AT58172B - Verfahren zur Herstellung von Lagerbier. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Lagerbier.Info
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- Distillation Of Fermentation Liquor, Processing Of Alcohols, Vinegar And Beer (AREA)
Description
<Desc/Clms Page number 1> EMI1.1 EMI1.2 <Desc/Clms Page number 2> einem abgesonderten Teil der Maische oder Würze erzeugt wird, den man nach Art des Ansatzes der Spiritus- oder Kunsthefeerzeugung unter Bedingungen behandelt, die auf den Eintritt einer sehr erheblichen reinen Säuerung dieses beschränkten Anteiles gerichtet sind. Indem das Verfahren die Säurebildung im wesentlichen nicht moder Hauptmaische selbst vor sich gehen lässt, sondern in einen derartigen Ansatz verlegt, gelingt es, die Säuerungszeit der Hauptmaische derart zu beschränken, dass kein zu weit gehender Abbau der Eiweisskörper eintritt. Überdies wäre in Betrieben, die mit karbonatreichen Wässern zu rechnen haben, wenn die gesamte Säure oder die Hauptmenge derselben erst in der Maische erzeugt würde, Lösung des Hülsengerbstones, Oxydation desselben und infolgedessen Zufärbung schon eingetreten, ehe eine genügende Menge Milchsäure entstanden ist ; die volle Wirkung der Milchsäure kann also nur erwartet werden, wenn, wie dies das erfundene Verfahren vorsieht, beim Beginn des Maischprozesses schon so viel Milchsäure vorgebildet vorhanden ist, als zum Ausgleich der schädlichen Wirkung der Karbonate erforderlich ist. In der Brennerei und Kunsthefefabrikation dient die Bereitung des Ansatzes bekanntlich nur zur Herstellung einer entsprechenden Menge von Milchsäure als Spaltpilzgift ; am Schlusse der Säuerung werden die Milchsäurebakterien durch Sterilisierung in der Regel so weit als irgend tunlich unschädlich gemacht. Für die Bereithaltung einer Milchsäurekultur zur Infektion der Hauptmaische kann das beschriebene Verfahren, das die Pilze durch Einwirkung der gebildeten Säure und höherer Temperaturen schwächt, soweit es sie nicht überhaupt zum Absterben bringt, also gewiss nicht als das geeignete erscheinen. Dennoch bietet es nach mehrjährigen, praktischen Erfahrungen die beste, wenn nicht die einzige Form, in der durch Milchsäurebildung alle unliebsamen Folgen, die au, dem Karbonatgehalt dc Brauwassers entspringen, vermieden werden und auch ganz abgesehen davon Qualität und Geschmack des Bieres günstig beeinflusst werden können. Insbesondere hat es sich auch gezeigt, dass eine zu weit gehende Proteolyse der Gesamtmaische hintangehalten wird, indem durch das Verfahren die Vollmundigkeit und Schaumhaltigkeit des Bieres nicht nur nicht vermindert, sondern sogar erhöht wird. Zur Ausführung des Verfahrens wird zweckmässig ein entsprechender Teil der Maische oder Würze (etwa 5 bis 200 c pro kg Malz) in der an sich bekannten Weise durch Zusatz von Milchsäurereinkulturen infiziert und bei der für das betreffende Milchsäurebakterium günstigsten EMI2.1 Säuerung ein Sinken der Temperatur vermieden wird, bis eine ganz erhebliche Menge reiner Milchsäure gebildet ist. Die Grösse des Ansatzes bestimmt sich vor allen Dingen durch die Beschaffenheit des Brauwassera, weiters durch die der Branmaterinlien selbst. Dieser gesäuerte Anteil der Maische oder Würze wird sodann der Gesamtmaische vor der Verzuckerung, und zwar vorteilhaft schon am Beginn des Maischprozesses, zugefügt, so dass er also auch zur Einleitung der Säuerung in dem Maischgute dient. Durch die beim Abmaischen erreichten Temperaturen werden die Milchsäurepilze praktisch unschädhch gemacht, so dass der Prozess mit diesem Abschnitte des Verfahrens beendet ist. Wird ein erheblicher Teil der Maische der Vorsäuerung unterworfen, so kann es sielt unter Umständen empfehlen, die Milchsäurepilze vor dem Zusatz zur Hauptmaische durch Erwärmen unwirksam zu machen, um einen Fortgang der Säuerung auszuschliessen. Gemäss einer anderen. allerdings minder günstigen Ausführungsform wird ein Teil der Würze, beispielsweise der Vorderwürze, in gleicher Weise, wie dies oben beschrieben wurde, mit rem gezüchteten Milchsäurepilzen gesäuert und sodann mit der im Hopfenkessel befindlichen (jesamtwurze vereinigt. Unter bestimmten Betriebsverhältnissen kann es erwünscht sein, die Mikroorganismen in der als Ansatz benutzten Maische oder Würze vor der Infektion mit Milchsäurebakterien durch Erwärmen unschädlich zu machen. Durch das erfundene Verfahren wird. abgesehen von dem bereits erwähnten günstigen Einfluss auf den Geschmack, die Vollmundigkeit und die Schaumhaltigkeit des Bieres. auch die zufarbende Wirkung der im Brauwasser enthaltenen Alkali-und Erdalkalikarbonate aufgehoben, wodurch z. B. auch die Erzeugung von hellem Bier aus verhältnismässig d1nklerem, höher abgedarrtem Malz zugunsten der Qualität ermöglicht wird. Desgleichen wird die Ausbeute. die Beständigkeit des Bieres gegen hohe und tiefe Temperaturen und seine Widerstandsfähigkeit gegen den Einfluss von Mikroorganismen gesteigert. Hiezu kommt noch das folgende : Bekanntlich wird in den englishen Brauereien und in jenen Brauereien. die mit Rohfrucht arbeiten, ein langgewachsenes Malz. das auch sehr lange auf der Tenne gelegen ist und langsam gedarrt wurde, bevorzugt, und zwar wesentlich mit Rücksicht auf seinen höheren Säuregehalt. Die konnuentale Bierfabhkation kommt wegen des zu weit gehenden Abbaues sowie aus Gründen EMI2.2 <Desc/Clms Page number 3> EMI3.1 Hand in Hand damit geht, dass das Bier jünger zum Ausstösse gelangt, wodurch bekanntlich die durch das Altern bedingte Zunahme der Säure nicht voll zur Geltung kommen kann. EMI3.2 vollkommen begegnet. Der gesteigerte Wert des Verfahrens insbesondere für jene Brauereien, die mit Rohfrucht arbeiten, bedarf keiner weiteren Erläuterung.
Claims (1)
- PATENT. ANSPRUCH : Verfahren zur Herstellung von Lagerbier unter Milchsäurebildung durch Hervorrufen der Pilzsäuerung in der Maische oder Würze, dadurch gekennzeichnet, dass zwecks Verhütung eines unerwünscht weit gehenden Eiweissabbaues bei der Säuerung der Hauptmaische aus einem Teil der Maische oder Wiirze ein Ansatz nach Art der Spiritus- oder Presshefefabrikation her- EMI3.3 dass die Säuerung der Hauptmaische nur noch verhältnismässig kurze Zeit erfordert oder auch ganz unterbleiben kann.
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