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Einrichtung zur Erzielung einer gleichmässigen Längsnaht bei elektrisch geschweissten
Rohren.
Bei Rohrschweissmaschinen wird jede der beiden neben der Naht angeordneten Elektroden unabhängig von der anderen gegen das Rohr angedrückt und dieser Druck muss ziemlich erheblich sein, damit ein guter Kontakt zwischen Elektrodeurollen und Rohr aufrecht erhalten bleibt. Bei mit einer solchen Maschine angestellten Versuchen hat sich ergeben, dass besonders, wenn die Wandstärke im Verhältnis zum Rohrdurchmesser klein ist, also beispielsweise nur 5% des Rohrdurchmessers betragt. die fertig geschweisste Naht deutliche Unregelmässigkeiten derart zeigt, dass das Rohrmaterial an manchen Stellen auf der einen Seite tiefer heruntergedrückt ist als auf der anderen.
Der Grund für diese unerwünschte Erscheinung kann nur in der verschiedenen Nachgiebigkeit des Rohrmaterials gefunden werden. Die Leitfähigkeit des Materials für den Strom ist wahrscheinlich nicht unerheblichen Schwankungen unterworfen, so dass zum Beispiel das an der einen Seite der Naht befindhche Material schlechter leitet, als das auf der anderen Seite beflndliche, demgemäss heisser wird und dem Drucke der Rolle mehr nachgibt. Die Supporte, an denen die Rollen sitzen, gestatten diesen letzteren, obwohl sie ziemlich massig sind, um durch den Strom nicht zu sehr erhitzt zu werden, doch eine gewisse Federung und diese reicht aus, die angedeuteten Unregelmaigkeiten der Naht möglich zu machen. Die Unregelmässigkeiten sind derart. dass sie sich auch z.
B. durch nachfolgendes Ziehen nicht beseitigen lassen.
An solchen unregelmässig geschweissten Stellen ist auch das Rohr schwacher als an den anderen regelmässig geschweissten Nahtstellen, weil die stumpf aneinander stossenden Nahtnachen hier gegeneinander in radialer Richtung mehr oder weniger \erschoben sind. der Querschnitt der betreffenden Schweissstelle also vermindert ist.
!) or Gegenstand der vorliegenden Erfindung soll diesen angedeuteten Mangel ver- meiden. Die beiden Elektrodenrollen werden, mögen sie nun in bekannter Weise mit- einander einen Winkel einschliessen, oder parallel nebeneinander angeordnet sein, derart starr miteinander verbunden, dass sie gezwungen sind, alle quer zur geometrischen Rohr- achse erfolgenden Bewegungen gleichzeitig und in gleichem Masse auszuführen. Wenn dann auch die eine Seite der Naht im höheren Grade glühend wird wie die andere, so kann doch die auf der betreffendon Seite befindliche Elektrode nicht zu tief heruntergehen, weil sie daran durch die andere Elektrode gehindert wird. Diese erhalt nur einen entsprechend
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Es hat sich gezeigt, dass Unregelmässigkeiten mit blossem Auge nicht mehr erkennbar waren.
Die Zeichnung veranschaulicht schematisch zwei Ausführungsbeispiele der vorliegenden Erfindung. Beide Figuren stellen Querschnitte dar. In Fig. 1 schliessen die beiden Elektrodenrollen b und c in bekannter Weise einen Winkel miteinander ein. a ist das zu schweissende Rohr. Die Elektrodenrollen ruhen in den Lagern d, e derart, dass der Strom (gewöhnlich
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Wechselstrom) aus den Lagern in die Rollenachsen und von hier aus in die Rollen selbst eintreten kann. Die Böcke d, e, in denen sich die Rollenachsen drehen, sind voneinander isoliert an einer Traverse f befestigt, die durch einen Gewichtshebel g mittels der Stange h niedergedrückt werden kann. Der Hebel kann sich in dem festen Lager t drehen.
Die Ausführung nach Fig. 2 unterscheidet sich von derjenigen nach Fig. 1 nur dadurch, dass an Stelle des Gewichtshebels ein durch eine Feder j angezogener Hebel verwendet wird, und dass die Elektrodenrollen parallel zueinander liegen.
Zu der Verwendung eines Gewichtshebels oder einer Feder j liegt ein zwingender Grund nicht vor. Man kann die Traverse l bzw. die Stange h auch durch eine Schraube auf und nieder bewegen. Diese letztere Anordnung ist dann verhältnismässig starr gegen- über der durch Fig. 1 und 2 veranschaulichten. Die elastische Andrückung ist wünschenswert, weit man den Druck, mit welchem die Elektroden auf das Rohr einwirken, feiner regulieren kann.
Die vorgebogeaen Rohre sind auch oft nicht auf der ganzen Länge von gleichem Querschnitt, so dass die Naht an manchen Stellen etwas höher liegt, wie an anderen. Derartigen Unregelmässigkeiten können sich die Elektroden, wenn sie durch nachgiebige Mittel auf das Rohr gedrückt werden, besser anpassen.