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Regler, wie er später beschrieben wird, erreicht werden. Die Wirkung des Temperaturreglers kann gegebenenfalls durch innerhalb der Mauern und Böden derselben verlegte Kühlgänge oder Kühlrohre unterstützt werden, durch weiche Wasser oder Luft hindurchstreicht.
Die Betonmauern der Kammer und auch die Böden und das Dach werden innen bis auf die dichtschliessenden Arbeitatüren mit einem gut anliegenden, gasdichten Überzug oder einer Zwischenschicht 32 (Fig. 3 und 4) versehen. Dieser Überzug wird aus einem dem Gas gegenüber unempfindlichen und widerstandsfähigen Stoff hergestellt, der die Poren des Betons gut verschliesst. Teeranstriche werden sich hiezu am besten eignen und besitzen ausserdem den Vorteil, dass ein solcher Überzug rasch und billig ersetzt oder ausgebessert werden kann und auch wegen des dichten Anliegens an der Betonfache den Eintritt von Chlor in den Beton gänzlich verhindert und auch die Wärmeisolationswirkung eventueller Luft- oder Gasräume zwischen der Mauer selbst und dem überzug unschädlich macht.
Dies ist der zu erstrebende Hauptzweck, der durch andere Überzüge, die nicht dicht am Beton aufliegen, niemals erreicht werden kann. Hiebei kommt die geringe Abschwächung der Wärmeausstrahlung des Betons infolge der sehr dünnen Anstrichschichte als geringfügig gar nicht in Betracht. Über den letzteren wird dann ein schützender Bodenbelag angeordnet, auf dem der Kalk aufgelegt wird.
Es ist als empfehlenswert gefunden worden, die Vorrichtungen für die Temperaturregelung ausserhalb der Kammer zu verlegen, weshalb am besten die für die Zirkulation des Chlorgases innerhalb der Kammer dienende Vorrichtung auch ausserhalb der Kammer angeordnet wird.
Diese Vorrichtungen sind in Fig. 1 und 2 veranschaulicht, wobei 7 und 8 die Einlass-und Austritts- kanäle zu der unteren Kammerabteilung 2 und 9 und 10 die entsprechenden Kanäle für die obere
Kammer 1 darstellen. Der Saugventilator 13 saugt das Gas aus dem Kanal 8 durch die Leitung 1. J und leitet es durch die Leitung 15 und den Temperaturregler 16 in den Eintrittskanal 7, der zur unteren Kammer führt. Ein zweiter Saugventilator 17 saugt das Gas aus der oberen Kammer durch den Kanal 9 und die Leitung 18 und führt es durch den Temperaturregler 19, die Leitung 20 und den Kanal 10 zu der oberen Kammer zurück.
Die Temperaturregler 16 und 19 dienen in bekannter Weise zur Kühlung des 8 und bestehen aus einer Reihe von parallel liegenden
Röhren, die durch Luft oder durch Wasser oder ein anderes Kühlmittel gekühlt werden, das
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austritt. Der ausserhalb der Kammer liegende Teil der Zirkulationsvomchtung kann aus Ton oder Blei hergestellt werden.
Es ist empfehlenswert., aber nicht unbedingt notwendig, das zirkulierende Chlorgas für die Kammern womöglich gleichzeitig über die ganze Breite der Kammern zu führen. Dies wird am besten dadurch erreicht, dass das Gas in einen Raum eingeleitet wird, der, wie in Fig. 5 und 6 dargestellt ist, durch einen Plattenschieber 24 aus beliebigem Material abgeschlossen wird, de, in Nuten der Endwand der Kammer und einer kurzen Parallelwand 23 zur letzteren eingeschoben werden kann. Diese Piattenscbieber besitzen Aussparungen, um das oben eintretende Gas nach unten in die Kammer eintreten zu lassen, und sind 111 den Nuten 2, 3 einstellbar, um so die Verteilung des Gases verschiedenartig vornehmen zu können. Eine gleichartige Einrichtung ist in
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Es ist klar, dass man in der Praxis eine Zahl von solchen Kammern anordnen wird, und zwar den jeweiligen Umständen angepasst, in horizontaler oder in vertikaler oder in beiden Richtungen, durch die das Chlor nacheinander solange streichen gelassen wird, bis es vollständig absorbiert
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grösste Wtrkungsfähigkeit erlangt, was vom Fachmann leicht festzustellen ist. Die Mittel zur Einführung von Gas in die Kammern und zum Weiterleiten des teilweise aus den Kammern noch austretenden Gases wird nicht weiter beschrieben, ist aber aus den Zeichnungen (Fig. 1) ersichtlich, m denen der Gaseinlass 36 für die zugehörigen Kammern mit den Kanälen 8 und 9
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ist.
Durch diese Anordnung erfolgt ein regelmässiges aufeinanderfolgendes Streichen dea Gases in jede Kammer und durch diese zur nächsten, bis eine vollständige Absorption stattgefunden hat ; unabhängig von diesem Hauptstrom streicht ständig und wiederholt ein zirkulierende Chlorgasstrom durch jede Kammer und den zugehörigen Kühler, der aus einem frischen, wirkungs-
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letzteres in einer vorhergehenden Kammer bereits der Absorption durch den Kalk unterworfen war. Die Hitzeentwicklung wechselt hiebei nach den verschiedenen Stadien der Reaktion und damit auch der zur Erzielung eines vollkommenen Resultates notwendige Temperaturwechsel.
Da aber in Wirklichkeit jede Kammer auch zeitweilig frisches, kräftiges Gas erhält, ist es empfehlenswert, für jede Kammer besondere Zirkulationsvorrichtungen vorzusehen, die den be- sonderen Stadien der Reaktion entsprechend arbeiten. Eine solche Zirkulationsanordnung ist in Fig. 7 schematisch veranschaulicht, wobei A, A eine Zahl von in horizontaler Richtung nebeneinander liegenden Kammern bedeutet, die durch Leitung B für das Gas miteinander verbunden
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verunreinigte Gas, Mit zwei von den Kammern sind Kühler E und Ventilatoren F in Verbindung gebracht, deren letztere eigene Zuleitungen zu den Kammern besitzen, wobei das Gas wiederholt die Kammer und die Kühler durchfliesst.
Wie aus der Zeichnung zu entnehmen ist, kann die Gaszirkulation durch die Kammer entweder in gleicher Richtung wie der Gasstrom oder in entgegengesetzter Richtung erfolgen. Der Hauptstrom und der zirkulierende Gasstrom treten nirgends direkt in Kontakt, wenn die Ventile und Leitungen dicht sind und keine Luft zutreten kann.
Es ist gebräuchlich, bei besonders heissem Wetter drei aneinandergrenzende Kammern unabhängig voneinander zu kühlen, indem das Gas in jeder Kammer durch einen besonderen Kühler streicht ; die zu kühlenden Kammern sind gewöhnlich diejenigen, die den Gashauptstrom und die überschüssigen Gase empfangen, da in diesen Kammern die Reaktion am stärksten ist. Da der Hauptgasstrom in jeder Kammer sich wendet, so wird am besten für jede derselben eine gesonderte Kühlzuleitung vorzusehen sein ; bei Verbindung der Kammern untereinander und mit den Kühlern durch eigene Leitungen und Ventile kann man erreichen, dass bei einer bestimmten Anzahl solcher Kühler die für eine viel grössere Zahl von Kammern notwendige Gasmenge in fachmännisch richtiger Weise behandelt wird.
Der Vorgang in den Kammern ist bekannt und wird der Kalk auf den Böden verteilt, um das Gas zu absorbieren, worauf das fertige Produkt, aus den Kammern herausgeschafft wird.
Die Anordnung, bei welcher der Kalk in mehreren übereinanderliegenden Ebenen gelagert ist und von den höherliegenden zu den tieferliegenden Ebenen geführt wird, kann für jede Art von Kammern verwendet werden, ist aber besonders vorteilhaft in Verein mit dem beschriebenen Gaszirkulations-und Kühlungasystem, da bei diesen die Verteilung des Gases in jeder Kammer ziemlich gleiehthassig erfolgt und daher auch ein homogenes und wirksames Endprodukt erhalten wird. Ausserdem ermöglicht die Kühlung des Gase. s die Temperatur der Reaktion in den den Kalk tragenden Gestellen zu regulieren. welch letztere von den Mauern und Böden der Kammern isoliert sind.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Vorrichtung zur Darstellung von Chlorkalk, bestehend aus einer Reihe von durch Gas- kanäle miteinander verbundenen Kammern, deren Wandungen aus armiertem Beton bestehen, dadurch gekennzeichnet, dass die einzelnen Kammern der Reihe oder ein Teil derselben mit Gaszirkulationsvorrichtungen mit zugeordneten Temperaturreglern versehen sind, welche die Erzeugung einer lokalen Gasz] rkulation durch die einzelnen Kammern ermöglichen, ohne dass der (shauptstrom durch die Kammerreihe selbst unterbrochen wird, zu dem Zwecke, in den