AT62522B - Verfahren zur Gewinnung von Zinn aus Zinnerzen. - Google Patents

Verfahren zur Gewinnung von Zinn aus Zinnerzen.

Info

Publication number
AT62522B
AT62522B AT62522DA AT62522B AT 62522 B AT62522 B AT 62522B AT 62522D A AT62522D A AT 62522DA AT 62522 B AT62522 B AT 62522B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
tin
ores
furnace
extraction
slag
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Herbert Frederick Hoeveler
Original Assignee
Herbert Frederick Hoeveler
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Herbert Frederick Hoeveler filed Critical Herbert Frederick Hoeveler
Application granted granted Critical
Publication of AT62522B publication Critical patent/AT62522B/de

Links

Landscapes

  • Vertical, Hearth, Or Arc Furnaces (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Gewinnung von Zinn aus Zinnerzen. 



   Bei der Gewinnung von Zinn aus Zinnerzen hat man bisher entweder Schachtöfen oder Flamm- öfen verwendet. Erstere haben den Nachteil, dass durch die Gebläseluft erhebliche Mengen von Zinn   verflüchtigt   werden, deren Sammlung und Wiedergewinnung mit grossen Schwierigkeiten verbunden ist. Bei der Arbeit im   Flammofen   ergibt sich der Nachteil, dass die Schlacke beträchtliche Mengen von Zinn als Silikat bindet, die mit der Schlacke verloren gehen. Man hat vorgeschlagen, 
 EMI1.1 
 hohe Temperatur erreicht wird, sich mit der Kieselsäure verbinden, so dass das darangebundene Zinn frei wird.

   Hiezu ist indessen eine Temperatur erforderlich, die sich im Flammofen nicht 
 EMI1.2 
 dass durch das erforderliche   Gehläse Sauersten eingeführt wird.   der die Reduktion verhindert, und dass daher eine   Verflüchtigung   des Zinnes eintritt. 



   Diesen Übelständen wird gemjäss der Erfindung dadurch abgeholfen, dass man die Erhitzung des Schmelzgutes wie im flammofen unter einer die Verflüchtigung verhindernden Decke von geschmolzener Schlacke ausführt und die erforderliche hohe Temperatur dadurch 
 EMI1.3 
 in bekannter Weise mittels vergaster flüssiger Brennstoffe. insbesondere Kohlenwasserstoffe. erzeugt wird. Hiedurch wird   eitie vollkommene Reduktion gesichert.   da die   Schiackendeckf   eine Wiederoxydation des durch die Reduktionswirkung der Kohle erschmolzenen Zinnes verhindert. 



   Durch die Anwendung flüssiger Brennstoffe wird eine weit höhere Temperatur erzielt. 
 EMI1.4 
 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 Ofens nach unten. Durch die Öffnungen c, die sich an den Querwänden des Ofens befinden, lässt man Stichflammen eintreten, die mittels eines Brenners für flüssige Brennstoffe erzeugt werden. 



   Das an den Seitenwänden des Ofens heruntergleitende Schmelzgut-Erz, Kohle und die zur Zerlegung des Silikates dienenden   Zuschläge-gelangt   in der Mitte des Ofens in die Zone der durch die beiden Brenner erzeugten Weissglut und wird dort zum Schmelzen gebracht. Die Reduktion beginnt bereits, ehe die Beschickung in die Mitte des Ofens gelangt, so dass in der Zone der Weissglut nur noch die Zerlegung der dorthin gelangten Silikate erfolgt. Das Metall sammelt sich unten auf der Sohle, so dass der in dieser vorgesehene Hohlraum stets mit flüssigem Metall gefüllt ist, während die Schlacke darüberliegt. Das Metall läuft bei d und die Schlacke bei e stetig ab, so dass sich bei ununterbrochenem   Aufschütten von Schmelzgut   ein ununterbrochener Betrieb erzielen lässt. 



   Ein Verlust durch Verflüchtigung wird ebenso wie bei den bekannten Flammöfen durch die Schutzdecke aus flüssiger Schlacke vermieden, die auch zum Schutz gegen Oxydation beiträgt. 



   Ein unnötiger Eintritt von Sauerstoff in den Ofen wird nach Möglichkeit vermieden, da nur die zum Eintritt der Flammen und zum Austritt der Gase unumgänglich notwendigen Öffnungen vorhanden sind. 



   Durch die Art der Anordnung der Flammen wird eine sehr gleichmässige Beheizung erzielt, wie sie bei Kohlenfeuerung nicht erzielt werden kann, weil bei dieser die Hitze gleich hinter der Feuerbrücke natürlich viel grösser ist als am Ende des Ofens. 



   Das Verfahren ermöglicht auch die Verhüttung staubförmiger Erze, da das Gut durch Gebläse nicht gestört wird und durch die Schlackendecke geschützt ist. Im Schachtofen sind solche Erze überhaupt nicht zu verarbeiten.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : Verfahren zur Gewinnung von Zinn aus Zinnerzen durch Erhitzung im Flammofen unter einer Schlackendecke, dadurch gekennzeichnet, dass die Erhitzung durch mittels flüssiger Brenn- stoffe erzeugte Geblseflammen erfolgt, um eine zur Zersetzung der Zinnsilikate durch geeignete Zuschläge genügende Temperatur zu erhalten.
AT62522D 1910-10-19 1911-10-18 Verfahren zur Gewinnung von Zinn aus Zinnerzen. AT62522B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE62522X 1910-10-19

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT62522B true AT62522B (de) 1913-12-10

Family

ID=5631484

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT62522D AT62522B (de) 1910-10-19 1911-10-18 Verfahren zur Gewinnung von Zinn aus Zinnerzen.

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT62522B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE69002082T2 (de) Verfahren und Vorrichtung zur Behandlung von ausgegrabenen Deponiematerialien in einem plasmabeheizten Kupolofen.
DE4204769C1 (de)
AT62522B (de) Verfahren zur Gewinnung von Zinn aus Zinnerzen.
DE2101784A1 (de) Verfahren zum Einschmelzen von Eisen und Kupolofen zur Durchführung des Verfahrens
DE2843678C2 (de) Heizöl- oder gasbeheizter Schachtofen zum Erschmelzen und Überhitzen von Metall, speziell von Gußeisen (und Kupfer)
DE246181C (de)
DE69319485T2 (de) Verfahren und Verwendung einer Anlage zur Rückgewinnung der Metalle aus Schrott
DE3920522A1 (de) Aggregat zur gewinnung von metallischem blei aus sulfidischen bleikonzentraten
AT119015B (de) Verfahren zur direkten Verarbeitung von Eisenerzen.
DE69901047T2 (de) Pyrometallurgische Behandlung metallhaltiger und organischer Abfälle in einer Schmelzkammer
US912298A (en) Process of melting pig-iron and steel.
DE853795C (de) Verfahren zum Schmelzen und UEberhitzen von Metallen im Schachtofen
DE263413C (de)
DE140149C (de)
DE718073C (de) Verfahren zum Gewinnen von Eisenluppen aus Erzen und anderen eisenhaltigen Stoffen im Drehrohrofen
DE480540C (de) Ofen zur Durchfuehrung elektrothermischer Prozesse, dessen Schmelzraum mit einer Vorlagekammer durch eine UEberlaufbruecke verbunden ist
DE491625C (de) Gewinnung von fluechtigen Metallen aus Schlacken u. dgl.
DE1243334B (de) Schmelzofen
DE474571C (de) Verfahren zum Schmelzen nicht eisenhaltiger Metalle, z. B. Kupfer oder Bronze, in einem Kupolofen
DE288283C (de)
AT47096B (de) Verfahren und Vorrichtung zur Gewinnung von Metallen.
DE2422017C3 (de) Gasgefeuerter Kupolofen
USRE17908E (en) arrowood
DE222203C (de)
EP0120109A1 (de) Verfahren und Einrichtung zum Steuern der Gichtgasverbrennung eines Heisswind-Kupolofens