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Teilvorrichtung.
Soweit bekannt, werden Teilscheiben bisher entweder unter Benutzung von möglichst genauen Normalteilscheiben oder unter Verwendung von Schneckenrädern und Schnecke hergestellt. Da jedoch die Herstellung solcher genauer Normalteilscheiben ebenfalls wieder nur durch Schneckenräder erfolgt, so handelt es sich im wesentlichen nur um eine Methode, und zwar um eine solche, welche von der Genauigkeit der Schnecke und des Schneckenrades abhängt.
Im I achstehenden wird ein neuer Weg eingeschlagen, indem zur Erzeugung von Teil- vorrichtungen. insbesondere Teilscheibe, eine andere Art von Maschinenelementen verwendet wird, bezüglich deren Herstellung mit verhältnismässig einfachen und billigen Mitteln bereits ein hoher Grad von Genauigkeit erreicht wurde, und zwar werden hiebei Präzisions-Stahlkureln verwendet. Bekanntlich können bei der Anfertigung von Stahlkugeln Genauigkeiten von O'OOl mm eingehalten werden.
Da die Erfindung darauf beruht, solche genaue Stahlkugeln dicht aneinandergereiht, und zwar bei Teilscheiben in einem Kreise genau zentrisch und von aussen durch einen Index zugänglich anzuordnen, so ist hier die Möglichkeit gegeben, hiebei Teilfehler im Teilkrers auf et wa 0.001 mm zu beschränken - vorausgesetzt, dass die zugehörige Indexvorrichtung, wie dies auch ausführbar tst, praktisch ohne Fehler arbeitet-während Messungen an vorzüglich gearbeiteten Teil'heiben Fehler von 20facher Grösse ergeben haben.
Ein anderer wesentlicher Fortschritt gegenuber dem Bekannten besteht insoferne. als es möglich ist, an den Berührungsstellen zwischen Index und Teilst'hetbe glasharte Obertlä hen zu verwenden und hiedurch dje Abnutzung und Genauigkeit auf das günstigste zu gestalten.
Dies ist bei den anders hergestellten und namentlich bei den gebohrten Teilscbeiben nicht mög) n h oder doch mit den grössten Schwierigkeiten verknüpft. Hier aber ergibt sich dieser bedeutende
Vorteil durch die Verwendung von glasharten Indexachneiden zwischen glasharten Stahlkugeln gewissermassen von selbst.
Weiters kommt noch der Vorteil hinzu, dass die angegebenen Vorrichtungen die Möglichkeit
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schiedenen genauen Teilungen herzustellen.
Ferner besteht die Erfindung in Hilfsvorrichtungen, welche dazu dienen, die Kugeln rasch und sicher in die gewünschte Lage zu bringen.
In den Zeichnungen sind verschiedene Ausführungsformen der Erfindung dargestellt, uud zwar in Fig. 1 eine einfache Teilscheibe im Schnitt, wobei der untere Teil der Figur eine andere
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Auf der Achse 1 (Fig. 1) sitzt die Teilscheibe 2, in deren Nut 8 die Stahlkugeln 7 eingelegt und durch eine Gegenscheibe 3 (Spannscheibe) festgehalten werden. Die Spannscheibe kann entweder durch Schrauben 6 (siehe auch Fig. 2) oder durch ein zentrales Gewinde 6' (unterer Teil der Fig. 1 und 2) oder auf andere Weise festgezogen werden.
Durch Rechnung ist es leicht möglich, den Radius der Nut 8 derart zu ermitteln, dass die gewünschte Kugelanzahl untergebracht werden kann. Sollten die eingelegten Kugeln dann in der Nut entweder etwas zu viel oder etwas zu wenig Platz haben, so ist es immer möglich, kleine Fehler durch Nacharbeiten der Nut auszugleichen, und zwar wird im ersteren Falle die Nut zum Zentrum zu, im letzteren Falle vom Zentrum weg, nachgearbeitet (siehe die strichpunktierten Linien der Nut in der oberen bzw. unteren Hälfte der Fig. 1).
Sobald die Kugeln ohne Zwängen und ohne Spiel in die Nut hineinpassen, wird die Spann- scheibe 3 unter Druck aufgelegt.
Für die Erreichung grösster Genauigkeit ist es nötig, dass die Flächen, an welchen die Kugeln anliegen, gehärtet sind.
Die Ausführungsform nach Fig. 3 unterscheidet sich von der nach Fig. 1 insofern. als hier mehrere Kugelteilkreise in den Kugetträger 2 oder in die Spannscheibe 3 eingearbeitet sind. wobei selbstredend immer nur einer von diesen benutzt werden kann.
Die Anordnung nach Fig. 5 unterscheidet sich von der nach Fig. 1 und 3 dadurch, dass hier im oberen Teile dieser Figur die Nut 8 und Spannscheibe 3 etwas anders ausgebildet sind, während der untere Teil ill der Figur keine eigentliche Nut zur Aufnahme der Kugeln nötig hat, sondern das Aneinanderpressen der Kugeln durch den an der Überwurfmutter 4 (Spannscheibe) angebrachten
Konus 4'erfolgt. Es können daher hier Kugeln von verschiedener Anzahl und Grösse innerhalb gewisser Grenzen verwendet werden und entfällt hier auch das bei den vorangegangenen Aus- führung'formen nötige Nacharbeiten einer Nut. da die Kugeln bei dieser Ausführungsform selbst- tätig auf den kleinsten Teilkreisdurchmesser zusammengepresst werden.
Aus Fig. 5 ist noch ersichtlich, dass der Indexschieber'3 in diesem Falle zweckmässig achsial verschiebbar angeordnet wird, während derselbe in den vorangegangenen Fällen besser eine radiale oder schräge Lage hat.
Die Anordnung nach Fig. 5 ist in Fig. 6 bis 8 weiter ausgebaut, wobei der Vorzug zu Tage t Dt t. dass hier mit einer kleinen Anzahl von gehärteten Spannscheiben 11, 12 und 13. welche in denselben Teilscheibenkörper 10 mittels Feingewinde nachstellbar sind. sowie mit einer Anzahl
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werden
Ihe Knebelmutter 20 mit der Schraube 21 dient in bekannter Weise zur Sicherung der eingestellten Lage der Teilapparatspindel.
D) e Kugptteiisciieibe ist zwecks Einbringens der gewünschten Kugelanzahl und Auswechselns
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Als Grenzfali für die Ausführung von Kugelteilscheiben ist eine solche von unendlich grossem Teilkre ; sdurciimeaser anzusehen. In diesem Falle wird sie nämlich zur Kugelteilschiene.
Das Rtnftdtren und Festspannen der Stahlkugeln geschieht zweckmässig in horizontaler Lage der Teilscin-tbe Da jedoch beim Anziehen der Teilscheibe bzw. der Spannscheibe ein Drehen der Kugeln emtntt, wobei dieselben meist aus ihrem Teilkreic ? bemsspringen, so ist es vorteilhaft, sowohl die Spannscheibe gegen Verdrehung zu sichern, als auch gleichzeitig auf die Kugeln eine radial nach aussen gerichtete Kraft während dieses Vorganges einwirken zu lassen.
Abgesehen von elastischen, nach aussen wirkenden Einlegeringen lassen sich noch einige andere Vorrichtungen welche im nachstehenden beschrieben werden, zu diesem Zwecke benutzt.
Fig. 12 stellt l'me Einrichtung zum Einführen und Festspannen dar, bei welcher mittels eines Elektromagneten auf die Kugeln 7 während des Anspannens ein radial nach aussen wirkender Zug ausgeübt wird. Die aus unmagnetischem Material hergestellte Kugelteilscheibe 10 liegt in einem sogenannten Topfmagneten 26, 27, dessen Spule 25 während des Anspannens der Spann- Scheibe 77 erregt wird. Der magnetische Kraftlinienschluss wird durch die Unterlagscheibe 14, Kugeln 7 und Spannscheibe 11, Eisenmantel 26 und Eisendeckel27 gebildet.
Es können zweckmässig auch Stifte 28 angeordnet sein, welche ein Drehen der Kugeln beim Anziehen des Mutter-
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kraft treibt die Kugel nach aussen. über der Spannscheibe 11, welche mit einem Mitnehmerstift 37 versehen ist, ist eine durch Riemenantrieb 39, 40 in Bewegung zu setzende Kupplungsscheibe 35 mit Kupplung88tift. 36, in Gabel 38 hängend, angeordnet.
Die Übersetzungsverhältnisse der beiden Riemenantriebe sind nun derart zu wählen, dass zwischen Kugelteilscheibe 10 und Kupplungsscheibe 35 eine geringe Differentialbewegung eintritt, die durch Senken der Kupplungsscheibe 35 unter Berührung der Stifte 36, 37 zum Einschrauben der Spannscheibe 11 in die Kugelteilscheibe 10 benutzt wird, so dass auch während des Anspannens die Wirkung der Fliehkraft aufrecht erhalten bleibt.
Die Anordnung nach Fig. 14 unterscheidet sich von der vorangegangenen dadurch, dass nur die Kugelteilscheibe 10 angetrieben zu werden braucht und die Differentialbewegung zum Einschrauben durch Abbremsen der mit Feingewinde versehenen Spannscheibe 11 hervorgebracht wird.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Teilvorrichtung, gekennzeichnet durch dicht aneinandergereihte Kugeln, in deren Zwischenräume ein entsprechend geformter Schieber eingreift.