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Wärmeaustauschvorrichtung.
Die Erfindung bezieht sich auf eine Wärmeaustausch Vorrichtung mit mehreren exzentrisch zueinander angeordneten, um eine gemeinschaftliche Achse drehbaren Arbeitstrommeln, die insbesondere zur Abkühlung solcher Materialien bestimmt ist, die von stärkerer Erschütterung und vor direkter Berührung mit kalter Luft geschützt werden sollen, wie beispielsweise geröstete oder kalzinierte Erze und sonstige Mineralien, insbesondere modulisierte Eisenerze, Sintermagnesit, gebrannter Kalk ; doch ist das Anwendungsgebiet des Erfindungsgegenstandes hierauf nicht beschränkt.
In der Mitte des die Arbeitstrommeln tragenden drehbaren Gestelles sind ein oder mehrere Zylinder angeordnet, die mit Einrichtungen zur Verteilung des Kühl-oder Wärmemittels versehen sind. Dabei werden die Arbeitstrommeln zweckmässig mit Mänteln versehen, so dass zwischen den Mänteln und den Arbeitstrommeln Hohlräume entstehen, die mit dem Inneren des in der Mitte des drehbaren Gestelles angeordneten Zylinders oder der Zylinder in Verbindung stehen, so dass das Kühlmittel oder dgl. den jeweiligen Bedürfnissen entsprechend in die Ringräume zwischen den Arbeitstrommeln und ihren Mänteln geleitet werden kann.
Auf der Zeichnung sind in den Fig. 1 und 2 bzw. 3 und 4 zwei Ausführungsformen einer solchen Wärmeaustausohvorrichtung, die hier als Kühlappnrat gedacht ist, in je einem Längsund einem Querschnitt dargestellt. Die Vorrichtung besitzt nach jeder dieser beiden Ausführungformen vier Arbeitszylinder 1 zur Aufnahme des zu kühlenden Materials. Diese Zylinder sind von Mänteln 2 umgeben und an beiden Enden in je einem gemeinschaftlichen Gehäuse 3, 4 befestigt.
5 ist ein achsiales Luftrohr, das mit einer Klappe 6 ausgerüstet ist und das z. B. durch ein Gebläse mit Luft gespeist werden kann. Es ist durch Rohrstutzen 7 mit den Mänteln 2 verbunden, so dass die in den Zylinder 5 eingeführte Luft durch diese Stutzen hindurcn in die Ringräume zwischen den Mänteln. 2 und die Arbeitszylinder 1 eintreten kann. Am Eintrittsende ist ein Einlauf trichter 8 vorgesehen, der durch eine feststehende Kammer 9 hindurchragt und durch den das zu bearbeitende Gut der Gehäusekammer 3, an die sich die Arbeitszylinder 1 ansetzen, zugeführt wird.
Durch Vermittlung von Laufringen 10 auf den Endkammer 3, 4 ist die ganze Vorrichtung
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organen versehen sein können.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 3 und 4 istderals SammelraumwirkendeEndverschlussS weggelassen, um das fertige Material möglichst rasch beobachten zu können, ohne es zuvor an- zusammeln. Um auch in diesem Falle die Aussenluft zu verhindern, in die Kühlrohre 1 frei einzutreten, sind am Auslaufende derselben Wände 14 angeordnet, die mit gegeneinander versetzten (rungen 15 versehen sind. Die versetzte Anordnung dieser Öffnungen bewirkt, dass bei der Drehung des Apparates stets eine oder mehrere Öffnungen 15 durch das in den Zylindern 1 befindliche Material verschlossen werden, ohne dass das Austreten des Materials erschwert wird.
Die Wirkungsweise dieser Vorrichtungen ist die folgende : Das zu kühlende Material wird durch den Trichter 8 zugeführt und gelangt aus der Kammer 3 in die Arbeitstrommeln 1 und aus diesen durch die Drehung des ganzen Systems in die Endkammer 4 und von da bei der Ausführungsform nach Fig. 1 und 2 in die Auslasskammer 12 und bei der Ausführungsform nach Fig. 3 und 4 nach Passieren der mit den Wänden 14 besetzten Zylinderenden direkt in Kippwagen
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führen auch in die Ringräume zwischen den Zylindern und ihren Mänteln 2 etwa hindurchfallende Griese nach dem mittleren Luftrohr 5, von wo sie nach dem Auslassende gelangen, so dass ein Verstopfen der Ringräume nicht eintreten kann.
Durch entsprechende Einstellung der Klappe 6 kann man mehr oder weniger kalte Luft direkt nach den Teilen des Apparates leiten, die besonders der Einwirkung des durch den Trichter 8 zugeführten heissen Materials ausgesetzt sind, wodurch diese Teile vor schädlicher Erhitzung geschützt werden. Durch die öffnungen 13 kann man bei der Ausführungsform nach Fig. 1 und 2 beliebige Mengen kalter Luft direkt in die Endkammer 4 und aus dieser in die Arbeitstrommeln 1 einführen. Wenn die Oeffnungen verschlossen werden, so erfolgt die Abkühlung ausschliesslich auf indirektem Wege, nämlich dadurch, dass die Kühlluft an den Wandungen der Arbeitszylinder 1 entlang streicht.
Die Luftmassen, die die Hitze des abgekühlten Materials in sich aufgenommen haben, verlassen den Apparat durch die Kammer 9 und die von ihnen mitgeführte Wärme kann für andere Zwecke nutzbar gemacht werden.
Das Material wird beim Durchgang durch den Apparat nur geringen Erschütterungen ausgesetzt, so dass eine unerwünschte Zerkleinerung vermieden wird. Durch Wahl entsprechend geringer Durchmesser für die Arbeitszylinder 1 kann die Kühlwirkung innerhalb weiter Grenzen beliebig gewählt werden.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Wärmeaustauschvorriohtung mit mehreren, um eine gemeinschaftliche Achse drehbaren Arbeitstrommeln, dadurch gekennzeichnet, dass die Arbeitstrommeln (1) um einen oder mehrere
Zylinder (5) herum angeordnet sind, welcher bzw. welche mit Einrichtungen zur Verteilung des Mediums versehen ist bzw. sind, das in Wärmeaustausch mit dem Inhalt der Arbeitstrommeln treten soll.