AT68185B - Gebauchtes Faß aus Metallblech. - Google Patents

Gebauchtes Faß aus Metallblech.

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   <Desc/Clms Page number 1> 
   gebauchten   Fass aus Metallblech. 



   Der Gegenstand vorliegender Erfindung betrifft ein Fass aus Metallblech und das Verfahren zur Herstellung desselben. Ein starkes, dichtes,   gebauchtes   Fass wird dabei aus einzelnen flachen Dauben zusammengebaut, ohne dass dazu teure Pressen oder sonstige schwere Maschinen nun Drücken oder Krümmen der Dauben erforderlich sind. 



   Vorliegende Erfindung bezweckt, solche Fässer aus einzelnen Dauben herzustellen und die Verbindung derselben miteinander in einer wirksameren und billigeren Weise auszuführen, als dies bisher der Fall war. 



   Die Erfindung ist in der Zeichnung niedergelegt und stellt dar :
Fig. 1 eine Ansicht zweier Dauben in gestrecktem Zustande vor ihrer Krümmung mit gegeneinander stossenden Seitenkanten, Fig. 2 eine ähnliche Ansicht wie Fig. 1, welche das Überstreifen des Verbindungsstreifens über die zusammenstossenden Kanten der Dauben zum Zwecke der Verbindung und Krümmung in die richtige Form zeigt, Fig. 3 einen Querschnitt der Verbindungsstelle der Dauben in schaubildlicher Darstellung und vergrössertem Massstabe, Fig. 4 ist eine ähnliche Ansicht wie Fig. 3 und stellt den geflanschten Kopfteil des Fasses dar, Fig. 5 ist eine Draufsicht auf das Fass von oben mit abgenommenem Deckel und Fig. 6 ist ein Längsschnitt durch einen Teil des fertigen Fasses mit vorliegender Daubellverbindung. 



   Zur näheren Erläuterung des Verfahrens, nach welchem eine kräftige und dichte Verbindung der Dauben hergestellt wird und letztere zu gleicher Zeit gekrümmt werden, wird folgendes ausgeführt. 



   Für vorliegenden Zweck werden durch beliebige Mittel flache Däuben 1 aus einem ebenen Metallblech ausgeschnitten. Diese Dauben werden an ihren Enden mit den aufgesetzten Flanschen 2 versehen, welche den Sitz für den Deckel 4 bilden. An den   Längskanten   werden durch Umbiegen derselben mittels passender Mittel Verbindungsflanschen von S-förnigem Querschnitt hergestellt, deren jeder, wenn in der Stellung wie in Fig. 3 dergestellt, aus einem lotrechten Teil 5, einem wagerechten Teil 6, einem zweiten lotrechten Teil 7 und einem zweiten wagerechten Teil 8 besteht.

   Um die Flanschen zweier nebeneinanderliegender Dauben fest miteinander zu 
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 Dieser Verbindungsstreifen 22 ist weiter rechtwinkelig   umgebogen. um den lotrechten Teil 70   zu bilden, welcher parallel zu dem ihn berührenden Teil 7 des Veibindungsflansches liegt, dann 
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 Teil 15 zu bilden, und dann   im echten Winkel   dazu, um einen   dritten lotrecbten Teil 16   herzustellen. Von dem Teil 16 ist das Material des Verbindungsstreifens 22 sodann wieder im rechten Winkel nach aussen gebogen, um den sechsten wagerechten Teil   17,   und dann im rechten Winkel zu dem Teil 17 den vierten vertikalen Teil 18 zu bilden.

   Endlich wird der Streifen nochmals im rechten Winkel zu dem Teil 18 nach innen gebogen, um den siebenten wagerechten Teil 19 herzustellen, welcher die andere Kante des Verbindungsstreifens 22 bildet. Bei der Herstellung der Verbindungsflanschen an den Dauben 1 wird der erste lotrechte Teil 5 gerade so lang gemacht, dass der erste wagerechte Teil 6 in solcher Entfernung von dem Daubenkörper 1 abliegt, dass eine Nute zur Aufnahme des wagerechten Teiles 9 und 19 des Verbindungsstreifens 22 entsteht. Der Raum zwischen den wagerechten Teilen 6 und 8 des Verbindungsflansches ist gerade genügend, 
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  Die lotrechten Teile   72 und J6 des Verbindungsstreifens   sind derartig dimensioniert, dass sie Nuten zur Aufnahme der wagerechten Teile 8 der Verbindungsflanschen herstellen. Aus der eben beschriebenen Bauart folgt, dass der im Querschnitt S-förmige   Daubenrand von   innen und aussen 
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 flanschen von einem oder mehreren Teilen des Verbindungsstreifens 22 umschlossen und werden bei Berührung der lotrechten Flanschen 5 zweier gegeneinander stossender Daubenkanten zum 

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 Ebene treffen können, wenn nicht die Körper dieser Dauben m eine konkav-konvexe   orm   gebogen werden. Andererseits ist es klar, dass beim Zusammenbringen dieser Kanten nach Fig. 2 
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 rühren müssen.

   Dieses Auftreiben des   Verbindungsstreifen   bewirkt, dass die Dauben gezwungen werden, eine konkav-konvexe Form anzunehmen. 



   Das Biegen der Dauben in der angedeuteten Weise beruht auf dem Zusammenpressen der einzelnen Teile an den Kanten und auf dem Entstehen von Beanspruchungen in dem Metall, wodurch die ineinandergreifenden Teile der Daubenflanschen und des Verbindungsstreifens unter Spannung gesetzt werden. Aus den so entstehenden   Spannungsbeanspruchungen   folgt, dass auf diese Weise eine Verbindung 20 von ganz besonderer Dichtheit und Festigkeit hergestellt wird. Der Stoss 20 ist fernerhin durch den   dicht, passenden,   in der Längsrichtung gekrümmten   Schienenteil14 überbrückt, welcher   ein weiteres Mittel gegen Lecken bildet. 



   Die gesamte Bauart bietet keine Ecken und Kanten dar, welche infolge Verbiegens oder   Verdrebens   beim Rollen des Fasses abbrechen können, und die Praxis hat gezeigt, dass gerade die Verbindungsstelle der stärkste Teil des Fasses ist. Die Verbindungsstreifen   22   werden nach ihrem Auftreiben auf die Verbindungsflanschen an jedem Ende des Fasses eben mit den 
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   Es ist ausserdem zu bemerken, dass die in der   Längsrichtung   gebogenen Teile   14   der   Verbmdungsstreifen   22, welche den Stoss 20   überbrücken,   durch ihre Lage an der Innenseite der längs- und qeurgekrümmten Dauben ähnlich wie der Schlussstein eines Bogens wirken und die Dauben vor einem Verbiegen aus ihrer Form bei dem Aufbringen der Fassreifen verhindern. 



   Es ist leicht einzusehen, dass durch das Ausschneiden der Dauben aus flachem Material mit entsprechend   gekrümmten Längskanten   und späterem Krümmen der Dauben durch Aufschieben der Verbindungsstreifen eine teure Maschinenanlage zur   Krümmung   der Dauben in Fortfall kommt, denn das ganze Verfahren kann entweder von Hand oder mit Hilfe von Feuer und verhältnismässig billigen Vorrichtungen ausgeführt werden.

   Die erforderliche Krümmung der Daubenkanten zur Bildung des   gewünschtem   gebauchten Fasses kann auf verschiedene Weise hergestellt werden.   Zweckmässig   geschieht dies dadurch, dass von einem Fass der gewünschten Form eine Daube genommen und in den flachen Zustand gestreckt, sodann die Aussenkante umrissen und hierauf genügend Material zur   Bildung   der   Yerbmdw1gsfl. anschen   zugegeben wird. 



   Es ist klar, dass der Fachmann die Einzelheiten dieses Verfahrens und des dadurch hergestellten Erzeugnisses in gewissen Grenzen verändern kann, ohne aus dem Rahmen der vorliegenden Erfindung zu fallen, welche nicht allem auf die   eme     Ausfühmmgsform beschränkt   werden soll, welche in den Zeichnungen dargestellt ist. 



    PATENT ANSPRÜCHE :     I.   Gebauchtes Fass aus Metallblech, dadurch gekennzeichnet, dass die Daubenränder einen Flansch von S-förmigem Querschnitt haben, welcher innen und aussen von einem Verbindungsstreifen aus kombiniertem U-und T-Profil umfasst wird.

Claims (1)

  1. 2. Zur Herstellung eines Fasses nach Anspruch l ein Verfahren, dadurch gekennzeichnet, dass einzelne flache, aus ebenem Metallblech ausgeschnittene Dauben an den Längskante mit Verbindungsflanschen versehen, durch das Auftreiben der Verbindungsstreifen von U-T-Profilen miteinander verbunden, zu gleicher Zeit in die erforderliche längs-und quergekrümmte Form gezwungen und ferner an der Stossstelle abgedichtet werden.
AT68185D 1913-02-03 1913-02-03 Gebauchtes Faß aus Metallblech. AT68185B (de)

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