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Die Erfindung bezieht sich auf ein Laibungselement gemäss Oberbegriff Patentanspruch 1 und dabei insbesondere auf ein Laibungselement zur Verwendung bei Gebäudefenstern oder Gebäudetüren, die mit einem Rolladen versehen sind, dessen Panzer seitlich in Führungen oder Führungsschienen geführt ist, von denen wenigstens eine an einer Laibung einer die Tür bzw. das Fenster aufweisenden Gebäudeöffnung vorgesehen ist.
Weiterhin bezieht sich die Erfindung auf eine Gebäudetür oder ein Gebäudefenster, welches unter Verwendung wenigstens eines Laibungselementes realisiert ist.
Die Führungsschienen für den Rolladenpanzer eines Rolladens an einer Gebäudetür oder an einem Gebäudefenster werden bisher, soweit diese Führungsschienen an der Laibung der betreffenden Gebäudeöffnung vorgesehen sind, in Nuten angeordnet, die am Gebäude an der Fenster- oder Türlaibung vorgesehen werden müssen, und zwar entweder durch Schlitzen oder Ausstemmen. Dies bedeutet einen erheblichen Arbeitsaufwand. Speziell ist es hierbei auch bekannt, zunächst an der betreffenden Fenster- oder Türlaibung eine Montageschiene vorzusehen, in die dann nach dem Abschluss der Verputzarbeiten die eigentliche Führungsschiene eingesetzt wird.
Aufgabe der Erfindung Ist es, das Anbringen von Montageschienen oder Führungsschienen für Rolläden an Fenster- oder Turlalbungen wesentlich zu vereinfachen. Zur Lösung dieser Aufgabe wird ein Laibungse ! ement entsprechend dem Patentanspruch 1 vorgeschlagen. Fine Gebäudetür oder ein Gebäudefenster ist entsprechend dem Patentanspruch 1 1 ausgebildet.
Mit dem erfindungsgemässen Laibungselement wird der Montageaufwand zum
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! nsektenschutze ! ementeLaibungseiement auch ein zusätzlicher Wärme-und/oder Schallschutz erreicht, so dass das Laibungselement auch als "Thermo-Laibung" bezeichnet wird.
Weiterbildungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche. Die Erfindung wird im Folgenden anhand der Figuren an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert.
Es zeigen : Fig. 1 ein Gebäudefenster mit einem Laibungselement gemäss der Erfindung ; Fig. 2 in vereinfachter Teildarstellung einen Schnitt entsprechend der Linie I - I der
Figur 1 ; Fig. 3 in vergrösserter Teildarstellung einen Schnitt durch das Laibungselement gemäss der Erfindung.
In den Figuren ist 1 ein Gebäudefenster, welches in üblicher Weise aus dem äusseren Stock- oder Blendrahmen 2 sowie aus dem an diesem Blendrahmen schwenkund/oder kippbar vorgesehenen Flügel 3 mit Verglasung, vorzugsweise Isolierverglasung besteht.
Oberhalb des in einer Maueröffnung 4 der Gebäudewand 5 montierten Fensters befindet sich ein Rolladenkasten 6, der Bestandteil eines Rolladens ist und in dem in üblicher Weise die Rolladenwelle 7 für den Rolladenpanzer 8 aufgenommen 1St.
In der Maueröffnung 4 bzw. an dortigen vertikalen Laibungen ist eine bei der dargestellten Ausführungsform von einem U-Profil aus Metall, beispielsweise aus Aluminium, aus Kunststoff oder aus einem anderen Material bestehende Halteschiene 9 vorgesehen, die sich von der Unterseite der Öffnung 4 bis in den Rolladenkasten 6 hineinerstreckt. In dieser zur Maueröffnung 4 hin offenen Montageschiene 9 Ist eine ebenfalls von einem U-Profil gebildete und zur Maueröffnung 4 hin offene Führungsschiene 10 für den Rolladenpanzer 8 montiert.
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Wie insbesondere Figuren 2 und 3 zeigen, sind die vertikalen Begrenzungen bzw.
Laibungen der Maueröffnung 4 jeweils von einem plattenförmigen Laibungselement 11 gebildet, welches aus einem geeigneten, thermisch isolierenden Material gefertigt Ist und in dem bereits die Montageschiene 9 eingebettet ist.
Als Material für die Herstellung des Laibungselementes 11 eignen sich z. B. geschäumte Kunststoffe, wie z. B. Polystyrol, PUR-Schaum, Holzmaterialien, z. B.
Holz-Fasermaterialien mit geeigneten Bindemitteln, z. B. mit anorganischen bzw. hydraulischen oder organischen Bindemitteln, Leicht- oder Blähbeton, oder aber Materialien, die z. B. in Mischung mit einem geeigneten Binder, z. B. anorganische oder organische Binder, auch in Form von Kunststoffschaum, Füller oder Partikel in Form von Blähton, Blähbeton usw. enthalten.
Durch entsprechende Materialauswahl und/oder durch entsprechende Oberflächengestaltung ist das Laibungselement 11 so ausgebildet, dass dessen Oberflächen eine gute Putzhaftung garantieren.
Die Montageschiene 9 ist so in das Laibungselement 11 bzw. dessen Material eingesetzt bzw. eingebettet, dass diese U-förmige Schiene 9 mit den freien Rändern ihrer Schenkel 9'über eine Oberflächenseite 12 des Laibungselementes 11 um einen vorgegebenen Betrag vorsteht, der gleich oder in etwa gleich dem üblichen Putzauftrag 16 Ist und dabei beispielsweise 20 mm betragt. Der Jochabschnitt 9" der U-förmigen Montageschiene 9, der (Jochabschnitt) die beiden senkrecht zur Ebene der Oberflächenseite 12 angeordneten Schenkel 9 miteinander verbindet, liegt parallel zur Oberflächenseite 12 und auch zu der weiteren Oberflächenseite 1. 3 des Laibungselementes 11, und zwar mit Abstand von der Oberflächenseite 13 innerhalb des Laibungselementes 11.
Die Montageschiene 9 erstreckt sich uber die gesamte Länge des Laibungselementes 11, und zwar parallel zu den beiden Längsseiten 14 und 15 des Laibungselementes 1 1. Der Abstand der Montageschiene 9 von den beiden Längsseiten 14 und 15 ist unterschiedlich, und zwar entsprechend der Anordnung der Montageschiene 9 in der Fenster-bzw. Gebäudeöffnung 4.
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Die Breite des Laibungselementes 11, d. h. der Abstand zwischen den beiden Längsseiten 14 und 15 ist so gewählt, dass sich das Laibungselement 11 nach seiner Montage über die gesamte Breite der Laibung der Gebäudeöffnung 4 von der Gebäudeaussenseite an die Gebäudeinnenseite erstreckt, allerdings derart, dass auch auf die beiden Längsseiten 14 und 15, von denen sich bei montiertem Laibungselement 11 die den grösseren Abstand von der Montageschiene 9 aufweisende Längsseite 14 an der Gebäudeinnenseite und die den kleineren Abstand von der Montageschiene 9 aufweisende Längsseite 15 an der Gebäudeaussenseite befindet, noch der Putzauftrag 16 bündig mit den angrenzenden Flächen möglich ist.
Die Montage der beiden Laibungselemente 11 in einer Gebäudeöffnung 4 erfolgt beispielsweise nach dem Einbau des Rolladenkastens 6 aber vor dem Einbau des Fensters 1. Für den Einbau werden die Laibungselemente 11 auf die erforderliche Höhe ablängen, sofern dies notwendig ist, so dass die Laibungselemente 11 dann jeweils von der Unterseite der Gebäudeöffnung 4 bis an die Unterseite des Rolladenkastens 6 reichen. Mit geeigneten Mitteln, beispielsweise durch Kleben oder Schäumen wird jedes Laibungselement 11 mit seiner Oberflächenseite 13 an der vom Mauerwerk gebildeten Seiten- oder LaibungsflÅache der Gebäudeöffnung 4 befestigt, beispielsweise durch Kleben und/oder unter Verwendung von Schlagdùbeln usw.
Der Raum zwischen dem laibungselement 11 und dem Mauerwerk wird mit einem thermisch isolierenden Material ausgefüllt, beispielsweise mit PU-Schaum ausgeschäumt. Nach der Montage der Laibungselemente 11 wird der Blendrahmen 2 des betreffenden Fensters 1 in der üblichen Welse gesetzt und unter Verwendung von Keilen und Befestigungselementen ausgerichtet montiert und der Raum bzw. Spalt zwischen dem Blendrahmen 2 und den angrenzenden Flachen wärme- und schallisoliert, {beispielsweise wiederum unter Verwendung von PU-Schaum.
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Die Erfindung wurde voranstehend an einem Ausführungsbeispiel beschrieben. Es versteht sich, dass zahlreiche Änderungen sowie Abwandlungen möglich sind, ohne dass dadurch der der Erfindung zugrundeliegende Erfindungsgedanke verlassen wird.
So ist es beispielsweise möglich, anstelle einer Einfach-Montageschiene 9 auch eine Mehrfach-Montageschiene vorzusehen, beispielsweise eine Doppel-Montageschiene, die dann nicht nur die Montage einer Führungsschiene für den Roftadenpanzer, sondern zugleich auch die Montage einer Führungsschiene für ein Insektenschutzgitter bzw. -rollo ermöglicht.
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im Zusammenhang mit einem Gebäudefenster beschrieben. Selbstverständlich eignet sich das erfindungsgemässe Laibungselement auch zur Verwendung bei Gebäudetüren, insbesondere Gebaudefenstertüren, an denen Rolläden vorgesehen sind.