<Desc/Clms Page number 1>
MeBlehre, fnlb. zum Me88en von Holz8tücken.
Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildet eine Messtehre, insb. zum Messen von Holzstücken, beispielsweise von Eisenbahnschwellen sowie von sonstigen ähnlichen Messstücken.
In der zweckmässigste Ausführungsform besteht die Messlebre aus einem U-förmigen Teil und einer exzentrisch an einem der Schenkel des ersteren in solcher Weise befestigten, drehbaren Scheibe, dass ein in dem Raum zwischen beiden Schenkeln ragender ver- änderlicher Scheibenvorsprung gebildet wird. Ein auf die Scheibe einwirkendes, elastisches, beliebiges Organ stellt dieselbe stets in eine solche Lage, dass der Vorsprung in den Schenkelraum das Maximum beträgt. Wenn man die Lehre auf das zu messende Holzstuck aufschiebt, legt sich einer der Lehrenschenkel gegen eine Fläche des Holzstückes und der andere gegen die gegenüberliegende ; die Scheibe wird zurückgestossen und dreht sich um ihre exzentrische Achse um einen Winkel, welcher eine Funktion der Dicke des Holzstückes ist.
Die Dicke desselben kann dann auf einer an der Scheibe angebrachten Skala abgelesen werden.
Die Vorrichtung kann je nach Bedarf mit einer Sperreinrichtung, beispielsweise mit einer Klinke versehen sein, welche verhindert, dass sich die Scheibe unter der Einwirkung der sie beeinflussenden Feder zurückdreht, wenn man die Lehre von dem Holzstück abzieht, so dass man das abgenommene Mass bequem in der bereits erwähnten Weise ablesen kann.
Eine Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes, welche zum Messen von Eisen- bahnschwellen bestimmt ist, ist auf der Zeichnung dargestellt.
Der U-förmige Lehrkörper kann aus Stahlblech ausgestanzt oder in sonst einer Weise hergestellt werden. Der mittlere Teil ist mit einem Griff b versehen. Einer der Schenkel zeigt am inneren Ende zwei Nasen c und d, von welche die erstere nach innen, die letztere nach aussen gerichtet ist. Die Aussenkante dieses Schenkels ist mit einer Zenti- metereinteilung versehen.
Am anderen Lehrenschenkel ist seitlich ein Steg e befestigt, welcher als Lager der
Achse f der Exzenterscheibe g dient. Um diese Achse f ist eine Feder h gelegt, welche sich in eine kreisförmige Ausnehmung der Scheibe 9 einlegt und sich einerseits sagen einen Ansatz des Steges stützt, andererseits sich derart gegen den Umfang der Aussparung der Scheibe 9 anlegt, dass sie dieselbe nach unten dreht, soweit dies der Anschlagstift i gesta. ttct
Die Achse f ist ferner mit einem Zahnsektor j versehen, in den eine Klinke. ein- greift, die entweder unter dem Einfluss einer Feder steht, oder durch ihr Eigengewicht in
Eingriff gehalten wird.
Die Abstände zwischen dem Innenrand der Exzenterscheibe und der Innenkante des gegenüberliegenden Lehren schenkels sind mit der Winkellage der Exzenterscheibe ver- änderlich und sind auf beiden Seiten der letzteren durch Teilstriche angegeben, welche an der an der Aussenkante des Steges e angeordneten Schrägfläche n abgelesen werden. Die
Teilstriche können in einem Abstand von einem Zentimeter oder Zentimeterteilen an- geordnet werden.
Die Handhabung der Messlehre ist sehr einfach.
Nachdem man die Klinke k zuvor ausser Eingriff mit dem Sektor j gebracht hat, so dass die Exzenterscheibe 9 in die tiefste Lage zurückfällt, schiebt man die Lehre über die zu messende Holzschwelle, indem man die Innenfläche des unteren Lehrenschenkels gegen die untere Fläche des Holzstückes gleiten lässt, bis dip Nase c sich gegen den Rand der Holzschwelle legt. Die Exzenterscheibe befindet sich dann in der Mitte der Schwelle und in einer Winkellage, welche durch die Schwellendicke bedingt wird. Die Schwellendicko kann dann an der Exzenterteilung abgelesen werden.
Die Lehre kann auch dazu dienen, die Breite von Schwellen zufolge der am unteren
Schenkel angeordneten Messteilung und der Anschlagnase d zu messen.
Bei der gezeichneten Ausführungsform ist die Exzenterscheibe y kreisförmig. Dieselbe kann aber auch jede sonst geeignete Form besitzen, beispielsweise die Form eines Spiral- bogensektors.
Die Klinke k kann, wenn es nicht notwendig ist, das Mossungsergebnis abzulesen, auch ausser Eingriff gebracht werden, nach dem die Lehre von dem Holzstück abgezogen worden ist.
Selbstverständlich kann in den Einzelheiten von der gezeichneten Ausführungsform abgegeben werden, ohne aus dem Rahmen der Erfindung zu treten.