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Einrichtung zum Regeln des Wendefeldes von Gleichstrommaschinen.
In dem Stammpatente ist eine Anordnung zum Vermeiden der Funkenbildung an Gleichstrommaschinen beschrieben, bei der das Wendefeld durch eine synchron mit der Hauptmaschine laufende Hilfsmaschine beeinflusst wird, die auf eine zweite, der eigentlichen
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beim Zunehmen der Drehzahl geschwächt. Man erhält einen Verlauf des Wendefeldes, der ziemlich genau der Geraden 1 der Fig. 1 entspricht, die die Abhängigkeit des Wendefeldes F von der Drehzahl n bei gleichbleibender Stromstärke angibt.
Die vorliegende Verbesserungserfindung bezweckt nun eine Vereinfachung der in Fig. 2 des Stammpatentes dargestellten Einrichtung. Statt zweier Wicklungen soll hier nur eine einzige genommen werden. Fig. 2 zeigt die Schaltung der beiden Maschinen. Es bezeichnen a die Maschine, w deren Wendewicklung, h die Hilfsmaschine, e deren Erregung. Die Hilfsmaschine wird hier direkt an die Klemmen der Wendewicklung w angeschlossen ; sie arbeitet als Dynamo auf den Stromkreis, der durch h und w gebildet wird. Ihre EMK ist der Spannung an den Klemmen der Wendewicklung gleichgerichtet. Ein zu starkes Anwachsen des Stromes wird unter Umständen durch den Widerstand r verhütet. Bei zunehmender Drahtzahl wächst die EMK der Hilfsmaschine. Der Strom im Kreise h, w, r wird verstärkt ; der Strom in der Wende wicklung nimmt also dementsprechend ab.
Die Wendewicklung wird von der Differenz des Ankerstromes und des Hilfsmaschinenstromes durchflossen.
Es hat sich nun gezeigt, dass ein derartiger Verlauf des Wendefeldes, wie er durch die Gerade I in Fig. 1 gekennzeichnet ist, nicht die günstigsten Kommutierungsverhältnisse ergibt. Der günstigsten Kommutierung würde vielmehr ein Verlauf der Wendefeldkurve entsprechen, wie er durch die Kurve 11 der Fig. 1 angedeutet ist. Die Kurve verläuft anfangs annähernd gleichsinnig mit der Geraden I ; bei höherer Tourenzahl dagegen verläuft sie annähernd parallel zu der Abszissenachse. Zweck der weiteren Erfindung ist es
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Hilfsmaschine wird deshalb mit einer zweiten Feldwicklung versehen, die der vom Hauptstrom oder einem Teil desselben durchflossenen Haupterregerwicklung entgegenwirkt.
Eine derartige Anordnung zeigt beispielsweise die Fig. 3. Die Hauptmaschine ist mit a, die Hilfsmaschine mit h bezeichnet ; e ist die Haupterregerwicklung der Hilfs- maschine. Die Hilfsm8sC'hine ist bei dieser Anordnung mit einer selbsterregenden Neben- schlusswicklung n ausgerüstet, die der Hanpterregerwicklung e entgegenwirkt. Die Erregung der Hilfsmaschine h wird also anfangs nur wenig, mit wachsender Drehzahl mehr geschwächt.
Man erhält also mit dieser Anordnung den durch Kurve 11 der Fig. 1 gekennzeichneten Verlauf des Wendefeldes. Die Einwirkung der Nebenschlusswicklung M entspricht der Differenz d der Kurven I und II, die bei geringer Drehzahl nur klein, bei hoher Drehzahl grösser ist.
Einen ähnlichen Effekt ergibt die in Fig. 4 dargestellte Anordnung, bei der die Hilfs- maschine h mit einer Gegenkompoundwicklung k ausgerüstet ist, die ebenfalls der Haupterregerwicklung entgegenwirkt.
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wicklung der Hilfsmaschine, die der Haupterregerwicklung entgegenwirkt. Im übrigen kann die Anordnung alle Ausbildungen erfahren, die in dem Stammpatente und hier an vorhergehender Stelle angegeben sind. Es kann also beispielsweise, wie dies in den Fig. 5 und 6 dargestellt ist, die Hilfsmaschine direkt an die Klemmen der vom Hauptstrom durchflossenen Wendewicklung angeschlossen werden ; es kann auch, wie dies beispielsweise die Fig. 7 und 8 zeigen, die Haupterregerwicklung e von den Klemmen der Wendewicklung 1. 0 abgezweigt werden.
Auch von der Kompensationswicklung oder von der Hintereinanderschaltung dieser und der Wendewicklung kann die Haupterregerwicklung e abgezweigt werden.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Einrichtung nach Patent Nr. 58036 bei Gleichstrommaschinen, deren Wendefeld abhängig von der Drehzahl durch eine vom Hauptstrom erregte Hilfsdynamomaschine (h) beeinflusst wird, dadurch gekennzeichnet, dass der Ankerkreis der letzteren zur Wendewicklung (1. parallel geschaltet ist und der an dieser herrschenden Spannung entgegenwirkt. a. Einrichtung nach Patent Nr.
58036 bei Gleichstrommaschinen, deren Wendefeld abhängig von der Drehzahl durch eine Hilfsdynamomaschine beeinflusst wird, dadurch gekennzeichnet, dass die Erregung der Hilfsmaschine bei zunehmender Drehzahl geschwächt wird, so dass die Kurve, die die Abhängigkeit des Wendefeldes (Ordinate) von der Drehzahl (Abszisse) angibt, innerhalb des Bereiches niedriger Drehzahlen einen stärkeren Abfall zeigt als bei hohen Drehzahlen, während sie bei letzteren angenähert parallel der Abszissenachse verläuft.