarer Wagen in jeder Station eine der Anzahl von Stationen der Anlage entsprechende Zahl von Einstellteilen, beispielsweise Druckknöpfen (I, II, III...), und auf jedem Wagen ein bewegliches, beispielsweise als Schaltstiftenrad S ausgebildetes Organ vorgesehen ist, welches beim Durchfahren der Aufgabestation etwa durch eine feste Zahnstange (Z) vorgedreht und nach einer vom jeweils betätigten Druckknopf abhängigen Anzahl von Teildrehungen gehemmt wird, worauf es beim Durchfahren der nachfolgenden Stationen in jeder derselben vorteilhaft durch einen festen Stift < S um je eine Teilung zurückgedreht wird,
so dass es beim Anlangen des Wagens in der durch den betätigten Druckknopf bestimmten Station die Entladeklappe des Wagens auslöst.