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Die Erfindung bezieht sich auf einen Münzspender mit einem Gestell, das um eine Achse einer Grundplatte verteilte, achsparallele Aufnahmen für Stapel von Münzen gleicher Grösse bildet, und mit Federn zum Andrücken der Münzenstapel an stirnseitige Münzanschläge auf der der Grundplatte abgekehrten Seite der Aufnahmen, die im Bereich der Münzanschläge einerseits radiale Entnahmeöffnungen für die jeweils am Münzanschlag anliegenden Münzen und anderseits in diese Entnahmeöffnungen übergehende, stirnseitige Zugriffsöffnungen aufweisen.
Um nach ihrem Wert sortierte Münzen in einfacher Weise für den Zahlungsverkehr zur Verfügung stellen zu können, ist ein Münzspender bekannt (US 5492504 A), der in einem Gestell achsparallele Aufnahmen für Stapel von Münzen gleicher Grösse und damit gleichen Wertes bildet. Innerhalb der Aufnahmen sind in einer Grundplatte des Gestells axial verschiebbar gelagerte Stempel vorgesehen, die als Auflageteller für die Münzen dienen und mit Hilfe je einer Schraubenfeder gegen die Aufnahmen begrenzende Münzanschläge gedrückt werden.
Da die die Münzen randseitig übergreifenden Münzanschläge zwischen sich eine Zugriffsöffnung freigeben, kann die jeweils oberste, an den Münzanschlag angedrückte Münze eines Münzenstapels über die Zugriffsöffnung vorzugsweise mit Hilfe des Daumens über eine umfangseitig an die Zugriffsöffnung anschliessende Entnahmeöffnung radial aus der Aufnahme ausgeschoben werden, wobei der federbelastete Stempel die im Stapel nachfolgende Münze in die anschlagbegrenzte Entnahmestellung fördert. Zum Laden des Münzspenders werden die Münzen einzeln über die Entnahmeöffnungen in die Aufnahmen radial eingeschoben, und zwar unter einer entsprechenden Druckbelastung des Stempels, um diesen um die Dicke der
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Münze gegen die Kraft seiner Beaufschlagungsfeder zu verlagern.
Nachteilig bei dieser bekannten Konstruktion ist vor allem, dass mit dem Vorsehen von in der
Grundplatte verschiebbar gelagerten Stempeln und ihren Belastungsfedern ein entsprechender Konstruktionsaufwand verbunden ist, der ein entsprechendes
Gewicht des Münzspenders nach sich zieht.
Der Erfindung liegt somit die Aufgabe zugrunde, einen Münzspender der eingangs geschilderten Art so auszugestalten, dass sich eine Konstruktionsvereinfachung mit einer Gewichtsreduktion ergibt, ohne die einfache Handhabung zu gefährden.
Die Erfindung löst die gestellte Aufgabe dadurch, dass die Federn aus Federzungen bestehen, die von einem gemeinsamen, im Gestell befestigten Mittelstück sternförmig abstehen und an ihren freien, in die Aufnahmen ragenden Enden mit Auflagetellern für die Münzenstapel versehen sind.
Da die Federn zum Andrücken der Münzenstapel an die Münzanschläge der Aufnahmen aus Federzungen bestehen, die sternförmig von einem gemeinsamen Mittelstück ausgehen, ergibt sich eine einfache Konstruktion, weil lediglich das gemeinsame Mittelstück der Federzungen im Gestell zu befestigen ist. Mit der Ausbildung von Auflagetellern an den freien Enden der Federzungen entfällt dar- über hinaus die Notwendigkeit, geführte Stempel vorsehen zu müssen, so dass nicht nur der Konstruktionsaufwand erheblich verringert wird, sondern auch eine spürbare Gewichtsreduktion erreicht werden kann. Die mit der Verlagerung der Federzungen einhergehende Neigungsverstellung der Auflageteller für die Münzenstapel spielt keine Rolle, weil die Münzenstapel beim Andrücken an die Münzanschläge genau ausgerichtet werden.
Zur weiteren Konstruktionsvereinfachung kann das Gestell aus der Grundplatte und einer mit der Grundplatte über Abstandhalter verbundenen Deckplatte bestehen, die als Münzanschlag dient und randseitige Ausnehmungen zur Bildung der Zugriffsöffnungen aufweist, wobei die Aufnahmen durch Abstandhalter gebildet sind, zwischen die die Federzungen ragen. Zur Bildung der Aufnahmen für die Munzenstapel brauchen lediglich die Abstandhalter entsprechend verteilt angeord-
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net zu werden, um jeder Aufnahme zumindest drei die Münzenstapel zwischen sich axial führende Abstandhalter zuzuordnen. Es ist lediglich darauf zu achten, dass die Münzen in radialer Richtung gehalten werden, so dass nur die jeweils ober- ste Münze eines Münzenstapels durch die entsprechend weite Entnahmeöffnung aus der Aufnahme entnommen werden kann.
Die randseitigen Ausnehmungen der
Deckplatte bieten dabei vorteilhafte Handhabungsbedingungen für das Entnehmen einer Münze. Sind die Abstandhalter als aus der Grundplatte ausgestanzte und ausgebogene Stege ausgebildet, so erübrigt sich eine Befestigung der Abstand- halter an der Grundplatte. Es braucht lediglich die Deckplatte auf die Abstandhalter aufgesetzt und mit den Abstandhaltern verbunden zu werden, was in bewährter
Weise durch eine Nietverbindung erreicht werden kann.
Obwohl das gemeinsame Mittelstück der Federzungen in unterschiedlicher Weise im Gestell befestigt werden kann, ergeben sich besonders einfache Konstruktionsverhältnisse, wenn die Befestigung dieses Mitteistückes mit Hilfe eines mittleren, zwischen Grund-und Deckplatte eingesetzten Abstandhalters erfolgt, weil in diesem Fall das Mittelstück entweder zwischen dem Abstandhalter und der Grundplatte oder den Teilen eines geteilten Abstandhalters eingespannt werden kann Bilden die Abstandhalter die Aufnahmen für die Münzenstapel, so muss der gegenseitige Abstand benachbarter Abstandhalter einer Aufnahme kleiner als der Durchmesser der für diese Aufnahme vorgesehenen Münzen sein, damit die Münzen radial festgehalten werden.
Trotz dieser Forderung müssen die Münzen Im Bereich der Entnahmeöffnung zwischen den Abstandhaltern aus den Aufnahmen entnommen werden können. Zu diesem Zweck können die äusseren der die Aufnahmen ergebenden Abstandhalter im Anschluss an die Deckplatte einspringende Aussparungen zur Bildung der Entnahmeöffnungen aufweisen.
Besonders vorteilhafte Konstruktionsbedingungen ergeben sich in diesem Zusammenhang, wenn zwischen den Münzanschlägen und den Entnahmeöffnungen der Aufnahmen ein axialer Abstand kleiner als die Dicke einer Münze vorgesehen wird, weil bei einer solchen Anordnung weder die oberste, am Münzanschlag anliegende Münze noch die nachfolgende Münze aus der Entnahmeöffnung austreten können, was eine sichere Münzhalterung selbst dann erlaubt, wenn der Münzspender Erschütterun-
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gen oder stossartigen Belastungen ausgesetzt ist, wie sie beispielsweise bei einem fallbedingten Aufprall auftreten.
Zur Entnahme einer Münze ist folglich zunächst ein ausreichender Druck auf die oberste Münze auszuüben, um den Münzenstapel gegen die Kraft der zugehörigen Federzunge vom Münzanschlag abzuheben, bis die Entnahmeöffnung erreicht ist und die Münze in radialer Richtung aus der Auf- nahme ausgeschoben werden kann.
In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand beispielsweise dargestellt. Es zeigen Fig. 1 einen erfindungsgemässen Münzspender in einer Draufsicht, Fig. 2 einen achsnormalen Schnitt durch den Münzspender, Fig. 3 einen Schnitt nach der Linie 111-111 der Fig. 1 in einem grösseren Massstab und Fig. 4 den Münzspender ausschnittsweise in einer Seitenansicht in Richtung des
Pfeiles IV-IV der Fig. 1 ebenfalls in einem grösseren Massstab.
Der Münzspender gemäss dem dargestellten Ausführungsbeispiel weist ein Gestell 1 auf, das aus einer Grundplatte 2 und einer Deckplatte 3 besteht, die mit der Grundplatte 2 über Abstandhalter 4 verbunden ist. Diese Abstandhalter 4 werden aus Stegen 5 gebildet, die als Teil der Grundplatte 2 aus dieser aufgebogen sind. Dies bedeutet, dass die innerhalb der Umrisslinie der Grundplatte 2 angeordneten Stege 5 aus der Grundplatte 2 ausgestanzt werden müssen. Die nach dem Aufbiegen der Stege 5 verbleibenden Stanzlöcher sind in der Fig. 2 mit 6 bezeichnet. Aus der Umrissform der Stanzlöcher 6 lässt sich erkennen, dass die Stege 5 an ihren freien Enden Steckansätze bilden, die in Durchtrittsöffnungen der Deckplatte 3 eingreifen und Nietköpfe 7 formen, wie sie in der Fig. 1 angedeutet sind.
Die durch die Stege 5 gebildeten Abstandhalter 4 begrenzen Aufnahmen 8 für Stapel von Münzen 9 jeweils gleicher Grösse. Diese Münzen 9 werden mit Hilfe von Federzungen 10 gegen Münzanschläge 11 gedrückt, die durch einen die jeweils oberste Münze 9 eines Stapels übergreifenden Randabschnitt von randseitigen Ausnehmungen der Deckplatte 3 gebildet werden, wie dies insbesondere den Fig. 1 und 3 entnommen werden kann. Diese randseitigen Ausnehmungen der Deckplatte 3 bilden
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Zugriffsöffnungen 12 für die jeweils oberste Münze 9 eines Münzenstapels.
Zur
Entnahme der jeweils obersten Münze 9 aus einer Aufnahme 8 weisen die äusseren der jeweils eine Aufnahme 8 bestimmenden Abstandhalter 4 im Anschluss an die
Deckplatte 3 einspringende Aussparungen 13 auf, die Entnahmeöffnungen 14 für die jeweils oberste Münze 9 freigeben.
Die Federzungen 10 stehen von einem gemeinsamen, auf der Grundplatte 2 befestigten Mittelstück 15 ab, das mit einer Hülse 16 als mittlerer Abstandhalter 4 auf der Grundplatte 2 festgehalten wird. Die Klemmkräfte werden dabei entsprechend der Fig. 3 über eine Klemmschraube 17 aufgebracht. Die freien Enden der Federzungen
10 verbreitern sich zu Auflageteller 18 für die Münzen 9.
Um eine Münze 9 dem Münzspender entnehmen zu können, muss diese Münze vorzugsweise mit Hilfe des Daumens über die randseitige Zugriffsöffnung 12 in der Deckplatte 3 erfasst und radial durch die Entnahmeöffnung 14 aus der jeweiligen Aufnahme 8 ausgeschoben werden. Wie der Fig. 4 entnommen werden kann, ist zwischen dem Münzanschlag 11 und der Entnahmeöffnung 14 ein Abstand d vorgesehen, der kleiner als die Dicke einer Münze ist. Dies bedeutet, dass die oberste Münze 9 des jeweils vorhandenen Münzenstapels zunächst um den Abstand d gegen die Kraft der Federzunge 10 vom Münzanschlag 11 weg verlagert werden muss, bevor die Münze aus der Aufnahme 8 radial ausgeschoben werden kann.
Diese Massnahme hat den Vorteil, dass in der Anschlaglage der obersten Münze 9 weder diese noch die nachfolgende Münze durch die Entnahmeöffnung 14 aus der jeweiligen Aufnahme 8 austreten kann, was eine hohe Sicherheit gegen einen unbeabsichtigten Austritt einer Münze 9 aus einer Aufnahme 8 mit sich bringt.
Zum Laden des Münzspenders sind die Münzen 9 einzeln durch die Entnahmeöffnungen 14 in die Aufnahmen 8 radial einzuschieben, wobei eine entsprechende Druckkraft zur Verlagerung der Federzungen 10 aufgebracht werden muss.