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maschine zur kontinuierlichen Schweissung vorgeroltter Rohre beliebiger Länge.
Gegenstand der Erfindung ist eine Rohrschweissmaschine derjenigen Art, ba welcher rohrförmig zusammengebogene Blechstreifen nach Vorwärmung in einem Ofen vermittelst der autogenen Schweissflamme zugeschweisst werden. Bei derartigen Maschinen besteht der Übelstand, dass es leicht vorkommt, dass durch die grosse Hitze des Schweissbrenners der Schlitz oberflächlich zuschmilzt, ohne dass ! die Schweissnaht durch die ganze Wandstärke geschlossen wird.
Nach der Erfindung wird dieser Cbelstand dadurch vermieden, dass unmittelbar hinter dem Vorwärmofen und vor dem Schweissbrenner eine am Rande zugeschärfte keilförmige Nase oder Scheibe derart angeordnet ist. dass sie unter einstellbarem Druck in den Schlitz des auf Rotglut vorgewärmten Rohres eingreift, so dass dem Schlitz vor der Einwirkung des Schweissbrenners eine keilförmige Gestalt gegeben wird.
Diese keilförmige Nase oder Scheibe dient dabei gleichzeitig auch zur Geradführung des Rohres, die bei der Anordnung nach der Erfindung von besonderer Wichtigkeit ist, um eine ungleichmässige Einwirkung des keilförmigen Werkzeuges zu vermeiden. Zu diesem Zwecke kann
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rändern an den Keilfächen des Scheibenrandes vorbeigezogen wird. Statt der Rolle f kann mit derselben Wirkung auch eine feste, unten keilförmig zugeschärfte Nase angewandt werden.
Hierauf gelangt das Rohr unter den auf einer Säule nach drei Richtungen verstellbar angeordneten Schweissbrenner h, wo die Ränder des keilförmigen nach oben erweiterten Schlitzes geschmolzen
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oder Nase/lässt sich die Weite des keilförmigen Schlitzes an der Einwirkungsstelle des Schweiss- brenners aufs genaueste regulieren, was zur Erreichung einer guten Schweissung sehr wesentlich
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einandergepresst werden und dadurch die Schweissung vollendet.
Die Rolle i wird mittels Zahnrad- getriebes durch die Schnecke k von der Welle c aus angetrieben, wobei die Achse der Rolle i1 auf einem quer zur Richtung der Rohrachse mittels des Handrades l verschiebbaren Schlitten befestigt ist (Fig. 4), wodurch der Abstand der Rollen i und il und damit der auf das Rohr ausgeübte Schweissdruck reguliert werden kann.
Hinter den Schweissrollen i, gelangt das Rohr an die rotierende Drahtbürste m, durch welche die Schweissnaht von anhaftenden Oxyden bzw. Schlacken gereinigt wird und hierauf zwischen das Rollenpaar n, fit, in denen das Rohr, das infolge der Pressung häufig eine etwas unrunde Form angenommen hat, gerundet wird. Die Rolle ? wird wiederum mittels Schnecke und Schneckenrad von der Achse c aus angetrieben, während Rolle n lose auf der Achse o läuft, jedoch etwas exzentrisch zu deren Lagerung, so dass durch Drehung dieser Achse, welche mittels des Hebels p vom Handrad q aus erfolgt, der Abstand der Rollen n und nu genau einreguliert werden kann.
Endlich durchläuft das Rohr noch die drei Rollen s, S1 und Sg, von denen die obere s in ähnlicher Weise wie Rolle n mittels des Handrades t eingestellt werden kann. Durch diese Rollen wird das Rohr geradegerichtet. Der Antrieb der Maschine erfolgt von der Welle u aus, welche einerseits mittels Kettenrades'1, 1 und Kette die Drahtbürste in in Bewegung setzt, andererseits die Bewegung mittels Planscheibe x und Friktionsrolle y auf die Welle c überträgt. Die Friktionsrolle y kann mittels des Handrades z auf der Achse c verschoben werden, wodurch die Umdrehungsgeschwindigkeit der ganzen Maschine reguliert werden kann.
Durch die Anordnung nach der Erfindung werden Rohre beliebiger Länge mit einer ganz geradlinig verlaufenden Schweissnaht erzielt, welche dieselbe oder auch eine grössere Wandstärke als die Rohrwand besitzt und in der ganzen Rohrstärke gut durchgeschweisst ist, so dass schlecht oder nur oberflächlich geschweisste Stellen nicht vorkommen.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Maschine zur kontinuierlichen Schweissung vorgerollter Rohre beliebiger Länge, dadurch gekennzeichnet, dass eine unmittelbar hinter dem Vorwärmofen (e) und vor dem Schweiss- brenner (h) angeordnete keilförmige Nase oder Scheibe (. derart unter einstellbarem Druck in den Rohrschlitz eingreift, dass demselben vor der Einwirkung des Schweissbrenners eine keil- förmige Gestalt gegeben wird.