DE582328C - Die Anwendung des Verfahrens nach Patent 487 110 zur Herstellung feuerfester Ofenauskleidungen u. dgl. - Google Patents

Die Anwendung des Verfahrens nach Patent 487 110 zur Herstellung feuerfester Ofenauskleidungen u. dgl.

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DE582328C
DE582328C DESCH85659D DESC085659D DE582328C DE 582328 C DE582328 C DE 582328C DE SCH85659 D DESCH85659 D DE SCH85659D DE SC085659 D DESC085659 D DE SC085659D DE 582328 C DE582328 C DE 582328C
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refractory
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    • C04—CEMENTS; CONCRETE; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES
    • C04B—LIME, MAGNESIA; SLAG; CEMENTS; COMPOSITIONS THEREOF, e.g. MORTARS, CONCRETE OR LIKE BUILDING MATERIALS; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES; TREATMENT OF NATURAL STONE
    • C04B35/00—Shaped ceramic products characterised by their composition; Ceramics compositions; Processing powders of inorganic compounds preparatory to the manufacturing of ceramic products
    • C04B35/66—Monolithic refractories or refractory mortars, including those whether or not containing clay
    • C—CHEMISTRY; METALLURGY
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    • C04B35/16—Shaped ceramic products characterised by their composition; Ceramics compositions; Processing powders of inorganic compounds preparatory to the manufacturing of ceramic products based on oxide ceramics based on silicates other than clay
    • C04B35/18—Shaped ceramic products characterised by their composition; Ceramics compositions; Processing powders of inorganic compounds preparatory to the manufacturing of ceramic products based on oxide ceramics based on silicates other than clay rich in aluminium oxide
    • F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
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    • F27D—DETAILS OR ACCESSORIES OF FURNACES, KILNS, OVENS OR RETORTS, IN SO FAR AS THEY ARE OF KINDS OCCURRING IN MORE THAN ONE KIND OF FURNACE
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    • F27D1/16—Making or repairing linings ; Increasing the durability of linings; Breaking away linings

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Description

  • Die Anwendung des Verfahrens nach Patent 487 110 zur Herstellung feuerfester Ofenauskleidungen u. dgl.
  • Zusatz zum Patent 487 zro In denn Patent 487 IIO ist ein Verfahren zur Herstellung von Schamottesteinen beschrieben, wonach aus gekörnter Schamotte unter Zusatz von tonigem Bindemittel, welches z. B. durch die bekannten Elektrolyte in einen kolloidalen Zustand übergeführt ist, eine Masse bereitet wird, welche nicht gießfähig ist, sondern krümelig und unplastisch ist und nur durch Pressen, Stampfen, Schlagen o. dgl. verformt werden kann.
  • Die vorliegende Erfindung bringt eine weitere Ausgestaltung und Anwendung dieses Verfahrens. Sie bezieht sich auf die Herstellung feuerfester Ofenauskleidungen u. dgl., also auf feuerfeste Gegenstände, welche ohne Anwendung besonderer Formen hergestellt werden.
  • Es wurde überraschenderweise gefunden, daß die Herstellung feuerfester Ofenauskleidungen aiis Massen, welche gekörnte Schamotte oder auch andere Magerungsmittel und in einen kolloidalen Zustand übergeführtes Bindemittel enthalten, unter Bereitung einer nicht gießfähigen Masse möglich ist, wenn nämlich eine steife, nicht krümelige, sondern Zusammenhang zeigende Masse bereitet wird, was durch Einstellung der Massemischung auf einen Bindemittelgehalt von gewöhnlich 5 bis 15 % zu erreichen ist. Eine solche Masse bedarf zum Aufbringen mechanischen Druckes. Sie wird durch Stampfung -auf die auszukleidende Fläche aufgebracht. Eine Formgebung in allseitig geschlossenen Formen ist jedoch infolge der gummiartigen Konsistenz der Masse nicht möglich.
  • Wichtig und wesentlich ist die Verwendung des Bindestoffes in kolloidalem Zustande, wie .er durch Zusatz von Wasser und die bekannten Elektrolyte zum Bindestoff erreicht wird. Es kann der Bindestoff in Form von Schlicker dem unplastischen Stoff zugesetzt werden oder aber zunächst Bindemittel und Magerungsstoff vermischt und dann die Überführung des Bindemittels in den kolloidalen Zustand bewirkt werden.
  • Elektrolyte, welche erfindungsgemäß Verwendung finden, sind beispielsweise Alkali, Alkalicarbonate; Alkalisilikate. Daneben können mit Vorteil als Zugabe Schutzkolloide benutzt werden, welche die Verflüssigung des Bindestoffes befördern können, z. B. hochmolekulare Substanzen, Humusstoffe, Dextrin, Zellstoffablaugen.
  • Als Bindestoff kommen bei dem neuen Verfahren in Frage Ton, Kaolin, andere tonerdereiche Bindestoffe, z. B. Bauxit und verwandte Tonerdemineralien, Tonerde-Kieselsäuremineralien, Schieferton, Tonerde in ihren verschiedenen Formen, auch an sich urplastische Stoffe, welche durch geeignete Behandlung in den kolloidalen Zustand übergeführt sind. Der jeweils zu verwende Bindestoff kann beliebig gewählt werden; zweckmäßig wird man bei seiner Auswahl auf das Mag erungsmittel Rücksicht nehmen.
  • Wie oben erwähnt, beträgt der Bindestoffanteil gewöhnlich 5 bis 15 %. Er kann innerhalb dieser Grenzen schwanken oder diese auch gegebenenfalls übersteigen. Die richtige bzw. günstigste Menge richtet sich nach der Art des zu verwendenden Stoffes oder auch nach der Art der Korngröße und Korngestaltung des verwendeten Magerungsmittels. Die physikalische Konsistenzbeschaffenheit schwankt gewöhnlich etwas, je nach dem Verhältnis der Menge und der Beschaffenheit der Ausgangsstoffe.
  • Als Magerungsmittel kommen für das neue Verfahren alle üblichen Versatzstoffe in Frage. Verwendbar ist beispielsweise Schamotte, gebrannte körnige Tonerde; Korund, Sillimanit, künstlich hergestellte Tonerde-Kieselsäurekörper, auch Carbide, Zirkone, besondere Oxyde, wie Chromoxyd, Magnesiumoxyd, gebrannter Dolomit, Kieselsäure. Die Magerungsmittel sind durch geeignetes Brennen formbeständig zu machen. Beispielsweise wird man Schamotte bei einer höheren Temperatur, als sie in dem Verwendungsofen herrscht, brennen, um die Schwindung von Schamotte zu beseitigen. Quarz wird zweckmäßig vor seiner Verwendung gebrannt,, um das Waschen zu vermeiden.
  • Durch das neue Verfahren werden erhebliche Vorteile erzielt. Die Herstellung feuerfester Auskleidungen wird wesentlich erleichtert, dabei aber gleichzeitig eine Auskleidung erhalten, welche bezüglich mechanischer und thermischer Widerstandsfähigkeit ganz hervorragend ist. Die Auskleidung besitzt praktisch keine Schwindung, und die Bildung von Rissen usw. ist also völlig vermieden. Außerdem ist die Dichte der neuen Auskleidung außerordentlich hoch.
  • Nach dem neuen Verfahren sind sowohl ganze Ofenauskleidungen herzustellen als auch Überzüge über bereits bestehenden Auskleidungen, gegebenenfalls auch Ausfüllungen von Hohlräumen, d. h. die Erneuerung beschädigter Auskleidungen. Gerade hier hat sich als besonderer Vorteil .gezeigt, daß die erfindungsgemäß hergestellte aufgestampfte Masse sich in bisher nicht :erreichter Weise mit dem alten Mauerwerk verbindet.
  • Das neue Verfahren weist der Technik einen Weg, in einfachster Weise feuerfeste Auskleidungen herzustellen, welche allen Anforderungen, die die Technik an de@ rtige Auskleidungen stellen muß, in vollem '1VIa.ße genügen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Die Anwendung des Verfahrens nach Patent 487 110 zur Herstellung feuerfester Ofenauskleidungen u. dgl. unter Verwendung ,auch anderer Magerungsmittel als Schamotte, dadurch gekennzeichnet, daß eine nicht gießbare und nicht krümelige, sondern Zusammenhang zeigende steife und nur unter Druck verformbare Masse mit einem Bindemittelzusatz von gewöhnlich 5 bis 15 % hergestellt und auf die ,auszukleidende Fläche aufgestampft wird.
DESCH85659D 1928-03-01 1928-03-01 Die Anwendung des Verfahrens nach Patent 487 110 zur Herstellung feuerfester Ofenauskleidungen u. dgl. Expired DE582328C (de)

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DE (1) DE582328C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE739479C (de) * 1942-05-13 1943-09-27 Otto & Co Gmbh Dr C Feuerfeste Ausgussmasse

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DE739479C (de) * 1942-05-13 1943-09-27 Otto & Co Gmbh Dr C Feuerfeste Ausgussmasse

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