AT58022B - Verfahren zur Herstellung von Schallplatten für Sprechmaschinen. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Schallplatten für Sprechmaschinen.Info
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Description
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Verfahren zur Herstellung von Schallplatten für Sprechmaschinen.
Auf Grund der Erkenntnis, dass Schellack von allen bisher für den gleichen Zweck verwendeten Stoffen sich am besten als Material zur Aufnahme der Schallaufzeichnung bei Sprechmaschinenscballplatten und für eiiie saubere Wiedergabe der aufgezeichneten Töne eignet, hat man bereits solche Schallplarten hergestellt, bei denen die für die Schallaufzeichnung und-wiedergabe bestimmte Plattenssäche an demjenigen Teile, der unmittelbar die Schalleindrücke aufnehmen soll, aus einer Schicht reinen Schellacks besteht und unterhalb dieses Teiles in eine schellackfreie oder schellackärmere Grundschicht übergeht.
Die bisher bekannten Herstellungsverfahren weisen aber den Nachteil auf, dass man für die Oberschicht, um sie für alle Fälle genügend stark zu bekommen, damit die Grundschicht nirgends in die obere hineintritt, verhältnismässig viel von dem kostspieligen Schellack verwenden muss.
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keit bietet, die aus reinem Schellack (oder einem etwaigen Ersatzmittel für dieses) bestehende Oberschicht dünner als bisher nötig zu machen und andererseits mit einer
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nur mit einer Unterlage vereinigt und ihnen die Schalleindrücke eingepresst zu werden brauchen, oder dass sie gleich von vornherein als mit der Unterlage schon vereinigte Arbeitsstücke hergestellt werden, in die man später nur noch die Schalleindrücke einzupressen braucht.
Zu diesem Zweck verfährt man gemäss der Erfindung zweckmässig in der Weise.
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Schellackpulver bestreut und dieses durch erwärmen zum Anhaften bringt. Im einen wie im anderen Falle erhält man so eine Papierscheibe, die das Aussehen von Sandpapier hat, indem die kleinen Schellackkörnchen dicht nebeneinander an der Papieroberfläche haften. Die so überzogenen Papierscheiben können auf Vorrat fertig gearbeitet werden,
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Die Fertigstellung der Schallplatte geschieht dann in der Weise, dass man die mit Selhellnckpulver eingestäubten Papierblätter mit der Schellackseite nach unten auf dle erwärmte Formmatrize legt, eine geeignete Unterlage darauf deckt und nun das Ganze in bekannter Weise presst.
Die Unterlage kann aus bekannten Stoffen bestehen, wie beispielsweise aus den
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lageu des plastischen Materials. Diese Papierblätter kann man im wesentlichen in gleicher Wotse wie dan ersterwähnte, für die obere Fläche der Schallplatte bestimmte Papicrhlatt behandeln, nur dass man an Stelle des kostspieligen Schellacks einen liUligeron Stoff nimmt.
Man kann auch zwischen zwei Papierblätter in das plastische Material einen webestoff, beispielsweise Musselin, einbetten. Dieser wirkt dann dahin, der Entstehung von Blasen vorzubeugen, indem von ihm etwaige zwischen die Papierblätter gelangte Luft
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unter Anwendung von Wärme und Druck miteinander vereinigt, wobei gegebenenfalls in demselben Arbeitsgang das Einpressen der SohtHeindrücko in die obere Fläche der Schallplatte erfolgen kann.
Statt die Unterlage auf das mit Schellack eingestäubte Papierblatt zu bringen, während dieses auf der Formmatrize liegt und dadurch das Ganze gleichzeitig mit dem Einpressen der Schalleindrücke zu vereinigen, kann man auch zunächst nur das mit Schellack eingestäubte Papierblatt mit der Unterlage zu einem Stück vereinigen und auf diese Weise einstweilen nur gebrauchsfertige Arbeitsstücke auf Vorrat herstellen, in die dann später die Schalleindrücke der Matrize eingepresst werden. Das Verfahren beschränkt sich nicht unbedingt auf die Verwendung eines Pulvers oder sonstigen Stoffes, der gerade Schellack enthält.
Das Verfahren bietet folgende Vorteile : Est ist ungemein billig. Die zum Überziehen des Papiers erforderliche Menge Pulvers beträgt nur etwa 15 bis 20 g, während die geringste Gewichtsmonge, die man bei dem bisherigen Verfahren verwenden kann, etwa 60 9 beträgt.
In einem Fabrikbetriebe, in dem Hunderte von Arbeiter an den Pressen beschäftigt sind, ist überdies ein grösserer Materialverlust infolge Unachtsamkeit beim Arbeiten unvermeidlich, während bei Anwendung des vorliegenden Verfahrens in solchem Betriebe die Herstellung der mit Schellack eingestäubten Papierblätter in einem besonderen Raume von allein für diese Arbeit geschulten Leuten besorgt werden kann, die nichts anderes zu tun haben.
Hieraus ergibt sich eine Kostenersparnis von mindestens 75010 an Schellackpulver, was bei der Herstellung von Schallplatten einen ganz erheblichen Posten ausmacht. Dazu kommt, dass die Schallplatten sich nach diesem Verfahren weit schneller herstellen lassen, als nach dem alten, ganz abgesehen davon, dass das Papier die Schallplatten, wie es scheint, steifer und dauerhafter worden lässt.
Bei der Zusammensetzung der Schallplatten aus mehreren miteinander vereinigten Papierblättorn verringert sich die Stärke und das Gewicht der Platte um etwa die Hälfte.
Dies bedeutet nicht allein eine erhobliche Ersparnis an Material, sondern auch an Lager- raum und Versandkoston. Uio so erzeugten Schallplatten sind überdies nicht zerbrechlich, steif und bröckelig wie dio bisherigen, sondern widerstandsfähig und elastisch.
PATENT. ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zum Herstellen von Schallplatten für Sprechmaschinen, dadurch gekennzeichnet, dass man ein Papierblatt mit einer zur Aufnahme der Schallaufzeichnungen bestimmten Masse überzieht und es mit einer Unterlage aus plastischer Masse vereinigt.
Claims (1)
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man zum Überziehen des Papierl) lattes eine Schellackmasse verwendet und in diesen Überzug des auf der Unterlage aus plastischer Masse befindlichen Blattes die Schalleindrücke einpresst.3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass man das mit dem Überzug für die Schallaufzeichnungen versehene Papierblatt mit einer aus einem oder mehreren Papierblättern nebst Zwischlagen von plastischer Masse zusammengesetzten Unterlage vereinigt und die Schalleindrücke einpresst.4. \'erfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass man in das plastische Material zwischen je zwei Papierblättern einen Gewebestoff einbettet, der die etwa hineingelangten Luftblaschen aufnehmen soll.5. Verfahren nach Anspruch l bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass man auf dem Papierblatt die zur Aufnahme der Schallaufzeichnungen bestimmte Oberfläche in der Weise herstellt, dass man entweder einem vorher mit Schellacldösung überzogenen Papierblatt trockenen Schollack in Pulverform aufstreut, oder dass man in gleicher Weise mit einem noch nicht überzogenen Papierblatt verfährt und auf diesem den Schellack durch Erwärmen zum Anhaften bringt.
Applications Claiming Priority (1)
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| AT58022T | 1907-03-27 |
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