AT503094B1 - Schublade - Google Patents
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Description
2 AT 503 094 B1
Die Erfindung bezieht sich auf eine Schublade mit zwei zwischen einer Frontblende und einer Rückwand verlaufenden Seitenzargen und mit einer Reling aus zwei oberhalb der Seitenzargen verlaufenden Hohlprofilen, die in stirnseitig offene Einstecktaschen vorderer, an der Frontblende vorgesehener Halterungen und hinterer Halterungen eingreifen, die vom Boden der Einstecktaschen aufragende, federnde Zungen mit widerhakenartigen Rastansätzen aufweisen, die von der Innenseite der Hohlprofile in Rastausnehmungen der Hohlprofile schnappverschlußartig einrasten.
Zur Befestigung einer aus Hohlprofilen bestehenden Reling an einer Schublade ist es bekannt (DE 3930662 A1), an der Frontblende und an der Rückwand der Schublade Halterungen zur Aufnahme der Hohlprofile vorzusehen, die in diesen Halterungen verschiebefest verankert werden. Zu diesem Zweck bilden die vorderen, an der Frontblende anschraubbaren Halterungen ein nach oben offenes Gehäuse, in das das jeweilige Hohlprofil von oben eingesetzt wird, so daß ein im Gehäuse gelagerter Exzentertrieb von unten in eine entsprechende Ausnehmung auf der Unterseite des Hohlprofils zur Längenverstellung des Hohlprofils gegenüber dem Gehäuse und damit der Frontblende eingreift. Zur Abdeckung des Gehäuses ist eine entlang des Hohlprofils verschiebbare, umfangsgeschlossene Abdeckkappe vorgesehen. An der Rückwand wird das jeweilige Hohlprofil zur zugfesten Verbindung mit einer hinteren Halterung verriegelt. Nachteilig bei dieser bekannten Konstruktion ist vor allem der Konstruktionsaufwand, der eine umständliche Montage zur Folge hat, weil die Länge der Reling entsprechend der Neigung der Frontblende über einen Exzentertrieb eingestellt werden muß.
Darüber hinaus ist bereits eine Reling bekannt (DE 9201801 U1), bei der die oberhalb der Seitenzargen verlaufenden Hohlprofile in stirnseitig offene Einstecktaschen vorderer, an der Frontblende vorgesehener Halterungen und hinterer Halterungen eingreifen, die vom Boden der Einstecktaschen aufragende, federnde Zungen mit widerhakenartigen Rastansätzen aufweisen, die von der Innenseite der Hohlprofile in Rastausnehmungen der Hohlprofile schnappverschlußartig einrasten. Diese mit widerhakenartigen Rastansätzen versehenen Zungen können jedoch keine stabile, zum Abtragen auch größerer Lasten geeignete Halterung für die Hohlprofile der Reling sicherstellen.
Der Erfindung liegt somit die Aufgabe zugrunde, eine Schublade der eingangs geschilderten Art so auszugestalten, daß trotz einer einfachen, von der jeweiligen Frontblendenneigung unabhängigen Relingmontage eine allen Belastungsanforderungen vorteilhaft genügende Halterung der Reling gewährleistet werden kann.
Die Erfindung löst die gestellte Aufgabe dadurch, dass die Einstecktaschen der hinteren, an die Rückwand anschließbaren Halterungen je zwei im Bereich einander gegenüberliegender Umfangswände angeordnete, federnde Zungen mit einem widerhakenartigen Rastansatz und dazu quer ausgerichtete, ebenfalls vom Taschenboden aufragende Zentrieransätze für den zwischen die federnden Zungen und die Zentrieransätze einerseits sowie die anschließenden Umfangswände der Einstecktasche anderseits ragenden Hohlprofilmantel bilden.
Damit die zugfeste Verbindung der hinteren Halterung mit dem jeweiligen Hohlprofil die zu erwartenden Belastungen der Reling übertragen kann, werden nicht nur je zwei im Bereich einander gegenüberliegender Umfangswände der Einstecktaschen angeordnete Zungen, sondern auch quer zu diesem Zungenpaar ausgerichtete, ebenfalls vom Taschenboden aufragende Zentrieransätze für die Hohlprofile vorgesehen, so daß sich für die Hohlprofile durch diese Zentrieransätze eine zusätzliche, lastabtragende Seitenführung mit dem Vorteil ergibt, daß die Zungen mit den widerhakenartigen Rastansätzen entlastet werden und lediglich die axiale Sicherung der Hohlprofile in der hinteren Halterung zu übernehmen haben.
Um über die Reling nachträglich die Schubladen mit einer Teilung versehen zu können, kann auf die Hohlprofile der Reling ein Teilungsraster aus Längs- und Querstreben aufgesteckt werden, die mit ihren Enden in stirnseitig offene Einstecktaschen von Verbindungsstücken eingrei- 3 AT 503 094 B1 fen, wobei die Verbindungsstücke auf der der Taschenöffnung abgewandten Stirnseite einen Klemmhaken zum Aufstecken auf die Reling oder eine Längs- bzw. Querstrebe tragen. Über diese Verbindungsstücke kann in einfacher Weise ein Teilungsraster werkzeuglos zusammengefügt und hinsichtlich der Rastereinteilung weitgehend frei eingestellt werden. Es ist lediglich der gegenseitige Abstand der zwischen den Seitenzargen verlaufenden Längsstreben durch die sie verbindenden Querstreben festgelegt. Zur zugfesten Verbindung zwischen den Verbindungsstücken und den in deren Einstecktaschen eingreifenden Quer- bzw. Längsstreben kann vom Boden der Einstecktaschen der Verbindungsstücke in an sich bekannter Weise wenigstens ein federnder Rasthaken aufragen, der in eine Rastausnehmung der Längs- bzw. Querstreben schnappverschlußartig einrastet.
In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand beispielsweise dargestellt. Es zeigen
Fig. 1 eine erfindungsgemäße Schublade in einer vereinfachten Seitenansicht,
Fig. 2 die Reling im Bereich einer Seitenzarge der Schublade in einer zum Teil aufgerissenen Draufsicht in einem größeren Maßstab,
Fig. 3 einen Schnitt nach der Linie lll-lll der Fig. 2,
Fig. 4 einen auf die Reling aufgesetzten Teilungsraster in einer Draufsicht und Fig. 5 einen Schnitt nach der Linie V-V der Fig. 4 in einem größeren Maßstab.
Die dargestellte Schublade besteht aus zwei zwischen sich einen Boden 1 aufnehmenden Seitenzargen 2, einer vom Boden 1 aufragenden Rückwand 3 und einer Frontblende 4, die in herkömmlicher Weise an die Seitenzargen 2 angeschlossen wird. Zur Vergrößerung des Aufnahmevolumens der Schublade sind Zargenaufsätze 5 und neben diesen Zargenaufsätzen 5 eine Reling 6 vorgesehen, die aus zwei je einer Seitenzarge 2 zugeordneten Hohlprofilen 7 gebildet wird. Es braucht wohl nicht hervorgehoben zu werden, daß die Reling 6 auch ohne Zargenaufsätze 5 eingesetzt werden kann.
Zur Befestigung der Reling 6 einerseits an der Frontblende 4 und anderseits an der Rückwand 3 sind vordere und hintere Halterungen 8 und 9 vorgesehen, die jeweils stirnseitig offene Einstecktaschen 10 zur Aufnahme der Hohlprofile 7 bilden. Die Befestigung der vorderen Halterungen 8 an der Frontblende 4 erfolgt im dargestellten Ausführungsbeispiel über Dübel 11, kann aber selbstverständlich auch über eine Verschraubung vorgenommen werden. Da die Befestigung der vorderen Halterungen 8 an der Frontblende 4 durch die Einstecktaschen 10 vorgenommen wird, können die Hohlprofile 7 erst nach der Befestigung der vorderen Halterungen 8 an der Frontblende 4 in die Einstecktaschen 10 dieser Halterungen 8 eingeschoben werden. Zur einfachen Montage der Reling 6 werden die hinteren Halterungen 9 vor dem Einführen der Hohlprofile 7 in die vorderen Halterungen 8 auf die Hohlprofile 7 aufgesteckt. Wie der Fig. 3 entnommen werden kann, ragen vom Boden 12 der Einstecktaschen 10 der hinteren Halterungen 9 im Bereich einander gegenüberliegender Umfangswände der Einstecktaschen 10 federnde Zungen 13 mit widerhakenartigen Rastansätzen 14 auf, die von der Innenseite der Hohlprofile 7 her in eine Rastausnehmung 15 im Mantel der Hohlprofile 7 schnappverschlußartig einrasten. Die in die Einstecktaschen 10 eingreifenden Stirnseiten der Hohlprofile 7 werden somit zwischen den federnden Zungen 13 und den anschließenden Umfangswänden der Einstecktaschen 10 formschlüssig geführt und durch die widerhakenartigen Rastansätze 14 zugfest in den hinteren Halterungen 9 festgehalten. Zur besseren Führung der Hohlprofile 7 in den Einstecktaschen 10, die sich gemäß der Fig. 2 gegenüber der Einführöffnung erweitern können, sind vom Taschenboden 12 aufragende Zentrieransätze 16 vorgesehen.
Sind die Hohlprofile 7 mit den montierten hinteren Halterungen 9 in die Einstecktaschen 10 der vorderen Halterungen 8 eingeführt, so können die hinteren Halterungen 9 mit der Rückwand 3 verbunden werden. Dies erfolgt gemäß der Fig. 2 über eine Schraubverbindung, die durch einen die Rückwand 3 außen umgreifenden Befestigungsansatz 17 der hinteren Halterungen 9 ermöglicht wird. Da das vordere Ende der Hohlprofite 7 der Reling 6 frei verschiebbar in die Einstecktaschen 10 der vorderen Halterungen 8 eingreift, wird in einfacher Weise ein Herstel-
Claims (2)
- 4 AT 503 094 B1 lungstoleranzen berücksichtigender Längenausgleich geschaffen, der auch unterschiedliche Neigungen der Frontblende 4 berücksichtigt. Um eine Teilung des Ladenraumes zu ermöglichen, kann gemäß der Fig. 4 auf die Reling 6 ein Teilungsraster 18 aufgesteckt werden. Zur Wahrung günstiger Konstruktions- und Montagebedingungen, werden Längsstreben 19 und Querstreben 20 mit Hilfe von Verbindungsstücken 21 zum Teilungsraster 18 zusammengefügt. Nach der Fig. 5 bilden diese Verbindungsstücke 21 Einstecktaschen 22 zur stirnseitigen Aufnahme der Querstreben 20, die über einen in eine Rastausnehmung 23 schnappverschlußartig eingreifenden, federnden Rasthaken 24 gegen ein Ausziehen aus der Einstecktasche 22 festgehalten werden. Der Rasthaken 24 ragt vom Boden 25 der Einstecktasche 22 auf und umfaßt den Mantel der als Hohlprofil ausgebildeten Querstreben 20 von der Innenseite her. Da die Rastausnehmung 23 in der Querstrebe 20 von der Unterseite des Verbindungsstückes 21 her zugänglich ist, kann der Rasthaken 24 zum Lösen des Verbindungsstückes 21 von der Querstrebe 20 wieder aus der Rastausnehmung 23 herausgedrückt werden. Die Verbindungsstücke 21 bilden auf der Seite des Taschenbodens 25 einen nach unten offenen, federnden Klemmhaken 26, mit dessen Hilfe die Verbindungsstücke 21 in einfacher Weise auf die Längsstreben 19 aufgesteckt werden können, um eine beliebige Rastereinteilung vorzunehmen. Die Verbindung zwischen den Längsstreben 19 und der Reling 6 erfolgt in übereinstimmender Art ebenfalls mit Hilfe von Verbindungsstücken 21, die auf die Stirnseiten der Längsstreben 19 aufgesteckt werden. Patentansprüche: 1. Schublade mit zwei zwischen einer Frontblende und einer Rückwand verlaufenden Seitenzargen und mit einer Reling aus zwei oberhalb der Seitenzargen verlaufenden Hohlprofilen, die in stirnseitig offene Einstecktaschen vorderer, an der Frontblende vorgesehener Halterungen und hinterer Halterungen eingreifen, die vom Boden der Einstecktaschen aufragende, federnde Zungen mit widerhakenartigen Rastansätzen aufweisen, die von der Innenseite der Hohlprofile in Rastausnehmungen der Hohlprofile schnappverschlußartig einrasten, dadurch gekennzeichnet, daß die Einstecktaschen (10) der hinteren, an die Rückwand (3) anschließbaren Halterungen (9) je zwei im Bereich einander gegenüberliegender Umfangswände angeordnete, federnde Zungen (13) mit einem widerhakenartigen Rastansatz (14) und dazu quer ausgerichtete, ebenfalls vom Taschenboden (12) aufragende Zentrieransätze (16) für den zwischen die federnden Zungen (13) und die Zentrieransätze (16) einerseits sowie die anschließenden Umfangswände der Einstecktasche (10) anderseits ragenden Hohlprofilmantel bilden.
- 2. Schublade nach Anspruch 1 mit einem auf die Hohlprofile der Reling aufsteckbaren Teilungsraster aus Längs- und Querstreben, die mit ihren Enden in stirnseitig offene Einstecktaschen von Verbindungsstücken eingreifen, die auf der der Taschenöffnung abgewandten Stirnseite einen Klemmhaken zum Aufstecken auf die Reling tragen, dadurch gekennzeichnet, daß vom Boden (25) der Einstecktaschen (22) der wahlweise auf die Reling (6) oder eine Längs- bzw. Querstrebe (19, 20) aufsteckbaren Verbindungsstücke (21) in an sich bekannter Weise wenigstens ein federnder Rasthaken (24) aufragt, der in eine Rastausnehmung (23) der Längs- bzw. Querstreben (19, 20) schnappverschlußartig einrastet (Fig.4, 5). Hiezu 5 Blatt Zeichnungen
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