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Kartoffellegemaschine mit Hilfslegevorrichtung.
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Kartoffellegemaschine. bei welcher neben der eigent- lichen Legevorrichtung eine Hilfslegevorrichtung vorgesehen ist, die in der Weise ausgebildet ist, dass sie nicht nur dann zeitweilig bewegt wird, wenn die eigentliche Legevorrichtung keine Kartoffeln aufgenommen hat, sondern auch dann von der Maschine weiterbewegt wird, wenn diese selbst mit einem oder mehreren ihrer Organe keine Kartoffeln aufgenommen hat. Dadurch wird das Auftreten von Leerstellen verhindert
Die Hilfslegevorrichtung kann in der verschiedenartigsten Form als Zellenband. als Gliederkette. als Greiferrad usw. ausgeführt werden.
Die Zeichnung veranschaulicht ein Ausführungsbeispiel der Erfindung, bei welchem für beide Legporgane, sowohl für die eigentliche Legevorrichtung wie auch für die Hilfslpge- vornchtung die Form eines Greiferrades gewählt ist.
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Ansicht der Kupplung der Legeräder und Fig. 4 eine Aufsicht auf sie.
Die Kartoffeln werden aus dem Vorratskasten a durch die Walze b in einen Scbopfraum befördert, in weichem sie von dem durch die Zunge c geöffneten und durch Federkraft sich
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verbunden sind. An zweiten der Hebel k ist seitlich je eine Rolle angebracht, welche in eine fest auf dem Hauptrade sitzende mit sechs Knaggen p versehene Mitnehmerscheibe q eingreifen konnen.
Die Scheibe @ ist nun durch die Feder r in der Weise mit dem sich achsial mit ihr drehenden
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bis einer der Hebel k auf den Anschlag s tn Dadurch werden sämtliche Hebel k gleiehzeitig zurückgehalten, die Feder r wird gespannt und die Rollen o heben sich aus den Knaggen p der Mitnehmerscheibe des Hauptrades heraus. wodurch beide Räder entkuppelt werden und das Hauptrad seinen Weg allein fortsetzen kann.
Sämtliche Greifer d des Haupt-wie des Nehenrades sind mit Hebelarmen versehen. die je einen Ansehlagstift tragen. Die Arme mit den Stiften t nehmen nun je nach der Grösse der
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desselben auf'den Ansblaghebel u, drückt diesen herunter, bis er von ihm abgleiten kann. Dadurch wird aber auch der Anschlag B vorbewegt, wodurch der daraufruhende Hebel k frei und damit-wie oben angegeben-du Hilbrad gekuppelt wird.
Sofort nach dem Abgleiten des Greiferstiftes t kehren beide Anschläge in ihre Ruhelage zurück, und würde durch Anschlag des nächsten Hebels k das Hilfsrad sofort wieder entkuppelt werden, wenn nicht etwa durch einen weiteren leerkommenden Greifer die Anschläge früher abgedrückt werden, und dem nächsten Hebel k die Möglichkeit aufzuschlagen, und damit das Hilfsrad festzustellen, genommen ist.
Auf diese Weise wird dasNebenrad ständig um eine Sechstelumdrehung von dem Hauptrade mitgenommen, so oft Fehlstellen an dem Hauptrade vorkommen. Die Eigenart der vorliegenden Ausführung liegt nun darin, dass das Nebenrad, wenn es selbst eine Fehlstelle hat, nicht um ein Sechstel, sondern um ein Drittel oder bei mehreren aufeinanderfolgenden Fehlstellen um entsprechend viel Sechstelumdrehungen weiterbewegt wird, so dass auch die Fehlstellen des Nebenrades so weit wie möglich unwirksam gemacht werden. Die Greifer des Nebenrades tragen zu diesem Zwecke ebenso wie die des Hauptrades Anschlagstifte, die in der Zeichnung mit t1 bezeichnet sind. Auch diese sind so angeordnet, dass sie bei geschlossenen Greifern den für beide Räder gemeinsamen Anschlag u betätigen.
Da erst bei Ruhestellung des Anschlages u die Entkupplung beider Rädei eintritt, so kann sie erst erfolgen, wenn zwei geöffnete-also eine Kartoffel tragende-Greifer gleichzeitig (je einer am Hauptrad und am Nebenrad) an u vorbeigegangen sind, ohne ihn zu berühren. Das Öffnen der Greifer und damit das Abwerfen der Kartoffeln geschieht durch Eingriff der Hebel v in die Sperrkränze w der einzelnen Greifer d, und die Hebel v werden betätigt durch Anschlag an den Bügel x. Die Gesamtordnung ist nun derartig, dass die etwaige Entkupplung des Hilfsrades kurz vor dem Moment des Ablegens der Greifer eintritt.
Dadurch wird erreicht, dass das Hilfsrad stets so stehen bleibt, dass der kurz vor dem Abwerfen stehende Greifer jedesmal eine Kartoffel halten muss, da er. wenn dies nicht der Fall ist, ja den Anschlag u betätigt hat und die Ent1.. -upplung eben um einen Greifer später eintritt. Auf diese Weise ist das Hilfsrad jederzeit bereit, durch einen Fehler des Hauptrades eingerückt zu werden, um diesen auszugleichen und solange mitzulaufen, bis entweder die Fehler des Hauptrades oder seine eigenen vorüber sind.
Diese Anordnung ermöglicht, die Fehlstellen, unter denen bei ungeeignetel Sortierung des Saatgutes die Arbeit auch des besten Legeorganes in hohem Masse leidet, auf das Geringste zu beschränken, wenn nicht ganz zu beseitigen.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Kartoffellegemaschine mit Hilfslegevomchtung, dadurch gekennzeichnet, dass das Bewegen dieser Hilfsvorrichtung durch die Maschine mcht nur dann eintritt, wenn die Hauptlegevorrichtung keine Ka-toffeln aufgenommen hat. sondern auch dann, wenn sie selbst Fehlstellen enthält, zum Zweck, das Auftreten von Leerstellen zu verhindern.