AT502664B1 - Sarg aus wellpappe - Google Patents

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AT502664B1 AT0188505A AT18852005A AT502664B1 AT 502664 B1 AT502664 B1 AT 502664B1 AT 0188505 A AT0188505 A AT 0188505A AT 18852005 A AT18852005 A AT 18852005A AT 502664 B1 AT502664 B1 AT 502664B1
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Description

2 AT 502 664 B1
Die Erfindung bezieht sich auf einen Sarg gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Ein Sarg aus Wellpappe ist z.B. aus der WO 94/03140 A bekannt. Bei dieser bekannten Lösung ist der Zuschnitt auf einen im Wesentlichen quaderförmigen Sarg ausgerichtet - eine Form, die 5 eher einer Kiste als einem herkömmlichen Sarg ähnelt. Dabei sind an äußeren Randbereichen der Seiten- und Stirnteile Einschlagteile über Biegekanten angelenkt, die nach innen umgeschlagen werden. Die Seitenteile sind mit den Stirnteilen über Faltzwickel verbunden. Dies ist wichtig, damit der Sarg im Bodenbereich dicht ist. In den Biegelinien der Faltzwickel sind Durchbrüche vorgesehen, in die im aufgerichteten Zustand des Sarges an den Einschlagteilen ange-io lenkte Laschen einsteckbar sind. Um eine entsprechende Festigkeit zu erreichen, wie sie ein Sarg aufweisen muss, ist es bei dieser Lösung notwendig, eine relativ starke Wellpappe zu verwenden.
Weiters wurde durch die GB 2285436 A ein Sarg der eingangs erwähnten Art bekannt, dessen 15 Zuschnitt auf eine pyramidenstumpfförmige Form, die sich zur Grundfläche konisch verjüngt, ausgerichtet ist. Solch eine Form ist bei Särgen üblich. Bei diesem bekannten Sarg sind zwei Laschen hintereinander an die Stirnteile über Biegelinien angeschlossen, die bei aufgerichtetem Sarg bis zu dessen Boden reichen und auf diesem aufliegen. Dabei würde sich jedoch an sich der Nachteil ergeben, dass die Stirnflächen der Einschlagteile - bei einer Verwendung des 20 Sarges - mit austretenden Flüssigkeiten in Kontakt kommen, was zu Problemen führt, da die Stirnseiten von Wellpappe sehr leicht durch Feuchtigkeit angreifbar sind, auch wenn die Außenschichten der Wellpappe flüssigkeitsdicht ausgebildet sind. Deshalb ist dieser Sarg mit einer flüssigkeitsdichten Auskleidung versehen, die sich vom Boden über die auf diesem aufliegenden Abschnitte erstreckt. Dabei ergibt sich jedoch der Nachteil, dass ein solcher Sarg nicht 25 einfach aus dem Zuschnitt aufgerichtet werden kann, sondern danach noch mit der Auskleidung versehen werden muss. Aus diesem Grund wird ein solcher Sarg meist nicht als Zuschnitt ausgeliefert, sondern als fertiger, mit der entsprechenden Auskleidung versehener Sarg, wodurch sich entsprechend große Transportvolumina ergeben. Dabei ist es auch bei dieser Lösung erforderlich, zur Erreichung einer entsprechenden Festigkeit eine entsprechend starke 30 Wellpappe zu verwenden.
Ein weiterer Nachteil besteht hier darin, dass aufgrund der pyramidenstumpfförmigen Form die Faltlinie zwischen Boden und Stirnteilen nicht geradlinig in die Faltlinie zwischen den Seitenteilen und den Zwickeln übergeht. (Dies ist vor allem beim Fußende sehr deutlich zu sehen.) 35 Damit lässt sich dieser Zuschnitt an diesen Stellen nicht falten, sodass die Länge des zu lagernden Zuschnitts sehr groß ist. Wünschenswert wäre es natürlich, wenn die Länge des zu lagernden Zuschnitts nur so groß wie die Länge des Sarges wäre.
Beide bekannten Lösungen haben außerdem den Nachteil, dass die Oberkanten der Stirn- und 40 Seitenteile sehr dünn sind (das Doppelte oder das Vierfache der Dicke der Wellpappe) - was auf den ersten Blick erkennen lässt, dass es sich hier keineswegs um einen "normalen" Sarg aus Holz handelt.
Ziel der Erfindung ist es, diese Nachteile zu vermeiden und einen Sarg der eingangs erwähnten 45 Art vorzuschlagen, dessen Zuschnitt auf einer relativ kleinen Grundfläche gelagert werden kann, der sich durch ein hohes Maß an Stabilität auszeichnet und der optisch mit herkömmlichen Särgen vergleichbar ist.
Erfindungsgemäß wird dies durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruchs 1 erreicht. 50
Durch die zusätzlichen Biegelinien in den Zwickeln zwischen Seiten- und Stirnteilen wird erreicht, dass die Stirnseiten doppelwandig sind: innen wird die Stirnseite von den Zwickeln selbst (die etwa senkrecht stehen) gebildet, außen hingegen von den eigentlichen Stirnteilen, die vom Boden weg schräg nach außen stehen. Dadurch ergibt sich trotz der Tatsache, dass die Faltli-55 nien zwischen Boden und Stirnteilen geradlinig in die Faltlinien zwischen den Seitenteilen und 3 AT 502 664 B1 den Zwickeln übergehen, außen im Wesentlichen eine Pyramidenstumpfform. Durch die doppelte Ausführung der Stirnwände (und den sich dadurch ergebenden Keil) erhöht sich die Stabilität des Sarges entsprechend. 5 Die sich ergebende Abstufung ist optisch sehr ansprechend, weil dadurch die Stirnseiten des aufgerichteten Sarges strukturiert gestaltet sind. Dabei verlaufen die Stirnteile des Zuschnitts beim aufgerichteten Sarg nach oben zu schräg nach außen, wobei die an die Stirnteile anschließenden Abschnitte der Zwickel die Verbindung zu den übrigen Abschnitten der Zwickel hersteilen, die die inneren Stirnseiten des aufgerichteten Sarges bilden. 10
Bei einem Sarg gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 2 ergibt sich durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruchs 2 der Vorteil einer besonders hohen Stabilität des aufgerichteten Sarges. Dabei ist jedoch sichergestellt, dass offene Schnittkanten einen ausreichenden Abstand vom Boden des Sarges aufweisen, sodass bei einer Verwendung des Sarges die austre-15 tenden Flüssigkeiten nicht in die Wellpappe einziehen und diese schwächen und beschädigen können.
Die eigentlichen Stirnteile weisen also an deren äußeren Enden zwei Laschen auf, die nach innen geschlagen werden können, sodass durch die erste Lasche der Spalt zwischen dem 20 eigentlichen Stirnteil und den Zwickeln abgedeckt wird und durch die zweite Lasche die Zwickel selbst abgedeckt werden. Dadurch ergibt sich nicht nur ein entsprechend schönes Aussehen (breite obere Kanten der Stirnseiten), sondern auch eine entsprechend hohe Stabilität.
Von außen sollten bei einem Sarg keine Stirnflächen der Wellpappe zu sehen sein. Aus diesem 25 Grunde werden die Merkmale des Anspruchs 3 vorgeschlagen. Auf diese Weise sieht man nur auf die Faltrillen zwischen den Flügeln und den ersten Laschen.
Um die Stabilität des Sarges weiter zu erhöhen, können die Merkmale des Anspruchs 4 vorgesehen werden. 30
Damit die Seitenwände exakt in Position gehalten werden können, ist es zweckmäßig, die Merkmale des Anspruchs 5 vorzusehen. Wie in der Figurenbeschreibung erläutert werden wird, kann man Einlegeteile vorsehen, die einen komplementären Vorsprung bzw. eine komplementäre Ausnehmung aufweisen, sodass der Einlegeteil die Flügel fixiert. 35
Die Stabilität des Sarges wird noch weiter erhöht, wenn die Merkmale des Anspruchs 6 vorgesehen werden. Außerdem werden dadurch die gegebenenfalls gemäß Anspruch 4 vorgesehenen Flügel abgedeckt. Schließlich ergibt sich auch noch der Vorteil, dass die oberen Seitenkanten der Seitenteile des Sarges relativ breit sind, was einen guten optischen Eindruck macht und 40 eine gute Auflagefläche für den Deckel liefert.
Um den Sarg im Wesentlichen allein durch das Aufrichten des Zuschnitts als Sarg gebrauchen zu können, ist es vorteilhaft, die Merkmale des Anspruchs 7 vorzusehen. 45 Zur Erzielung einer besonders hohen Festigkeit ist es vorteilhaft, die Merkmale des Anspruchs 8 vorzusehen.
Die Erfindung wird nun anhand der Zeichnungen näher erläutert. Dabei zeigt: Fig. 1 einen Zuschnitt für einen erfindungsgemäßen Sarg mit Deckel; Fig. 2 einen Zuschnitt für einen Sarg so ohne Deckel; Fig. 3 bis 9 zeigen schematisch das Aufrichten des Sarges aus dem Zuschnitt nach den Fig. 1 und 2, wobei Laschen weggelassen sind; Fig. 10 zeigt eine Stirnansicht des Sarges von der Fußseite, wiederum ohne Laschen; Fig. 11 eine Seitenansicht dieses Sarges; Fig. 12 eine Stirnansicht dieses Sarges von der Kopfseite; Fig. 13 eine Draufsicht auf diesen Sarg; Fig. 14 eine axonometrische Ansicht dieses Sarges; Fig. 15 schematisch den Aufbau der 55 für den Zuschnitt verwendeten Wellpappe; und Fig. 16 einen gegenüber Fig. 2 etwas modifizier- π 4 ΑΤ 502 664 Β1 ten Zuschnitt.
Fig. 1 zeigt einen Zuschnitt für einen erfindungsgemäßen Sarg. Dieser Zuschnitt weist einen Bodenteil 1 auf, der sich Konisch gegen das Fußende zu verjüngt. An diesen Bodenteil sind 5 über Biegelinien B1 und B2 Stirnteile 4 und 5 und über Biegelinien B3 und B4 Seitenteile 2, 3 angelenkt. Zwischen den Seitenteilen 2, 3 und den Stirnteilen 4, 5 weist der Zuschnitt Zwickel F1, F2, F3, F4 auf, die über die Biegelinien B1 bis B4 mit den Seiten- und Stirnteilen 2, 3, 4, 5 verbunden sind. Die Biegelinien B1 und B2 verlaufen gerade. Der Zuschnitt kann daher zum Platz sparenden Lagern um diese Biegelinien B1 und B2 gefaltet werden. 10
Die Zwickel F1, F2, F3, F4 sind von je einer sich vom gemeinsamen Eckpunkt E des Bodenteils 1 und der Zwickel F1, F2, F3, F4 zu einem äußeren Eckpunkt E’ der Zwickel F1, F2, F3, F4 im Wesentlichen diagonal erstreckenden Biegelinie BD durchsetzt. Diese Biegelinie BD verläuft etwa entlang der Winkelsymmetralen zwischen den jeden Zwickel F1, F2, F3, F4 begrenzenden 15 Bjegelinien B1, B4; B1, B3; B2, B3; und B2, B4. Eine Weitere Biegelinie B’ erstreckt sich im Bereich eines jeden Zwickels F1 bis F4 vom gemeinsamen Eckpunkt E ausgehend zwischen der den jeweiligen Stirnteil 4, 5 begrenzenden Biegelinie B3, B4 und der Biegelinie BD.
Die Zwickel F1 bis F4 sind durch die Biegelinien BD und B' somit in drei Abschnitte unterteilt, 20 und zwar jeweils in die Abschnitte Fz, Fi, Fa.
Wie aus Fig. 1 und 2 zu ersehen ist, sind an die äußeren Kanten der Stirnteile 4, 5 Einschlagteile 6, 7 über Biegelinien BE angelenkt. Die Einschlagteile 6, 7 sind von weiteren Biegelinien B10, B11, B12 durchsetzt. Durch die Biegelinien BE, B11 und B10 wird eine erste Lasche 10 be-25 grenzt; durch die Biegelinien B11 und B12 wird eine zweite Lasche 10’ begrenzt. An diese zweite Lasche 10' schließen seitlich - durch die Biegelinien B12 abgetrennt - Flügel 8 an. An die erste Lasche 10 schließen - durch die Biegelinien B10 abgetrennt - Flügel 9 an.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 1 ist an dem Seitenteil 2 ein Deckel 11 über eine Biegelinie 30 B5 und an dem Seitenteil 3 über eine Biegelinie B6 eine Verstärkungslasche 12 angelenkt, die beim Aufrichten des Sarges nach innen geschlagen wird. Dabei weist der Deckel 11 noch seitliche Laschen 13, 14 und eine Längslasche 15 auf, die von entsprechenden Biegelinien B13, B14, B15 begrenzt sind. Beim Schließen des Deckels 11 greift die Lasche 15 über die Außenseite des Seitenteiles 3, wogegen die Laschen 13, 14 in das Innere des aufgerichteten Sarges 35 eingreifen.
Der Zuschnitt ist mit einer Vielzahl von Löchern 18, 18a, 18b versehen, von denen im aufgerichteten Zustand des Sarges jeweils mindestens zwei in verschiedenen Abschnitten des Zuschnitts angeordnete Löcher fluchten und zur Aufnahme von Befestigungselementen, z.B. Schrauben, 40 dienen, die ein Verschrauben aneinander anliegender Abschnitte des Zuschnittes mit Hilfe von Muttern oder die Anbringung von Beschlägen erlauben. Falls der Sarg zur Feuerbestattung verwendet wird, ist es vorteilhaft, zur Verbindung der aneinander anliegenden Abschnitte Schrauben und Muttern aus Holz zu verwenden; andernfalls kann auch Metall verwendet werden. 45
Bei der Ausführungsform nach Fig. 2 sind an die Seitenteile 2, 3 jeweils Verstärkungsteile 16 über Biegelinien B5, B6 angelenkt, die mit zwei parallel zu den Biegelinien B5 bzw. B6 verlaufenden Biegelinien B7, B8 versehen sind. Die Biegelinien B7, B8 dienen zur Ausbildung eines breiteren Randwulstes; beim aufgerichteten Sarg verläuft die erste Lasche 2a bzw. 3a zwischen so den Biegelinien B5 und B6 etwa waagrecht; die zweite Lasche 2b bzw. 3b zwischen den Biegelinien B7 und B8 geht in einem spitzen Winkel zum Seitenteil 2 bzw. 3 zurück; und die freie Lasche 2c bzw. 3c liegt am Seitenteil 2 bzw. 3 an. Es sind dabei in der freien Lasche 2a bzw. 3a und in dem jeweiligen Seitenteil 2 bzw. 3 Löcher 18 vorgesehen. Durch diese Löcher können Griffe (z.B. Holzgriffe) angeschraubt werden, die einerseits den Sarg fixieren und andererseits 55 zum Tragen des Sarges verwendet werden können.
J 5 AT 502 664 B1
Die Fig. 3 bis 9 zeigen schematisch das Aufrichten des Sarges aus dem Zuschnitt nach Fig. 1 oder 2, wobei jedoch aus Gründen einer besseren Übersichtlichkeit der Deckel 11 bzw. die Verstärkungsteile 16 sowie die Einschlagteile 6, 7 nicht dargestellt sind. 5 Dabei werden zuerst die Seitenteile 2, 3 aufgerichtet und danach die Zwickel F1 bis F4 entlang ihrer zum äußeren Eckpunkt E' führenden Biegelinien BD eingedrückt. Dadurch stellen sich auch die Stirnteile 4, 5 auf, und die Abschnitte Fz der Zwickel werden in einen etwa rechten Winkel zu'den Stirnteilen 4, 5 gebracht. Die beiden Abschnitte Fi und Fa liegen aneinander an; dieser Zustand kann mittels Schrauben durch die Löcher 18a (siehe Fig. 1) fixiert werden. Die io insgesamt vier Löcher 18b der Zwickel F1 und F2 fluchten, sodass diese beiden Zwickel zueinander mittels einer Schraube durch die Löcher 18b fixiert werden können. Gleiches gilt für die beiden Zwickel F3 und F4. Die Außenseite jeder Stirnfläche wird daher durch einen Teil der Abschnitte Fa, durch die Abschnitte Fz und durch die eigentlichen Stirnteile 4 bzw. 5 gebildet. 15 Anschließend können die Einschlagteile 6, 7 nach innen umgeschlagen werden. Zunächst werden die Flügel 9 um die doppelt ausgeführte Biegekante B10 auf die erste Lasche 10 zurückgebogen. Dann wird die erste Lasche 10 um die Biegekante BE gebogen, sodass sie den Spalt zwischen den Abschnitten Fi und Fa einerseits und den eigentlichen Stirnteilen 4 bzw. 5 andererseits abdeckt. Die erste Lasche 10 ist trapezförmig, sodass sie sich von der Breite des 20 eigentlichen Seitenteils 4 bzw. 5 zur Gesamtbreite der Stirnseite verbreitert. Die Biegelinie B11 kommt dabei auf (bzw. unmittelbar neben) den Schnittkanten der Abschnitte Fi und Fa zu liegen. Nun kann die zweite Lasche 10’ um die Biegelinie B11 nach innen über die Abschnitte Fa geschlagen werden, wobei die Flügel 8 um die Biegelinien B12 eingeschlagen werden und auf den Seitenteilen 2 und 3 zu liegen kommen. Die ersten Laschen 10 bilden daher an den Stirn-25 seiten einen breiten Rand, was optisch gut wirkt. Die schrägen Kanten der ersten Lasche 10 werden dabei durch die Biegelinien B10 gebildet, sodass auch hier keine unschöne Schnittkante der Wellpappe sichtbar ist.
Der Normalabstand der Biegelinien B11 von der äußeren Schnittkante der Einschlagteile 6, 7 ist 30 dabei erheblich geringer als der Normalabstand der Biegelinien BE von der Biegelinie B1 bzw. B2, sodass die Einschlagteile 6, 7 nicht in den bodennahen Bereich des aufgerichteten Sarges reichen.
Wie aus den Fig. 10 bis 14 zu ersehen ist, ergibt sich eine strukturierte Ausgestaltung der Stirn-35 bereiche des Sarges, wie sie für übliche Särge typisch ist. Der hier dargestellte Sarg ist in geöffnetem Zustand nicht attraktiv, weil man in den Bereich zwischen den eigentlichen Stirnteilen 4, 5 einerseits und den Abschnitten Fa und Fi andererseits hineinsieht. Außerdem sind in diesem Bereich die Schnittkanten der Wellpappe sichtbar. Solch ein Sarg ist nur dann akzeptabel, wenn er durch einen Deckel verschlossen ist. Wenn ein offener Sarg gewünscht ist, dann müs-40 sen eben Einschlagteile 6, 7 verwendet werden.
Wie aus Fig. 15 zu ersehen ist, ist die für einen Zuschnitt gemäß den Fig. 1 und 2 verwendete Wellpappe mehrschichtig aufgebaut und weist eine Schicht aus einem wasserundurchlässigen Papier 20 auf, die als Innenschicht beim aufgerichteten Sarg vorgesehen ist. Weiters weist die 45 Wellpappe zwei gewellte Lagen 21, 22 auf, die durch eine Mittellage 23 aus glattem Papier voneinander getrennt sind. Schließlich weist sie auch eine Außenschicht 24 aus glattem Papier auf, die an ihrer Außenseite bedruckt sein kann.
Mit einem derartigen Material kann ein im Wesentlichen dichter Sarg aus einem Zuschnitt her-50 gestellt werden, ohne dass dieser innen mit einer besonderen Auskleidung nach dem Aufrichten versehen werden muss.
Fig. 16 entspricht im Wesentlichen Fig. 2, es sind daher auch weitestgehend dieselben Bezugszeichen verwendet. Statt im Wesentlichen geradlinig begrenzten Flügeln 8 sind jedoch Flügel 8’ 55 vorgesehen, die Ausnehmungen 8" haben, die in der Art von Puzzlesteinen ausgeführt sind,

Claims (8)

  1. 6 AT 502 664 B1 sodass sie eine formschlüssige Verbindung eingehen können. Aus demselben Material, aus dem der Zuschnitt für den Sarg ausgestanzt wird, werden auch Einlegeteile 101, 102, 103, 104 mit Vorsprüngen 8’" ausgestanzt. Dies ist also ohne zusätzlichen Materialbedarf möglich. Diese Einlegeteile 101, 102, 103, 104 werden an die Seitenwände 2 bzw. 3 angelegt, bevor die La-5 sehen 2a, 2b, 2c bzw. 3a, 3b, 3c gefaltet werden. Die Flügel 8', die an den Seitenwänden 2 bzw. 3 anliegen, können mit ihren Ausnehmungen 8" in den Vorsprüngen 8'" verhakt werden. Da die Einlegeteile 101, 102, 103, 104 die gleiche Höhe haben wie die Seitenteile 2, 3, sind sie fixiert, sobald die Laschen 2a, 2b, 2c bzw. 3a, 3b, 3c über die Einlegeteile 101, 102, 103, 104 gefaltet werden. Auf diese Weise wird erreicht, dass die Öffnung 18 in den Flügeln 8’ mit den io entsprechenden Öffnungen 18 in den Seitenwänden 2 bzw. 3 fluchten, wodurch das Einsetzen von Schrauben durch diese Öffnungen erleichtert wird. Ein weiterer Unterschied bezüglich Fig. 2 ist die Ausführung der Zwickel F1 und F2 sowie der Zwickel F3 und F4. Bei den Zwickeln F1 und F2 geht die Faltlinie BD hier nicht bis zur Ecke E', 15 sondern sie geht in einen Einschnitt über. Es gibt weiters in den Zwickeln F1, F2, F3 und F4 statt jeweils zwei Löchern 18b nur ein Loch 18c. Die Löcher 18c der Zwickel F1 und F2 und die Löcher 18c der Zwickel F3 und F4 fluchten jeweils (bei aufgefaltetem Zuschnitt), sodass die relative Lage der Zwickel F1 und F2 bzw. F3 und F4 durch eine Schraube durch die Löcher 18c fixiert werden kann. Da nur jeweils zwei Löcher 18c zur Deckung gebracht werden müssen, wird 20 auch dadurch die Montage erleichtert. Diese Änderungen gegenüber Fig. 2 lassen sich natürlich auch bei einem Zuschnitt gemäß Fig. 1 (also bei einem Zuschnitt mit Deckel) anwenden. 25 Patentansprüche: 1. Sarg mit im Wesentlichen pyramidenstumpfförmigen Außenflächen, die sich zur Grundfläche konisch verjüngen, aus einem Zuschnitt aus Wellpappe, bei welchem Zuschnitt die 30 Begrenzungen der an einen Boden (1) über Biegelinien (B1, B2, B3, B4) angelenkten Sei ten- und Stirnteile (2, 3; 4, 5) des Sarges über Zwickel (F1, F2, F3, F4) miteinander verbunden sind, wobei die Begrenzungen der Seiten- bzw. Stirnteile (2, 3; 4, 5) und der jeweiligen Zwickel (F1, F2, F3, F4) durch die Biegelinien (B1, B2, B3, B4) gegeben sind und jeder Zwickel (F1, F2, F3, F4) von einer Biegelinie (BD) durchsetzt ist, die sich vom gemein-35 samen Eckpunkt (E) des Bodens (1) und des Zwickels (F1, F2, F3, F4) weg etwa entlang der Winkelsymmetralen zwischen den Biegelinien (B1, B2, B3, B4) des jeweiligen Zwickels (F1, F2, F3, F4) erstrecken, dadurch gekennzeichnet, dass jeder Zwickel (F1, F2, F3, F4) von einer weiteren Biegelinie (B') durchsetzt ist, die sich vom gemeinsamen Eckpunkt (E) des Bodens (1) und des Zwickels (F1, F2, F3, F4) zu einem äußeren Rand des Zwickels 40 (F1, F2, F3, F4) erstreckt, wobei die weitere Biegelinie (B‘) zwischen der einen Stirnteil (4, 5) begrenzenden Biegelinie (B3, B4) und der zuvor genannten Biegelinie (BD) verläuft, und dass die Faltlinien (B1, B2) zwischen Boden (1) und Stirnteilen (4, 5) geradlinig in die Faltlinien (B1, B2) zwischen den Seitenteilen (2, 3) und den Zwickeln (F1, F2, F3 und F4) ü-bergehen. 45
  2. 2. Sarg nach Anspruch 1, bei dem an den Stirnteilen (4, 5) über Biegelinien (BE, B11) jeweils zwei hintereinander liegende Laschen (10, 10') angelenkt sind, von denen jeweils eine zum Anliegen an die Innenseiten der Stirnseiten (4, 5) bestimmt ist, dadurch gekennzeichnet, dass die ersten Laschen (10) bei aufgerichtetem Sarg den Abstand zwischen den eigentli- 50 chen Stirnteilen (4, 5) und den Zwickeln (F1, F2, F3 und F4) abdecken und die zweiten La schen (10') an der Innenseite der Zwickel (F1, F2, F3, F4) anliegen, wobei die Höhe der zweiten Laschen (10') geringer als die Höhe der Stirnteile (4, 5) ist.
  3. 3. Sarg nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass sich die ersten Laschen (10) von 55 der Breite des jeweiligen eigentlichen Stirnteils (4, 5) zur Gesamtbreite der Stirnseite 7 AT 502 664 B1 verbreitern, sodass sie trapezförmig sind, und dass an den beiden Schmalseiten der ersten Laschen (10) Flügel (9) über Faltrillen (B10) angelenkt sind, sodass die Flügel (9) auf die ersten Laschen (10) zurückgebogen werden können.
  4. 4. Sarg nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die zweiten Laschen (10') der Form der Stirnseiten angepasst sind und über Biegelinien (B12) mit Flügeln (8, 8') gelenkig verbunden.sind, die zur Anlage an den Innenseiten der Seitenteile (2, 3) vorgesehen sind.
  5. 5. Sarg nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Flügel (8') mit einer Ausneh- io mung (8") oder einem Vorsprung zum formschlüssigen Verbinden in der Art von Puzzle- Steinen versehen sind.
  6. 6. Sarg nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass an den Seitenteilen (2, 3) drei hintereinander liegende Laschen (2a, 2b, 2c bzw. 3a, 3b, 3c) angelenkt sind, 15 wobei sich bei aufgerichtetem Sarg die erste Lasche (2a bzw. 3a) etwa waagrecht nach in nen erstreckt, die zweite Lasche (2b bzw. 3b) zum Seitenteil (2 bzw. 3) zurückführt und die dritte Lasche (2c bzw. 3c) am Seitenteil (2 bzw. 3) anliegt, wobei die dritte Lasche (2c bzw. 3c) im Abstand zum Boden (1) endet. (Fig. 2)
  7. 7. Sarg nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Wellpappe für den Zuschnitt an der für die Innenseite des Sarges vorgesehenen Seite mit einem wasserdichten Papier (20) beschichtet ist. (Fig. 15)
  8. 8. Sarg nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Wellpappe für den Zuschnitt mit 25 einer Mittellage (23) zwischen zwei gewellten Zwischenlagen (21, 22) versehen ist, wobei die Außenlage (24) vorzugsweise bedruckt und Wasser abweisend ist. Hiezu 4 Blatt Zeichnungen 30 35 40 45 50 55
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