AT526867B1 - Rundwebmaschine zur Herstellung eines Rundgewebes - Google Patents

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AT526867B1
AT526867B1 ATA50678/2023A AT506782023A AT526867B1 AT 526867 B1 AT526867 B1 AT 526867B1 AT 506782023 A AT506782023 A AT 506782023A AT 526867 B1 AT526867 B1 AT 526867B1
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Abstract

Verfahren und Rundwebmaschine (1) zur Herstellung eines Rundgewebes (14), aufweisend: eine Hauptachse (2), ein Rundriet, ein am Rundriet mit einer Webschützen-Umlaufgeschwindigkeit umlaufender Webschützen (3) zum Abgeben eines Schussbändchen (3A), eine Kettbändchen-Zufuhreinrichtung (4) zur Zuführung von Kettbändchen (5), eine Rundgewebe-Abzugseinrichtung (15) zum Abziehen des aus dem Schussbändchen (3A) und den Kettbändchen (5) hergestellten Rundgewebes (14) mit einer Schussbändchendichte mit einer Rundgewebe-Abzugsgeschwindigkeit, eine Messeinrichtung (17) zur Erfassung einer mit einer Gewebebreite des Rundgewebes (14) verknüpften Messgröße, eine jeweils mit der Messeinrichtung (17) und der Rundgewebe-Abzugseinrichtung (15) verbundene Regeleinrichtung (18), mit welcher die Schussbändchendichte abhängig von der gemessenen Messgröße derart geregelt wird, dass die Gewebebreite des Rundgewebes (14) innerhalb eines Toleranzbereichs für die Gewebebreite gehalten wird.

Description

Beschreibung
[0001] Die Erfindung betrifft eine Rundwebmaschine zur Herstellung eines Rundgewebes, aufweisend:
eine Hauptachse,
ein Rundriet,
ein am Rundriet mit einer Webschützen-Umlaufgeschwindigkeit umlaufender Webschützen zum Abgeben eines Schussbändchen,
eine Kettbändchen-Zufuhreinrichtung zur Zuführung von Kettbändchen,
eine Rundgewebe-Abzugseinrichtung zum Abziehen des aus dem Schussbändchen und den Kettbändchen mit einer Schussbändchendichte hergestellten Rundgewebes mit einer Rundgewebe-Abzugsgeschwindigkeit.
[0002] Weiters betrifft die Erfindung ein Verfahren zur Herstellung eines Rundgewebes mit einer Rundwebmaschine, mit den Schritten:
Bewegen des Webschützens für das Schussbändchen mit einer Webschützen-Umlaufgeschwindigkeit entlang des Rundriets,
Zuführen von zwei Scharen von Kettbändchen,
Ausbilden eines Webfachs zwischen den zwei Scharen von Kettbändchen, wobei der Webschützen bei seiner Bewegung entlang des Rundriests das Schussbändchen in das Webfach einbringt, wodurch aus dem Schussbändchen und den Kettbändchen das Rundgewebe mit einer Schussbändchendichte gebildet wird,
Abziehen des Rundgewebes mit der Rundgewebe-Abzugsgeschwindigkeit.
[0003] Solche Rundwebmaschinen sind im Stand der Technik seit langem bekannt (vgl. z.B. EP 3 662 100 B1 und EP 2 829 645 B1).
[0004] Mit bekannten Rundwebmaschinen ebenso wie mit der erfindungsgemäßen Rundwebmaschine wird ein Schlauch, d.h. ein nahtloses Rundgewebe, beispielsweise aus flachen Polypropylen-, Polyethylen-, PET- oder anderen Kett- und Schussbändchen produziert, die zwar hohe Festigkeiten, aber auch hohe Dehnungswerte aufweisen müssen, um den daraus produzierten Säcken mitsamt dem Füllgut während des Transportes und auch im Falltest die nötige Festigkeit und Stabilität zu geben. Für den im runden Zustand gewebten Schlauch wird bevorzugt die Leinwandbindung verwendet, bei der abwechselnd ein Kettbändchen über den eingelegten Schuss gehoben und das nächste Kettbändchen unter das Schussbändchen gesenkt wird, so dass ein Schachbrettmuster entsteht. Das so geformte Webfach, auch als Wellenfach oder Wanderfach bezeichnet, wird von zumindest einem, vorzugsweise mehreren, Webschützen mit jeweils einer darin drehbar gelagerten Schussspule entlang einer kreisförmigen Umlaufbahn durchfahren, wobei das Schussbändchen abgewickelt wird. Das Rundgewebe kann an einem Webring abgelegt werden. Da die Schussbändchen drallfrei, d.h. ohne Verdrehung, ins Webfach eingelegt werden, muss das Schussbändchen durch Drehen der Schussspule abgewickelt werden. Die Webschützen bringen das von der Schussspule abgewickelte Schussbändchen in das Webfach ein. Abhängig vom Webringdurchmesser und damit vom gewünschten Schlauch- bzw. Sackdurchmesser, abhängig weiters von der für die Schusszahl ausschlaggebenden Webmaschinendrehzahl und dem jeweiligen Wickeldurchmesser wird die Schussspule im Webschützen beim Abwickeln des Schussbändchens mit hohen Umdrehungszahlen rotiert. Die voll bewickelten Schussspulen können einen Durchmesser bis zu 115 mm und mehr aufweisen, wohingegen die beinahe verbrauchten Schussspulen nur mehr 40 mm Durchmesser und weniger haben können, was im Wesentlichen dem Außendurchmesser der das Schussbändchen aufnehmenden Hülse entsprechen kann. Das bedeutet, dass die Drehzahl der Schussspule mit abnehmendem Durchmesser bei gleicher Schusszahl, d.h. gleicher Drehzahl der Rundwebmaschine, größer wird. Zudem kann das Schussbändchen während des Abwickelns aufgrund seiner Kreuzbewicklung über die Spulenlänge von vorzugsweise 200 mm hin und her bewegt werden, was eine permanent wechselnde Längenänderung von der Spule zum fixen Abzugspunkt des Bändchens, insbesondere dem sogenannten Bändcheneinleger, bedeutet. Die während des Abwickelns des Schussbändchens auftretenden Drehzahländerungen der Schussspule und die ständig wechselnden Zugspannun-
gen auf das einzutragende Schussbändchen können beim Stand der Technik nur teilweise kompensiert werden.
[0005] Dazu kommt, dass die Webgeschwindigkeiten gesteigert und das Flächengewicht des herzustellenden Gewebes reduziert werden sollen. Das bedingt dünnere Schuss- und auch Kettbändchen, welche noch sensibler auf die verschieden auftretenden Zugspannungen während des Schusseintrags reagieren, und damit den Durchmesser des Rundgewebes, mit daraus resultierenden unterschiedlichen Dehnungen des Schussbändchens, beeinflussen. Ein während des Schusseintrags gedehntes Schussbändchen relaxiert nach der Eintragung ins Webfach und zieht sich in den ursprünglichen, entspannten Zustand zurück, und zieht damit den Schlauch enger zusammen.
[0006] Beim Stand der Technik behindert der beschränkte Raum für die Bewegung des Webschützen innerhalb des Wellenfaches um den Webring das effiziente Abwickeln der Schussbändchen. Auch die Lagerreibung, verschiedene Umlenkungen des Schussbändchens im Webschützen, Reibung und notwendige verwendete Spannungsausgleichsvorrichtungen können beim Stand der Technik ein spannungsgleiches Abwickeln von der vollen bis zu leeren Schussspule erschweren.
[0007] Zur weiteren Reduzierung der Schlauchbreitentoleranz können bei bekannten Rundwebmaschinen mit beispielsweise sechs Webschützen die erste, die dritte und die fünfte Schussspule halb voll und die zweite, die vierte und die sechste Schussspule voll bewickelt eingesetzt werden, um so die Breitenschwankung des Rundgewebes, welche aus dem Übergang von voller zu leerer Spule resultiert, zu reduzieren. Diese Maßnahme ist jedoch nachteilig, weil die Schussspulen in zwei statt in einer Etappe und somit öfter gewechselt werden müssen, was doppelt so viele Maschinenstillstände bewirkt und damit den Nutzen dieser Maßnahme deutlich reduziert.
[0008] Seit Beginn der Rundgewebeherstellung mit PP, PE, PET und anderen Materialien wird die Gewebebreite üblicherweise vor einem Gewebewickler manuell, beispielsweise in stündlichen oder mehrstündlichen Intervallen gemessen und so kursorisch überprüft, ob die vorgeschriebene Schlauchbreitentoleranz eingehalten wird oder ob ein Einstellungsproblem, beispielsweise der Schussspulbremse, vorliegen könnte. Bei Uber- oder Unterschreitung des Toleranzbereichs der Gewebebreite werden entsprechende Korrekturen an der stillgesetzten Rundwebmaschine vorgenommen. Beispielsweise kann das Bremsmoment auf die Schussbändchenspule nachjustiert werden (vgl. EP 2 382 347 B1).
[0009] Besonders empfindlich für Breitenschwankungen sind die in der Mehrzahl hergestellten leichten Schlauchgewebe mit einem Gewicht von beispielsweise 40 bis 60 Gramm pro Quadratmeter (m2) und sogenannte schussdeckende, i.e. Schüsse liegen eng und ohne gefaltet zu werden aneinander, Schlauchgewebe, da der Abstand zwischen zwei Schussbändchen mit nur geringen unterschiedlichen Abständen und auch unterschiedlichen Eintragsspannungen bzw. Dehnungen bereits zu erheblichen Breitenschwankungen führt.
[0010] Mit den gängigen Rundwebmaschinen schwankt die Gewebebreite des Rundgewebes erheblich. Unterschiedlichste Maßnahmen wurden unternommen, die Breitenschwankung zu reduzieren. Alle diese Maßnahmen setzen lediglich daran an, den Einfluss der Spannung des Schussbändchens beim Einbringen in den Griff zu bekommen. Dennoch übersteigen die Breitenschwankungen das gewünschte Maß bei weitem.
[0011] Demnach besteht die Aufgabe der vorliegenden Erfindung darin, zumindest einzelne Nachteile des Standes der Technik zu lindern bzw. zu beheben. Die Erfindung setzt sich bevorzugt zum Ziel, die Schwankung der Gewebebreite effektiv und zuverlässig zu reduzieren.
[0012] Diese Aufgabe wird durch eine Rundwebmaschine nach Anspruch 1 und ein Verfahren nach Anspruch 9 gelöst. Bevorzugte Ausführungsformen sind in den abhängigen Ansprüchen angegeben.
[0013] Die erfindungsgemäße Rundwebmaschine ist gekennzeichnet durch eine Messeinrichtung zur Erfassung einer mit einer Gewebebreite des Rundgewebes verknüpften Messgröße,
eine jeweils mit der Messeinrichtung und der Rundgewebe-Abzugseinrichtung verbundene Regeleinrichtung, mit welcher die Schussbändchendichte abhängig von der gemessenen Messgröße derart geregelt wird, dass die Gewebebreite des Rundgewebes innerhalb eines Toleranzbereichs für die Gewebebreite gehalten wird.
[0014] Dementsprechend ist das erfindungsgemäße Verfahren zur Herstellung eines Rundgewebes gekennzeichnet durch die Schritte:
Messen, vorzugsweise laufendes Messen, der mit der Gewebebreite des Rundgewebes verknüpften Messgröße,
Regeln der Schussbändchendichte abhängig von der gemessenen Messgröße, so dass die Gewebebreite des Rundgewebes innerhalb eines Toleranzbereichs für die Gewebebreite gehalten wird.
[0015] Mit der Messeinrichtung wird eine Messgröße erfasst, welche in einem bekannten Zusammenhang zur Gewebebreite des mit der Rundwebmaschine hergestellten Rundgewebes in Form eines Rundschlauchs steht. Die Gewebebreite bezieht sich auf die Querstreckung des Rundgewebes, d.h. auf die Erstreckung des Rundgewebes senkrecht zu seiner Mittelachse durch die offenen Enden des Rundgewebes, im flachen Zustand, in dem zwei Längsseiten des Rundgewebes flach aufeinander liegen. Von der Messeinrichtung wird ein Messsignal an die Regeleinrichtung übermittelt. Die Regeleinrichtung ist dazu ausgebildet, selbstständig (d.h. ohne Zutun eines Bedieners der Rundwebmaschine) aus dem Messsignal, dem bekannten Zusammenhang zwischen dem Messsignal und der momentanen Gewebebreite sowie der gewünschten Gewebebreite ein Regelsignal zu bilden, mit welchem die Schussbändchendichte angepasst wird. Als Schussbändchendichte, auch kurz Schussdichte (Materialdichte) genannt, wird die Anzahl der auf eine bestimmte Länge verwebten Schussbändchen pro 10 Zentimeter (cm) bezeichnet. Bei einer Schussdichte von 30 werden beispielsweise 30 Schussbändchen pro 10 cm Länge (d.h. Erstreckung in Längsrichtung des schlauchförmigen Rundgewebes) verwebt. Mit dem Regelsignal wird die Schussdichte so angepasst, dass die momentane Gewebebreite des abgezogenen Rundgewebes an die gewünschte Gewebebreite angeglichen wird. Dadurch kann die Gewebebreite innerhalb des Toleranzbereichs gehalten werden. Somit wird eine automatische Breitenkorrektur des Rundgewebes während des Betriebs der Rundwebmaschine erzielt. Die Erfindung geht von der Erkenntnis aus, dass die Spannung des Schussbändchens beim Abwickeln mit den üblichen Maßnahmen, wie der Regelung des Bremsmoments (vgl. EP 2 382 347 B1) oder der Aufteilung in halb volle und volle Schussspulen, nicht ausreichend beherrschbar ist, um die Gewebebreite in einem engen Toleranzbereich zu halten. Demgegenüber verfolgt die Erfindung den Ansatz, die momentane Gewebebreite mit der Messeinrichtung zu messen, die Messung der Gewebebreite an die Regeleinrichtung zu übermitteln und die Gewebebreite durch Anpassung der Schussbändchendichte zu regeln.
[0016] Bei einer ersten bevorzugten Ausführungsform wird die Schussdichte über die Rundgewebe-Abzugseinrichtung angepasst. Bei dieser Ausführungsform wird die Webschützen-Umlaufgeschwindigkeit beim Umlauf des Webschützen bevorzugt nicht zur Anpassung der Schussdichte herangezogen. Das Regelsignal der Regeleinrichtung wird bei dieser Ausführungsform an die Rundgewebe-Abzugseinrichtung übermittelt, mit welcher die Rundgewebe-Abzugsgeschwindigkeit entsprechend angepasst wird.
[0017] Bei dieser Ausführungsform ist die Regeleinrichtung bevorzugt dazu ausgebildet, die Rundgewebe-Abzugsgeschwindigkeit bei Unterschreiten des Toleranzbereichs für die Gewebebreite mittels der Rundgewebe-Abzugseinrichtung zu senken und die Rundgewebe-Abzugsgeschwindigkeit bei Überschreiten des Toleranzbereichs für die Gewebebreite mittels der Rundgewebe-Abzugseinrichtung zu erhöhen.
[0018] Dieses Prinzip kann anhand des folgenden Beispiels illustriert werden.
[0019] Ausgehend von einer Sollbreite des Rundgewebes von beispielsweise 500 mm (bezogen auf den flach aufeinander liegenden Zustand, das sogenannte „Doppelflach“), kann ein Toleranzbereich der Gewebebreite von 499 mm bis 500 mm definiert werden. Als Stellgröße wird bei dieser Ausführungsform die Rundgewebe-Abzugsgeschwindigkeit herangezogen, mit welcher
die Schussdichte, insbesondere bei gleichbleibender Rundgewebe-Abzugsgeschwindigkeit, beeinflusst werden kann. Die Schussdichte ist ein bekannter Betriebsparameter der Rundwebmaschine. Die Schussdichte gibt wie erwähnt an, wie viele Schussbändchen sich in dem Rundgewebe auf einer bestimmten Bezugslänge befinden. Bei konstanter Webschützen-Umlaufgeschwindigkeit des Webschützen hängt die Schussdichte direkt mit der Rundgewebe-Abzugsgeschwindigkeit zusammen. Bei Erfassung einer reduzierten Gewebebreite von beispielsweise 498,5 bis 499 mm wird die Schussbändchendichte beispielsweise von 33 Bändchen pro 10 cm auf 33,1 Bändchen erhöht. Folglich werden die Schussbändchen in einem geringfügig größeren Durchmesser um den Webring gelegt und die Gewebebreite wird nach oben korrigiert. Bewegt sich die gemessene Gewebebreite innerhalb des Toleranzbereichs von plus/minus 1 mm, wird die vorhin eingestellte Schussdichte konstant gehalten. Übersteigt die Gewebebreite die Sollbreite um mehr als 1 mm und wird daher eine Gewebebreite größer als 501 mm gemessen, so wird die Schussdichte von beispielsweise 33 Bändchen/10 cm auf 32,9 Bändchen/10 cm reduziert. Folglich werden die Schussbändchen in einem geringfügig kleineren Durchmesser um den Webring gelegt und die Gewebebreite wird nach unten korrigiert.
[0020] Bei einer zweiten bevorzugten Ausführungsform wird die Schussdichte über die Webschützen-Umlaufgeschwindigkeit angepasst. Bei dieser Ausführungsform wird die RundgewebeAbzugsgeschwindigkeit bevorzugt nicht zur Anpassung der Schussdichte herangezogen. Bei dieser Ausführungsform kann die Regeleinrichtung eine die Webschützen-Umlaufgeschwindigkeit bestimmende Drehzahl einer Maschinenwelle entlang der Hauptachse als Stellgröße beeinflussen, um die Schussdichte entsprechend anzupassen.
[0021] Bei einer bevorzugten Ausführungsform beträgt der Toleranzbereich für die Gewebebreite weniger als plus/minus 0,5% der Sollbreite für die Gewebebreite. Das bedeutet, dass die Gewebebreite beim Abwickeln des Schussbändchens nicht mehr als 1% der Sollbreite schwankt. Je nach Anwendung kann das Rundgewebe eine Breitenschwankung (stets auf das „Doppelflach“ bezogen) von maximal 99,5% bis 100,5% der Sollbreite haben. Durch die Breitenüberwachung und die damit verbundene Schussdichtenkorrektur kann ohne manuelle Beeinflussung von den vollen bis zu den (fast) leeren Schussspulen ein Toleranzbereich von plus/minus 0,5% der Sollbreite gewährleistet werden.
[0022] Bei einer bevorzugten Ausführungsform sind mehrere Webschützen, beispielsweise vier, sechs, acht oder mehr Webschützen, jeweils mit einer Schussspule vorgesehen. Eine Aufteilung mit 50% vollen und 50% halb vollen Schussspulen, wie beim Stand der Technik, ist bei dieser Ausführungsform nicht zwingend erforderlich und bevorzugt auch nicht vorgesehen.
[0023] Bei einem Ausführungsbeispiel beträgt der Toleranzbereich für die Gewebebreite 5 mm (d.h. Sollbreite plus/minus 2,5 mm), wenn die Sollbreite des Rundgewebes 500 mm beträgt.
[0024] Eine Gewebebreitenschwankung von beispielsweise plus/minus 3 mm kann bei einer Sollbreite von 500 mm mit einer Veränderung der Schussdichte von zum Beispiel plus/minus 0,3 Schussbändchen pro 10 cm (32,7 bis 33,3/10 cm) gewährleistet werden. Gemittelt über den Abwicklungsvorgang der Schussspule tritt kein Mehraufwand bei der Schussdichte auf, vorteilhafterweise kann jedoch die geforderte Gewebebreite mit geringem Toleranzbereich eingehalten werden, die Weiterverarbeitung des Rundschlauches wesentlich erleichtert und Material eingespart werden.
[0025] Um Abweichungen von der gewünschten Gewebebreite rasch und zuverlässig korrigieren zu können, ist die Mess- und Regeleinrichtung bei einer bevorzugten Ausführungsform zur laufenden Erfassung der mit der Gewebebreite verknüpften Messgröße und zur laufenden Regelung der Schussbändchendichte, insbesondere über die Rundgewebe-Abzugsgeschwindigkeit oder über die Webschützen-Umlaufgeschwindigkeit, eingerichtet. Bevorzugt umfasst die laufende Erfassung der Messgröße mindestens einen Messvorgang pro Minute, bevorzugt mindestens einen Messvorgang pro 10 Sekunden, insbesondere mindestens einen Messvorgang pro Sekunde. Abhängig von den Messsignalen der Messeinrichtung werden die Regelsignale erzeugt, mit welchen die Schussdichte, insbesondere die Rundgewebe-Abzugsgeschwindigkeit oder die Drehzahl der Maschinenwelle, so angepasst wird, dass die Gewebebreite den Toleranzbereich weder über-
noch unterschreitet.
[0026] Bei einer bevorzugten Ausführungsform weist die Rundgewebe-Abzugseinrichtung zumindest eine mit einem Motor angetriebene Abzugswalze auf, wobei die Drehzahl der Abzugswalze mittels der Regeleinrichtung veränderbar ist, um die Rundgewebe-Abzugsgeschwindigkeit einzustellen. Bei dieser Ausführungsform bildet die Drehzahl der Abzugswalze die Stellgröße, welche von der Regeleinrichtung eingestellt wird. Die Rundgewebe-Abzugsgeschwindigkeit ist dabei die Umfangsgeschwindigkeit der Abzugswalze.
[0027] Bei einer bevorzugten Ausführungsform ist innerhalb des Rundriets ein Webring zum Umlenken des Rundgewebes angeordnet, wobei die Messeinrichtung zur Erfassung einer radialen Erstreckung des Rundgewebes außerhalb des Webrings als Messgröße ausgebildet ist. Bei dieser Ausführungsform wird das sogenannte „Vortuch“ außerhalb des Webrings (d.h. vor der Umlenkung der Kettbändchen um den Webring) erfasst. Gemessen wird die radiale Erstreckung des Rundgewebes außerhalb des Webrings, d.h. wie weit das Rundgewebe vom Webring in radialer Richtung, vom Zentrum des Webrings gesehen, nach außen vorsteht. Diese Messgröße steht mit der Gewebebreite in einem bekannten Zusammenhang, so dass aus der gemessenen radialen Erstreckung des Rundgewebes außerhalb des Webrings auf die Gewebebreite geschlossen werden kann. Je größer die radiale Erstreckung des Rundgewebes außerhalb des Webrings ist, desto größer ist die momentane Gewebebreite. Abhängig vom Messsignal kann das entsprechende Regelsignal erzeugt werden, mit dem die Schussbändchendichte so angepasst werden kann, dass die Gewebebreite der Sollbreite nachgeführt wird. Diese Ausführungsvariante hat insbesondere den Vorteil, dass Breitenschwankungen sofort erfasst und kompensiert werden können.
[0028] Bei einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist oberhalb des Webrings ein Geweberundhalter vorgesehen, der bevorzugt 200 bis 300 Millimeter (mm) oberhalb des Webringes angeordnet ist, wobei die Messeinrichtung zur Erfassung eines Durchmessers des Rundgewebes an dem Geweberundhalter als Messgröße ausgebildet ist. Bei dieser Ausführungsform kann der Durchmesser des Geweberundhalters abhängig von der momentanen Gewebebreite veränderlich sein, beispielsweise über eine Einrichtung zur federnden Anpassung des Durchmessers des Geweberundhalters durch das Rundgewebe. Somit kann mit der Messeinrichtung der momentane Durchmesser des Geweberundhalters gemessen werden, um auf die momentane Gewebebreite zu schließen. Diese Variante hat den Vorteil, dass eine besonders reaktionsschnelle Regelung ermöglicht wird.
[0029] Bei einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist die Messeinrichtung zur Erfassung der Gewebebreite des Rundgewebes im flachen Zustand als Messgröße, insbesondere an oder nach der Abzugswalze der Rundgewebe-Abzugseinrichtung, ausgebildet. Diese Variante hat insbesondere den Vorteil einer einfacheren Maßabnahme, zum Beispiel an einer Sack-SpreizerRolle, und kann durch eine mechanische Übersetzung sehr präzise sein, wobei eine zusätzliche mechanisch-elektronische Übersetzung des Stellgrößen-Eingangssignals vorgesehen sein kann.
[0030] Bei einer bevorzugten Ausführungsform ist eine elektronische Messeinrichtung vorgesehen, welche einen Mess-Sensor aufweist, der die Gewebebreite des Rundgewebes vorzugsweise mechanisch oder optisch, beispielsweise mit einer Kamera oder mit einer Lichtschranke, an der Messposition überwacht.
Je nach Ausführung kann das jeweilige Messignal an die elektronische Regeleinrichtung übermittelt werden, mit welcher die Rundgewebe-Abzugsgeschwindigkeit oder die Webschützen-Umlaufgeschwindigkeit angepasst wird, um bei entsprechender Uber- bzw. Unterschreitung des Toleranzbereichs der Gewebebreite die Schussdichte wie oben bereits beschrieben nachzujustieren.
[0031] Die Erfindung wird nachstehend anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels weiter erläutert.
[0032] Fig. 1 zeigt eine schematische Seitenansicht einer erfindungsgemäßen Rundwebmaschine, bei welcher die Gewebebreite laufend erfasst und innerhalb eines Toleranzbereichs gehalten wird.
[0033] Fig. 2 zeigt einen Ausschnitt der Fig. 1.
[0034] In Fig. 1 ist eine Rundwebmaschine 1 gezeigt, welche für die Verwendung von Bändchen, Fäden, Monofilamenten und Multifilamenten als Kettbändchen 5 und Schussbändchen 3A vorgesehen ist. Die Rundwebmaschine 1 weist ein (nicht dargestelltes, beispielsweise gemäß EP 3 662 100 B1 ausgebildetes) Rundriet, nachstehend auch kurz Riet, auf, welches ringförmig um eine im Wesentlichen vertikale Hauptachse 2, entlang der eine Maschinenwelle verläuft, angeordnet ist. Entlang des Riets wird ein (nur schematisch gezeigter) Webschützen 3 mit einer Schussbändchenspule zum Abgeben eines Schussbändchens 3A (vgl. Fig. 2) geführt. Die Webschützen-Umlaufgeschwindigkeit wird über die Drehzahl der Maschinenwelle gesteuert. Auf der Maschinenwelle kann ein Fachbildungs-Exzenter sitzen, der über Schubböcke die Webschützen 3 antreibt. Bevorzugt sind zumindest sechs Webschützen 3 vorgesehen, welche kreisförmig um das Riet geführt werden. Die Rundwebmaschine 1 weist zudem eine Kettbändchen-Zufuhreinrichtung 4 mit einem Vorratshalter 4A, hier ein sogenanntes Gatter, auf, an dem Kettbändchenspulen 4B mit Kettbändchen 5 in horizontalen Reihen vertikal übereinander angeordnet sind. Auf der gegenüberliegenden Seite der Rundwebmaschine 1, gespiegelt bezüglich der Hauptachse 2, ist ein weiterer Vorratshalter (nicht gezeigt) vorgesehen, welcher ident ausgebildet sein kann. Die Kettbändchen 5 werden von den Kettbändchenspulen 4B über Gatterösen 6 in Winkeln 6A einer Einzugsvorrichtung 7 zugeführt, welche eine Umlenkwalze 8 und eine Einzugswalze 9 aufweist. Die Einzugswalze 9 ist über einen Motor (nicht dargestellt) angetrieben, um den Vorschub der Kettbändchen 5 zu beeinflussen.
[0035] Wie aus Fig. 1 weiters ersichtlich, werden die Kettbändchen 5 nach der Einzugsvorrichtung 7 über weitere Umlenkwalzen 10, 11 und einen Osenbogen 12 einer Anordnung von Führungs- und Längenausgleichselementen 13, sogenannten Kompensatoren, zugeführt, welche rings um die Hauptachse 2, außerhalb des Riets angeordnet sind. Mit Hilfe der Führungs- und Längenausgleichselemente 13 werden dynamische Schwankungen der Kettbändchenspannungen ausgeglichen. Zwischen den Führungs- und Längenausgleichselementen 13 und dem Riet sind (hier nicht gezeigte) Fachbildungseinrichtungen um das Riet herum verteilt angeordnet, mit welchen zwei (schematisch ersichtliche) Kettbändchenscharen erzeugt werden, die zueinander entgegengesetzte Wechselbewegungen nach oben bzw. nach unten durchführen, wodurch ein Webfach geöffnet und geschlossen wird. Das Webfach bildet im geöffneten Zustand einen von den beiden Kettbändchenscharen definierten Raum, durch den sich der Schützen 3 mit der Schussbändchenspule bewegt und dabei ein Schussbändchen 3A abgibt, um das Rundgewebe 14 herzustellen.
[0036] Wie aus Fig. 1 ersichtlich, weist die Rundwebmaschine 1 zudem eine Rundgewebe-Abzugseinrichtung 15 zum Abziehen des aus den Schussbändchen 3A und den Kettbändchen 5 hergestellten Rundgewebes 14 auf. Die Rundgewebe-Abzugseinrichtung 15 weist zumindest eine Abzugswalze 16 auf, mit welcher eine Rundgewebe-Abzugsgeschwindigkeit eingestellt werden kann. Die Rundgewebe-Abzugsgeschwindigkeit entspricht bevorzugt der Umfangsgeschwindigkeit der Abzugswalze 16.
[0037] Wie aus Fig. 1 weiters ersichtlich, weist die Rundwebmaschine 1 zudem eine Messeinrichtung 17 auf, welche dazu ausgebildet ist, die Gewebebreite des Rundgewebes 14 oder eine davon verschiedene, aber mit der Gewebebreite des Rundgewebes 14 verknüpfte Messgröße zu erfassen. Die Messeinrichtung 17 ist dazu ausgebildet, die gemessene Messgröße an eine Regeleinrichtung 18 zu übermitteln, welche im gezeigten Ausführungsbeispiel mit der RundgewebeAbzugseinrichtung 15 verbunden ist. Die Regeleinrichtung 18 ist dazu ausgebildet, die Rundgewebe-Abzugsgeschwindigkeit über die Rundgewebe-Abzugseinrichtung 15 abhängig von der gemessenen Messgröße derart zu regeln, dass die Gewebebreite des Rundgewebes 14 innerhalb eines Toleranzbereichs von beispielsweise plus/minus 0,5% des Sollwerts für die Gewebebreite gehalten wird. Dafür kann die Regeleinrichtung 18 mit einem Speicher 19 verbunden sein, in welchem eine Kennlinie zur Verknüpfung der Messgröße mit der Stellgröße der Regeleinrichtung 18 abgelegt sein kann, um die momentane Gewebebreite an den Sollwert der Gewebebreite anzupassen. Im laufenden Betrieb der Rundwebmaschine 1 kann die Rundgewebe-Abzugsgeschwindigkeit bei Unterschreiten der unteren Grenze des Toleranzbereichs für die Gewebebreite
mittels der Rundgewebe-Abzugseinrichtung 15 gesenkt bzw. die Rundgewebe Abzugsgeschwindigkeit bei Überschreiten der oberen Grenze des Toleranzbereichs für die Gewebebreite mittels der Rundgewebe Abzugseinrichtung 15 erhöht werden. Im gezeigten Ausführungsbeispiel wird die Drehzahl der Abzugswalze 16 als Stellgröße der Regeleinrichtung 18 herangezogen. Durch Erhöhung oder Verringerung der Drehzahl der Abzugswalze 16 wird die Rundgewebe-Abzugsgeschwindigkeit so angepasst, dass die Gewebebreite des Rundgewebes 14 am Ort der Messeinrichtung 17 an die Sollbreite angeglichen wird. Bei einer alternativen Ausführungsform (nicht gezeigt) wird die Schussbändchendichte über die Drehzahl der Maschinenwelle angepasst, welche die Webschützen-Umlaufgeschwindigkeit bestimmt.
[0038] Je nach Ausführung kann die mit der Gewebebreite zusammenhängende Messgröße an verschiedenen Stellen der Rundwebmaschine 1 gemessen werden.
[0039] Wie aus Fig. 2 ersichtlich, ist bei einer ersten Variante innerhalb des Rundriets (d.h. auf der von der Kettbändchen-Zufuhreinrichtung 4 abgewandten Seite des Rundriets) ein Webring 20 zum Umlenken des Rundgewebes 14 nach oben in Richtung der Rundgewebe-Abzugseinrichtung 15 angeordnet. Als Messgröße der Messeinrichtung 17 dient bei der ersten Variante die radiale Erstreckung B des Rundgewebes 14 außerhalb des Webrings 20.
[0040] Wie aus Fig. 1 weiters ersichtlich, ist oberhalb des Webrings 20 und in vertikalem Abstand dazu ein ringförmiger Geweberundhalter 21 vorgesehen, dessen Durchmesser durch das vorbeigeführte Rundgewebe gegen Federkraft veränderbar sein kann. Als Messgröße der Messeinrichtung 17 ist bei einer zweiten Variante der Durchmesser des Geweberundhalters 21 und damit des Rundgewebes 14 an dem Geweberundhalter 21 vorgesehen.
[0041] Wie aus Fig. 1 weiters ersichtlich, ist die Messeinrichtung 17 bei einer dritten Variante zur Erfassung der Gewebebreite des Rundgewebes 14 im flachen Zustand (sogenanntes Doppelflach), insbesondere an der Abzugswalze 16 der Rundgewebe-Abzugseinrichtung 15, ausgebildet.
[0042] Je nach Ausführung kann die Messeinrichtung 17 beispielsweise einen optischen oder mechanischen Mess-Sensor aufweisen, der die Messgröße präzise messen kann.
BEZUGSZIFFERN:
1 Rundwebmaschine
2 Hauptachse
3 Webschützen
3A Schussbändchen
4 Kettbändchen-Zufuhreinrichtung 4A Vorratshalter
4B Kettbändchenspulen
5 Kettbändchen
6 Gatterösen
6A Winkel
7 Einzugsvorrichtung
8 Umlenkwalze
9 Einzugswalze
10, 11 weitere Umlenkwalzen 12 Ösenbogen
13 Längenausgleichselemente 14 Rundgewebe
15 Rundgewebe-Abzugseinrichtung 16 Abzugswalze
17 Messeinrichtung
18 Regeleinrichtung
19 Speicher
20 Webring
21 Geweberundhalter
B Radiale Erstreckung des Rundgewebes

Claims (9)

Patentansprüche
1. Rundwebmaschine (1) zur Herstellung eines Rundgewebes (14), aufweisend:
eine Hauptachse (2),
ein Rundriet,
ein am Rundriet mit einer Webschützen-Umlaufgeschwindigkeit umlaufender Webschützen (3) zum Abgeben eines Schussbändchen (3A),
eine Kettbändchen-Zufuhreinrichtung (4) zur Zuführung von Kettbändchen (5),
eine Rundgewebe-Abzugseinrichtung (15) zum Abziehen des aus dem Schussbändchen (3A) und den Kettbändchen (5) mit einer Schussbändchendichte hergestellten Rundgewebes (14) mit einer Rundgewebe-Abzugsgeschwindigkeit,
gekennzeichnet durch
eine Messeinrichtung (17) zur Erfassung einer mit einer Gewebebreite des Rundgewebes (14) verknüpften Messgröße,
eine jeweils mit der Messeinrichtung (17) und der Rundgewebe-Abzugseinrichtung (15) verbundene Regeleinrichtung (18), mit welcher die Schussbändchendichte abhängig von der gemessenen Messgröße derart geregelt wird, dass die Gewebebreite des Rundgewebes (14) innerhalb eines Toleranzbereichs für die Gewebebreite gehalten wird.
2, Rundwebmaschine (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Regeleinrichtung (18) ausgebildet ist, zur Regelung der Schussbändchendichte die Rundgewebe-Abzugsgeschwindigkeit bei Unterschreiten des Toleranzbereichs für die Gewebebreite mittels der Rundgewebe-Abzugseinrichtung (15) zu senken und die Rundgewebe-Abzugsgeschwindigkeit bei Überschreiten des Toleranzbereichs für die Gewebebreite mittels der Rundgewebe-Abzugseinrichtung (15) zu erhöhen.
3. Rundwebmaschine (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Regeleinrichtung (18) ausgebildet ist, zur Regelung der Schussbändchendichte die Webschützen-Umlaufgeschwindigkeit des Webschützen (3) bei Unterschreiten des Toleranzbereichs für die Gewebebreite zu erhöhen und bei Überschreiten des Toleranzbereichs für die Gewebebreite zu senken.
4. Rundwebmaschine (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Mess- und Regeleinrichtung (17, 18) zur laufenden Erfassung der mit der Gewebebreite verknüpften Messgröße und zur laufenden Regelung der Schussbändchendichte eingerichtet ist.
5. Rundwebmaschine (1) nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Rundgewebe-Abzugseinrichtung (15) zumindest eine mit einem Motor angetriebene Abzugswalze (16) aufweist, wobei die Drehzahl der Abzugswalze (16) mittels der Regeleinrichtung (18) veränderbar ist, um die Rundgewebe-Abzugsgeschwindigkeit einzustellen.
6. Rundwebmaschine (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass innerhalb des Rundriets ein Webring (20) zum Umlenken des Rundgewebes (14) angeordnet ist, wobei die Messeinrichtung (17) zur Erfassung einer radialen Erstreckung des Rundgewebes (14) außerhalb des Webrings (20) als Messgröße ausgebildet ist.
7. Rundwebmaschine (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass oberhalb des Webrings (20) ein Geweberundhalter (21) vorgesehen ist, wobei die Messeinrichtung (17) zur Erfassung eines Durchmessers des Rundgewebes (14) an dem Geweberundhalter (21) als Messgröße ausgebildet ist.
8. Rundwebmaschine (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Messeinrichtung (17) zur Erfassung der Gewebebreite des Rundgewebes (14) im flachen Zustand als Messgröße, insbesondere an oder nach der Abzugswalze (16) der Rundgewebe-Abzugseinrichtung (15), ausgebildet ist.
9. Verfahren zur Herstellung eines Rundgewebes (14) mit der Rundwebmaschine (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 8, mit den Schritten: Bewegen des Webschützens (3) für das Schussbändchen (3A) mit einer Webschützen-
Umlaufgeschwindigkeit entlang des Rundriets,
Zuführen von zwei Scharen von Kettbändchen (5),
Ausbilden eines Webfachs zwischen den zwei Scharen von Kettbändchen (5), wobei der Webschützen (3) bei seiner Bewegung entlang des Rundriests das Schussbändchen (3A) in das Webfach einbringt, wodurch aus dem Schussbändchen (3A) und den Kettbändchen (5) das Rundgewebe (14) mit einer Schussbändchendichte gebildet wird,
Abziehen des Rundgewebes (14) mit der Rundgewebe-Abzugsgeschwindigkeit,
gekennzeichnet durch
Messen der mit der Gewebebreite des Rundgewebes (14) verknüpften Messgröße,
Regeln der Schussbändchendichte, vorzugsweise über die Rundgewebe-Abzugsgeschwindigkeit, abhängig von der gemessenen Messgröße, so dass die Gewebebreite des Rundgewebes (14) innerhalb eines Toleranzbereichs für die Gewebebreite gehalten wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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