AT522975B1 - Gasdruckgesteuertes Verschlusssystem für eine Feuerwaffe - Google Patents

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Abstract

Die Erfindung betrifft ein gasdruckgesteuertes Verschlusssystem für eine mit einem Gehäuse (1) und einem Lauf (9) ausgestattete Feuerwaffe umfassend eine Gaszuführung (19), eine mit Pulvergasen befüllbare mit dem Gehäuse (1) verbundene Kammer (16) mit darin parallel zur Laufachse verschiebbaren Kolben (15), welcher über eine Verbindungsleiste (7) mit einem Verschlussträger (2) verbunden ist, wobei der Verschlussträger mit einem Verschluss (3) kinematisch gekoppelt ist. Der Lauf (9) ist freischwingend gelagert. Entweder ist die Gaszuführung (19) mit ihrer Gasentnahmeöffnung im Übergangskegel zwischen Patronenlager und Laufseele angeordnet, oder sie ist innerhalb eines manschettenartig um den Lauf (9) und von diesem beabstandet angeordneten Gasblocks (20) angeordnet, wobei im Inneren des Gasblocks (20) eine im Lauf (9) angeordnete Gasübertrittsöffnung (22), die im Wesentlichen mit der Gasentnahmeöffnung der Gaszuführung (19) fluchtet, vorgesehen ist, und wobei im Gasblock (20) in Laufrichtung vor und hinter der Gasübertrittsöffnung (22) Federringe (21) zur Abdichtung des Raums zwischen Gasübertrittsöffnung (22) und Gasentnahmeöffnung vorgesehen sind, wobei die Federringe (21) am Lauf (9) tangierend anliegen und mit radialem Spiel im Gasblock (20) gelagert sind.

Description

Beschreibung
[0001] Die Erfindung betrifft ein gasdruckgesteuertes Verschlusssystem für eine mit einem Gehäuse und einem Lauf ausgestattete Feuerwaffe umfassend eine über eine Gaszuführung mit Pulvergasen aus der gezündeten Patrone befüllbare mit dem Gehäuse verbundene Kammer mit einem darin parallel zur Laufachse verschiebbaren Kolben, welcher mittels einer Feder in seiner Ruhelage in Richtung des der Laufmündung zugekehrten Endes der Kammer vorgespannt ist, eine auf einer Seite mit dem Kolben und auf der anderen Seite mit einem Verschlussträger verbundene Verbindungsleiste, wobei der Verschlussträger über eine Steuerkurve mit darin verschiebbarem Steuerbolzen mit einem Verschluss kinematisch gekoppelt ist, sodass bei Druckbeaufschlagung der Kammer und des darin befindlichen Kolbens dieser von seiner Ruhelage rückwärts in Richtung des von der Laufmündung abgekehrten Endes der Kammer verlagerbar ist, wodurch in der kinematischen Kette auch der Verschluss zuerst entriegelbar und in weiterer Folge bei fortgesetzter Rückwärtsbewegung in seine hintere geöffnete Stellung bewegbar ist.
[0002] Gasdruckgesteuerte Verschlusssysteme für halbautomatische Feuerwaffen sind seit langem bekannt. Die Gasabzapfung erfolgt bei den meisten Systemen ausgehend vom mündungsseitigen Ende ungefähr bei einem Drittel der Lauflänge über einen am Lauf der Waffe vorgesehenen Gasblock. Nach dem Zünden der Patrone bewegt sich das Geschoß in Richtung Laufmündung. Wenn das Geschoß die Gasentnahmebohrung überstreicht, wirken die aus der Laufseele durch die Gasentnahmebohrung in eine Kammer einströmenden Pulvergase auf einen Kolben, welcher über eine Stoßstange einen Verschlussschlitten zurückstößt, welcher wiederum gegen die Kraft der Schließfeder beschleunigt wird. Nach dem Durchlaufen einer vorbestimmten Strecke überträgt der Verschlussschlitten seinen Impuls an einen Steuerteil, wodurch die Verriegelungselemente, z.B. Nocken oder Stützklappen in eine Lage gebracht werden, in welcher der Verschluss vollständig freigegeben ist. Durch den überertragenen Impuls und den noch vorhandenen Schwaden-Druck wird der Verschluss bis in die Endlage gestoßen.
[0003] Nachteilig bei einer derartigen Ausgestaltung ist, dass der Entriegelungsvorgang und die damit verbundene Massenbewegung bereits in Gang gesetzt werden, sobald sich das Projektil an der Gasentnahmebohrung vorbeibewegt, und sich somit noch im Lauf befindet. Denn bereits zu diesem Zeitpunkt werden der im Gasblock gelagerte Kolben, die Stoßstange und der Verschlussschlitten sowie Verschlussträger nach hinten beschleunigt. Es wirken exzentrische Kräfte am Lauf und die longitudinale Laufschwingung wird negativ beeinträchtigt. Die am Lauf befestigten Funktionsteile wie der Gasblock beeinflussen die Treffsicherheit der Waffe zusätzlich.
[0004] Die US-PS 3,707,110 offenbart beispielsweise ein Gasentnahmesystem, dessen wesentliches Konstruktionsmerkmal darin liegt, dass der Kolben des Verriegelungssytems nach Art eines Differentialkolbens ausgebildet ist und am Anfang seiner Verschiebung mit geringem, danach aber mit vollem Gasdruck beaufschlagt ist. Auf diese Weise wird eine Verzögerung der Verschlussbetätigung erwirkt.
[0005] Die AT 393 028 B offenbart ein Gasentnahmesystem, bei welchem die Gasableitung in beträchtlicher Distanz nach dem Patronenlager mittels mechanischer Elemente, welche fest mit dem Lauf verbunden sind, erfolgt. Die damit einhergehende Störung der longitudinalen Laufschwingungen und die auftretenden exzentrischen Kräfte beeinträchtigen die Schusspräzision nachhaltig.
[0006] Ziel der vorliegenden Erfindung ist die Schaffung eines gasdruckgesteuerten Verschlusssystems, welches die oben genannten Nachteile beseitigt, einen einfachen Aufbau besitzt und damit kostengünstig gefertigt werden kann. Die Gasentnahme soll ohne mechanische Beeinträchtigung der freien Laufschwingung erfolgen. Auch bei halbautomatischer Verwendung soll das System die Präzision eines Repetiergewehres ermöglichen, jedoch in schnellerer Schussfolge.
[0007] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass der Lauf freischwingend gelagert ist, indem entweder die Gaszuführung mit ihrer Gasentnahmeöffnung im Übergangskegel zwischen Patronenlager und Laufseele angeordnet ist, oder indem die Gaszuführung innerhalb
eines manschettenartig um den Lauf und von diesem beabstandet angeordneten Gasblocks angeordnet ist, wobei im Inneren des Gasblocks eine im Lauf angeordnete Gasübertrittsöffnung, die im Wesentlichen mit der Gasentnahmeöffnung der Gaszuführung fluchtet, vorgesehen ist, und wobei im Gasblock in Laufrichtung vor und hinter der Gasübertrittsöffnung Federringe zur Abdichtung des Raums zwischen Gasübertrittsöffnung und Gasentnahmeöffnung vorgesehen sind, wobei die Federringe am Lauf tangierend anliegen und mit radialem Spiel im Gasblock gelagert sind. Bei einer Ausführungsvariante befindet sich die Gasentnahme über der Gaszuführung im Bereich des Ubergangkegels des Patronenlagers. Die hochgespannten Pulvergase werden über eine rohrförmige Gaszuführung in Richtung der Laufmündung in ein oder zwei, im Gewehrschaft integrierte Kammern eingespeist, in welchen verschiebbare Kolben angeordnet sind. Durch die Gasentnahme im Übergangskegel des Patronenlagers wird das Schwingungsverhalten vom Lauf positiv beeinflusst, da keine weiteren mechanisch am Lauf befestigten Elemente für die Gasentnahme notwendig sind. Der Lauf ist dadurch freischwingend, wie bei einem Repetiergewehr.
[0008] Alternativ wird in einer weiteren Ausführungsform der Erfindung eine freischwingende Lagerung des Laufs dadurch erreicht, dass im Gehäuse der Feuerwaffe ein für die Gasentnahme vorgesehener Gasblock angeordnet ist. Dieser umgreift den Lauf manschettenartig ohne ihn zu berühren. Ein etwaiger Gasverlust bei der Einleitung der hochgespannten Pulvergase von einer Gasübertrittsöffnung im Lauf zur Gasentnahmeöffnung der Gaszuführung wird durch vorgespannte Federringe, welche mit Vorspannung den Lauf umschließen, unterbunden. Die vorgespannten Federringe sind freischwingend und mit geringer Masse im Gasblock gelagert und behindern daher den Lauf nicht in seinem Schwingungsverhalten.
[0009] Durch beide alternativen Ausführungsvarianten der Gasentnahme wird das Schwingungsverhalten vom Lauf positiv beeinflusst und somit die Trefferwahrscheinlichkeit gesteigert. Die Präzision ist damit ähnlich wie bei einem Repetiergewehr.
[0010] Gemäß einer bevorzugten Variante ist es vorgesehen, dass der Verschluss zumindest eine, vorzugsweise drei oder mehr mit Bezug auf die Laufachse radial angeordnete Verschlusswarzen aufweist, welche im verriegelten Zustand mit gegengleichen Laufwarzen in Eingriff stehen und den Verschluss in dieser Position sichern, wobei der Verschluss bei der Bewegung in die hintere offene Stellung zuerst aufgrund der Führung des Steuerbolzens in der Steuerkurve verdrehbar ist, sodass die Verschlusswarzen und Laufwarzen außer Eingriff kommen, wonach der Verschluss gemeinsam mit dem Verschlussträger in die hintere offene Stellung bewegbar ist. Vorzugsweise wird ein Nocken- bzw. Warzenverschluss verwendet, welcher in einem Verschlussträger verschiebbar und über eine Steuerkurve drehbar gelagert ist. Die Ausgestaltung der Verschlussnocken bzw. -warzen, welche spiegelgleich mit den Laufnocken bzw. -warzen korrespondieren, bewirkt, dass bei Schussabgabe eine hohe Druckbelastung und Flächenpressung zwischen diesen Flächen vorherrscht solange sich das Projektil im Lauf befindet und damit auch eine vorzeitige Öffnung durch Verdrehung des Verschlusses über die Steuerkurve vermieden wird. Es versteht sich für den Durchschnittsftachmann, dass entweder die Steuerkurve auf dem Verschlussträger und der Steuerbolzen auf dem Verschluss angeordnet sein kann oder umgekehrt.
[0011] Dabei ist es ein weiteres bevorzugtes Merkmal, dass der Kolben ein Hohlkolben mit einem im Mantel des Hohlkolbens angeordneten Loch ist, wobei das Loch vorzugsweise ein Langloch ist, welches in der Ruhelage des Kolbens mit der Gaszuführung fluchtet. Der Hohlkolben, in welchem ein Langloch für die Einströmung der hochgespanten Pulvergase vorgesehen ist, betätigt über eine Verbindungsleiste den Verschlussträger, in welchem vorzugsweise, ein Warzenverschluss gelagert ist. Die anfängliche Verschiebung von Hohlkolben und Verschlussträger liegt im Bereich von ca. 3 mm gegen die Kraft der Schließfeder. Eine weitere Bewegung bzw. Verschiebung des Verschlussträgers und somit die Einleitung der Verschlussöffnung über die Steuerkurve wird durch die hohe Flächenpressung zwischen den Verschlusswarzen und den korrespondierenden Laufwarzen verhindert. Die Öffnung des Verschlusses über die Steuerkurve kann erst nach Geschoßaustritt durch den im Hohlkolben gespeicherten Gasdruck erfolgen, welcher die Kraft der Flächenpressung zwischen Verschlusswarzen und korrespondierenden Laufwarzen danach übersteigt. Daraus ist ableitbar, dass die Verschluss-Offnung zeitverzögert, erst nach Austritt des Projektils aus dem Lauf, erfolgt.
[0012] Schließlich ist es gemäß einer möglichen Ausführungsform ein weiteres bevorzugtes Merkmal, dass der Gasblock mit dem Gehäuse verbunden ist und der den Lauf umgreifende Abschnitt einen Innendurchmesser aufweist, der größer als der Außendurchmesser des Laufs ist, und wobei innerhalb des Gasblocks Ringnuten zur Halterung der jeweiligen Federringe vorgesehen sind, wobei der Innendurchmesser des Gasblocks im Bereich der Ringnuten größer ist als der Außendurchmesser der Federringe und im Bereich angrenzend der Ringnuten kleiner ist als der Außendurchmesser der Federringe, wodurch diese mit radialem Spiel gehalten sind. Bei dieser Ausführungsform können wie üblich die Gase im mündungsseitigen vorderen Drittel des Laufs über eine Gasübertrittsöffnung zur Gasentnahmeöffnung und weiter in die Kammer geleitet werden. Der den Lauf umschließende Gasblock verhindert mittels der Federringe einen Gasverlust. Der Gasblock ist dabei vom Lauf beabstandet gelagert und die Federringe sind in Ringnuten mit radialem Spiel gelagert und liegen am Lauf an. Das Schwingungsverhalten des Laufs wird folglich nur durch die anliegenden Federringe beeinflusst, welche aber aufgrund des geringen Gewichts keinen nennenswerten Einfluss darauf nehmen. Durch das Spiel in den Ringnuten kommen die Federringe beim Schwingen des Laufs nicht in radialer Richtung mit dem Gasblock in Berührung. Durch die Beabstandung des Gasblocks vom Lauf kommt auch dieser mit dem Lauf nicht in Berührung.
[0013] Die Erfindung wird nun in größerem Detail anhand eines Ausführungsbeispiels sowie mit Hilfe der beiliegenden Figuren beschrieben. Dabei zeigen
[0014] Fig. 1 einen Längsschnitt einer ersten Ausführungsform mit allen Funktionsteilen im verriegelten Zustand,
[0015] Fig. 2 die Ausführungsform nach Fig. 1 kurz nach der Zündung der Patrone, [0016] Fig. 3 die Ausführungsform nach Fig. 1 nach dem Entriegeln des Verschlusses, [0017] Fig. 4 die Ausführungsform nach Fig. 1 mit vollständig geöffnetem Verschluss,
[0018] Fig. 5 einen Längsschnitt einer zweiten Ausführungsform mit allen Funktionsteilen in verriegeltem Zustand,
[0019] Fig. 6 die Ausführungsform nach Fig. 5 kurz nach Zündung der Patrone,
[0020] Fig. 7 die Ausführungsform nach Fig. 5 nach dem Entriegeln des Verschlusses, [0021] Fig. 8 die Ausführungsform nach Fig. 5 mit vollständig geöffnetem Verschluss, [0022] Fig. 9 einen Detailausschnitt der Fig. 8 im Bereich des Gasblocks und
[0023] Fig. 10 eine perspektivische Ansicht eines Federrings.
[0024] Fig. 1 zeigt einen Längsschnitt der erfindungswesentlichen Komponenten eines gasdruckgesteuerten Verschlusssystems in einem Gehäuse 1 einer Feuerwaffe. Nicht gezeigt ist der Unterbau der Waffe. Der Verschlussträger 2 ist den Verschluss 3 umgreifend angeordnet. In der Darstellung ist zur Vereinfachung lediglich eine einzelne Verschlusswarze 4 dargestellt, welche mit einer einzelnen Laufwarze 11 im verriegelten Zustand in Eingriff steht. In der Praxis können natürlich mehrere radial angeordnete Verschlusswarzen 4 und entsprechende Laufwarzen 11 vorgesehen sein. Der Steuerbolzen 5 des Verschlusses 3 ist in einer Steuerkurve 10 am Verschlussträger 2 geführt. Die Patrone 6 befindet sich im Patronenlager. Die Verbindungsleiste 7 mit der Federführungsanlage 8 verbindet den Kolben 15 mit dem Verschlussträger 2.
[0025] Die Fig. 2 zeigt die Anordnung aus Fig. 1 nach dem Zünden der Patrone 6. Dabei löst sich das Projektil 13 von der Patronenhülse 12. In geringem Abstand vom Hülsenmund der Patronenhülse 12 ist die Gasentnahmeöffnung einer Gaszuführung 19 angebracht, welche in Form einer Leitung die hochgespannten Pulvergase in die Kammer 16 leitet und dadurch den Kolben 15 in der Kammer 16 mit Druck beaufschlagt.
[0026] Der aufgebaute Gasdruck bewegt den Kolben 15 gegen die Kraft der Feder 14 und über die Verbindungsleiste 7 den Verschlussträger 2, bis der Steuerbolzen 5 an der Steuerkurve 10 tangiert. Eine weitere Verschiebung ist nicht möglich, da die Haftreibung zwischen der Ver-
schlusswarze 4 und der deckungsgleichen Laufwarze 11 höher ist als der zugeführte Gasdruck. Das Langloch 17 ermöglicht den weiteren Druckausgleich mit dem Gasdruck im Lauf 9. Die Phase des Druckausgleichs ist nur solange wirksam, wie sich das Projektil 13 im Lauf 9 befindet.
[0027] Die Fig.3 zeigt die Situation nach Austritt des Projektils 13 aus dem Lauf 9. Die Haftreibung zwischen Verschlusswarze 4 und Laufwarze 11 ist nun wesentlich verringert. Der im Kolben 15 aufgespeicherte Gasdruck wirkt über die Verbindungsleiste 7 auf den Verschlussträger 2. Der Steuerbolzen 5 verstellt über die Steuerkurve 10 den Verschluss 3 mit der Verschlusswarze 4 in die entriegelte Position, in welcher die Verschlusswarze 4 mit der Laufwarze 11 außer Eingriff steht. In dieser Position versetzt sich der als Hohlkolben ausgebildete Kolben 15 weiter nach hinten und das Langloch 17 fluchtet nun nicht mehr mit der Gaszuführung 19.
[0028] Die Fig. 4 zeigt die weitere Bewegung, bei der der im Kolben 15 gespeicherte Gasdruck den Verschlussträger 2 über die Verbindungsleiste 7 gegen die Kraft der Feder 14 mit dem Verschluss 3 gemeinsam in die bestimmungsgemäße Endlage schleudert. Der im Kolben 15 vorhandene Restgasdruck kann nun über die Ausströmöffnung 18 entweichen.
[0029] In der Fig. 5 ist eine alternative Ausführungsform der Erfindung mit um den Lauf angeordnetem Gasblock 20 gezeigt. Die jeweils gleichen Komponenten, wie bei der Ausführungsform der Fig. 1 bis 4, sind mit jeweils gleichen Bezugszeichen gekennzeichnet. In Fig. 5 ist erneut die geladene und verriegelte Position dargestellt.
[0030] Die Fig. 6 zeigt wiederum die Position kurz nach dem Zünden der Patrone 6. Das Projektil 13 bewegt sich in Richtung Laufmündung. Durch den Gasdruck entsteht zwischen der Verschlusswarze 4 und der Laufwarze 11 eine hohe Flächenpressung. Wenn das Projektil 13 die Gasübertrittsöffnung 22 im Lauf 9 und die damit fluchtende Gasentnahmeöffnung der Gaszuführung 19 überfährt, strömen hochgespannte Pulvergase über den Gasblock 20 in den Kolben 15. Ein Druckverlust wird dadurch verhindert, dass im Gasblock 20 vorgespannte Federringe 21, welche am Lauf 9 anliegen, integriert sind.
[0031] Der Außendurchmesser der Federringe 21 ist geringer als der Innendurchmesser der entsprechenden Ringnut 23 im Gasblock 20 und sie sind somit schwimmend im Gasblock 20 gelagert. Axial ergibt sich dadurch ein geringes Spiel, radial ein großes Spiel, wodurch der schwingende Lauf 9 in radialer Richtung niemals direkt oder indirekt mit dem Gasblock 20 in Berührung kommt. Die hochgespannten Pulvergase beaufschlagen den Kolben 15 in der Kammer 16. Der aufgebaute Gasdruck bewegt den Kolben 15 gegen die Kraft der Feder 14 und über die Verbindungsleiste 7 den Verschlussträger 2 bis der Steuerbolzen 5 an der Steuerkurve 10 tangiert. Eine weitere Verschiebung ist nicht möglich, da die Haftreibung zwischen der Verschlusswarze 4 und der deckungsgleichen Laufwarze 11 höher ist als der zugeführte Gasdruck. Das Langloch 17 ermöglicht den weiteren Druckausgleich mit dem Gasdruck im Lauf 9. Die Phase des Druckausgleichs ist nur solange wirksam wie sich das Projektil 13 im Lauf befindet.
[0032] Die Fig. 7 zeigt wiederum die Situation nach Austritt des Projektils 13 aus dem Lauf 9. Die Haftreibung zwischen Verschlusswarze 4 und Laufwarze 11 ist nun wesentlich verringert. Der im Kolben 15 aufgespeicherte Gasdruck wirkt über die Verbindungsleiste 7 auf den Verschlussträger 2, Der Steuerbolzen 5 verstellt über die Steuerkurve 10 den Verschluss 3 mit der Verschlusswarze 4 in die entriegelte Position. In dieser Position versetzt sich der Kolben 15 und das Langloch 17 überfährt die Gaszuführung 19.
[0033] Die Fig. 8 zeigt wiederum die weitere Bewegung, bei der der im Kolben 15 gespeicherte Gasdruck den Verschlussträger 2 über die Verbindungsleiste 7 gegen die Kraft der Feder 14 mit dem Verschluss 3 gemeinsam in die bestimmungsgemäße Endlage schleudert. Der im Kolben 15 vorhandene Restgasdruck kann über die Ausströmöffnung 18 entweichen.
[0034] Die Fig. 9 zeigt einen Ausschnitt in Vergrößerung im Bereich vom Gasblock 20. Dabei ist ersichtlich, dass der Innendurchmesser vom Federring 21 am Lauf 9 tangiert und der Außendurchmesser vom Federring 21 geringer ist als der größere Innendurchmesser in der Ringnut 23 vom Gasblock 20. In der Fig. 10 ist schließlich noch einer der Federringe 21 in einer perspektivischen Ansicht dargestellt. Im eingesetzten Zustand liegt der Spalt im Federring 21 dicht aufeinander, wodurch auch an dieser Stelle kein nennenswerter Druckverlust stattfindet.

Claims (4)

Patentansprüche
1. Gasdruckgesteuertes Verschlusssystem für eine mit einem Gehäuse (1) und einem Lauf (9) ausgestattete Feuerwaffe umfassend eine über eine Gaszuführung (19) mit Pulvergasen aus der gezündeten Patrone (6) befüllbare mit dem Gehäuse (1) verbundene Kammer (16) mit einem darin parallel zur Laufachse verschiebbaren Kolben (15), welcher mittels einer Feder (14) in seiner Ruhelage in Richtung des der Laufmündung zugekehrten Endes der Kammer (16) vorgespannt ist, eine auf einer Seite mit dem Kolben (15) und auf der anderen Seite mit einem Verschlussträger (2) verbundene Verbindungsleiste (7), wobei der Verschlussträger (2) über eine Steuerkurve (10) mit darin verschiebbarem Steuerbolzen (5) mit einem Verschluss (3) kinematisch gekoppelt ist, sodass bei Druckbeaufschlagung der Kammer (16) und des darin befindlichen Kolbens (15) dieser von seiner Ruhelage rückwärts in Richtung des von der Laufmündung abgekehrten Endes der Kammer (16) verlagerbar ist, wodurch in der kinematischen Kette auch der Verschluss (3) zuerst entriegelbar und in weiterer Folge bei fortgesetzter Rückwärtsbewegung in seine hintere geöffnete Stellung bewegbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Lauf (9) freischwingend gelagert ist, indem entweder die Gaszuführung (19) mit ihrer Gasentnahmeöffnung im Ubergangskegel zwischen Patronenlager und Laufseele angeordnet ist, oder indem die Gaszuführung (19) innerhalb eines manschettenartig um den Lauf (9) und von diesem beabstandet angeordneten Gasblocks (20) angeordnet ist, wobei im Inneren des Gasblocks (20) eine im Lauf (9) angeordnete Gasübertrittsöffnung (22), die im Wesentlichen mit der Gasentnahmeöffnung der Gaszuführung (19) fluchtet, vorgesehen ist, und wobei im Gasblock (20) in Laufrichtung vor und hinter der Gasübertrittsöffnung (22) Federringe (21) zur Abdichtung des Raums zwischen Gasübertrittsöffnung (22) und Gasentnahmeöffnung vorgesehen sind, wobei die Federringe (21) am Lauf (9) tangierend anliegen und mit radialem Spiel im Gasblock (20) gelagert sind.
2. Gasdruckgesteuertes Verschlusssystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Verschluss (3) zumindest eine, vorzugsweise drei oder mehr mit Bezug auf die Laufachse radial angeordnete Verschlusswarzen (4) aufweist, welche im verriegelten Zustand mit gegengleichen Laufwarzen (11) in Eingriff stehen und den Verschluss (3) in dieser Position sichern, wobei der Verschluss (3) bei der Bewegung in die hintere offene Stellung zuerst aufgrund der Führung des Steuerbolzens (5) in der Steuerkurve (10) verdrehbar ist, sodass die Verschlusswarzen (4) und Laufwarzen (11) außer Eingriff kommen, wonach der Verschluss (3) gemeinsam mit dem Verschlussträger (2) in die hintere offene Stellung bewegbar ist.
3. Gasdruckgesteuertes Verschlusssystem nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Kolben (15) ein Hohlkolben mit einem im Mantel des Hohlkolbens angeordneten Loch ist, wobei das Loch vorzugsweise ein Langloch (17) ist, welches in der Ruhelage des Kolbens (15) mit der Gaszuführung (19) fluchtet.
4. Gasdruckgesteuertes Verschlusssystem nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Gasblock (20) mit dem Gehäuse (1) verbunden ist und der den Lauf (9) umgreifende Abschnitt einen Innendurchmesser aufweist, der größer als der Außendurchmesser des Laufs (9) ist, und wobei innerhalb des Gasblocks (20) Ringnuten (23) zur Halterung der jeweiligen Federringe (21) vorgesehen sind, wobei der Innendurchmesser des Gasblocks (20) im Bereich der Ringnuten (23) größer ist als der Außendurchmesser der Federringe (21) und im Bereich angrenzend der Ringnuten (23) kleiner ist als der Außendurchmesser der Federringe (21), wodurch diese mit radialem Spiel gehalten sind.
Hierzu 5 Blatt Zeichnungen
ATA50401/2020A 2020-05-08 2020-05-08 Gasdruckgesteuertes Verschlusssystem für eine Feuerwaffe AT522975B1 (de)

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Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US7832326B1 (en) * 2007-04-18 2010-11-16 Christopher Gene Barrett Auto-loading firearm with gas piston facility
EP2966397A1 (de) * 2014-07-09 2016-01-13 L&O Hunting Group GmbH Gasdruckladegewehr

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