AT517007A1 - Verfahren und Vorrichtungen zum Herstellen von essbaren Waffelprodukten - Google Patents

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AT517007A1 ATA50259/2015A AT502592015A AT517007A1 AT 517007 A1 AT517007 A1 AT 517007A1 AT 502592015 A AT502592015 A AT 502592015A AT 517007 A1 AT517007 A1 AT 517007A1
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Abstract

Die Erfindung betrifft eine Backmaschine zum kontinuierlichen Herstellen von essbaren Waffelprodukten, insbesondere Waffelröllchen (2) mit zumindest einer kontinuierlich umlaufenden, beheizten Backfläche (3) zum Backen von zumindest einem endlosen, im warmen Zustand plastisch verformbaren, Waffelband (4) aus flüssigem, zuckerhältigem Waffelteig und mit einer Verarbeitungsstation (6), in der für jedes gebackene Waffelband (4) eine Aufgießeinrichtung (7) zum Aufgießen des Waffelteiges (5) auf die Backfläche (3) vorgesehen ist, wobei die Aufgießeinrichtung (7) eine den Waffelteig (5) aufnehmende Aufgußfläche (14) aufweist, wobei die Aufgußfläche (14) in Fließrichtung des Waffelteiges angeordnete Aufgußrillen (29) aufweist, die bis zur Übergabekante (15) reichen, deren Abstand von der Backfläche (3) die Teigbanddicke und die Tiefe der Aufgußrillen (29) die Höhe der Rippen (30) auf dem Teigband (25) bestimmt. Weiters betrifft die Erfindung ein Verfahren zur Herstellung von Waffelröllchen.

Description

Verfahren und Vorrichtungen zum Herstellen von essbaren Waffelprodukten
Die Erfindung betrifft eine Backmaschine zum kontinuierlichen Herstellen von essbaren Waffelprodukten, insbesondere Waffelröllchen, mit zumindest einer kontinuierlich umlaufenden, beheizten Backfläche zum Backen von zumindest einem endlosen, im warmen Zustand plastisch verformbaren Waffelband aus flüssigem, zuckerhaltigem Waffelteig und mit einer Verarbeitungsstation, in der für jedes gebackene Waffelband eine Aufgießeinrichtung zum Aufgießen des Waffelteiges auf die Backfläche vorgesehen ist, wobei die Aufgießeinrichtung eine den Waffelteig aufnehmende Aufgußfläche aufweist, die den Waffelteig bis zur Backfläche leitet und mit der Übergabekante auf die Backfläche unter Bildung des Backbandes abgibt.
Weiters betrifft die Erfindung ein Verfahren zum Herstellen von Waffelröllchen.
Beim Herstellen von Waffelröllchen wird in einer Backmaschine auf einer heißen, in einer Richtung kontinuierlich um eine horizontale Drehachse umlaufenden Backfläche aus einem flüssigen, zuckerhältigen Waffelteig kontinuierlich ein endloses Waffelband gebacken, das im warmen Zustand plastisch verformbar ist und mit seiner Unterseite an der heißen Backfläche haftet. Das gebackene Waffelband wird auf einem vorgegebenen Abnahmeniveau in Laufrichtung der Backfläche von dieser abgenommen und in einer tiefer liegenden Wickelvorrichtung schraubenförmig überlappend zu einem endlosen, plastisch verformbaren, hülsenförmigen Hohlkörper gewickelt, von dem die einzelnen Waffelröllchen abgetrennt werden, die beim anschließenden Abkühlen die für sie typische, knusprige, spröde Konsistenz annehmen.
Das gebackene Waffelband wird durch ein horizontales, zur Laufrichtung der Backfläche senkrecht angeordnetes Abnahmemesser von der an diesem vorbeilaufenden Backfläche abgenommen.
Das abgenommen Waffelband wird in einer zu seiner Bahn bzw. Laufrichtung schräg angeordneten Wickelvorrichtung, wie sie beispielsweise aus der AT-PS 314 960 bekannt ist, schraubenförmig überlappend zu einem endlosen, plastisch verformbaren, hülsenförmigen Hohlkörper gewickelt. Diese Wickelvorrichtung sieht zwei um zueinander parallele Drehachsen gegensinnig rotierende Wickelorgane vor, die zwischen sich einen Wickelspalt bilden. Ein Wickelorgan ist als Dorn ausgebildet, um den herum das Waffelband schraubenförmig überlappend zu einem hülsenförmigen Hohlkörper gewickelt wird. Das andere Wickelorgan ist als Walze ausgebildet, die das gebackene Waffelband dem Dorn bzw. dem Wickelspalt schräg zuführt und das Waffelband während des Wickelns gegen den Dorn bzw. gegen den entstehenden hülsenförmigen Hohlkörper drückt. Die Walze trägt an ihrem Umfang ein Transportgewinde, mit dessen Hilfe der hülsenförmige Hohlkörper zusammen mit dem rotierenden Dorn in dessen Längsrichtung vorgeschoben wird. Die Schrägstellung des Wickelspaltes zur Laufrichtung des Waffelbandes einerseits bzw. die Drehzahl der mit dem Gewinde versehenen Walze andererseits bestimmen das Ausmaß der gegenseitigen Überlappung der einzelnen Windungen des Waffelbandes beim Wickeln des hülsenförmigen Hohlkörpers und damit die Anzahl der jeweils übereinanderliegenden Waffelbandlagen bzw. die Dicke des durch die übereinanderliegenden Waffelbandlagen gebildeten hülsenförmigen Hohlkörpers.
Zur Herstellung des endlosen Waffelbandes wird der Waffelteig, je nach Backmaschine, direkt auf einem nach oben weisendem Teil der heißen, umlaufenden Backfläche aufgegossen oder der heißen umlaufenden Backfläche an einem nach unten weisenden Teil von einer Aufgußplatte zugeführt, deren Oberseite zur Backfläche hin schräg abfällt und zusammen mit dieser einen keilförmigen Spalt bildet, der mit Waffelteig gefüllt ist und aus dem der Waffelteig von der heißen, umlaufenden Backfläche kontinuierlich abgezogen wird. In beiden Fällen entsteht auf der heißen Backfläche ein endloses Band aus Waffelteig, das mit seiner Unterseite auf der Backfläche haftet und während des Umlaufes der Backfläche zu einem plastisch verformbaren Waffelband gebacken wird. Beim Einstellen der Breite und der Dicke des jeweiligen Waffelbandes werden, je nach Backmaschine, unterschiedliche Parameter herangezogen. Ein Parameter ist die Oberflächengestaltung der umlaufenden Backfläche, die ganz glatt ausgebildet, oder mit einer Vertiefung versehen sein kann, die das jeweilige Teigband in sich aufnimmt.
Ein weiterer Parameter ist die Viskosität des hauptsächlich aus Mehl, Zucker und Wasser zubereiteten, flüssigen Waffelteiges, dessen Viskosität hauptsächlich über den Wasseranteil verändert wird. Ein weiterer Parameter ist die Art, wie der flüssige Waffelteig auf die Backfläche aufgebracht wird. Beim Aufbringen über eine Aufgußplatte können der keilförmige Spalt zwischen Backfläche und Aufgußplatte und die seitlichen Begrenzungen der Aufgußplatte zur Steuerung der Breite und der Dicke des gebackenen Waffelbandes herangezogen werden. Beim direkten Aufgießen auf die umlaufende Backfläche können ein oder mehrere, jeweils auf die Backfläche gerichtete Gießstrahlen eingesetzt werden. Die Breite und die Dicke des gebackenen Waffelbandes kann durch die Breite eines einzelnen stationären Gießstrahles, oder durch die räumliche Anordnung mehrerer stationärer Gießstrahlen entlang der Backfläche, oder durch die Bewegung eines oder mehrerer Gießstrahlen gegenüber der Backfläche beeinflusst werden.
Um die Leistungsfähigkeit der Backmaschinen zum kontinuierlichen Herstellen von essbaren Waffelröllchen zu steigern, ist es bekannt, auf der äußeren Mantelfläche einer beheizten, um eine horizontale Drehachse rotierenden Backtrommel, bis zu sechs Waffelbänder gleichzeitig nebeneinander zu backen und in sechs nahe beieinander angeordneten Wickelvorrichtungen schraubenförmig überlappend zu sechs endlosen hülsenförmigen Hohlkörpern zu wickeln, die einzeln in Waffelröllchen zerteilt werden. Für die Herstellung neuer Formen gebackener Teigbänder, die beispielsweise zu Hohlhippen mit geänderter optischer oder geschmacksmäßiger Ausbildung geplant werden können, besteht der Wunsch, das gebackene Teigband mit Rippen oder Rillen zu versehen. Bisher war es bekannt, die Rippen, Rillen oder eine andere Textur an einer der Oberflächen des gebackenen Teigbandes dadurch vorzusehen, dass die umlaufende Backfläche der Backtrommel mit einer entsprechenden Oberflächengestaltung verwendet wurde. Dies hat jedoch in der Praxis zu dem Problem geführt, dass die Reinhaltung der Backfläche schwierig und damit problematisch ist.
Dies gilt insbesondere für die schnelllaufenden modernen Maschinen, bei denen mehrere Backteigwarenbänder nebeneinander gleichzeitig hergestellt werden. Eine Verschmutzung der Backfläche führt unweigerlich zu unliebsamem Ausschuss.
Die vorliegende Erfindung löst das Problem in überraschenderweise dadurch, dass die Aufgußfläche in Fließrichtung des Waffelteiges angeordnete Aufgußrillen aufweist, die bis zur Übergabekante reichen, deren Abstand von der Backfläche die Teigbanddicke und die Tiefe der Aufgußrillen die Höhe der Rippen auf dem Teigband bestimmt.
In bevorzugter Weise können die Aufgußrillen von der Aufgußfläche zur maximalen Rillentiefe an der Übergabekante verlaufend angeordnet sein. Bevorzugt ist vorgesehen, dass jeweils eine der Backfläche benachbarte Abnahmevorrichtung vorgesehen ist, wobei bevorzugt eine dieser Abnahmevorrichtung nachgeordnete Wickelvorrichtung zum Erzeugen eines endlosen hülsenförmigen Hohlkörpers und eine der Wickelvorrichtung nachgeordnete Schneidvorrichtung zum Ablängen des hülsenförmigen Hohlkörpers in einzelne Waffelröllchen vorgesehen ist, wobei jede Wickelvorrichtung einen zur Bahn des betreffenden gebackenen Waffelbandes schräg angeordneten Wickelspalt besitzt, der zwischen zwei gegensinnig rotierenden Wickelorganen ausgebildet ist, von denen ein Wickelorgan als Wickeldorn ausgebildet ist, um den herum das gebackene Waffelband schraubenförmig überlappend zu einem endlosen hülsenförmigen Hohlkörper gewickelt wird, und das andere Wickelorgan als Andruckwalze ausgebildet ist.
Vorteilhaft kann der Abstand der Übergabekante von der Backfläche 0,5 bis 3 mm und die maximale Tiefe der Aufgußrillen etwa 0,5 bis 5 mm betragen.
Weiters kann die Andruckwalze schraubenförmige Transportrippen aufweisen und die gebildeten Rippen des Waffelbandes und die Transportrippen der Andruckwalze können einander kreuzen.
Nach einer weiteren Ausbildung der Erfindung kann vor dem Wickeln auf die gerippte Fläche des gebackenen Waffelbandes eine Sprühdüse zum Aufträgen einer Füllmasse vorgesehen sein.
Nach einem weiteren Kennzeichen ist die Abnahmevorrichtung ein an der Backfläche mit der Schneide anliegendes Abnahmemesser, welches das gebackene Waffelband von der Backfläche abnimmt und einer Verarbeitungsstation für die weitere Verarbeitung des Waffelbandes zuführt.
Das Verfahren zur Herstellung von Waffelröllchen, wobei aus flüssigem, zuckerhaltigem Waffelteig ein plastisch verformbares Waffelband gebacken und dieses in einer Wickelvorrichtung zu einem endlosen hülsenförmigen Hohlkörper gewickelt werden kann, der gegebenenfalls in einer Schneidevorrichtung in Abschnitte geteilt werden kann ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Waffelteig mit in Längsrichtung des Waffelbandes parallet zueinander laufenden Rippen gebacken werden kann, nachfolgend gewickelt und dann auf Schneidtemperatur abgekühlt oder abkühlen gelassen werden kann.
Durch die vorliegende Erfindung kann das Problem gelöst werden, dass Waffelhohlhippen stabil aber doch so knusprig wie möglich sein können, sie sind nicht leicht durchfeuchtbar und all dies bei möglichst geringer Teigmasse. Nach den bisherigen Verfahren widersprechen einander diese Anforderungen gegenseitig. Bei der erfindungsgemäßen Anordnung entsteht ein dünnes Teigband mit Längsrippen, wodurch die Anforderungen erfüllt werden. Die so ausgebildeten Hohlhippen sind knusprig, stabil, nicht leicht durchfeuchtbar und weisen eine geringe Teigmasse auf. Überdies kann zufolge der Rippen ein optischer Effekt hergestellt werden, der das Produkt günstig beeinflusst. Durch Einbringen von Füllmassen in die Furchen zwischen den Längsrippen des Waffelbandes lassen sich vorteilhafte geschmackliche und haptische Empfindungen erzeugen.
Nachfolgend wird die Erfindung beispielhaft anhand der schematischen Zeichnungen näher beschrieben.
Die Fig. 1 zeigt schematisch die Seitenansicht einer Backmaschine mit Aufgießeinrichtung und Abnahmevorrichtung.
Fig. 2 zeigt ein Ausführungsbeispiel für die Abnahmevorrichtung mit nachfolgender Wickelvorrichtung.
Die Figuren 2a, 2b und 2c zeigen schematisch die Abnahmevorrichtung mit verschiedenen Ausführungen für die Wickelvorrichtung.
Fig. 3 zeigt eine Aufsicht auf die Wickelvorrichtung mit schematischer Darstellung des gebackenen Teigbandes.
Fig. 4 ist eine Seitenansicht auf die Aufgußvorrichtung beim Aufgießen des Teiges auf die Backfläche.
Fig. 5 zeigt die Aufsicht auf die Aufgußpiatte mit Aufgußriiien in Nachbarsteiiung zu der geschnittenen Backfiäche.
Fig. 6 ist ein teiiweiser Schnitt durch den Endbereich des Wickeidorns und durch das aufgewickelte Teigband.
Die Fig. 1 zeigt die hier wesentlichen Teile der Backmaschine zum kontinurierlichen Herstellen von essbaren Waffelprodukten, insbesondere von Waffelröllchen. Derartige Backmaschinen sind Stand der Technik und umfassen eine Backtrommel 20, die um die horizontale Achse 21 in Richtung des Pfeiles 22 in Drehung versetzt wird. Durch hier nicht dargestellte Heizelemente wird die Backtrommel 20 von innen beheizt, wodurch die außenliegende zylindrische Backfläche 3 der Backtrommel 20 auf die erforderliche Backtemperatur beheizt wird. Über die Aufgießeinrichtung 7 wird kontinuierlich ein flüssiger zuckerhaltiger Waffelteig aufgetragen, der auf der Backfläche 3 ein endloses Teigband bildet, das mit der Backtrommel in Richtung des Pfeiles 22 als Backband umläuft und während des Umlaufens zum Waffelband gebacken wird. Das auf der heißen Backfläche 3 mit seiner Unterseite haftende, im warmen Zustand plastisch verformbare Waffelband 4, wird im Bereich des seitlichen Trommelscheitels auf einem vorgegebenen horizontalen Abnahmeniveau von der heißen Backfläche 3 mittels einer Abnahmevorrichtung 8 abgenommen. Das gebackene Waffelband wird der Weiterverarbeitung zugeführt, die im hier dargestellten Ausführungsbeispiel in einer Wickelvorrichtung 9 besteht, von der das Waffelband zur Ausbildung der Waffelröllchen 2, sogenannter Hohlhippen, gewickelt und vom Wickeldorn abgenommen wird.
Weiters zeigt die Fig. 1 nur schematisch die Aufgußdüse 23, von der der Teig auf die Aufgußplatte 19 aufgetragen wird, deren obere zur Backfläche 3 abfallende Fläche die Aufgußfläche 14 bildet.
Weiters zeigt Fig. 1 nur als ein Beispiel eine Sprühdüse 24 im Bereich der Abnahmevorrichtung 8, mit der die Oberfläche des gebildeten Backbandes mit gewünschten Stoffen wie z. B. Schokolade als Füll- oder Klebemasse besprüht werden kann.
Die seit langer Zeit bekannte Funktionsweise derartiger Backmaschinen sieht vor, dass der Teig, der relativ dünnflüssig ist und einen hohen Zuckergehalt aufweist, von der Aufgußdüse 23 auf die Aufgußplatte 19 abgegeben wird und über die Übergabekante 15 auf die Backfläche 3 der Backtrommel 20 abgegeben wird. Der Abstand zwischen der Übergabekante 15 und der Backfläche 3 bestimmt die Dicke des Teigbandes. Das Teigband läuft als Backband 16 mit der Backtrommel mit und wird dabei ausgebacken, bis es in erhitztem und ausgebackenem Zustand als Waffelband 4 vom Abnahmemesser 17 von der Backfläche 3 abgenommen und der Verarbeitungsstation weitergegeben wird, hier zu der Wickelvorrichtung 9. In bekannter Weise wird das Waffelband vom Wickeldorn schräg aufgewickelt und der entstehende endlose hülsenfärmige Hohlkörper wird in entsprechende Abschnitte abgeschnitten, sodass die bekannten Hohlhippen entstehen. Das Waffelband 4 kann aber auch in anderer Weise weiterverarbeitet werden, z.B. in flächiger Form, Tütenform etc.. Durch den hohlen Wickeldorn kann die Hohlhippe auch mit Füllmasse gefüllt werden.
Die Fig. 2a zeigt ein Ausführungsbeispiel für die Verarbeitungsstation 6 und veranschaulicht, wie durch das Abnahmemesser 17 das ausgebackene Waffelband 4 abgenommen und der Wickelvorrichtung 9 zugeleitet wird. Die Wickelvorrichtung umfasst einen motorbetriebenen Wickeldorn 12, der im Uhrzeigersinn gedreht wird, und eine Andruckwalze 26, die in gegenläufigem Sinne angetrieben ist. Das Waffelband 4 wird in den Wickelspalt 27 eingezogen und schräg auf den Wickeldorn 12 aufgewickelt und dabei der fertige hülsenförmige Hohlkörper vom Wickeldorn abgeschoben. Durch eine nachfolgende Schneideanlage können die Hohlhippen abgetrennt werden.
Bei der Ausführungsform Fig. 2a ist zu bemerken, dass die ursprünglich von der Backfläche 3 beaufschlagte Seite des Waffelbandes beim fertigen Hohlkörper nach innen zu liegen kommt.
Die Ausführungsform nach Fig. 2b ist im Wesentlichen ähnlich jener der Figur 2a. Allerdings erfolgt das Aufwickeln auf den Wickeldorn derart, dass die beim Backvorgang außenliegende Fläche des Waffelbandes nach innen zu liegen kommt.
Durch die beiden Varianten des Aufwickelvorganges gemäß Fig. 2a und 2b ergeben sich verschiedene Möglichkeiten der Oberflächengestaltung, beeinflusst von der Oberfläche der Backfläche 3 und der Oberfläche der Andruckwalze 26'.
Auch die Ausführungsform gemäß Fig. 2c arbeitet ähnlich wie die Ausführung gemäß Fig. 2b, wobei aber zusätzlich zur Andruckwalze 26 noch eine zweite Andruckwalze 26 vorgesehen ist.
Diese zweite Andruckwalze 26' dient zur Stützung des Einfädelns des Anfangs des gebackenen Waffelbandes, wenn der Back- und Wickelvorgang begonnen wird.
Die Fig. 3 ist schematisch eine Aufsicht auf die Abnahmevorrichtung 8. Die Drehachse der Backtrommel 20 liegt parallel zur Zeichnungsebene. Das von der umlaufenden Backtrommel 20 auf dessen Backfläche 3 ausgebackene Waffelband 4 wird von der Backfläche durch das hier nicht sichtbare Abnahmemesser 17 abgetragen und dem Wickeldorn 12 übergeben, der durch den Motor 28 angetrieben ist. Durch die Andruckwalze 26 wird der notwendige Druck auf den Wickelvorgang ausgeübt. Die Andruckwalze 26 ist mit schraubenförmigen Transportrippen 33 versehen, wodurch das schräggewickelte Produkt, nämlich der hülsenförmige Hohlkörper 10, über das Ende des Wickeldorns hinausgeschoben und dort von einer nicht dargestellten Anordnung übernommen, geschnitten und der Weiterverarbeitung zugeführt wird.
Die Fig. 4 zeigt in Seitenansicht die erfindungsgemäß vorgesehene Aufgußplatte 19, deren Aufgußfläche 14 mit Aufgußrillen versehen ist, die sich von der Aufgußfläche 14 bis zur Übergabekante 15 erstrecken.
In der Aufsicht von oben gemäß Fig. 5 sind beispielsweise vier derartige Aufgußrillen 29 eingezeichnet. In der Praxis werden üblicherweise wesentlich mehr derartige Aufgußrillen vorgesehen, beispielsweise zwanzig.
Wie der Fig. 4 zu entnehmen ist, gelangt der flüssige Teig 5 sowohl in den Spalt zwischen Backfläche 3 und Übergabekante 25 als auch in die Aufgußrillen 29, sodass ein relativ dünnes Teigband als Teiggrundschicht 31 mit nebeneinander liegenden parallelen Rippen 30 gebildet wird.
Nach dem Backvorgang kann bei der Abnahmevorrichtung 8 (siehe Figuren 1-3) das fertig gebackene Waffelband mit dem Abnahmemesser 17 abgenommen und der weiteren Verarbeitung zugeführt werden, wobei das Waffelband auf der vorher der Backfläche 3 zugewandt gewesenen Fläche völlig glatt sein kann, während an der anderen Seite des Waffelbandes parallel zueinander die Rippen 30 angeordnet sind, wie sie von den Aufgußrillen gebildet wurden.
Fig. 6 zeigt im Schnitt das Ende des Wickeldorns 12 und links abgebrochen die einander überlagerten Abschnitte des gewickelten ausgebackenen Waffelbandes, wobei die Rippen 30 nach außenliegend angeordnet sind. In den Überlappungsbereichen liegt somit die innere Fläche der ausgebackenen Teiggrundschicht 31 über den Rippen der drunter liegenden Hülse. Mit dem Bezugszeichen 32 und eine Füllmasse angedeutet, die beispielsweise beim Wickelvorgang eingebracht werden kann und eine besondere geschmackliche oder haptische Ausgestaltung verursachen kann.
Die erfindungsgemäße Aufgußvorrichtung mit den Aufgußrillen in der Aufgußplatte kann bei allen derartigen Konstruktionen zur Erzeugung von dieser Art von Waffelbändern und Hohlhippen vorgesehen werden. Es wird der angestrebte Zweck erreicht, mit möglichst geringer Teigmenge eine dennoch feste Struktur des Waffelbandes zu erzielen, wobei das fertige Produkt eine erhöhte Knusprigkeit aufweisen kann und dennoch die notwendige Festigkeit und Wasserbeständigkeit aufweist. Durch entsprechende Anordnung und Ausgestaltung der Gegendruckwalze mit schraubenförmigen Rippen ist eine optische Gestaltung der Oberfläche von gebildeten Hohlhippen zu erzielen. Zufolge der Rippen kann die Knusperigkeit der Produkte erhöht sein. Andererseits können gebildete Hohlräume auch mit Füllmasse wie z.B. Schokolademasse gefüllt werden.
Bezugszeichenliste 1 Backmaschine 2 Waffelröllchen 3 Backfläche 4 Waffelband 5 Waffelteig 6 Verarbeitungsstation 7 Aufgießeinrichtung 8 Abnahmevorrichtung 9 Wickelvorrichtung 10 hülsenförmiger Hohlkörper 11 Wickelspalt 12 Wickeldorn 13 Walze 14 Aufgußfläche 15 Übergabekante 16 Backband 17 Abnahmemesser 18 Transportgewinde 19 Aufgußplatte 20 Backtrommel 21 Achse 22 Pfeil 23 Aufgußdüse 24 Sprühdüse 25 Teigband 26 Andruckwalze 26' Andruckwalze 27 Wickelspalt 28 Motor 29 Aufgußrillen 30 Rippen 31 Teiggrundschicht 32 Füllmasse 33 Transportrippen

Claims (8)

  1. Patentansprüche
    1. Backmaschine zum kontinuierlichen Herstellen von essbaren Waffelprodukten, insbesondere Waffelröllchen (2) mit zumindest einer kontinuierlich umlaufenden, beheizten Backfläche (3) zum Backen von zumindest einem endlosen, im warmen Zustand plastisch verformbaren, Waffelband (4) aus flüssigem, zuckerhaltigem Waffelteig und mit einer Verarbeitungsstation (6), in der für jedes gebackene Waffelband (4) eine Aufgießeinrichtung (7) zum Aufgießen des Waffelteiges (5) auf die Backfläche (3) vorgesehen ist, wobei die Aufgießeinrichtung (7) eine den Waffelteig (5) aufnehmende Aufgußfläche (14) aufweist, die den Waffelteig bis zur Backfläche (3) leitet und mit der Übergabekante (13) auf die Backfläche (3) unter Bildung des Backbandes (16) abgibt, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufgußfläche (14) in Fließrichtung des Waffelteiges angeordnete Aufgußrillen (29) aufweist, die bis zur Übergabekante (15) reichen, deren Abstand von der Backfläche (3) die Teigbanddicke und die Tiefe der Aufgußrillen (29) die Höhe der Rippen (30) auf dem Teigband (25) bestimmt.
  2. 2. Backmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass jeweils eine der Backfläche benachbarte Abnahmevorrichtung (8) vorgesehen ist, wobei bevorzugt eine dieser Abnahmevorrichtung nachgeordnete Wickelvorrichtung (9) zum Erzeugen eines endlosen hülsenförmigen Hohlkörpers (10) und eine der Wickelvorrichtung nachgeordnete Schneidvorrichtung zum Ablängen des hülsenförmigen Hohlkörpers in einzelne Waffelröllchen (2) vorgesehen ist, wobei jede Wickelvorrichtung einen zur Bahn des betreffenden gebackenen Waffelbandes (4) schräg angeordneten Wickelspalt (11) besitzt, der zwischen zwei gegensinnig rotierenden Wickelorganen ausgebildet ist, von denen ein Wickelorgan als Wickeldorn (12) ausgebildet ist, um den herum das gebackene Waffelband (4) schraubenförmig überlappend zu einem endlosen hülsenförmigen Hohlkörper (10) gewickelt wird, und das andere Wickelorgan als Andruckwalze (26) ausgebildet ist.
  3. 3. Backmaschine nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufgußrillen (29) von der Aufgußfläche (14) einer Aufgußplatte (19) zur maximalen Rillentiefe an der Übergabekante (15) verlaufend angeordnet sind.
  4. 4. Backmaschine nach einer der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Abstand der Übergabekante (15) von der Backfläche (3) 0,5 bis 3 mm und die maximale Tiefe der Aufgußrillen etwa 0,5 bis 5 mm beträgt.
  5. 5. Backmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Andruckwalze (26) schraubenförmige Transportrippen (33) aufweist und die gebildeten Rippen (30) des Waffelbandes (4) und die Transportrippen (33) der Andruckwalze (26) einander kreuzen.
  6. 6. Backmaschine nach einer der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass vor dem Wickeln auf die gerippte Fläche des gebackenen Waffelbandes (4) eine Sprühdüse (24) zum Aufträgen einer Füllmasse (32) vorgesehen ist.
  7. 7. Backmaschine nach einer der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Abnahmevorrichtung (8) ein an der Backfläche (3) mit der Schneide anliegendes Abnahmemesser (17) ist, welches das gebackene Waffelband (4) von der Backfläche (3) abnimmt und einer Verarbeitungsstation (6) für die weitere Verarbeitung des Waffelbandes (4) zuführt.
  8. 8. Verfahren zur Herstellung von Waffelröllchen, wobei aus flüssigem, zuckerhaltigem Waffelteig ein plastisch verformbares Waffelband gebacken wird und dieses in einer Wickelvorrichtung zu einem endlosen hülsenförmigen Hohlkörper gewickelt wird, der gegebenenfalls in einer Schneidevorrichtung in Abschnitte geteilt wird, dadurch gekennzeichnet, dass der Waffelteig mit in Längsrichtung des Waffelbandes parallet zueinander laufenden Rippen (30) gebacken, nachfolgend gewickelt und dann auf Schneidtemperatur abgekühlt oder abkühlen gelassen wird.
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