AT510504B1 - Verfahren und vorrichtung zum entfernen von an gefässen oder behältern anhaftenden teilen - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Entfernen oder zumindest Anritzen von an Gefäßen oder Behältern anhaftenden Teilen, insbesondere Etiketten (3, 3‘), bei welchem ein oder mehrere im Wesentlichen rotationssymmetrische oder zumindest bereichsweise einen runden Querschnitt aufweisende längliche Gefäße oder Behälter, insbesondere Glas- oder Kunststoffflaschen (2), auf einem Fördermittel stehend und im Wesentlichen senkrecht zu einer Längsachse (S) entlang einer Vorschubrichtung bewegt und dabei zumindest in einem Abschnitt jeweils um die Längsachse (S) gedreht werden, wobei während des Drehens mit zumindest einem Werkzeug die Teile von den Gefäßen oder Behältern entfernt oder zumindest angeritzt werden, wobei die Gefäße oder Behälter im zumindest einen Abschnitt in Drehbewegung versetzt werden, indem diese mit einem ersten, oberhalb des Fördermittels positionierten Führungselement zur Anlage an einem zweiten, gegenüberliegenden Führungselement gebracht werden, wobei die Führungselemente mit einer unterschiedlichen Geschwindigkeit relativ zueinander bewegt werden, wobei eines der Führungselemente stillstehen kann und wobei das zumindest eine Werkzeug oberhalb eines der Führungselemente an den Gefäßen oder Behältern eingreift. Um die Gefäße oder Behälter über deren gesamten Umfang bearbeiten zu können und dabei ein kontinuierliches Fördern und gleichzeitiges Bearbeiten zu erreichen, ist erfindungsgemäß vorgesehen, dass die Gefäße oder Behälter durch im Querschnitt flächige Führungselemente, insbesondere Bänder (6, 7), in Drehbewegung versetzt werden, wobei das zweite Führungselement das erste Führungselement in der Höhe überragt und an jeder Seite des Fördermittels nur ein Führungselement vorgesehen ist. Weiter betrifft die Erfindung eine Vorrichtung (1) zum Entfernen oder zumindest Anritzen von an Gefäßen oder Behältern anhaftenden Teilen.
Description
S&midtiscfces pitwiarot AT510 504B1 2014-03-15
Beschreibung
VERFAHREN UND VORRICHTUNG ZUM ENTFERNEN VON AN GEFÄSSEN ODER BEHÄLTERN ANHAFTENDEN TEILEN
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Entfernen oder zumindest Anritzen von an Gefäßen oder Behältern anhaftenden Teilen, insbesondere Etiketten, bei welchem ein oder mehrere im Wesentlichen rotationssymmetrische oder zumindest bereichsweise einen runden Querschnitt aufweisende längliche Gefäße oder Behälter, insbesondere Glas- oder Kunststoffflaschen, auf einem Fördermittel stehend und im Wesentlichen senkrecht zu einer Längsachse entlang einer Vorschubrichtung bewegt und dabei zumindest in einem Abschnitt jeweils um die Längsachse gedreht werden, wobei während des Drehens mit zumindest einem Werkzeug die Teile von den Gefäßen oder Behältern entfernt oder zumindest angeritzt werden, wobei die Gefäße oder Behälter im zumindest einen Abschnitt in Drehbewegung versetzt werden, indem diese mit einem ersten, oberhalb des Fördermittels positionierten Führungselement zur Anlage an einem zweiten, gegenüberliegenden Führungselement gebracht werden, wobei die Führungselemente mit einer unterschiedlichen Geschwindigkeit relativ zueinander bewegt werden, wobei eines der Führungselemente Stillstehen kann und wobei das zumindest eine Werkzeug oberhalb eines der Führungselemente an den Gefäßen oder Behältern eingreift.
[0002] Weiter betrifft die Erfindung eine Vorrichtung zum Entfernen oder zumindest Anritzen von an Gefäßen oder Behältern anhaftenden Teilen, insbesondere Etiketten, umfassend zumindest ein Fördermittel zum Bewegen von einem oder mehreren im Wesentlichen rotationssymmetrischen oder zumindest bereichsweise einen runden Querschnitt aufweisenden stehenden länglichen Gefäßen oder Behältern, insbesondere Glas- oder Kunststoffflaschen, entlang einer Vorschubrichtung senkrecht zu einer Längsachse der Gefäße oder Behälter, sowie zumindest eine Einrichtung, durch welche die Gefäße oder Behälter in zumindest einem Abschnitt jeweils um die Längsachse in Drehbewegung versetzbar sind, und zumindest ein Werkzeug, das im Abschnitt die Teile entfernt oder zumindest anritzt, wobei ein erstes, oberhalb des Fördermittels positioniertes Führungselement vorgesehen ist, mit dem die Gefäße oder Behälter im zumindest einen Abschnitt zur Anlage an einem zweiten, gegenüberliegenden Führungselement bringbar sind, wobei die Führungselemente mit einer unterschiedlichen Geschwindigkeit relativ zueinander bewegbar sind, sodass die Gefäße oder Behälter in Drehbewegung versetzbar sind, wobei das zumindest eine Werkzeug zum Eingriff oberhalb eines der Führungselemente an den Gefäßen oder Behältern positioniert ist.
[0003] Glas- oder Kunststoffflaschen werden nach Gebrauch an einen Abfüller retourniert und dort für die Wiederverwendung aufbereitet. Dazu müssen die Flaschen von allen anhaftenden Teilen befreit, gereinigt und auf Beschädigungen kontrolliert werden. Dabei müssen unterschiedliche Flaschengrößen und -formen erkannt und die jeweiligen Vorrichtungen zum Entfernen von anhaftenden Teilen dementsprechend eingestellt werden. Die anhaftenden Teile bestehen aus unterschiedlichen Werkstoffen, wie Kunststoff, Metall oder Papier, und sind mit unterschiedlichen Klebstoffen befestigt oder mechanisch formschlüssig, wie Schraubverschlüsse oder Kapseln, angebracht.
[0004] Gemäß dem Stand der Technik sind verschiedene Vorrichtungen der oben erwähnten Art bekannt. In der US 5,718,030 A ist eine Vorrichtung zum Entfernen von Etiketten von Flaschen offenbart, bei welcher die Flaschen in einem kontinuierlichen Prozess auf einem Fördermittel entlang einer Kreisbahn durch eine Reinigungseinrichtung geführt werden. Durch Abrollen der Flaschen an einer seitlichen Führungsfläche sollen die Flaschen in Rotation versetzt und von einer im Zentrum der Reinigungseinrichtung befindlichen Drahtbürste gereinigt werden, die gleichzeitig die Flaschen an die Führungsfläche anstellt. Bei dieser Vorrichtung ist von Nachteil, dass durch eine drehbare Flaschenhalterung und die Führungsfläche nur ein geringes Drehmoment auf die Flaschen ausgeübt werden kann und somit kein permanentes Rotieren der Flaschen gewährleistet ist. Da ein permanentes Rotieren der Flaschen aber erforderlich ist, um eine Relativgeschwindigkeit zwischen äußere Flaschenoberfläche und Drahtbürste zu errei- 1/19
AT510 504B1 2014-03-15 chen, muss die erreichbare Reinigungsleistung der Vorrichtung als eher gering angesehen werden.
[0005] In der US 4,122,734 A ist eine Vorrichtung zum Entfernen von Etiketten von einzelnen Flaschen offenbart, bei der eine Flasche in der Vorrichtung in Rotation versetzt wird und eine seitlich angreifende, federnd gelagerte Schneideinrichtung von oben nach unten verfahren wird, um ein Etikett abzulösen. Ein wesentlicher Nachteil ist bei dieser Vorrichtung darin zu sehen, dass diese nur diskontinuierlich arbeiten kann und jeweils nur eine Flasche in der Vorrichtung bearbeitbar ist. Eine automatisierte Förderung von Flaschen in die bzw. aus der Vorrichtung ist nicht vorgesehen, sodass nur ein niedriger Flaschendurchsatz erreichbar ist und das beschriebene Verfahren als umständlich anzusehen ist.
[0006] Aus der DE 85 04 768 U1 ist eine Vorrichtung zum trockenen Ablösen von Etiketten von Behältnissen bekannt geworden. Um die Etiketten abzulösen, werden die Behältnisse mit einer Fördereinrichtung durch eine Etikettenabnahmestation befördert, wobei die Fördereinrichtung an zwei Längsseiten der Fördereinrichtung angeordnete Bänder aufweist, die gleichsinnig angetrieben sind. Dabei ist jedes Band von zwei übereinander angeordneten Einzelbändern gebildet, wobei ein vertikaler Abstand zwischen den Einzelbändern für eine Zugänglichkeit zu auf den Behältnissen befindlichen Etiketten vorgesehen ist.
[0007] Weiter ist in der DE 37 13 811 A1 eine Vorrichtung zum mechanischen Ablösen von Etiketten offenbart, wobei Flaschen durch drehbar gelagerte Flaschenteller gegenüber einem Bürstenkörper in Drehbewegung versetzt werden, um die Etiketten von den Flaschen zu lösen.
[0008] In den Dokumenten DE 24 57 919 A1, US 4,715,920 A, DE 35 04 303 A1, DE 39 02 324 A1, US 2,170,044 A sowie US 4,013,497 A sind weitere Vorrichtungen zum Entfernen von Etiketten oder Verschlüssen von Flaschen offenbart. Diese bedienen sich verschiedener För-der- und Abkratzvorrichtungen, sind aber mit unterschiedlichen Nachteilen behaftet. Beispielsweise erscheint es bei einigen Vorrichtungen unmöglich zu sein, Etiketten vollumfänglich abzulösen; manche der beschriebenen Prozesse arbeiten diskontinuierlich, sodass nur ein geringer Flaschendurchsatz erreichbar ist; viele der offenbarten Vorrichtungen scheinen nur schwierig oder gar nicht auf verschiedene Flaschengrößen und -formen einstellbar zu sein; bei manchen der beschriebenen Verfahren erscheint es unvermeidbar, dass Flaschen während des Reinigens bzw. Abkratzens von Etiketten beschädigt werden.
[0009] Aufgabe der Erfindung ist es, diese Nachteile zu beseitigen oder zumindest zu vermindern. Insbesondere liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren der eingangs genannten Art anzugeben, bei dem Gefäße oder Behälter vollumfänglich bearbeitet bzw. gereinigt werden können, wobei ein kontinuierliches Fördern und Bearbeiten der Gefäße oder Behälter gewährleistet sein soll.
[0010] Eine weitere Aufgabe der Erfindung ist es, eine Vorrichtung der eingangs genannten Art anzugeben, mit dem ein oben beschriebenes Verfahren ausführbar ist.
[0011] Die erste Aufgabe wird dadurch gelöst, dass bei einem Verfahren der eingangs erwähnten Art die Gefäße oder Behälter durch im Querschnitt flächige Führungselemente, insbesondere Bänder, in Drehbewegung versetzt werden, wobei das zweite Führungselement das erste Führungselement in der Höhe überragt und an jeder Seite des Fördermittels nur ein Führungselement vorgesehen ist.
[0012] E in mit der Erfindung erzielter Vorteil ist insbesondere darin zu sehen, dass durch die Drehbewegung der Gefäße oder Behälter das zumindest eine Werkzeug vollumfänglich an diesen angreifen bzw. diese bearbeiten kann. Dabei ist ein Fördern und Drehen der Gefäße gleichzeitig möglich; ein kontinuierliches Fördern und Bearbeiten der Gefäße ist somit gewährleistet und es kommt zu keiner Unterbrechung der Transportbewegung der Gefäße. Des Weiteren bieten die seitlichen Führungselemente den Gefäßen Halt und die Gefäße oder Behälter werden dadurch gegen die angesetzten Werkzeuge abgestützt. Somit können die Werkzeuge mit einer erforderlichen Kraft an den Flaschen angreifen, ohne diese zu verkippen. Durch das erfindungsgemäße Verfahren können unter anderem Etiketten, Banderolen, Kapseln und Ver- 2/19
Schlüsse von Flaschen entfernt werden, wodurch es beispielsweise bei der Wiederverwendung von Glasflaschen Anwendung findet. Dabei ist eine beschädigungsfreie Säuberung von Flaschen möglich.
[0013] Bevorzugt werden die Gefäße oder Behälter im Abschnitt kontinuierlich bewegt. Fördermittel und Werkzeuge arbeiten kontinuierlich und gleichzeitig, wodurch das Verfahren in eine Stetigförderanlage eingebunden werden kann. Die Gefäße werden also während ihrer Transportbewegung von anhaftenden Teilen befreit. Dadurch ist ein effektives Verfahren gewährleistet, welches einen hohen Durchsatz an zu reinigenden Gefäßen oder Behältern ermöglicht.
[0014] Zweckmäßigerweise werden mehrere Gefäße oder Behälter hintereinander bewegt. Es kann dann ein und dasselbe Werkzeug zur selben Zeit mehrere Gefäße oder Behälter bearbeiten und anhaftende Teile entfernen, während die Gefäße oder Behälter an dem Werkzeug vorbeigefördert werden. Somit kann eine Vorschubgeschwindigkeit erhöht werden und es können dadurch viele Gefäße oder Behälter pro Zeit bearbeitet werden.
[0015] Es hat sich bewährt, dass ein ebenes, vorzugsweise gerade verlaufendes Förderband als Fördermittel eingesetzt wird. So wird auf einfache und sich bewährende Weise ein Zuführen der Gefäße oder Behälter zu den Werkzeugen ermöglicht. Wenn es örtliche Gegebenheiten erfordern, kann das Förderband auch gekrümmt ausgeführt sein.
[0016] Es ist von Vorteil, wenn ein umlaufendes Band oder eine stillstehende Führungsplatte als erstes Führungselement eingesetzt wird. Vor allem die Führungsplatte, welche eine entsprechende Reibung zu den Gefäßen erzeugt und daher auch als Reibblock bezeichnet werden kann, entspricht einer einfachen Realisierung des ersten Führungselements, ist kostengünstig und wenig wartungsintensiv.
[0017] Bevorzugt wird ein umlaufendes Band als zweites Führungselement eingesetzt. Ein solches Führungselement ist einfach antreibbar, in seiner Geschwindigkeit regulierbar und bewährt sich für eine einfache technische Durchführung.
[0018] Um durch einfache technische Mittel und mit einer simplen Steuerung eine Rotation der Gefäße oder Behälter zu erreichen, kann das zweite Führungselement schneller als das erste Führungselement bewegt werden. Auf diese Weise kann das erfindungsgemäße Verfahren kostengünstig realisiert werden.
[0019] Es hat sich bewährt, dass das erste Führungselement in Draufsicht parallel zur Vorschubrichtung gehalten und das zweite Führungselement senkrecht dazu verschiebbar gehalten wird. Dadurch kann ein Anpassen an verschiedene Gefäß- oder Behältergrößen erfolgen. Insbesondere durch eine gefederte Lagerung des zweiten Führungselements kann ein solches Anpassen automatisch und selbstständig, d. h. ohne Verstellmotor und -Steuerung, erfolgen.
[0020] Es ist von Vorteil, wenn das zweite Führungselement und/oder das zumindest eine Werkzeug in Abhängigkeit eines Signals eines Sensors am oder vor dem zumindest einen Abschnitt in Draufsicht senkrecht zur Vorschubrichtung verfahren wird, um die Gefäße oder Behälter an das erste Führungselement zu drücken bzw. um das zumindest eine Werkzeug an die Gefäße oder Behälter entsprechend anzustellen. Dadurch kann das Verfahren automatisiert auf verschiedene Gefäß- oder Behältergrößen und -formen abgestimmt werden.
[0021] Zweckmäßigerweise werden die Teile mit zumindest einer rotierenden Schneidwalze mit einem oder mehreren umfangsseitig angeordneten Messern oder einem oszillierend bewegten Balken mit einem oder mehreren Messern entfernt oder zumindest angeritzt. Mit dem Verfahren können anhaftende Verschlüsse, Banderolen, Etiketten und Kapseln entfernt oder deren Oberfläche zumindest derart angeritzt werden, dass diese anhaftenden Teile in einem nachfolgenden Waschprozess leichter entfernbar sind. Sowohl Schneidwalze als auch Balken können entsprechend lange ausgeführt sein und bei einer Anordnung parallel zur Vorschubrichtung eine Vielzahl von Gefäßen gleichzeitig bearbeiten. Durch das gleichzeitige Rotieren der Gefäße wird ein effektives, vollumfängliches Entfernen von anhaftenden Teilen bei hoher Vorschubgeschwindigkeit und damit ein großer Gefäßdurchsatz erreicht. ästerreidBsd!« pitwiarot AT510 504B1 2014-03-15 [0022] Bevorzugt werden das oder die Messer vorragend an der Schneidwalze oder dem Balken befestigt, wobei ein Grundkörper der Schneidwalze oder des Balkens die Gefäße oder Behälter nicht berührt. Der Grundkörper der Schneidwalze hat auch die Funktion, die Gefäße in einem Mindestabstand zu den Messern zu halten, damit die Gefäße nicht in die Schneidwalze kippen können, wodurch die Anlage blockiert werden würde.
[0023] Es ist von Vorteil, wenn das oder die Messer federnd gelagert werden. Dadurch sind Schneidkräfte begrenzbar und eine Konturverfolgung eines Schnittes ist besser möglich, d.h., die Schneidwalze kann sich Gefäßkonturen anpassen. Dies ist insbesondere bei bruchempfindlichen Gefäßen von Vorteil.
[0024] Es hat sich bewährt, dass in einem ersten Abschnitt ein erstes Werkzeug eingreift, wobei an einem Kopf der Gefäße oder Behälter anhaftende Teile entfernt werden, und in einem zweiten Abschnitt ein zweites Werkzeug eingreift, das auf einer anderen Höhe angeordnet ist als das erste Werkzeug. Dabei kann der erste Abschnitt vor oder nach dem zweiten Abschnitt angeordnet sein. Bei handelsüblichen Flaschen ist ein solches Verfahren von Vorteil, da zumeist in zwei Bereichen, nämlich im Bereich eines Flaschenhalses und im Bereich eines Flaschenbauches, Etiketten und dergleichen angebracht sind.
[0025] Zweckmäßigerweise greifen eine rotierende Schneidwalze mit umfangsseitig angeordneten Messern als erstes Werkzeug und eine rotierende Bürstenwalze als zweites Werkzeug ein, wobei die Schneidwalze und die Bürstenwalze an gegenüberliegenden Seiten des Fördermittels angeordnet werden und vorzugsweise jeweils zum Fördermittel hin rotieren. Durch die Verwendung zweier verschiedener Werkzeuge ist ein effektives Entfernen von verschiedensten anhaftenden Teilen gewährleistet, wie Verschlüssen, Banderolen, Kapseln und Klebeetiketten. Neben Schneidwalze und Bürstenwalze ist auch eine Ausführungsform mit Schneidnadeln, Schneidspitzen und Messerklingen denkbar. Eine Kombination von Schneid-, Bürst- und Ritzverfahren ergibt insgesamt ein effektives Verfahren.
[0026] Bevorzugt werden die Gefäße oder Behälter mit dem Fördermittel mit einer Geschwindigkeit von 0,01 bis 10,0 m/s bewegt. Dieser Geschwindigkeitsbereich stellt einen guten Kompromiss zwischen einem hohen Durchsatz von Gefäßen und einem möglichst gründlichen Entfernen von anhaftenden Teilen dar.
[0027] Es ist von Vorteil, wenn eine Kapsel oder ein verschraubter Deckel des Gefäßes oder des Behälters durch Anstellen einer Reibvorrichtung an die Kapsel oder den Deckel bei gleichzeitiger Vorwärtsbewegung des Gefäßes oder Behälters gelöst wird. Somit ist im selben Arbeitsgang mit einem Entfernen von Etiketten und dergleichen auch ein Entfernen von Schraubverschlüssen und Kapseln auf technisch einfache und effektive Weise möglich.
[0028] Die zweite Aufgabe der Erfindung wird dadurch gelöst, dass bei einer Vorrichtung der eingangs erwähnten Art die Führungselemente im Querschnitt flächig ausgebildet sind, insbesondere als Bänder, wobei das zweite Führungselement das erste Führungselement in der Höhe überragt und an jeder Seite des Fördermittels nur ein Führungselement vorgesehen ist.
[0029] Durch die Drehbewegung der Gefäße oder Behälter können die Werkzeuge die Gefäße über deren gesamten Umfang bearbeiten. Drehen und Fördern der Gefäße erfolgen gleichzeitig, wodurch ein kontinuierliches Bearbeiten der Gefäße ohne Unterbrechung derer Transportbewegung möglich ist. Die Führungselemente stützen die Gefäße gegen von den Werkzeugen -insbesondere rotierenden Werkzeugen - auf die Gefäße seitlich ausgeübte Schnittkräfte ab, das Fördermittel gegen nach unten gerichtete Schnittkräfte. Dadurch ist es möglich, dass die Werkzeuge mit angemessener Kraft an die Gefäße angestellt werden, ohne dass die Gefäße dabei kippen. Die erfindungsgemäße Vorrichtung eignet sich besonders zum Entfernen von Verschlüssen, Kapseln, Banderolen und Etiketten von Glas- und Kunststoffflaschen während eines kontinuierlichen Reinigungsprozesses, wobei anhaftende Teile an nahezu jeder Stelle des Gefäßes entfernt oder zumindest angeritzt werden können. Die Vorrichtung kann auf automatischen Transferstraßen zur Wiederverwendung von Glasflaschen oder aber auch als Einzelvorrichtung eingesetzt werden. 4/19 österreichische;· pätentawi AT510 504B1 2014-03-15 [0030] Bevorzugt sind die Gefäße oder Behälter im Abschnitt kontinuierlich bewegbar. Durch das gleichzeitige Fördern bzw. Transportieren der Gefäße und deren Reinigung von anhaftenden Teilen kann die Vorrichtung in eine Stetigförderanlage eingebunden werden. Ein hoher Durchsatz an Gefäßen oder Behältern ist somit gewährleistet.
[0031] Zweckmäßigerweise ist das Fördermittel ein ebenes, vorzugsweise gerade verlaufendes Förderband. Ein Zuführen der Gefäße oder Behälter zu dem zumindest einen Werkzeug erfolgt dadurch auf technisch einfache und sich bewährende Art und Weise.
[0032] Um das erste Führungselement auf effektive und technisch einfache Weise zu realisieren, kann ein umlaufendes Band oder eine Führungsplatte als erstes Führungselement vorgesehen sein.
[0033] Es hat sich bewährt, dass ein umlaufendes Band als zweites Führungselement vorgesehen ist. Ein solches Band ist einfach antreibbar sowie in seiner Geschwindigkeit regulierbar.
[0034] Es ist von Vorteil, wenn das erste Führungselement in Draufsicht parallel zur Vorschubrichtung ausgerichtet ist und das zweite Führungselement senkrecht dazu verschiebbar gelagert ist. Dadurch kann auf einfache Weise ein Anpassen an verschiedene Behältergrößen und -formen erfolgen. Insbesondere durch eine federnde Lagerung des zweiten Führungselements wird eine solche Anpassung automatisch ermöglicht.
[0035] Zweckmäßigerweise ist ein Sensor zur Erfassung einer Abmessung der Gefäße oder Behälter vorgesehen, wobei der Sensor mit einem Antriebsmittel in Verbindung steht, das das zweite Führungselement und/oder das zumindest eine Werkzeug in Abhängigkeit eines Sensorsignals in Draufsicht senkrecht zur Vorschubrichtung zum ersten Führungselement hin oder von diesem weg bzw. zu den Gefäßen hin oder von diesen weg verfährt. Somit können mit der Vorrichtung Gefäße oder Behälter verschiedener Größen und/oder Formen behandelt werden.
[0036] Bevorzugt ist zumindest ein Werkzeug höhenverstellbar und/oder horizontal und normal zur Vorschubrichtung verstellbar gelagert. Durch eine solche verstellbare Lagerung mittels Aufhänge- und Führungsvorrichtungen können mit den Werkzeugen verschiedene Gefäß-und/oder Behälterformen von anhaftenden Teilen befreit werden, ein Abfahren komplexer Geometrien durch das Werkzeug sowie eine Anpassung an neue Gefäßkonturen ist einfach möglich. Außerdem kann durch das Überstreichen eines Höhenbereiches ein großer Bereich der Gefäße bearbeitet werden.
[0037] Es hat sich bewährt, dass zumindest ein Werkzeug als rotierende Schneidwalze mit einem oder mehreren umfangsseitig angeordneten Messern oder als oszillierend bewegter Balken mit einem oder mehreren Messern ausgebildet ist. Da sowohl Schneidwalze als auch Balken lange ausgeführt und parallel zur Vorschubrichtung ausgerichtet sein können, ist eine gleichzeitige Bearbeitung vieler Gefäße oder Behälter möglich. Zusammen mit der Möglichkeit eines kontinuierlichen Prozesses, bei welchem anhaftende Teile von den sich weiterbewegenden Gefäßen entfernt oder angeritzt werden, ohne dabei die Bewegung der Gefäße bzw. des Fördermittels zu stoppen und ohne dabei die Flaschen zu beschädigen, kann eine hohe Vorschubgeschwindigkeit und damit ein hoher Flaschendurchsatz bei einer hohen Reinigungsleistung erreicht werden.
[0038] Es ist von Vorteil, wenn das oder die Messer vorragend an der Schneidwalze oder dem Balken befestigt sind. Somit ist ein rasches und effektives Entfernen von anhaftenden Teilen möglich.
[0039] Zweckmäßigerweise sind die Messer federnd gelagert. Dadurch können sich die Schneidwalze und/oder der oszillierend bewegte Balken den Gefäßkonturen anpassen, wodurch eine Beschädigung der Gefäße bei diesem Vorgang verhindert wird. Im Zuge der Flaschenwiederverwendung kann der Vorgang immer wieder durchgeführt werden.
[0040] U m zwei Bereiche auf Flaschen, wo Etiketten oder dergleichen angebracht sind, wie den Bereich eines Flaschenhalses und den Bereich eines Flaschenbauches, mit dem zumindest einem Werkzeug bearbeiten zu können, kann in einem ersten Abschnitt ein erstes Werkzeug 5/19
&*»«id>ische AT510 504B1 2014-03-15 und in einem zweiten Abschnitt ein zweites Werkzeug vorgesehen sein, wobei das zweite Werkzeug auf einer anderen Höhe angeordnet ist als das erste Werkzeug.
[0041] Es ist von Vorteil, wenn eine rotierende Schneidwalze mit umfangsseitig angeordneten Messern als erstes Werkzeug im ersten Abschnitt und eine im zweiten Abschnitt angeordnete rotierende Bürstenwalze als zweites Werkzeug vorgesehen sind, wobei die Schneidwalze und die Bürstenwalze an gegenüberliegenden Seiten des Fördermittels angeordnet sind und vorzugsweise jeweils zum Fördermittel hin rotierbar sind. Alternativ zu Messern und Bürsten können auf einer Walze auch Schneidnadeln angeordnet sein. Durch die Verwendung verschiedener Werkzeugtypen kann durch Schneiden, Bürsten und/oder Ritzen ein effektives Entfernen von verschiedensten auf den Gefäßen oder Behältern anhaftenden Teilen, wie Verschlüssen, Kapseln, Banderolen und Klebeetiketten, erreicht werden.
[0042] Es hat sich bewährt, dass eine vorzugsweise über dem Fördermittel höhenverstellbare Reibvorrichtung vorgesehen ist, mit welcher eine Kapsel oder ein verschraubter Deckel des Gefäßes oder des Behälters durch Anstellen der Kapsel oder des Deckels bei gleichzeitiger Vorwärtsbewegung des Gefäßes oder Behälters lösbar ist. Durch eine einfache technische Vorrichtung können so - auch unter Ausnützung der Rotationsbewegung der Gefäße - Schraubverschlüsse und Kapseln von den Gefäßen oder Behältern im selben Arbeitsgang mit dem Entfernen von Etiketten abgeschraubt werden.
[0043] Weitere Merkmale, Vorteile und Wirkungen der Erfindung ergeben sich anhand des nachfolgend dargestellten Ausführungsbeispiels. Die Zeichnungen, auf welche dabei Bezug genommen wird, zeigen: [0044] Fig. 1 [0045] Fig. 2 [0046] Fig. 3 [0047] Fig. 4 [0048] Fig. 5 [0049] Fig. 6 [0050] Fig. 7 eine schematische Draufsicht auf eine erfindungsgemäße Vorrichtung zum Entfernen an Flaschen anhaftender Teile; eine schematische Ansicht einer Vorrichtung gemäß Fig. 1 in Vorschubrichtung; einen Schnitt durch eine Schneidwalze einer Vorrichtung gemäß Fig. 1; eine schematische Ansicht in Vorschubrichtung einer Vorrichtung mit einer Schneidwalze mit Z-förmiger Aufhängung; eine schematische Ansicht in Vorschubrichtung einer Vorrichtung mit einem Aufschraubmechanismus zur Entfernung von Schraubverschlüssen; eine schematische Draufsicht auf eine Vorrichtung gemäß Fig. 5 entlang des Schnittes Vl-Vl; eine schematische Untersicht einer Vorrichtung gemäß Fig. 5 entlang des Schnittes Vll-Vll.
[0051] In Fig. 1 ist eine schematische Draufsicht auf eine erfindungsgemäße Vorrichtung 1 zum Entfernen oder zumindest Anritzen von an Glas- oder Kunststoffflaschen 2 anhaftenden Teilen, insbesondere Etiketten 3, 3', dargestellt. Die Vorrichtung 1 umfasst ein ebenes, geradlinig verlaufendes Förderband 5, welches die Glas- oder Kunststoffflaschen 2 dem Reinigungsprozess zuführt. Beidseitig des Förderbandes 5 sind Schneidwalzen 8, 8' angeordnet, deren Drehachsen D parallel zum Förderband 5 bzw. zu einer Vorschubrichtung V ausgerichtet sind. Die Glasoder Kunststoffflaschen 2 werden auf das Förderband 5 gestellt und entlang der Vorschubrichtung V mit einer Vorschubgeschwindigkeit von 0,01 bis 10 m/s an den Schneidwalzen 8, 8' vorbeibewegt; eine übliche Taktzeit bei Transferstraßen für die Flaschenaufbereitung ist etwa eine Sekunde pro Flasche. Die Glas- oder Kunststoffflaschen 2 werden seitlich durch als umlaufende Bänder 6, 7 ausgeführte Führungselemente geführt. Die Bänder 6, 7 sind parallel zum Förderband 5 ausgerichtet und liegen beidseitig an den Glas- oder Kunststoffflaschen 2 an, sodass durch Reibung eine gewisse Kraft auf die Glas- oder Kunststoffflaschen 2 übertragbar ist. Die Bänder 6, 7 bewegen sich in Vorschubrichtung V mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten; durch diese Relativgeschwindigkeit zwischen den Bändern 6, 7 werden die Glas- oder Kunststoffflaschen 2 jeweils zu einer Drehbewegung um ihre Längsachse S gezwungen. Alter- 6/19
8steTOd»5C!!«S AT510 504B1 2014-03-15 nativ zu einer Bewegung beider Bänder 6, 7 kann ein Band 6, 7 auch als stillstehende Führungsplatte oder Reibblock ausgeführt sein. In diesem Fall bewirkt eine Relativbewegung zwischen einem bewegten Band 6, 7 und der stillstehenden Führungsplatte bzw. dem Reibblock die Rotation der Glas- oder Kunststoffflaschen 2. Das Band 6 - oder gegebenenfalls die Führungsplatte -dient als Festanschlag und ist seitlich, d. h. horizontal und senkrecht zur Vorschubrichtung V, nicht beweglich und positioniert damit die Glas- oder Kunststoffflaschen 2 zur Schneidwalze 8. Das Band 7 kann seitlich manuell oder elektrisch gesteuert verstellbar oder federnd gelagert sein und stellt das Loslager in der Führung dar. Es hat die Aufgabe, die Glasoder Kunststoffflaschen 2 an das Band 6 zu drücken und einen Reibschluss zu erzeugen. Die Glas- oder Kunststoffflaschen 2 sind also auf dem Förderband 5 stehend fest zwischen den beiden Bändern 6, 7 eingespannt und bewegen sich von den Bändern 6, 7 zu einer Rotation um ihre Längsachse S gezwungen in Vorschubrichtung V. Die Glas- oder Kunststoffflaschen 2 werden an einem Sensor 11 vorbeigeführt, der die Flaschen zählt und deren Größe und Form bzw. Geometrie erkennen kann. Dementsprechend werden die Schneidwalzen 8, 8' in Höhe und seitlicher Ausrichtung eingestellt, sodass ein optimales Bearbeiten der Glas- oder Kunststoffflaschen 2 gewährleistet ist. Dieser Vorgang wird durch eine elektronische Kontrolleinheit oder durch einen PC gesteuert und dokumentiert. Es besteht auch die Möglichkeit, dass die Schneidwalzen 8, 8' manuell in deren Höhe und seitlichen Ausrichtung quer zur Vorschubrichtung V verstellt werden. In diesem Fall ist der Sensor 11 nicht zwingend notwendig. Die Schneidwalzen 8, 8' werden durch Antriebseinheiten 12, 12' in Rotation um ihre Drehachsen D, welche parallel zur Vorschubrichtung V ausgerichtet sind, versetzt. In Abschnitten A, A' werden die sich drehenden Glas- oder Kunststoffflaschen 2 an den Schneidwalzen 8, 8' vorbeigeführt, ohne die Dreh- und Längsbewegung zu unterbrechen; d.h., der Prozess verläuft kontinuierlich. Alternativ besteht auch die Möglichkeit, dass der Prozess diskontinuierlich ausgeführt wird.
[0052] Fig. 2 zeigt eine schematische Ansicht in Vorschubrichtung V der erfindungsgemäßen Vorrichtung 1 gemäß Fig. 1. Die Schneidwalzen 8, 8' greifen in verschiedene Höhen an den Glas- oder Kunststoffflaschen 2 mit Messern 9 an, um anhaftende Etiketten 3, 3' oder Banderolen zu entfernen oder zumindest anzuritzen. Da die Glas- oder Kunststoffflaschen 2 zwischen den Bändern 6, 7 und dem Förderband 5 eingespannt sind und von diesen geführt werden, werden sie dadurch gegen von den Schneidwalzen 8, 8' ausgeübte Kräfte abgestützt. Durch eine Relativbewegung zwischen den beiden Bändern 6, 7 werden die Glas- oder Kunststoffflaschen 2 zu einer Rotation um ihre Längsachse S gezwungen. Somit können die Schneidwalzen 8, 8' die Glas- oder Kunststoffflaschen 2 vollumfänglich bearbeiten. Die Messer 9 der Schneidwalzen 8, 8' sind auf einem Grundkörper 10 angebracht. Die Schneidwalzen 8, 8' sind so ausgeführt, dass der Grundkörper 10 nicht die Glas- oder Kunststoffflaschen 2 berührt. Die Schneidwalzen 8, 8' drehen sich mit einer Drehzahl zwischen 0,1 und 1000 U/min in der Art, dass während des Vorbeigleitens einer Glas- oder Kunststoffflasche 2 mindestens ein Messer 9 die Glas- oder Kunststoffflasche 2 berührt und anhaftende Teile mit einer Abwärtsbewegung des im Eingriff befindlichen Messers 9 entfernen kann. Die Schneidwalzen 8, 8' sind so aufgebaut, dass mindestens ein Messer 9 am Umfang einer Schneidwalze 8, 8' befestigt ist. Alternativ zu dem dargestellten Schneidvorgang, der von oben nach unten erfolgt, kann der Schneidvorgang auch von unten nach oben ausgeführt werden; dazu müssen die Schneidwalzen 8, 8' anderes orientiert sein und es ist eine zusätzliche Abstützung von oben vorgesehen, welche beispielsweise in eine Flaschenöffnung eingreift.
[0053] In Fig. 3 ist ein Schnitt durch eine Schneidwalze 8, 8' dargestellt. Auf dem Grundkörper 10, welcher einen im Wesentlichen kreisförmigen Querschnitt aufweist, sind Messer 9 angebracht. Ein Messer 9 ist mit mindestens einem Befestigungselement 13 am Grundkörper 10 befestigt. Diese Befestigung kann über eine Druckfeder 14 flexibel erfolgen. Die Druckfeder 14 ist zwischen dem Messer 9 und einem Federteller 15 montiert, wobei vorteilhafterweise das Befestigungselement 13 durch den Federteller 15 geführt ist. Dadurch wird erreicht, dass das Messer 9 einen definierten Anpressdruck auf die Glas- oder Kunststoffflaschen 2 während des Schneidens anhaftender Teile hat. Mit einem solchen flexiblen Messer 9 können auch geringfügige Formunterschiede der einzelnen Flaschen ausgeglichen werden. Durch den Grundkörper 10 der Schneidwalzen 8, 8' werden die Flaschen gestützt und geführt und in einem Mindestab- 7/19
österreichisches päteü tarnt AT510 504B1 2014-03-15 stand zum Messer 9 gehalten, sodass die Flasche nicht in Richtung der Schneidwalze 8, 8' und damit in ein Messer 9 kippen kann, wodurch die Anlage blockieret werden würde. Somit werden die Gefäße beim Schneideingriff nicht beschädigt und die Vorrichtung 1 nicht durch kippende Gefäße blockiert. Der Grundkörper 10 kann in verschiedenen Werkstoffen ausgeführt werden, wie Kunststoff, Elastomer, Metall oder Holz. Das Messer 9 ist einem bestimmten Winkel 16 zu einer Tangente befestigt, um den bestmöglichen Schneideingriffswinkel zu ermöglichen. Der Grundkörper 10 weist eine Aussparung 17 auf, in der das Messer 9 eingelegt ist und radial und tangential anliegt. Eine Schnittkraft kann entweder durch die formschlüssige radiale und tangentiale Aussparung 17 oder durch das Befestigungselement 13 aufgenommen werden. Der Grundkörper 10 ist mit einer Bohrung 19 parallel zur Drehachse D der Schneidwalzen 8, 8' versehen. In dieser Bohrung 19 ist eine Stange 18 gelagert, welche damit parallel zur Oberfläche des Grundkörpers 10 verläuft. Das Befestigungselement 13 ist mit einem Gewinde versehen, welches in ein Gegengewinde in der Stange 18 eingeschraubt ist. So kann ein Messer 9 mit einer Vielzahl von Befestigungselementen 13 in Längsrichtung an der Stange 18 und damit an dem Grundkörper 10 befestigt werden. Die Befestigungselemente 13 sind in den Gewinden der Stange 18 gegen Verdrehen gesichert.
[0054] Die Vorrichtung 1 wird derart gesteuert, dass während eines Vorbeigleitens einer Glasoder Kunststoffflasche 2 zumindest ein Messereingriff erfolgt, vorteilhafterweise aber mehrere. Dies wird dadurch erreicht, dass die Schneidwalze 8, 8' so lange ausgeführt ist oder so viele Messer 9 am Umfang verteilt trägt, dass zumindest ein oder mehrere Messer 9 an jeder Flasche während deren Durchlaufens eines Abschnittes A, A' zum Eingriff kommen. Bevorzugt erfolgen mehrere Schnitteingriffe pro Flasche, damit ein möglichst vollständiges Entfernen anhaftender Teile erfolgen kann. Die Glas- oder Kunststoffflaschen 2 durchlaufen nacheinander die zwei Abschnitte A, A', in denen sie von den Schneidwalzen 8, 8' in verschiedenen Höhen bearbeitet werden. Die Drehbewegungen der Schneidwalzen 8, 8' sind derart, dass ein Schnitt an einer Flasche von oben nach unten erfolgen kann und die Flasche gegen von den Schneidwalzen 8, 8' ausgeübte Schnittkräfte durch das Förderband 5 sowie die Bänder 6, 7 abgestützt werden; die Kraftabstützung folgt kontinuierlich während der Drehbewegung der Gefäße und während deren Transportbewegung. Das Förderband 5 transportiert die Gefäße in einer Reihe, wobei sich diese berühren können; es werden aber keine Schnittkräfte von einem Gefäß zum anderen übertragen, diese werden ausschließlich vom Förderband 5 und von den Bändern 6, 7 aufgenommen. Somit beeinflussen oder stören sich die Gefäße nicht gegenseitig während des T ransportes.
[0055] Die Schneidwalzen 8, 8' können gleich oder in verschiedenen Ausführungsformen ausgeführt sein. Neben den beschriebenen bzw. dargestellten Ausführungsformen sind auch Vielfachschneidwalzen mit zahlreichen am Umfang verteilten Messern 9 möglich. Neben Messern 9 können auch Schneidnadeln, Schneidspitzen, Bürsten oder Drahtbürsten Verwendung finden. Somit können nacheinander Schneid-, Bürst- und Ritzverfahren angewendet werden, um die anhaftenden Teile zu entfernen oder zumindest anzuritzen. Nicht vollständig entfernbare Teile sind in einem nachfolgenden Waschprozess einfacher von den Gefäßen abzulösen. Die abgefallenen Teile werden mit einer Fangvorrichtung aufgefangen und abtransportiert, um sie einem Recycling zuzuführen.
[0056] Wie in Fig. 1 dargestellt, ist nach den Abschnitten A, A' ein weiterer Sensor 20 angeordnet, welcher erkennt, ob alle anhaftenden Teile entfernt wurden oder ob noch Kapseln etc. an den Glas- oder Kunststoffflaschen 2 hängen. In letzterem Fall wird die entsprechende Flasche nach dem Sensor 20 ausgeschleust und dem Prozess nochmals zugeführt.
[0057] Alternativ zu einer Schneidwalze 8, 8' kann auch ein Messerbalken mit Linearbewegung eingesetzt werden, der in einer von oben nach unten gerichteten Bewegung die Messerklinge zur Kapsel oder dem Etikett 3, 3' führt und diese bzw. dieses von der Glas- oder Kunststoffflasche 2 schneidet oder reißt. Es kann auch eine kinematische Schnittbewegung durchgeführt werden, die aus einer Kombination von einer Drehbewegung und einer Linearbewegung besteht. Somit kann eine Schnittbewegung ausgeführt werden, die die Messerklinge in einer bestimmten Raumkurve bewegt. Diese Schnittbewegung im Raum kann durch eine numerische 8/19
&te^id»scHg ρ®ίκηΕδίϊϊί AT510 504B1 2014-03-15
Steuerung (CNC-gesteuert) derart optimiert werden, dass diese Schnittbewegung der Kontur des Gefäßes folgt und somit Sonderformen von Gefäßen und Flaschen entkapselt und/oder von Etiketten 3, 3' gesäubert werden können.
[0058] Es ist ebenso möglich, mit einer Schneidwalze 8, 8' mit geringem Durchmesser eine Freiformbewegung der Schneidwalze 8 im Raum durchzuführen, die von einem Steuergerät errechnet und vorgegeben wird. In Fig. 4 ist eine derartige Konstruktion einer Schneidwalze 8 mit einer Z-förmigen Aufhängung zur Erzeugung einer beliebigen, von Hand oder numerisch gesteuerten Bewegung der Schneidwalze 8 gezeigt. Mit dieser Vorrichtung kann die Schneidwalze 8 spezielle Konturen abfahren und so auch komplexe Flaschengeometrien bearbeiten.
[0059] In Fig. 5 ist eine schematische Ansicht in Vorschubrichtung V einer Vorrichtung 1 dargestellt, welche einen Aufschraubmechanismus zum Abschrauben von Schraubverschlüssen von verschraubbaren Gefäßen, insbesondere Glas- oder Kunststoffflaschen 2, aufweist. Der Aufschraubmechanismus umfasst einen Reibblock 21 und eine Schraubeinheit 22, welche an die Schraubverschlüsse bzw. verschraubten Deckel 4 anstellbar sind. Die Glas- oder Kunststoffflasche 2 wird durch Vorschubeinrichtungen 23, 24 auf zwei Gleitführungen 25, 26 entlang der Vorschubrichtung V bewegt; dabei ist eine Rotation um die Längsachsen S möglich, aber für den Abschraubmechanismus nicht zwingend erforderlich. Durch Anstellen des federnd gelagerten Reibblocks 21 an den verschraubten Deckel 4 wird eine Reibkraft erzeugt. Zur Erzeugung eines den Schraubverschluss öffnenden Drehmoments wird durch die angestellte Schraubeinheit 22 eine entsprechende Gegenkraft erzeugt, wozu sie mit einer entsprechenden Fördergeschwindigkeit bewegt wird bzw. mit einer Umlaufgeschwindigkeit rotiert. Zur klareren Darstellung des Verfahrens sind in Fig. 6 eine schematische Draufsicht auf die Vorrichtung 1 gemäß Fig. 5 entlang des Schnittes Vl-Vl (unterer Bereich) sowie in Fig. 7 eine schematische Untersicht auf eine Vorrichtung 1 gemäß Fig. 5 entlang des Schnittes Vll-Vll (oberer Bereich, Aufschraubmechanismus) dargestellt.
[0060] Alternativ zu einer Ausführung des Aufschraubmechanismus gemäß Fig. 5 bis 7, bei dem der Schraubverschluss in Rotation versetzt wird, wobei das Gefäß nicht rotieren muss, ist auch eine Ausführungsform denkbar, bei der die Flasche durch Bänder 6, 7 (oder durch ein Band 6 oder 7 zusammen mit einem Reibblock) in Rotation versetzt und der Schraubverschluss nur translatierend, also ohne Rotation, geführt wird. Das heißt, der Schraubverschluss einer rotierend beförderten Flasche wird durch einen Vorschubmechanismus geklemmt, wobei dieser Vorschubmechanismus zwei Vorschubeinrichtungen umfasst, welche von zwei Seiten an den Schraubverschluss anstellbar sind und auf beiden Seiten mit derselben Geschwindigkeit arbeiten, nämlich der Vorschubgeschwindigkeit der Flasche. Durch die Drehbewegung der Flasche und der Fixierung des Schraubverschlusses relativ zur Flasche durch den Vorschubmechanismus wird nun der Schraubverschluss abgeschraubt (eigentlich wird die Flasche aus dem Schraubverschluss herausgeschraubt). Durch eine Steigung des Vorschubmechanismus relativ zur Vorschubrichtung V der beförderten Flasche kann der Schraubverschluss von der Flasche entfernt und über ein Leitblech abtransportiert werden.
[0061] Zusammenfassend sind beide Varianten des Aufschraubmechanismus so zu charakterisieren, dass die Schraubverschlüsse in eine Rotation um die Längsachse S des Gefäßes relativ zu den translatierenden und/oder rotierenden Gefäßen versetzt, dadurch von den Gefäßen abgeschraubt und danach entfernt werden. 9/19
Claims (30)
- österreichische;! AT510 504B1 2014-03-15 Patentansprüche 1. Verfahren zum Entfernen oder zumindest Anritzen von an Gefäßen oder Behältern anhaftenden Teilen, insbesondere Etiketten (3, 3'), bei welchem ein oder mehrere im Wesentlichen rotationssymmetrische oder zumindest bereichsweise einen runden Querschnitt aufweisende längliche Gefäße oder Behälter, insbesondere Glas- oder Kunststoffflaschen (2), auf einem Fördermittel stehend und im Wesentlichen senkrecht zu einer Längsachse (S) entlang einer Vorschubrichtung (V) bewegt und dabei zumindest in einem Abschnitt (A, A') jeweils um die Längsachse (S) gedreht werden, wobei während des Drehens mit zumindest einem Werkzeug die Teile von den Gefäßen oder Behältern entfernt oder zumindest angeritzt werden, wobei die Gefäße oder Behälter im zumindest einen Abschnitt (A, A') in Drehbewegung versetzt werden, indem diese mit einem ersten, oberhalb des Fördermittels positionierten Führungselement zur Anlage an einem zweiten, gegenüberliegenden Führungselement gebracht werden, wobei die Führungselemente mit einer unterschiedlichen Geschwindigkeit relativ zueinander bewegt werden, wobei eines der Führungselemente Stillstehen kann und wobei zumindest eine Werkzeug oberhalb eines der Führungselemente an den Gefäßen oder Behältern eingreift, dadurch gekennzeichnet, dass die Gefäße oder Behälter durch im Querschnitt flächige Führungselemente, insbesondere Bänder (6, 7), in Drehbewegung versetzt werden, wobei das zweite Führungselement das erste Führungselement in der Höhe überragt und an jeder Seite des Fördermittels nur ein Führungselement vorgesehen ist.
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Gefäße oder Behälter im Abschnitt (A, A') kontinuierlich bewegt werden.
- 3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere Gefäße oder Behälter hintereinander bewegt werden.
- 4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass ein ebenes, vorzugsweise gerade verlaufendes Förderband (5) als Fördermittel eingesetzt wird.
- 5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass ein umlaufendes Band (6) oder eine stillstehende Führungsplatte als erstes Führungselement eingesetzt wird.
- 6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass ein umlaufendes Band (7) als zweites Führungselement eingesetzt wird.
- 7. Verfahren nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass das zweite Führungselement schneller als das erste Führungselement bewegt wird.
- 8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Führungselement in Draufsicht parallel zur Vorschubrichtung (V) gehalten und das zweite Führungselement senkrecht dazu verschiebbar gehalten wird.
- 9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass das zweite Führungselement und/oder das zumindest eine Werkzeug in Abhängigkeit eines Signals eines Sensors (11) am oder vor dem zumindest einen Abschnitt (A, A') in Draufsicht senkrecht zur Vorschubrichtung (V) verfahren wird, um die Gefäße oder Behälter an das erste Führungselement zu drücken bzw. um das zumindest eine Werkzeug an die Gefäße oder Behälter entsprechend anzustellen.
- 10. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Teile mit zumindest einer rotierenden Schneidwalze (8, 8') mit einem oder mehreren umfangsseitig angeordneten Messern (9) oder einem oszillierend bewegten Balken mit einem oder mehreren Messern (9) entfernt oder zumindest angeritzt werden.
- 11. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass das oder die Messer (9) vorragend an der Schneidwalze (8, 8') oder dem Balken befestigt werden und ein Grundkörper (10) der Schneidwalze oder des Balkens die Gefäße oder Behälter nicht berührt. 10/19
- 12. Verfahren nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, dass das oder die Messer (9) federnd gelagert werden.
- 13. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass in einem ersten Abschnitt (A) ein erstes Werkzeug eingreift, wobei an einem Kopf der Gefäße oder Behälter anhaftende Teile entfernt werden, und in einem zweiten Abschnitt (A') ein zweites Werkzeug eingreift, das auf einer anderen Höhe angeordnet ist als das erste Werkzeug.
- 14. Verfahren nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass eine rotierende Schneidwalze (8, 8') mit umfangsseitig angeordneten Messern (9) als erstes Werkzeug und eine rotierende Bürstenwalze als zweites Werkzeug eingreifen, wobei die Schneidwalze (8, 8') und die Bürstenwalze an gegenüberliegenden Seiten des Fördermittels angeordnet werden und vorzugsweise jeweils zum Fördermittel hin rotieren.
- 15. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Gefäße oder Behälter mit dem Fördermittel mit einer Geschwindigkeit von 0,01 bis 10,0 m/s bewegt werden.
- 16. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass eine Kapsel oder ein verschraubter Deckel (4) des Gefäßes oder des Behälters durch Anstellen einer Reibvorrichtung an die Kapsel oder den Deckel (4) bei gleichzeitiger Vorwärtsbewegung des Gefäßes oder Behälters gelöst wird.
- 17. Vorrichtung (1) zum Entfernen oder zumindest Anritzen von an Gefäßen oder Behältern anhaftenden Teilen, insbesondere Etiketten (3, 3'), umfassend zumindest ein Fördermittel zum Bewegen von einem oder mehreren im Wesentlichen rotationssymmetrischen oder zumindest bereichsweise einen runden Querschnitt aufweisenden stehenden länglichen Gefäßen oder Behältern, insbesondere Glas- oder Kunststoffflaschen (2), entlang einer Vorschubrichtung (V) senkrecht zu einer Längsachse (S) der Gefäße oder Behälter, sowie zumindest eine Einrichtung, durch welche die Gefäße oder Behälter in zumindest einem Abschnitt (A, A') jeweils um die Längsachse (S) in Drehbewegung versetzbar sind, und zumindest ein Werkzeug, das im Abschnitt (A, A') die Teile entfernt oder zumindest anritzt, wobei ein erstes, oberhalb des Fördermittels positioniertes Führungselement vorgesehen ist, mit dem die Gefäße oder Behälter im zumindest einen Abschnitt (A, A') zur Anlage an einem zweiten, gegenüberliegenden Führungselement bringbar sind, wobei die Führungselemente mit einer unterschiedlichen Geschwindigkeit relativ zueinander bewegbar sind, sodass die Gefäße oder Behälter in Drehbewegung versetzbar sind, wobei das zumindest eine Werkzeug zum Eingriff oberhalb eines der Führungselemente an den Gefäßen oder Behältern positioniert ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungselemente im Querschnitt flächig ausgebildet sind, insbesondere als Bänder (6, 7), wobei das zweite Führungselement das erste Führungselement in der Höhe überragt und an jeder Seite des Fördermittels nur ein Führungselement vorgesehen ist.
- 18. Vorrichtung (1) nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass die Gefäße oder Behälter im Abschnitt (A, A') kontinuierlich bewegbar sind.
- 19. Vorrichtung (1) nach Anspruch 17 oder 18, dadurch gekennzeichnet, dass das Fördermittel ein ebenes, vorzugsweise gerade verlaufendes Förderband (5) ist.
- 20. Vorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 17 bis 19, dadurch gekennzeichnet, dass ein umlaufendes Band (6) oder eine Führungsplatte als erstes Führungselement vorgesehen ist.
- 21. Vorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 17 bis 20, dadurch gekennzeichnet, dass ein umlaufendes Band (7) als zweites Führungselement vorgesehen ist.
- 22. Vorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 17 bis 21, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Führungselement in Draufsicht parallel zur Vorschubrichtung (V) ausgerichtet ist und das zweite Führungselement senkrecht dazu verschiebbar gelagert ist.ästerreidBsdses AT510 504B1 2014-03-15
- 23. Vorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 17 bis 22, dadurch gekennzeichnet, dass ein Sensor (11) zur Erfassung einer Abmessung der Gefäße oder Behälter vorgesehen ist, wobei der Sensor (11) mit einem Antriebsmittel in Verbindung steht, das das zweite Führungselement und/oder das zumindest eine Werkzeug in Abhängigkeit eines Sensorsignals in Draufsicht senkrecht zur Vorschubrichtung (V) zum ersten Führungselement hin oder von diesem weg bzw. zu den Gefäßen hin oder von diesen weg verfährt.
- 24. Vorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 17 bis 23, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein Werkzeug höhenverstellbar und/oder horizontal und normal zur Vorschubrichtung (V) verstellbar gelagert ist.
- 25. Vorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 17 bis 24, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein Werkzeug als rotierende Schneidwalze (8, 8') mit einem oder mehreren umfangsseitig angeordneten Messern (9) oder als oszillierend bewegter Balken mit einem o-der mehreren Messern (9) ausgebildet ist.
- 26. Vorrichtung (1) nach Anspruch 25, dadurch gekennzeichnet, dass das oder die Messer (9) vorragend an der Schneidwalze (8, 8') oder dem Balken befestigt sind.
- 27. Vorrichtung (1) nach Anspruch 25 oder 26, dadurch gekennzeichnet, dass die Messer (9) federnd gelagert sind.
- 28. Vorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 17 bis 27, dadurch gekennzeichnet, dass in einem ersten Abschnitt (A) ein erstes Werkzeug und in einem zweiten Abschnitt (A') ein zweites Werkzeug vorgesehen ist, wobei das zweite Werkzeug auf einer anderen Höhe angeordnet ist als das erste Werkzeug.
- 29. Vorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 17 bis 28, dadurch gekennzeichnet, dass eine rotierende Schneidwalze (8) mit umfangsseitig angeordneten Messern (9) als erstes Werkzeug im ersten Abschnitt (A) und eine im zweiten Abschnitt (A') angeordnete rotierende Bürstenwalze als zweites Werkzeug vorgesehen sind, wobei die Schneidwalze (8) und die Bürstenwalze an gegenüberliegenden Seiten des Fördermittels angeordnet sind und vorzugsweise jeweils zum Fördermittel hin rotierbar sind.
- 30. Vorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 17 bis 29, dadurch gekennzeichnet, dass eine vorzugsweise über dem Fördermittel höhenverstellbare Reibvorrichtung vorgesehen ist, mit welcher eine Kapsel oder ein verschraubter Deckel (4) des Gefäßes oder des Behälters durch Anstellen der Kapsel oder des Deckels (4) bei gleichzeitiger Vorwärtsbewegung des Gefäßes oder Behälters lösbar ist. Hierzu 7 Blatt Zeichnungen 12/19
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