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Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Austragen von Holzpellets aus einem Lagerraum mit einem zwischen zwei einen Einlauftrog bildenden Bodenabschnitten angeordneten Austragsförderer, der aus einer Förderschnecke und einem Gehäuse besteht, das einen im Bereich des Einlauftroges nach oben offenen und einen daran in Förderrichtung anschliessenden geschlossenen Abschnitt aufweist Zum Austragen von Holzpellets aus einem Lagerraum werden im allgemeinen Schneckenförderer eingesetzt, deren die Förderschnecke unter Freilassung lediglich eines Bewegungsspiels umschliessendes Gehäuse im Bereich des Lagerraumes zur Befüllung der Förderschnecke nach oben offen ist, so dass Holzpellets, die entlang von abfallenden, einen Einlauftrog bildenden Bodenabschnitten des Lagerraumes zum Schneckenförderer gelangen,
von der Förderschnecke erfasst und durch einen geschlossenen Gehäuseabschnitt aus dem Lagerraum gefördert werden. Ein Teil der durch die Gehäuseöffnung In den Bereich der Förderschnecke gelangenden, aus Holz- und Sägespänen gepressten Holzpellets wird zwischen der Förderschnecke und dem Gehäuse zermahlen, wobei mit einer Volumenzunahme der gemahlenen Holzpellets gerechnet werden muss. Diese Volumenzunahme des Fördergutes bnngt im Bereich des geschlossenen Schneckengehäuses die Gefahr von Verstopfungen mit sich, die den Betrieb von angeschlossenen Heizkesseln wegen der dann unterbrochenen Brennstoffzufuhr gefährden. Ausserdem ist die mit einer solchen Volumenzunahme verbundene Verdichtung des Fördergutes zu berücksichtigen.
Der Erfindung liegt somit die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zum Austragen von Holzpellets aus einem Lagerraum der eingangs geschilderten Art so auszuge-
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stallen, dass mit einfachen Mitteln eine gleichmässige, störungsfreie Austragung der Holzpellets gewährleistet werden kann.
Die Erfindung löst die gestellte Aufgabe dadurch, dass das Gehäuse einen sich über die Förderlänge erstreckenden, im Querschnitt trapezförmigen Förderkanal bildet, dessen Boden und divergierende Seitenwände zur Bildung eines Verdrängungsraumes für Holzpellets in einem radialen Abstand von der Förderschnecke angeordnet sind, deren Welle im Mittenbereich der längeren der beiden parallelen Seiten des trapezförmigen Kanalquerschnittes verläuft.
Da zufolge dieser Massnahmen zwischen der Förderschnecke und den angrenzenden Kanalwänden ein sich mit Holzpellets füllender Raum vorgesehen ist, in den Holzpellets aus dem Förderbereich der Förderschnecke verdrängt werden können, weil in diesem Verdrändungsraum eine gegenseitige beschränkte Verlagerungmöglichkeit der Holzpellets gewahrt bleibt, kann ein zu einer merklichen Volumenvergrösserung führendes Zerkleinern der Holzpellets weitgehend vermieden werden. In diesem Zusammenhang ist auf den trapezförmigen Querschnitt des Förderkanals hinzuweisen.
Der dadurch sich ändernde radiale Abstand zwischen der Förderschnecke einerseits und dem Boden und den Seitenwänden des Förderka- nals anderseits spielt nämlich für eine gegenseitige Verdrängungsmöglichkeit der Holzpellets eine wichtige Rolle, wenn Holzpellets im Übergangsbereich zwischen der Förderschnecke und dem Verdrängungsraum aus dem Mitnahmebereich der Förderschnecke in den Verdrängungsraum bzw. aus dem Verdrängungsraum in den Mitnahmebereich der Förderschnecke verlagert werden.
Dazu kommt, dass aufgrund des Wellenverlaufs der Förderschnecke gegenüber dem Förderkanal die Förderschnecke nur teilweise in den Förderkanal eingreift und daher die Hauptförderung der Holzpellets im Bereich des offenen Gehäuseabschnittes durch den Förderkanal erfolgt, was mit der damit verbundenen Verringerung des in den geschlossenen Gehäuseabschnitt geförderten Gutstromes im Zusammenhang mit der Vermeidung einer volumenvergrössernden Zerkleinerung der Holzpellets zu einem gleichmässigen, störungsfreien Austrag der Holzpellets aus dem Lagerraum führt, und zwar unter einer vorteilhaften Beschränkung des auf das Fördergut wirksamen Verdichtungsdruckes.
Die durch die Trapezform des Querschnittes des
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Förderkanals im Bereich des offenen Gehäuseabschnittes bedingte, verbreiterte
Einlauföffnung des Austragsförderers unterstützt ausserdem das sichere Eintragen der Holzpellets In den Austragsförderer, wobei Brückenbildungen im Fördergut oberhalb der Förderschnecke ausgeschlossen werden können.
Besonders einfache Konstruktionsverhältnisse ergeben sich, wenn der Förderkanal im Bereich des geschlossenen Gehäuseabschnittes eine im Querschnitt spiegelbildlich Abdeckung aufweist, weil in diesem Fall das zur Bildung des Förderkanals eingesetzte Profil auch für die Abdeckung herangezogen werden kann.
Wegen der Hauptförderwirkung der Förderschnecke im Bereich des Förderkanals ist mit einer Verdichtung des Fördergutes im Bodenbereich des sich um die Förderschnecke ergebenden Verdrängungsraumes zu rechnen. Diese Gutverdichtung im Bodenbereich kann zu einer nach oben gerichteten Biegebelastung der Schneckenwelle und in weiterer Folge zu einem Ausbiegen der Schneckenwelle nach oben führen. Eine nach oben ausgebogene Schneckenwelle bedingt aber einen sich in Austragsrichtung verjüngenden Keilspalt, der im Hinblick auf mögliche Verstopfungen vermieden werden soll. Aus diesem Grunde kann der Förderkanal im offenen Gehäuseabschnitt wenigstens einen die Förderschnecke zwischen den Seitenwänden übergreifenden Niederhalterbügel für die Förderschnecke aufweisen, die somit über den Niederhalterbügel zentriert gehalten wird.
Die jeweils günstigsten Abmessungen für den Verdrändungsraum zwischen der Förderschnecke und dem Förderkanal können in Vorversuchen einfach ermittelt werden. Im allgemeinen ergeben sich vorteilhafte Funktionsbedingungen, wenn der kürzeste radiale Abstand der Förderschnecke vom Boden bzw. von den Seitenwänden des Förderkanals angenähert der radialen Höhe des Schneckenganges entspricht.
In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand beispielsweise dargestellt. Es zeigen
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Fig. 1 eine erfindungsgemässe Vorrichtung zum Austragen von Holzpellets aus einem Lagerraum in einer schematischen, zum Teil aufgerissenen Seiten- ansicht und Fig. 2 einen Schnitt durch den Austragsförderer nach der Linie 11-11 der Fig. 1.
Gemäss dem dargestellten Ausführungsbeispiel weist die Vorrichtung zum Austragen von Holzpellets aus einem Lagerraum einen Austragsförderer 1 mit einer Förderschnecke 2 und einem Gehäuse 3 auf, das aus einem im Bereich des Lagerraumes nach oben offenen, im Querschnitt trapezförmigen Förderkanal 4 besteht, der im Anschluss an den offenen Gehäuseabschnitt durch eine zum Förderkanal spiegelbildliche Abdeckung 5 umfangseitig geschlossen wird, um die Holzpellets aus dem Lagerraum austragen zu können. Am austragsseitigen Ende ist ein Getriebemotor 6 für die Schneckenwelle 7 vorgesehen. Der Abwurf des Austragsförderers 1 ist mit 8 bezeichnet.
Wie insbesondere der Fig. 2 entnommen werden kann, verläuft die Welle 7 der Förderschnecke 2 im Mittenbereich der längeren der beiden parallelen Seiten des trapezförmigen Querschnitts des Förderkanals 4, so dass die Förderschnecke 2 im wesentlichen nur zur Hälfte in den Förderkanal 4 eingreift. Ausserdem ist die Förderschnecke 2 mit radialem Abstand vom Boden 9 und den vom Boden 9 aufragenden, divergierenden Seitenwänden 10 des Förderkanals 4 angeordnet, wodurch sich zwischen der Förderschnecke 2 und dem Förderkanal 4 ein Verdrängungsraum 11 für Holzpellets ergibt. Um ein Ausbiegen der Schneckenwelle 7 nach oben zu unterbinden, ist im Bereich des offenen Gehäuseabschnittes zwischen den Seitenwänden 10 des Förderkanals 4 ein Niederhatterbüge ! 12 vorgesehen, der eine Gleitschicht 13 für den anliegenden Schneckengang 14 trägt.
An die Seitenwände 10 des Förderka- nals 4 werden im Bereich des offenen Gehäuseabschnittes einen Einlauftrog bildende Bodenabschnitte 15 des Lagerraumes angeflanscht, wie dies in der Fig. 2 strichpunktiert angedeutet ist. Die m Lagerraum gespeicherten Holzpellets können daher entlang der Bodenabschnitte 15 in den offenen Förderkanal 4 gelangen, wo sie von der Förderschnecke 2 erfasst und entlang des Förderkanals 4 aus dem Lagerraum ausgetragen werden.
Wegen der besonderen Form des Förderkanals 4 und des sich zwischen der Förderschnecke 2 und dem Förderkanal 4 ergebenden Verdrängungs-
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raumes 11 kann eine eine merkliche Volumenvergrösserung bedingende Zerkleinerung der Holzpellets während ihrer Förderung durch die Förderschnecke 2 wirksam verhindert werden, so dass die Holzpellets störungsfrei ausgetragen werden, zumal der nur teilweise Eingriff der Förderschnecke 2 in den Förderkanal 4 die Fördermenge soweit beschränkt, dass sich im Bereich des geschlossenen Gehäuseabschnittes keine Schwierigkeiten hinsichtlich der Gutförderung ergeben können. Die Holzpellets werden daher unter Vermeidung unzulässiger Verdichtungsdrücke gleichmässig und störungsfrei aus dem Lagerraum ausgetragen.