<Desc/Clms Page number 1>
Die Erfindung betrifft einen Bausatz zum Erstellen von Geräte- schränken für den Selbstbedienungsbereich von Geldinstituten wie Banken, Sparkassen oder Versicherungen oder öffentlich zuganglichen Stellen, wobei in dem jeweiligen Geräteschrank von aussen bedienbare Geräte wie Elektrostemplei, elektrische Lesegeräte, Briefkästen, Schredder für zu vernichtende Schriftstücke, Abfragegeräte usw. in Gebrauchsstellung eingesetzt oder eingebaut sind, mit in Gebrauchsstellung vertikalen Seitenteilen, mit wenigstens einer zu dem jeweiligen Geräteschrank gehörenden Fronttüre, mit mindestens einer Rückwand und zumindest einem oberen Abschluss.
Derartige Geräteschränke mit eingebauten Selbstbedienungsgeräten sind bekannt und erlauben den Kunden von Geldinstituten, Belege einzugeben, abzustempeln, zu vernichten usw., sodass grosse Teile der Kundenbetreuung automatisiert werden können. Die bisher bekannten Geräteschränke und die Bausätze, aus denen sie zusammengesetzt sind, haben relativ hohe Kosten, weil je nach Art der eingebauten Geräte entsprechend angepasste Geräteschränke erstellt werden. In der Regel bestehen diese aus kompletten Gehäusen aus Blech oder Holz, die in den erforderlichen Abmessungen
<Desc/Clms Page number 2>
entsprechend aufwendig montiert und gefertigt werden müssen.
Es besteht deshalb die Aufgabe, einen Bausatz der eingangs genannten Art zu schaffen mit welchem die Herstellung von Geräteschränken gleicher und unterschiedlicher Abmessungen rationalisiert werden kann. Insbesondere soll eine Vielzahl unterschiedlicher Geräteschränke für unterschiedliche Geräte und Anwendungen preiswert hergestellt werden können.
Zur Lösung dieser Aufgabe gehört zunächst schon der eingangs definierte Bausatz bzw. der Gedanke, die Teile der Geräteschränke als Bausatz zur Verfügung zu stellen.
Vor allem ist dieser eingangs definierter Bausatz dabei dadurch gekennzeichnet, dass zumindest die Rückwände und die Fronttüren in wenigstens zwei verschiedenen Breiten zum Erstellen verschieden breiter Geräteschränke vorgesehen sind und dass zu dem Bausatz ausserdem im Inneren des jeweiligen Geräteschrankes anbringbare oder angebrachte Halterungen für die Geräte gehören. Somit können mit teils übereinstimmenden, teils in ihren Abmessungen unter- schiedlichen Teilen des Bausatzes verschieden bemessene Geräte- schränke zusammengestellt und an entsprechend unterschiedliche Anwendungen oder Wünsche angepasst werden.
Entsprechend günstigere Herstellungskosten ergeben sich gegenüber konventionell hergestell- ten Geräteschränken, obwohl unterschiedlich breite Geräteschränke zusammengestellt werden können, wobei diese jeweils ein charakteri- stisches, gemeinsames Aussehen oder Design erkennen lassen.
Eine besonders zweckmässige Ausgestaltung des erfindungsgemässen Bausatzes kann dabei darin bestehen, dass Seitenteile, Rückwände und Fronttüren jeweils übereinstimmende Höhenabmessungen haben und in wenigstens zwei unterschiedlichen Höhenabmessungen zu dem Bausatz gehören. Somit können zumindest zwei unterschiedlich hohe Geräteschränke zusammengesetzt werden, was in Kombination mit unterschiedlich breiten Geräteschränken bereits zu einer Vielzahl
<Desc/Clms Page number 3>
von verschiedenen Möglichkeiten bzw. verschieden bemessenen Geräteschränken führt, ohne einen erheblich höheren Herstellungs - aufwand zu verursachen.
Die Seitenteile können als tragende Teile ausgebildet sein und jeweils zwei zu einem Geräteschrank gehörende Seitenteile können spiegelbildlich gleich sein. Diese Seitenteile können dann mit den unterschiedlich breiten Rückwänden und Fronttüren zu unterschiedlich breiten Geräteschränken kombiniert werden und all diese Teile können in unterschiedlichen Längen vorliegen, so dass entsprechend unterschiedlich hohe Geräteschränke erstellt werden können, wobei sich dennoch jeweils ein ähnliches Aussehen aufgrund der übereinstimmenden Gestaltung der Form der Seitenteile ergibt.
Besonders zweckmässig ist es dabei, wenndie Seitenteile Strangpress- profile insbesondere aus Leichtmetall sind und vorzugsweise an ihrem in Gebrauchstellung rückwärtigen Rand eine in Gebrauchs- stellung vertikale Längsnut zum Umgreifen der Rückwand haben.
Somit erhalten die Seitenteile eine Zusatzfunktion, indem sie auch die Rückwand erfassen und festlegen und gleichzeitig auch abdichten können. Die Fertigung als Strangpressprofil erlaubt besonders einfach, unterschiedlich lange Seitenteile herzustellen.
Ausserdem können solche Strangpressprofile eine hohe Steifigkeit haben und bei geringem Gewicht dennoch einen stabilen Geräteschrank ergeben. Dies erhöht auch den Schutz gegen Vandalismus, der durch eine entsprechend starke Ausbildung insbesondere der Fronttüren - gegebenenfalls unter Verwendung von Stahlblech - noch verbessert werden kann.
Die Seitenteile können - insbesondere bei einer Fertigung aus Strangpressprofilen - an der in Gebrauchsstellung dem Inneren des Geräteschrankes zugewandten Seite wenigstens einen vorzugsweise wenigstens zwei insbesondere durchgehende Schraubkanäle aufweisen.
Dies ermöglicht die Anbringung der Scharniere und/oder Verschluss- elemente der Fronttüre, erleichtert also die Erstellung des
<Desc/Clms Page number 4>
Geräteschrankes unter Verwendung der einzelnen Teile des erfindungsgemässen Bausatzes. Die Fronttüren und eventuell im Frontbereich angeordnete Blenden können direkt an diesen Längsschraubkanälen anmontiert werden.
Eine besonders rationelle Fertigung und Anpassung an unter- schiedlicher Abmessungswünsche, insbesondere was die Höhe entsprechender Geräteschränke betrifft, kann darin bestehen, dass die Seitenteile aus einem zunächst überlangen Strangpressprofil auf die erforderliche Länge abgeschnitten sind. Es können also zu dem Bausatz überlange Seitenteile bzw. Strangpressprofile gehören wie sie als Seitenteile Verwendung finden können. Je nach erforderlicher oder gewünschter Höhe des Geräteschrankes können dann die Seitenteile in ihrer endgültigen Länge von solchen überlangen Seitenteilen abgetrennt werden.
Die Seitenteile können einen insbesonderen nach aussen gewölbten Querschnitt und gegebenenfalls eine äussere Längsriffelung haben.
Dies verbessert nicht nur ein charakteristisches Aussehen und erhöht den Wiedererkennungseffekt auch unterschiedlich bemesse- ner, aus dem erfindungsgemässen Bausatz erstellter Geräteschränke, sondern vergrössert bei nach aussen gewölbtem Querschnitt auch das Innenvolumen solcher Geräteschränke, so dass sie ein entsprechend grösseres Fassungsvermögen haben. Ausserdem wird dadurch die Steifigkeit der Seitenteile und damit die Stabilität der Geräteschränke verbessert.
Der obere Abschluss kann als Tischplatte, gegebenenfalls mit Belegaufnahmefach, ausgebildet und in wenigstens zwei Breiten vorgesehen Seiten, die zu den unterschiedlich breiten Rückwänden und Fronttüren passen. Somit kann der obere Abschluss des Gerateschrankes bei nicht zu grosser Höhe eine Zusatzfunktion haben, indem er einem Benutzer im Selbstbedienungsbereich als Schreib- unterlage oder in sonstiger Weise als Tischplatte oder auch als Ablageplatte dienen kann.
<Desc/Clms Page number 5>
Dem Bausatz können ausserdem Bodenplatten in unterschiedlicher Breite zugehören, die in ihrer Abmessung auf die Breite der Rückwände und/oder Fronttüren und/oder oberen Abschlüssen sowie der Seitenteile abgestimmt oder daran angepasst sein können. Solche Bodenplatten können den Geräteschrank auch im Bodenbereich stabilisieren, aussteifen und nach unten verschliessen. Darüber hinaus können solche Bodenplatten einen aufgehängten Schrank nach unten abschliessen, wobei ein solcher aufgehängter, mit seiner Bodenplatte gegenüber dem Fussboden beabstandeter Geräteschrank auch für Behinderte in Rollstühlen besonders gut zugänglich ist.
Eine Ausgestaltung der Erfindung von eigener schutzwürdiger Bedeutung kann darin bestehen, dass die Fronttüren des Bausatzes Gerätehalterungen oder Stellen zum Anbringen von Geräten oder Gerätehalterungen zum Befestigen der Geräte an der Fronttüre aufweisen. Somit können die diversen, in dem Geräteschrank urter zu bringenden Geräte unmittelbar an der Fronttüre gehaltert oder befestigt werden, so dass sie beim Öffnen der Türe automatisch aus dem Geräteschrank herausbewegt und beispielsweise für einen Ausstausch oder einer Entleerung oder einer Reparatur oder dergleichen gut zugänglich sind. Darüber hinaus wird auch dadurch die Bedienung selbst für Rollstuhlfahrer verbessert, weil praktisch alle Bedienerfunktionen von der Frontseite eines derartig gestalteten Geräteschrankes her zugänglich sind.
In Kombination mit einer gewissen Bodenfreiheit gilt dies für Rollstuhlfahrer in erhöhtem Masse.
Die Fronttüren können mit Scharnieren mit den Seitenteilen verbindbar vorgesehen sein und/oder sie können an einer Schiebefüh- rung oder einem Tiefzug befestigbar oder montiert und insbesondere mit den angeschlossenen Geräten in Gebrauchsstellung von der Öffnung des Geräteschranks wegschwenkbar und/oder wegverschiebbar sein.
Unter Fronttüre ist also nicht nur eine übliche schwenk- oder
<Desc/Clms Page number 6>
klappbare Einzel- oder auch Doppeltüre, sondern auch eine Frontplatte zu verstehen, die als ganzes parallel zu sich selbst von der Frontöffnung wegbewegbar ist. Dabei kann der Bausatz entweder Scharniere oder Tiefzüge mit Schiebeführungen oder auch beides umfassen, so dass wahlweise Geräteschränke mit Schwenktüren oder mit verschiebbaren Frontplatten zusammensetzbar sind.
Die Fronttüre und/oder Frontplatte kann die für die Bedienung der in Gebrauchsstellung im Inneren, insbesondere an der Innenseite, installierten Geräte erforderlichen Durchbrüche zum Einführen von Schriftstücken oder Belegen oder Magnetkarten oder Geldscheinen oder-münzen haben und vorzugsweise an der Aussenseite der Fronttüren oder Frontplatten Anbauten zur Erleichterung der Einführung in Form von trichterartigen Teilen, Einwurfschlitzen oder dergleichen aufweisen. Somit erhalten die Fronttüren oder -platten eine zusätzliche Funktion bei der Bedienung, indem sie nicht nur den Geräteschränk abschliessen, sondern dabei gleichzeitig die im Inneren des Geräteschrankes und bevorzugt an der Innenseite der Fronttüre oder Frontplatte installierten Geräte dennoch für den Benutzer und die von ihm einzugebenden Gegenstände zugänglich machen.
Zu dem Bausatz können Halterungen zum Befestigen eines oder mehrerer Geräteschränke an einer Wand insbesondere mit Abstand zum Boden, zum Beispiel Konsolen oder Wandanker, gehören, die in Gebrauchsstellung vorzugsweise an der Rückwand, diese gegebenenfalls durchsetzend, angreifen. Somit kann ein Geräte- schrank an einer Wand aufgehängt oder zusätzlich zu seiner Aufstellung auf dem Boden auch noch an einer Wand verankert werden, um ein Entwenden eines solchen Geräteschrankes zu erschweren.
Eine weitere Ausgestaltung des Bausatzes kann darin bestehen, dass die in dem Geräteschrank anbringbaren Geräte wie Elektrostemp- ler, Schütten, Schredder, Auffangbehälter, Scanner, Teleskopauszüge, Lesegeräte und die Montagehilfsteile dafür, zum Beispiel
<Desc/Clms Page number 7>
Montagewinkel, Befestigungsschrauben, Scharniere, Konsolen usw., zu dem Bausatz gehören. Somit steht einem Geldinstitut oder einern Ausrüster von Geldinstituten ein Bausatz zur Verfügung, mit dern er unterschiedlichste Wünsche hinsichtlich Abmessungen und unterzubringenden Geräten bei solchen Geräteschränken im Selbstbedienungsbereich gerecht werden kann.
Vor allem ist dabei auch die Aufstellung mehrerer Geräteschränke in rationeller Weise unter Verwendung ähnlicher und übereinstimmender Teile möglich, so dass auch das gefällige Aussehen sich bei mehreren derartigen Geräteschränken jeweils wiederholt und eine innenarchitektonische Gestaltung des Selbstbedienungsbereiches erlaubt.
Da sich die Verbindungsmittel für die einzelnen Teile des Bausatzes in Gebrauchsstellung alle im Inneren des Geräteschrankes befinden und die Frontüre und/oder Frontplatte abschliessbar sein kann, lässt sich der Geräteschrank zumindest mit einfachen Werkzeugen nicht unbefugt öffnen oder demontieren. Alle Verschraubungen können im Inneren in Längsschraubkanälen oder mittels Blechschrauben erfolgen, was für zusätzliche Vandalismussicherheit sorgt.
Trotz vielfältiger Gestaltungsmöglichkeiten ergibt sich dabei insgesamt eine einfache Konstruktion auch des oberen Abschlusses, der als Tischplatte und damit als Schreibplatte dienen kann und den Geräteschrank zu einem Stehpult macht. Dabei können ausserdem Einsätze für die Formularbevorratung oder Befestigungsmöglichkeit für Werbeträger oder irgendwie geartete Bedienoberflächen für Terminals eingearbeitet sein.
Insgesamt ergibt sich ein Bausatz, mit dem Geräteschränke für den Selbstbedienungsbereich von Geldinstituten preiswert und in weitgehend individueller Anpassung an unterschiedliche Bedürfnisse und Abmessungen herstellbar sind.
Nachstehend sind Ausführungsbeispiele von mit Hilfe des erfindungs- gemässen Bausatzes aufgebauten Geräteschränken anhand der Zeichnung
<Desc/Clms Page number 8>
näher beschrieben, wobei diese Geräteschränke jeweils Einzelteile des erfindungsgemässen Bausatzes aufweisen. Es zeigt in zum Teil schematisierter Darstellung:
Fig. 1 eine Vorderansicht, Fig. 2 eine Seitenansicht, Fig. 3 einen Querschnitt gemäss der Linie A-A in Fig. 1 und Fig. 4 einen vertikalen Längsschnitt gemäss der Linie B-B in
Fig. 2 mit Blick auf die Innenseite der Rückwand eines aus einem erfindungsgemässen Bausatz zusammengesetzten
Geräteschrankes, Fig. 5 einen der Fig. 3 entsprechenden Querschnitt eines gegenüber Fig. 1 breiteren Geräteschrankes, Fig. 6 eine vergrösserte Darstellung eines Querschnitts eines erfindungsgemässen Geräteschranks, wobei nur eine Hälfte dargestellt ist, Fig. 7 in Schaubilddarstellung einen Geräteschrank mit einer über eine% Teil seiner Höhe reichenden Fronttüre, an welcher ein Bedienungsgerät innenseitig angebaut ist, in geöffneter Position, Fig. 8 eine der Fig.
7 ähnliche Darstellung eines Geräte- schrankes, dessen Fronttüre über die gesamte Höhe bis zu einer oberen Blende reicht und an deren Innenseite ein anderes Gerät vorzugsweise ein Schredder mit
Auffangbehälter, befestigt ist, Fig. 9 eine Vorderansicht und
<Desc/Clms Page number 9>
Fig. 10 eine teilweise im Schnitt gehaltene Seitenansicht eines abgewandelten Ausführungsbeispiels eines Gerätes- schrankes, dessen Höhe so gering ist, dass er an einer
Wand mit Bodenfreiheit verankert sein kann, Fig. 11 eine schaubildliche Darstellung eines Geräteschranks gemäss Fig. 9 und 10 bei geöffneter Fronttüre mit einem daran innenseitig installierten Elektrostempler, wobei im Inneren des Geräteschrankes ausserdem ein Auf- fangbehälter angeordnet ist, Fig.
12 eine schaubildliche Darstellung eines weiterhin abgewandelten Geräteschranks etwa in der Abmessung des
Geräteschranks gemäss den Fig. 9 bis 11, wobei die
Fronttüre als Frontplatte mit Hilfe eines Tiefzugs parallel zu sich selbst von der Öffnung des Geräte- schrankes wegbewegbar ist und an ihrer Innenseite ein
Scanner oder dergleichen Gerät installiert und mit dieser Fronttüre oder Frontplatte mitverschiebbar ist, Fig. 13 eine der Fig. 12 entsprechende Ausführungsform eines gegenüber Fig. 12 aber breiteren Geräteschrankes, bei welchem also eine breitere Fronttür und eine breitere
Rückwand und ebenso ein breiterer oberer Abschluss und eine breitere untere Platte bei aber übereinstimmenden
Seitenteilen verwendet ist.
Bei der nachfolgenden Beschreibung von aus einem Bausatz von Einzelteilen jeweils zusammengestellten, jeweils im ganzen mit 1 bezeichneten Geräteschränken, in teils unterschiedlichen Abmessungen teils mit unterschiedlichen Geräten bestückt, erhalten hinsichtlich ihrer Funktion übereinstimmende Teile jeweils übereinstimmende Bezugszahlen, auch wenn sich diese Teile in ihren Abmessungen unterscheiden.
<Desc/Clms Page number 10>
Die Geräteschränke 1 der verschiedenen Ausführungsbeispiele sind jeweils aus einem Bausatz von nachfolgend näher zu beschreibenden Einzelteilen zusammengesetzt und erstellt und können im Selbst- bedienungsbereich von Geldinstituten aufgestellt und von den Kunden benutzt werden. Dabei sind in dem jeweiligen Geräteschrank 1 von aussen bedienbare, nachfolgend anhand der Figuren jeweils erwähnte Geräte eingesetzt oder eingebaut, selbst in der Regel durch eine verschlossene Fronttüre 2 aber dem direkten Zugriff der Kunden oder auch sonst unbefugter Personen entzogen.
Die Geräteschränke 1 sind dabei aus vertikalen Seitenwänden 3, der schon erwähnten Fronttüren 2 - die auch als Frontplatte 2 ausgeführt sein kann - einer Rückwand 4 und zumindest einem oberen Abschluss 5, in der Regel auch einer unteren Abschluss- oder Bodenplatte 6 zusammengesetzt und enthalten, wie bereits erwähnt, unterschiedliche und/oder mehrerer von einem Kunden bedienbare Geräte.
Durch den Vergleich der Fig. 3 und 5 oder 12 und 13 wird verdeutlicht, dass zumindest die Rückwände 4 und die Fronttüren - oder-platten - 2 in wenigstens zwei verschiedenen Breiten B bzw.
B' und C bzw. C' zum Erstellen verschieden breiter Geräteschränke 1 vorgesehen sind. Selbstverständlich können auch weiere in ihrer Breite abgewandelte Rückwände 4 und Fronttüren 2 vorgesehen und mit den übrigen Teilen zu entsprechend unterschiedlich breiten Geräteschränken 1 zusammengefügt sein.
Zu dem Bausatz, aus welchem die Geräteschränke 1 zusammengesetzt werden, gehören ausserdem im Inneren des jeweiligen Geräteschrankes 1 anbringbare oder angebrachte Halterungen für die schon erwähnten Geräte, wobei beispielsweise in Fig. 7 an der Innenseite der über etwa der Hälfte der Höhe dort dargestellten Geräteschranks 1 reichenden Fronttür als Halterung ebenso wie in Fig. 11 ein Halteblech 22 und in Fig. 8 ein Haltebügel 23 dargestellt sind.
Auch Winkelstücke, Konsolen und dergleichen können als derartige
<Desc/Clms Page number 11>
Halterungen zu dem Bausatz gehören. Somit können je nach Anforderungen unterschiedliche Geräte in entsprechend unter- schiedlich bemessene Geräteschränke 1 eingesetzt werden.
Die zu einem solchen Bausatz gehörenden Seitenteile 3, Rückwände 4 und Fronttüren 2 können dabei jeweils übereinstimmende Höhenabmessungen haben und in wenigstens zwei unterschiedlichen Höhenabmessungen zu dem Bausatz gehören. Man erkennt beim Vergleich der Fig. 1 bis 4 oder 7 oder 8 mit Fig. 9 bis 13 ganz deutlich entsprechende Geräteschränke 1 unterschiedlicher Höhen, bei denen zwar die Seitenteile 3, die Rückwände 4 und die Frontseiten jeweils in ihrer Höhe übereinstimmen, sich aber bei diesen unter- schiedlichen Typen von Geräteschränken in ihrer Länge bzw. Höhe unterscheiden, was durch die Massangaben H 1 und H 2 in der Zeichnung selbst zum Ausdruck gebracht ist.
Dabei erkannt man aber trotzdem, dass die Querschnitte der Geräteschränke 1 im wesentlichen übereinstimmen, also die Geräteschränke 1 aus dem erfindungsgemässen Bausatz ein insgesamt ähnliches äusseres Aussehen haben.
Bei den zum Aufstellen bestimmten Geräteschränken 1 gemäss den Fig. 1 bis 8, aber auch bei den übrigen Gerätenschränken 1 sind die Seitenteile 3 als tragende Teile ausgebildet und jeweils zwei zu einemGeräteschrank gehörende Seitenteile 3 sind spiegelbildlich gleich. Dabei sind sie Strangpressprofile aus Leichtmetall, so dass die Geräteschränke 1, die aus dem Bausatz zusammengesetzt sind, trotz der Dicke oder Stärke und Widerstandsfähigkeit dieser Seitenteile 3 auch gegen Vandalismus ein vergleichsweise geringes Gewicht haben.
In den Fig. 3,5 und vor allem 6 erkennt man, dass diese Seitenteile 3 an ihrem in Gebrauchsstellung rückwärtigen Rand eine in Gebrauchsstellung vertikal verlaufende Längsnut 7 zum Umgreifen des an diesen Rand angeschlossenen Randes der Rückwand
<Desc/Clms Page number 12>
4 haben. Somit ergibt sich ein über die gesamte Höhe des Geräteschrankes 1 verlaufender dichter Abschluss, so dass im Inneren des Geräteschrankes 1 untergebrachte Geräte gegen Verschmutzung geschützt sind.
Die Seitenteile 3 haben ferner an der in Gebrauchsstellung dem Inneren des Geräteschrankes 1 zugewandten Seite durchgehende Schraubkanäle 8 zur Verbindung mit weiteren dem Bausatz zu- gehörenden Bauteilen in praktisch beliebiger Höhenlage. Somit können zu dem Bausatz gehörende Verbindungsmittel wie Haltebleche 22 oder dergleichen oder auch Verbindungswinkel problemlos im Inneren des Geräteschrankes 1 angeordnet werden, um entsprechende Geräte aufzunehmen. Da die Seitenteile Strangpressprofile sind, können sie aus einem zunächst überlangen Strangpressprofil auf die jeweils erforderliche Länge abgeschnitten sein. Es können also zu dem Bausatz Seitenteile 3 bestimmter Länge und auch Breite oder auch Strangpressprofile von Überlänge gehören, die je nach Bedarf auf die richtige Länge zugeschnitten werden können.
Dabei erkennt man in den Fig. 3, 5 und 6 und auch in den Fig.
7,8 und 11 bis 13, dass die Seitenteile 3 einen nach aussen gewölbten Querschnitt und eine äussere Längsriffelung haben. Dies steift die Seitenteile 3 zusätzlich aus und gibt ihnen auch ein ästhetisch ansprechendes Aussehen, welches bei Geräteschränken 1 auch unterschiedlicher Abmessungen in vorteilhafter Weise wiederkehrt.
Der obere Abschluss 5 ist bei entsprechender Höhe des Geräte- schrankes 1, beispielsweise der Höhe eines Stehpultes, als Tischplatte ausgebildet und kann ebenfalls in wenigstens zwei Breiten entsprechend den unterschiedlich breiten Geräteschränken 1 vorgesehen sein. Er passt dadurch zu den unterschiedlich breiten Rückwänden 4 und Fronttüren 2 oder Frontteilen.
Zu dem Bausatz gehören ferner Bodenplatten 6 unterschiedlicher
<Desc/Clms Page number 13>
Breite, die in ihrer Abmessung ebenfalls an die Breite der Rückwände 4 und/oder Fronttüren 2 und/oder oberen Abschlüsse 5 sowie auch der Seitenteile 3 abgestimmt oder daran angepasst sind.
Mit solchen Bodenplatten 6 lässt sich der Geräteschrank 1 auch am unteren Aufstellbereich stabilisieren und aussteifen oder bei einer bodenfreien Anordnung nach unten abschliessen.
Vor allem anhand der Fig. 7,8 und 11 bis 13 ist deutlich erkennbar, dass die Fronttüren 2 Gerätehalterungen, beispielsweise die schon erwähnten Haltebleche 22 oder gegebenenfalls auch Stellen zum Anbringen von Geräten oder Gerätehalterungen zum Befestigen der Geräte an der Innenseite der Fronttüren 2 aufweisen. Beim Öffnen der Fronttüre 2 werden also auch entsprechende Geräte aus dem Geräteschrank 1 herausbewegt, um sie beispielsweise entleeren, austauschen oder reparieren oder warten zu können.
Dabei können die Fronttüren 2 mit Scharnieren 10 mit den Seitenteilen 3 verbindbar vorgesehen sein oder sie können gemäss Fig. 12 und 13 an einer Schiebeführung oder einem Tiefzug 11 befestigt und somit als Frontplatte parallel zu sich selbst verschiebbar sein. Im ersteren Falle können also die Fronttüren 2 von der Öffnung des Geräteschrankes 1 zum Öffnen weggeschwenkt, im zweiten Falle weggeschoben werden. Damit der Benutzer die im Inneren des Geräteschrankes 1 und in den Ausführungsbeispielen an der Innenseite der Fronttüre 2 oder Frontplatte montierten Geräte bei geschlossenem Geräteschrank 1 nutzen kann, haben die Fronttüren 2 oder-platten und/oder der obere Abschluss 5 die für diese Bedienung erforderlichen Durchbrüche 12 zum Einführen von Schriftstücken oder Belegen oder Magnetkarten oder Geldscheinen oder-münzen.
Ferner können an der Aussenseite der Fronttüren 2 oder Frontplatten Anbauten zur Erleichterung der Einführung in Form von trichterartigen Teilen, Einwurfschlitzen oder dergleichen angeordnet sein. Der Benutzer findet also einen Einbauschrank 1 mit einer Frontseite vor, an welcher er die erforderlichen Bedienungen der im Inneren installierten Geräte durchführen kann.
<Desc/Clms Page number 14>
Während im Ausführungsbeispiel nach Fig. 8 die Fronttüre 2 über die gesamte Höhe des Geräteschrankes 1 reicht, zeigt Fig. 1 bis 7, dass der Bausatz für die Geräteschränke 1 für die Frontseite eine über einen Teil der Höhe reichende Fronttüre 2 und darunter - gegebenenfalls auch darüber - eine Abschlussplatte 13 ausweist , die nicht mit zu öffnen ist. Ebenso kann unmittelbar unter dem oberen Abschluss 5 noch eine Blende 14 angeordnet sein, um die Frontseite trotz der Türöffnung gut auszusteifen.
Zu dem Bausatz gehören gemäss dem Ausführungsbeispiel nach Fig.
10 Halterungen zum Befestigen eines oder mehrerer Geräteschränke 1 an einer vertikalen Wand mit Abstand zum Boden, zum Beispiel Konsolen oder Wandanker 15, die in Gebrauchsstellung an der Rückwand 4, diese durchsetzend, angreifen können. Dabei kann die Rückwand gemäss den dargestellten Ausführungsbeispielen zusätzlich durch Versteifungsplatten 16 verstärkt sein.
Es wurden mehrfach die in dem Geräteschrank 1 anbringbaren Geräte erwähnt. Gemäss den verschiedenen Ausführungsbeispielen können zu dem Bausatz Elektrostempler 21, Schütten 23, Schredder 26, Auffangbehälter 36, Scanner 39 oder Abfallsäcke 41 oder nicht näher dargestellte Magnetkartenlesegeräte usw. gehören, um den Geräteschrank 1 für den jeweiligen Selbstbedienungsbedarf von Kunden von Geldinstituten auszustatten.
Insgesamt ergibt sich ein Bausatz, dessen einzelne Teile die Erstellung von Geräteschränken 1 für den Selbstbedienungsbereich von Geldinstituten in unterschiedlichen Abmessungen, jedoch mit wieder erkennbarem Aussehen gestattet, wobei durch die Verwendung von jeweils auch übereinstimmenden Teilen eine rationelle Fertigung und Montage möglich ist.