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Wassergekühlte Antikathode für Röntgenröhren, die mit dem räumlich von ihr getrennten Kühlmittelbehälter durch ein Rohrsystem verbunden ist.
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sein kann.
Nach vorliegender Erfindung werden diese Unzuträglichkeiten dadurch beseitigt, dass die zur Kühlung der Antikathoden dienende Kühlmittelmenge fortwährend selbsttätig gewechselt wird und das Kühlmittel durch die besondere Ausgestaltung der ganzen Antikathode gezwungen wird, ständig zu zirkulieren, indem die Antikathode vom Kühlmittelbehälter räumlich getrennt wird und beide nur durch ein aus Abflussrohr und Zuflussrohr bestehendes Rohrsystem so mit-
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ist die Verbindung der Antikathoden mit dem Kühlmittelbeh lter eine starre oder lösbare (durch Schlauch usw. ) und ist es vorteilhaft, wenn sich das Zuflussrohr des Rohrsvstems an die Antikathode von aussen oder innen in schraubenförmigen Windungen anlegt.
Die über dem Brennpunkt der Antikathode stehende Kühlmittelmenge wird bei Erhitzung der Antikathode erwärmt und fliesst durch das Abflussrohr, desen Mündung höher liegt als der Wasserspiegel im Kühlmittelbeh lter, in den letzteren aus, so dass von diesem eine andere Kühlmittelmengp von niedrigerer Temperatur durch das Zuflussrohr zur Antikathode nachfliessen kann, welche Zirkulation nach einiger Zeit selbsttätig und fortlaufend vor sich geht.
Bei dieser Einrichtung lässt sich aber auch ohne besondere Veränderung ein höher liegender HDfskühImittelbebälter, welcher aus zwei Teilen besteht, anbringen. Verbindet man nun den oberen Anteil, der mit Wasser gefüllt ist, mit dem Kühlgefäss, den unteren Anteil mit dem Abflussrohr, go wird auch ohne jede Pumpanlage das Wasser sofort seinen Kreislauf beginnen, die Zirkulation vor sich gehen und die Kühlung in einer äusserst wirhamen Weise unterstützen. Dieselbe Wirkung erhält man bei derselben Anordnung durch Anwendung von Pressluft ohne Wasser.
In der Zeichnung sind in den Fig. 1 bis 6 einige Ausführungsformen der Antikathode nach vorliegender Erfindung teilweise in Ansicht, teilweise in Ansicht und Schnitt, zur Darstellung gebracht.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 1 und 2 (Ansicht und teilweiser Schnitt) ist die (eigentliche) Antikathode 1 als Metallzylinder mit einem Hohlraum 2 ausgebildet, der aussen (oder auch innen) von dem Zuflussrohr 3 eines Rohrsystems mit beispielsweise halbkreisförmigem
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etwa über den Boden 8 bzw. bis zum Boden, um den ganzen Druck des Wassers wirken zu lassen.
Von der Kappe 4 der Antikathode 1 zweigt das Abflussrohr 7 ab, tritt durch den Boden 8 des Behälters 5 in diesen ein und reicht mit seiner Mündung 6 etwas über den Spiegel des Kühlmittels im Behälter 5. Die Antikathode 1 und der Kühlmittelbehälter, 5 sind somit räumlich voneinander getrennt und durch das Rohrsystem 3,7 in starrer, unlösbarer Weise verbunden.
Die Wirkungsweise ist folgende :
Die mit der Fläche 10 im Brennpunkte der Kathode stehende Antikathode 1 wird durch
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Wasser, nach einer gewissen Zeit ebenfalls erwärmt wird ; das erwärmte Kühlmittel steigt nun, weil leichter, durch das Abflussrohr 7 auf und fliesst durch die Mündung 6 derselben in den Behälter 5, während gleichzeitig unten durch 9 eine neue Menge von Kühlmittel niedrigerer Temperatur in den Hohlraum 2 nachfliesst. Diese Zirkulation wird nach einer gewissen Zeit fortlaufend vor sich gehen, so dass in den Hohlraum 2 immer wieder neue und frischere Kühlmittelmengen gelangen und die Antikathode 1 vollkommen gekühlt wird.
Der Querschnitt des Rohres 3 kann natürlich jede beliebige Form erhalten ; sehr zweckmässig ist ein Zuflussrohr 3 mit kreisrundem Querschnitt, wobei die halbe Querschnittfläche in entsprechende halbkreisförmige Rillen in der Aussenwand einer nach Fig. 1 und 2 ausgestalteten Antikathode eingebettet wird.
Bei der Anordnung nach Fig. 3 liegt das Zuflussrohr 3 in einer ebenen Spirale auf der oberen Fläche der massiven, mit entsprechend grösserem Querschnitt ausgebildeten Antikathode 1 auf.
Eine Ausführungsform, die wegen ihrer leichteren Herstellung für die Praxis besonders geeignet ist, ist die in Fig. 4 dargestellte. Bei dieser ist am unteren Teile des Abflussrohres ein
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Der Unterschied gegenüber dem in den Fig. 1 bis 3 dargestellten Ausführungsformen ist lediglich der, dass das Kühlmittel in einem innerhalb der hohlen Antikathode angeordneten Spiralgang fliesst, der unmittelbar als Fortsetzung des Kühlmittelbehälters ausgebildet ist, so dass das über den Boden des letzteren reichende Stück des Zuflussrohres mit seiner Mündung 9 (Fig. 1 und 2) wegfällt, indem das Abflussrohr innerhalb des Zuflussrohres aufsteigt, während in Fig. 1 und 2 die beiden Rohre nebeneinander angeordnet sind.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 5 ist die eigentliche Antikathode 1 ein Metallzylinder
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der Antikathode reicht, während, von der Kappe 4 der letzteren beginnend, ein Ausflussrohr 7 durch den Boden 8 des Behälters 5 bis über den jeweiligen Flüssigkeitsspiegel sich erstreckt und dort ein gerades oder nach abwärts gebogenes Ende mit der Mündung 6 besitzt.
Eine ebenfalls wegen ihrer leichten Herstellungsweise besonders für die Praxis vorteilhafte Ausführungsform ist in Fig. 6 samt Nebenfiguren dargestellt Hiebei ist der für L. e Zirkulation im Sinne der vorliegenden Erfindung notwendige Zu-und Abfluss dadurch hergestellt. dass innerhalb der Antikathode ein Rohr 10 drehbar oder fest eingesetzt ist, das an dem auf der eigentlichen Antikathode 1 aufsitzenden Rand eine Stufe 11 besitzt. Das Wasser im Behälter j messt durch den gebildeten Ringraum 12 bis zur Antikathode 1 und tritt bei der Stufe 11 in das Innere des erweiterten Rohrstückes und von da wieder oben bei 6 aus.
Auch kann längs des erweiterten Rohrstückes
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Kühlmittelbehälter (5) durch ein Rohrsystem (3, 7) verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, dass das Zuflussrohr (3) des Rohrsystems (3, 7) um die entsprechend hohe, mit einem Hohlraum (2) versehene Antikathode von aussen oder von innen in schraubenförmigen Windungen geführt ist und einerseits bis nahe an das untere Ende und andererseits von der Kappe (1) des Hohl- raumes (2) durch den Boden (8) des Kühlmittelbehälters (5) in diesen mit einem Teil (9) hineinreicht bzw.
mit dem Boden abschliesst, um den ganzen Druck des Kühlmittels auf den heissesten
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Antikathode (1) durch den Behälter (5) hindurch bis über den Spiegel des Kühlmittels reicht, zum Zwecke. zu dem bestehenden hydrostatischen Druck der Wassersäule noch eine Saugwirkung Im Abflussrohr (7) zu erhalten und damit einen selbsttätigen Zu- und Abfluss des Kühlmittels zu erzielen.