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Die Erfindung betrifft eine Fussplatte zur Halterung einer Standplatte eines Standbeines eines Zelts.
Zelte, die mittels Standbeinen auf dem Untergrund aufgestellt sind, sind in unterschiedlichen Ausführungsformen bekannt. Solche Zelte können mit oder ohne Seitenwände ausgebildet sein.
Weiters kann die Tragkonstruktion eines solchen Zeltes zusammenklappbar ausgebildet sein, um einen raschen Auf- und Abbau des Zeltes zu ermöglichen. Solche Konstruktionen zeigen u. a die EP 0 514 574 B1, CH 675 446 A5, US-PS 4, 607, 656 und GB 2 185 273 A. Beispielsweise können die Standbeine dabei durch Scherenglieder bildende Streben miteinander verbunden sein, wobei die eine Strebe eines jeweiligen Scherengliedes an einem fix mit dem oberen Endbereich des Standbeines verbundenen Träger schwenkbar verbunden ist und die andere Strebe schwenkbar mit einem entlang des Standbeins verschiebbar gelagerten Gleiter verschwenkbar verbunden ist.
Solche Zelte werden beispielsweise als Verkaufs- und Veranstaltungszelte eingesetzt.
Zum Aufstellen eines solchen Zeltes auf dem Untergrund weist jedes Standbein an seinem unteren Ende eine Standplatte auf. Zur Sicherung des Zeltes, beispielsweise gegen Wind, kann eine jeweilige Standplatte von einer Fussplatte gehaltert sein, die hierfür eine entsprechende Aufnahme aufweist. Eine derartige Fussplatte der eingangs genannten Art Ist aus der EP 514 574 B1 und der CH 675 446 A5 bekannt. Die Fussplatte besteht aus einem schweren Material, insbesondere Stahl.
Die Aufnahme für die Standplatte wird von an der Oberseite der Fussplatte festgelegten Stegen gebildet, die einen in Draufsicht gesehen U-förmigen Bereich umschliessen und an ihrem freien Ende jeweils mit einem nach innen umgebördelten Rand versehen sind, wobei die Standplatte parallel zur Oberseite der Fussplatte mit ihren Seitenrändern in die Bereiche zwischen der Oberseite der Fussplatte und diese umgebördelten Ränder einschiebbar ist.
Weiters ist an der Oberseite der Fussplatte ein Haken zum Einhängen einer Spannschnur festgelegt. Nachteilig an dieser herkömmlichen Fussplatte ist es, dass sie nicht stapelbar ist und dass jeweils nur eine einzelne Fussplatte zur Halterung eines Standbeines einsetzbar ist. Für unterschiedlich grosse Zelte müssen daher unterschiedliche Fussplatten vorgesehen sein, die ein der jeweils aufzunehmenden Belastung entsprechendes Gewicht aufweisen. Die Lagerhaltung sol-
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cher Fussplatten ist daher aufwendig und mit einem relativ grossen Platzbedarf verbunden, insbesondere für Verleiher von zusammenlegbaren Zelten, die eine grössere Zahl solcher Zelte auf Lager halten müssen. Weiters steht die herkömmliche Fussplatte relativ weit nach auswärts vom Zeit ab und bildet dadurch eine Stolperschiene.
Weiters erhöht sich der Zeltaufbau beim Einsatz einer solchen herkömmlichen Fussplatte, bei der die Standplatte auf der Fussplatte steht. Dies bewirkt, dass eine Seitenwand des Zelts nicht mehr ganz bis zur Bodenoberfläche reicht, da solche Zelte teilweise auch ohne Fussplatte eingesetzt werden (insbesondere bei einem weichen Untergrund kann eine Befestigung mittels in den Untergrund eingeschlagenen Haken oder Heringen erfolgen).
Aufgabe der Erfindung ist es, eine verbesserte Fussplatte der eingangs genannten Art bereitzustellen, die stapelbar ist, bei der auch ein Einsatz von mehreren Fussplatten pro Standbein möglich ist und bei der sich keine Erhöhung der Standbeine ergibt. Erfindungsgemäss gelingt dies durch eine Fussplatte mit den Merkmalen des Anspruchs 1.
Bei einer erfindungsgemässen Fussplatte kann somit, falls das Gewicht einer einzelnen Fussplatte zur Sicherung nicht ausreicht, eine beliebige Anzahl von weiteren Fussplatten aufgesetzt werden, wobei das Standbein durch die vom Seitenrand ausgehenden Schlitze der Fussplatten verläuft und die Standplatte in der Vertiefung in der Bodenfläche der untersten Fussplatte aufgenommen ist. Eine Erhöhung der Tragkonstruktion des Zeltes ergibt sich dabei nicht.
Weitere Vorteile und Einzelheiten der Erfindung werden im folgenden anhand der beiliegenden Zeichnung erläutert. In dieser zeigen : Fig. 1 eine schematische perspektivische Darstellung eines Zeltes ; Fig. 2 eine Seitenansicht von zwei Standbeinen mit dazwischen angeordneten Scherenglieder bildenden Streben ; Fig. 3 eine perspektivische Darstellung des unteren Endes eines Standbeins mit daran ange- brachter Standplatte ; Fig. 4 eine perspektivische Darstellung einer erfindungsgemässen Fussplatte ; Fig. 5 die Fussplatte in Stirnansicht ; Fig. 6 die Fussplatte in einer Ansicht von unten und Fig. 7 ein vergrössertes Detail der Fussplatte in Draufsicht.
Das in der Fig. 1 dargestellte Zelt umfasst eine Tragkonstruktion mit vier Standbeinen 1 (bei grösseren Zelten sind mehr solche Standbeine vorgesehen), die hier teleskopierbar ausgebildet sind. An den unteren Enden dieser Standbeine sind Standplatte zum Aufstellen des Zeltes angebracht. Eine Zeltplane bildet das Dach 3 und eine Seitenumrandung 26. An der Seitenumrandung 26 können Seitenwände befestigbar sein. Wie aus Fig. 2 ersichtlich ist, sind zwei Standbeine 1 jeweils durch ein oder mehrere Scherenglieder miteinander verbunden, die je-
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weils von zwei sich überkreuzenden und im Überkreuzungspunkt drehbar miteinander verbundenen Streben 4 gebildet werden. Am oberen Ende eines jeweiligen Standbeins ist ein Träger 5 starr mit dem Standbein verbunden, an dem die eine Strebe 4 schwenkbar gelagert ist.
Die andere Strebe 4 des Scherengliedes ist an einem entlang des Standbeines 1 verschiebbar gelagerten Gleiter 6 verschwenkbar gelagert. Die beiden Scherenglieder sind durch Verbindungsstücke 7 miteinander verbunden, an denen die Streben 4 jeweils verschwenkbar gelagert sind Eine Dachstange zur Halterung der Spitze 27 des Daches 3 ist in Fig. 2 der Übersichtlichkeit halber nicht eingezeichnet. Diese könnte in herkömmlicher Weise von Scherengliedern gehalten sein, deren Streben randseitig jeweils an den Verbindungsstücken 7 angreifen und schwenkbar mit diesen verbunden sind.
Derartige Tragkonstruktionen von Zeiten sind bekannt, beispielsweise aus den eingangs genannten Druckschriften. Die Erfindung ist nicht auf eine spezielle Tragkonstruktion eingeschränkt und kann im übrigen auch bei Zelten mit nicht zusammenklappbaren Tragkonstruktionen eingesetzt werden Eine erfindungsgemässe Fussplatte 11 weist an ihrer Bodenfläche 8 eine Vertiefung 9 auf, die eine Aufnahme für die Standplatte 2 eines Standbeins 1 bildet. Die Vertiefung 9 weist dabei eine Breite und eine Tiefe auf, die der Breite und der Dicke der Standplatte 2 entsprechen. Die Vertiefung 9 erstreckt sich in dieser Breite und dieser Tiefe bis zum Seitenrand 10 der Fussplatte 11. Der Boden der Vertiefung 9 ist eben und verläuft parallel zur Bodenfläche 8 der Fussplatte 11.
Vom Seitenrand 10 geht ein Schlitz 12 aus, der sich bis zu einem mittleren Bereich der Fussplatte 11 erstreckt. Die Breite des Schlitzes 12 ist etwas grösser als die Breite des Standbeins 1 in seinem untersten, an die Standplatte 2 anschliessenden Bereich.
Zum Einsetzen der Standplatte 2 in die Aufnahme der Fussplatte 11 wird das Standbein 1 durch den Schlitz 12 eingeführt. Im eingesetzten Zustand liegt das Standbein 1 nahe der Rückwand 13 des Schlitzes 12 und der Rand 14 der Standplatte nahe der mit einer entsprechenden Kontur ausgebildeten Seitenwand 15 der Vertiefung 9.
In der Fussplatte 11 ist eine quer zum Schlitz 12 liegende und in den Schlitz mündende Bohrung 16 vorgesehen, in der ein Arretierbolzen 17 verschiebbar gelagert ist. Im vorgeschobenen Zustand erstreckt sich der Arretierbolzen 17 in den Schlitz hinein und im in den Fig. 4 und 7 dargestellten zurückgezogenen Zustand gibt er den Schlitz 12 frei. Der Arretierbolzen 17 weist einen seitlich abstehenden Sicherungsbolzen 18 auf. Eine Ausnehmung 19 in der Fussplatte bildet über einen Abschnitt der Bohrung 16 eine Freilegung der Bohrung 16 zur Oberseite der Fussplatte hin und in der Fussplatte sind weiters bis zur Tiefe der Bohrung 16 reichende, in die Ausnehmung 19 mündende Querausnehmungen 20,21 ausgebildet, die an ihren von der Ausnehmung 19 abgewandten Enden von einer Eingreifausnehmung 22 verbunden sind.
Die Quer-
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ausnehmungen 20,21 sind durch eine Nase 23 voneinander getrennt. Das in die Eingreifausnehmung 22 ragende freie Ende des Sicherungsbolzens 18 kann gegriffen werden und dieser Sicherungsbolzen 18 kann unter Verdrehung des Arretierbolzens 17 nach oben verschwenkt werden, bis er oberhalb der Nase 23 liegt. In dieser Position kann der Arretierbolzen vom in den Fig. 4 und 7 dargestellten zurückgezogenen Zustand in den vorgeschobenen Zustand verschoben werden und durch Einschwenken des Sicherungsbolzens in die Querausnehmung 21 gesichert werden. Im vorgeschobenen Zustand verhindert der Arretierbolzen ein Herausziehen des Standbeins 1 aus dem Schlitz 12.
In der Oberseite der Fussplatte 11 ist eine Gewindebohrung 24 vorgesehen, in die ein Haken 25 einschraubbar ist, in welchen ein Spannseil eingehängt werden kann. An der Unterseite der Fussplatte ist weiters eine Halterung 28 für den herausgeschraubten Haken 25 eingefräst, in der der Haken bei der Lagerung der Platte befestigt werden kann, um keine losen Teile zu haben.
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Standbein 1 durch die miteinander fluchtenden Schlitze 12 der Fussplatten 11 verläuft. Wenn die eine oder mehreren auf einer untersten Fussplatte aufgesetzten Fussplatten um 180"gegenüber der untersten Fussplatte verdreht sind (um eine vertikale Achse), kann in der untersten Fussplatte der Haken 25 eingeschraubt verbleiben und somit die zusätzliche Verspannung mit der Schnur ermöglichen.
Es sind in der Fussplatte weiters Lochbohrungen 29 vorgesehen, vorzugsweise in den beiden Eckbereichen des Seitenrandes, der dem Seitenrand 10, in welchen der Schlitz 12 mündet, gegenüber liegt. Diese Lochbohrungen dienen zur zusätzlichen Verankerung der Fussplatte, bei weichem Untergrund mittels Heringen und auf festem Untergrund z. B. mittels Schrauben.
Die Vertiefung 9 zur Ausbildung der Aufnahme für die Standplatte 2 könnte auch eine andere als die gezeigte Form aufweisen. Anstelle der gezeigten Arretiereinrichtung für das Standbein 1 im Schlitz 12 könnte auch eine andere solche Arretiereinrichtung vorgesehen sein, grundsätzlich denkbar und möglich wäre auch eine Ausbildung ohne eine solche Arretiereinrichtung.
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Legende zu den Hinweisziffern : 1 Standbein 2 Standplatte 3 Dach 4 Strebe 5 Träger 6 Gleiter 7 Verbindungsstück 8 Bodenfläche 9 Vertiefung 10 Seitenrand 11 Fussplatte 12 Schlitz 13 Rückwand 14 Rand 15 Seitenwand 16 Bohrung 17 Arretierbolzen 18 Sicherungsbolzen 19 Ausnehmung 20 Querausnehmung 21 Querausnehmung 22 Eingreifausnehmung 23 Nase 24 Gewindebohrung 25 Haken 26 Seitenumrandung 27 Spitze 28 Halterung 29 Lochbohrung