AT61325B - Verfahren zur Herstellung von Mauersteinen und dgl. aus Terra rossa. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Mauersteinen und dgl. aus Terra rossa.

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AT61325B
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bricks
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rossa
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Artur Eckel
Ivan Obad
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Artur Eckel
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  Verfahren zur Herstellung von Mauersteinen und dgl. aus Terra rossa. 



     Dte in Südeuropa sehr verbreitete   Terra rossa war bisher zur Herstellung von Mauersteinen, wegen ihrer geringen Plastizität und ausserordentlich grossen Schwindung beim Trocknen und Brennen, ungeeignet. Durch das vorliegende Verfahren ist es möglich, aus diesem bisher ganz unverwendbaren Boden Mauersteine, wie Ziegel und dgl. in sehr guter Qualität und billig herzustellen, was insbesondere für das Küstengebiet der österreichisch-ungarischen Monarchie   (Küstenland,   Kroatien, Dalmatien) von grosser Bedeutung ist, da diesen Landstrichen jeder andere Stoff für die   Ziegelbereitung   mangelt und die Ziegel für dort aufzuführende Bauten aus weit entfernten Gegenden hingeschafft werden müssen. 



   Terra rossa aus der Gegend von Abbazia ist eine rotbraune, erdige Masse, die sich bei mikroskopischer Betrachtung als ein Gemenge verschiedener Mineralien erweist. Die 
 EMI1.1 
 
 EMI1.2 
 
<tb> 
<tb> Kieselsäure <SEP> .................. <SEP> 44.70%
<tb> Aluminiumoxyd.......... <SEP> 26-27%
<tb> Titanoxyd <SEP> 0. <SEP> 58O/u
<tb> Eisenoxyd................ <SEP> 56560
<tb> Alkalien................ <SEP> 3-15%
<tb> Wasser <SEP> und <SEP> organische <SEP> Substanz <SEP> (Gltihverlust)... <SEP> 13-840/0
<tb> Kalk, <SEP> Magnesia, <SEP> Phosphorsäure......... <SEP> Spuren
<tb> 100-100/0
<tb> 
 
Zur Feststellung, in welcher Form die Hauptbestandteile der Terra rossa vorhanden sind, wurden gewogene Proben mit Sodalösung und mit Salzsäure behandelt, wobei der grösste Teil in Lösung ging.

   Der unlösliche Rückstand liefert bei der Untersuchung mit heisser Schwefelsäure und mit Sodalösung Lösungen von Tonerde (nebst Eisenoxyd und Titanoxyd) bzw. von Kieselsäure und einen unlöslichen Rest von Quarzsand. Die Menge der gelösten Kieselsäure ist im Verhältnis zu jener der gelösten Tonerde doppelt so gross, als es der Zusammensetzung der Tonsubstanz entspricht. Hieraus ergibt sich, dass Terra rossa nicht ein Ton ist, sondern wesentlich aus den Hydraten von Kieselsäure, Tonerde und Eisenoxyd besteht. Diese Zusammensetzung erklärt auch die eigenartige klebrige Beschaffenheit und geringe Plastizität der Terra rossa im nassen, knetbaren Zustande, die abnorm grosse Schwindung beim Trocknen und Brennen und das Reissen der daraus erzeugten Ziegel oder Platten, das eine direkte Verwendung der Terra rossa zur Herstellung keramischer Produkte unmöglich macht.

   Es hat sich nun überraschenderweise gezeigt, dass Mauersteine und dgl. aus Terra rossa hergestellt werden können, wenn man dieses Material vor dem Formen und Brennen in einer Weise aufbereitet, welche für die Herstellung von Tonwaren aus fetten Tonen wohlbekannt ist. Dieses Ergebnis ist umso auffälliger, als nach den vorstehenden Darlegungen die Terra rossa den Tonen nicht zugezählt werden kann und ein Material von sehr geringer Plastizität ist. 



   Fette Tone werden bekanntlich dadurch zur Verarbeitung geeignet gemacht, dass man ihnen vor dem Formen ein Magerungsmittel, z. B. vorgebrannten Ton, zusetzt. In ganz analoger Weise wird nun im Sinne der Erfindung bei der Verarbeitung von Terra rossa vorgegangen. Letztere wird nämlich einem Vorbrennen bei einer Temperatur von ungefähr 9000 C unterworfen und die so vorgebrannte Erde durch Mahlen oder dgl. fein zerkleinert. Hierauf wird diese zerkleinerte Masse mit etwa 400/0 roher Terra rossa vermischt, wieder zerkleinert und in geeigneten Formpressen zu Steinen und dgl. gepresst. 



   Durch das Beimischen der grubenfeuchten rohen Erde erhält der Stoff einen genügenden Zusammenhalt zum Pressen, so dass also in den Prozess kein Wasser eingeführt wird. Die gepressten Formlinge werden nun z. B. in einem Ringofen bei einer Temperatur von zirka   1000    C fertiggebrannt, wodurch Steine von hübschem Aussehen und grosser Druckfestigkeit erhalten werden. 

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Claims (1)

  1. PATENT. ANSPRUCH : Verfahren zur Herstellung von Mauersteinen und dgl. aus Terra rossa, dadurch ge- kennzeichnet, dass die Terra rossa vorgebrannt und zerkleinert und sodann mit roher Terra rossa vermengt wird, worauf man das Gemenge trocken in Formen presst und die gepressten Formlinge schliesslich fertigbrennt. **WARNUNG** Ende CLMS Feld Kannt Anfang DESC uberlappen**.
AT61325D 1911-09-29 1911-09-29 Verfahren zur Herstellung von Mauersteinen und dgl. aus Terra rossa. AT61325B (de)

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