AT62162B - Verfahren zur Vergasung von Torf oder dgl. - Google Patents

Verfahren zur Vergasung von Torf oder dgl.

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Nikodem Dr Caro
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Nikodem Dr Caro
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Vergasung von Torf oder dgl. 
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 jüngere Braunkohle oder dgl., durch Zuführung beschränkter Luftmengen und eines   tberschusses   an Wasserdampf, bei welchem einerseits der Stickstoff des zu behandelnden Materials als 
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 Heizzwecke, verwertbare brennbare Gase gewonnen werden. Es ist an sieh bekannt, z. B. nach dem) Mondgas-Verfahren. organische stickstoffhaltige Substanzen, wie z. B. Kohle, in Generatoren durch Zuführung   beschränkter Luftmengen   und eines Überschusses an Wasserdampf zu vergasen und hiebei entsprechend dem Stickstoffgehalt des Materials hohe Ausbeuten an Ammoniak und entsprechend dem Gehalte an fixem Kohlenstoff hohe Ausbeuten an Heizgasen zu erhalten. 



   Bei   Verarbeitung von Materialien aber,   wie Torf.   jüngere     Braunkohle     usw..     namentlich   im halbfeuchten Zustande, d. h. mit einem Wassergehalt von   30 bis 50#0 und darüber.   tritt die Erscheinung ein, dass ber einer solchen Verarbeitung, z.

   B. nach dem Mondgas-Prozess, Ammoniakausbeuten erhalten   werdt-n.   die mcht dem Gehalte des Materials an Stickstofl entsprechen. und 
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 unten eine Vergasungszone, in welcher der In der   Eutgaaungszone sich bildende Koks unter   dem Einfluss des zugeführten Wasserdampfes in Wassergas verwandelt wird, und endlich in der tiefsten Stelle eine   Verbrennungszune, tn   der die kokshaltlgen   Rückstände   unter dem Einfluss 
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   liefern.   



   Bei   Vprurbeitunn   von stach sauerstoffhaltigen Substanzen, wie z. B. Torf. jüngere Braun- 
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   Erfinder hat nun weiter   t'rkannt,   dass dieser Missstand behoben werden kann, wenn der   rbergang von der Trocknung zur Vergasung   sehr schnell vor sich geht, d. b. wenn das Verfahren so betrieben wird, dass bereits an der Grenze der Trocknungs- und Zerfallxone eine möglichst hohe 
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 getrocknete Material dieser Temperatur unterworfen, so findet ein Zerfall der Substanz ohne den   \     organg   der   inneren Verbrennung   statt und man bekommt die dem fixen Kohlenstoff entsprechenden 
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   struktionen verwendet, jedoch das Verfahren   derart geleitet, dass bereits in der Trocknungszone   dte nötigen   hohen Temperaturen erzielt werden. 

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    Das kann beispielsweise in der Weise geschehen, dass der Generator doppelwandig gebaut wird und die innere Wand an Stelle der Trocknungszone durchlöchert ist und durch diese Löcher geringe Quantitäten Luft zugeführt werden. Dadurch wird das in dieser Zone befindliche, im Generator gebildete Brenne entzündet und dies bewirkt eine Überhitzung und schnelle Erhitzung der in Frage kommenden Zone auf die zur Reaktion nötige Temperatur. 



  Oder aber es wird so gearbeitet, dass zwar das Luft-Dampfgemisch dem Generator unten in der Verbrennungszone an einer Stelle zugeführt, aber vor dem Eintritt in den Generator als Gemenge auf sehr hohe Temperatur, z. B. 4 : 50 bis 501J1, überhitzt wird. Dadurch wird eine so intensive Verbrennung und eine so grosse Temperatursteigerung der Verbrennungsprodukte erreicht, dass die Zerfall-bzw. Trocknungszone sehr schnell auf die nötige Reaktionstemperatur gebracht wird. Man kann auch diese Überhitzung der Trocknungszone dadurch erreichen, dass man durch eine geeignete Dimensionierung des Generators, indem man ihn mehr hoch als breit baut, die Verbrennungszone vergrössert und damit eine starke Überhitzung der Verbrennungsgase erzielt, wobei auch hier der Vorgang durch vorhergehende Überhitzung des zugeführten Gemenges von Luft und Dampf unterstützt wird. 



  Es ist bekannt, Ammoniak aus Torf zu gewinnen, indem man über Torf bei Temperaturen unter 500  ein Gemisch von Luft und Wasserdampf leitet. Bei diesem bekannten Verfahren wird aber der Torf durch dieses Gemisch ohne jede Feuererscheinung und unter striker Vermeidung einer solchen vollkommen aufgezehrt, und als Resultat wird wohl Ammoniak, aber nur ein als Kraft-oder Heizgas wertloses Gas erhalten. Nach dem vorliegenden Verfahren findet nicht eine solche Aufzehrung von Torf bei den in Frage kommenden Temperaturen statt, sondern ein Zerfall des Torfes zu Koks und flüchtigen Substanzen bei einer 250  übersteigenden Temperatur lediglich unter dem Einfluss von Wasserdampf statt (nicht aber von Luft) und sodann wird der Koks durch ein Gemisch von Luft und Wasserdampf verbrannt bzw. in Wassergas verwandelt. 



  Die lokale Zuführung von geringen Mengen Luft durch die durchbrochene Wand des Generators an der Stelle der Trocknungszone bewirkt beim vorliegenden Verfahren lediglich eine unter Flammenerscheinung vor sich gehende Verbrennung des in diesem Teile des Generators sich befindenden Wassergases, nicht aber eine Aufzehrung des Torfes gemäss den bekannten Verfahren. Demgemäss findet auch bei dem vorliegenden Verfahren irgendwie die Bindung atmosphärischen Stickstoffes nicht statt. 



  PATENT ANSPRÜCHE : l. Verfahren zur Vergasung stark sauerstoffhaltiger und stickstoffhaltiger Materialien wie z. B. Torf, jüngere Braunkohle und dgl. unt. (lr Gewinnung des Stickstoffes des Materials in Form von Ammoniak und von Kraftgas durch Vergasung des Materials in Generatoren vennittelst eines Gemisches von beschränkter Mengen Luft nut einem Überschuss von Wasserdampf. dadureh gekennzeichnet, dass an der Grenze zwischen der Trocken- und Entgasungszone eine geringe Menge Luft. eingeführt wird. um durch die dadurch bewirkte Verbrennung von Heizgas an dieser Stelle lokale Überhitzung hervorzurufen.

Claims (1)

  1. 2. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die zur Durchführung des Verfahrens nötige hohe Temperatur in der Zerfall-bzw. Trocknungszone in der Weise erzielt wird. datJ da zum Generator zugeführte Luft-Dampfgemisch eine besonders hohe erhitzung bis 500# erfährt.
    3. Ausführungsforitt Je. Verfahrens nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die überhitzung des Luft-Dampfgemisches durch Vergrösserung der Verbrennungezone im Generator bewirkt wird.
AT62162D 1909-03-24 1909-03-24 Verfahren zur Vergasung von Torf oder dgl. AT62162B (de)

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