Die Erfindung bezieht sich auf einen Schraubverschluss gemäss dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Es ist bekannt, dass manche Getränke, z.B. isotonische Getränke, eine eher geringe Stabilität aufweisen und deshalb eine nur geringe Haltbarkeit aufweisen. Aus diesem Grund wurde bereits vorgeschlagen, einen Wirkstoff, der für eine geringe Stabilität eines fertigen Getränks verantwortlich ist, erst unmittelbar vor dessen Konsumierung dem in einem Behälter befindlichen Grundgetränk zuzusetzen. Dazu sind Behälter vorgesehen, die z.B. mit einem eingangs erwähnten Schraubverschluss verschlossen sind.
Bei einem bekannten derartigen Schraubverschluss, wie er in der WO 03/059774 A beschrieben ist, ist der Boden des Vorratsbehälters durch einen in den Hals des Behälters eingesetzten Kunststoffteil gebildet.
Die Kappe des Schraubverschlusses weist eine zylindermantelförmige Wand, die ".in diesen Kunststoffteil hineinragt. Dabei weist die zylindermantelförmige Wand der Kappe einen als Messer ausgebildeten Fortsatz auf, der in einer entsprechenden sackartigen Ausformung des in den Hals des Behälters eingesetzten Kunststoffteiles hineinragt. Dieser Kunststoffteil ist lediglich in einer Drehrichtung gegenüber dem Behälter verdrehbar gehalten.
Um mit einem solchen bekannten Schraubverschluss den Vorratsbehälter zu öffnen und das Getränk fertig zu stellen, ist es erforderlich, den Schraubverschluss, der meist mit einem Sicherungsring versehen ist, aufzudrehen. Dadurch schneidet der messerartige Fortsatz der zylindermantelförmigen Wand den Boden des in den Behälter eingesetzten Kunststoffteiles auf und der Inhalt des Vorratsbehälters fällt in den Behälter.
Dieser bekannte Schraubverschluss weist allerdings den
Nachteil auf, dass ein separater Kunststoffteil erforderlich ist und der Schraubverschluss nur mit einem sehr erheblichen Kraftaufwand geöffnet werden kann, da ja dabei auch der Boden des Kunststoffteils aufgeschnitten werden muss. Dabei kann es auch geschehen, dass der Boden in den Behälter fällt.
Ziel der Erfindung ist es, diese Nachteile zu vermeiden und einen Schraubverschluss der eingangs erwähnten Art vorzuschlagen, der sich durch einen einfachen Aufbau auszeichnet und der bei seiner Betätigung nur relativ geringe Kräfte erfordert .
Erfindungsgemäss wird dies durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruchs 1 erreicht. Durch die vorgeschlagenen Massnahmen ist es möglich, die
Kappe des Schraubverschlusses im Wesentlichen einstückig herzustellen.
Nach dem Befüllen des in der Kappe selbst vorgesehenen Vorratsbehälters, z.B. mit einer Tablette, wird die Folie auf den Ring aufgebracht und an diesem fixiert. Um die im Vorratsbehälter befindliche Substanz in den Behälter einbringen zu können, ist es lediglich erforderlich, die Kappe weiter auf den Behälter aufzuschrauben. Dadurch drückt der Hals des Behälters gegen den Ring, wodurch dieser kippt und dabei die den Boden des Vorratsbehälters bildende Folie zerreist, die an diesem angeklebt ist. (Durch das Kippen vergrössert sich der Innendurchmesser des Rings; da die Folie kaum elastisch dehnbar ist, zerreisst sie.) Dadurch kann der Inhalt des Vorratsbehälters in den Behälter fallen. Danach kann die Kappe des Schraubverschlusses abgeschraubt und das fertige Getränk konsumiert werden.
Beim Zerreissen der Folie ergibt sich auch der Vorteil, dass diese an dem Ring, an dem sie z.B. angeklebt ist, gehalten wird und die Teile der zerrissenen Folie nicht in den Behälter fallen.
Durch die Merkmale des Anspruchs 2 ergibt sich der Vorteil, dass beim Befüllen des Vorratsbehälters mit einer Tablette der Ring durch die Tablette an der Innenseite der zylindermantelförmigen Wand hochschwenkt; wenn die Tablette vollständig hineingedrückt ist, kehrt der Ring wieder angenähert in seine Ausgangslage zurückk i und hindert die Tablette am
- 3 Herausfallen. Nun kann die Folie auf dem Ring aufgeklebt und die Kappe auf den Behälter um ein bestimmtes Mass aufgeschraubt werden.
Dabei kann auch vorgesehen sein, die Kappe in dieser Lage mit einer zerstörbaren Sicherung zu sichern, um später feststellen zu können, ob die Kappe in ihrer Lage auf dem Behälter verändert wurde, wobei die Sicherung z.B. auch durch einen Lackstrich gebildet sein kann.
Eine weitere Möglichkeit der Verbindung des Rings des Bodens des Vorratsbehälters mit der übrigen Kappe ergibt sich durch die Merkmale des Anspruchs 3. Durch die vorgeschlagenen Merkmale kann die Kappe mit einem einfacheren Werkzeug hergestellt werden.
Beim weiteren Aufschrauben auf den Behälter wird der Ring an die Innenseite der Wand der Kappe hochgeklappt, wobei die den Boden bildende Folie durch die Stirnseite der zylindermantelförmigen Wand zerrissen wird.
Wenn die Stirnfläche dieser Wand einen von 90[deg.] verschiedenen Winkel mit der Achse der zylindermantelförmigen Wand einschliesst, so lässt sich sicherstellen, dass die Folie in einem Bereich an dem Ring hängen bleibt und nicht in den Behälter fällt.
Durch die Merkmale des Anspruchs 4 wird das Zerreissen der Folie wesentlich erleichtert.
Die Erfindung wird nun anhand der Zeichnung näher erläutert.
Es zeigt: Fig. 1 schematisch eine erste Ausführungsform eines erfindungsgemässen Schraubverschlusses beim Befüllen des Vorratsbehälters einer Kappe,- Fig. 2 schematisch die Ausführungsform nach der Fig. 1 mit fertig befüllter Kappe; Fig. 3 schematisch den Schraubverschluss nach den Fig. 1 und 2 beim Öffnen des Vorratsbehälters; und Fig. 4 und 5 zeigen schematisch eine zweite Ausführungsform eines erfindungsgemässen Schraubverschlusses beim Öffnen des Vorratsbehälters.
Der erfindungsgemässe Schraubverschluss weist eine Kappe 1 auf, die mit einem Innengewinde 2 versehen ist, mit dem sie *
- 4 auf einen mit einem Aussengewinde 4 versehenen Hals eines Behälters 3 aufschraubbar ist .
Die Kappe 1 weist eine im Wesentlichen zylindrische Wand 5 auf und ist mit einem Stirnteil 5 abgeschlossen.
Weiters weist die Kappe 1 eine von dem Stirnteil 6 sich gegen das offene Ende der Kappe 1 zu erstreckende zylindermanteiförmige Wand 7 auf .
Diese zylindermantelförmige Wand 7 ist über ein Filmgelenk 8 mit einem Ring 9 gelenkig verbunden. Dabei begrenzen der Stirnteil 6 und die zylindermantelförmige Wand 7 einen Vorratsbehälter 10, der zur Aufnahme einer Substanz 11, z.B. zur Fertigstellung eines Getränks.
Der Ring 9 ist nach Art eines zweiarmigen Hebels gehalten, wobei ein Abschnitt des Rings 9 einen Ringraum 12, der sich zwischen der Innenseite der Wand 5 der Kappe 1 und deren zylindermantelförmigen Wand 7 erstreckt, im wesentlichen überdeckt und der zweite Abschnitt des Rings 9 in den Vorratsbehälter 10 hineinragt, wie aus Fig. 2 zu ersehen ist.
Dabei ist der Vorratsbehälter 10 gegen das Innere des Behälters 3 durch eine zerreissbare Folie 13 abgeschlossen.
Zum Befüllen des Vorratsbehälters 10 wird - wenn die Befüllung mit einer Tablette erfolgt - durch diese der in das Innere des Vorratsbehälters 10 ragende Abschnitt des Rings 9 hochgedrückt, wie dies aus Fig. 1 zu ersehen ist. Nach dem Befüllen des Vorratsbehälters 10 wird der Ring 9 in eine im Wesentlichen senkrechte Lage zur Achse der Kappe 1 gebracht und die Folie 13 an der dem Behälter 3 zugekehrten Seite des Rings 9 an diesem befestigt, z.B. angeklebt.
Die Breite des Ringraums 12 ist dabei so bemessen, dass der Hals des Behälters 3 in diesen eindringen kann, wie dies aus Fig. 3 zu ersehen ist.
Dabei ist die Höhe der Zylindermantelförmigen Wand 7 bzw. die Tiefe des Ringraums 12 ausreichend, um jenen Abschnitt des Rings 9 aufnehmen zu können, der bei senkrechter Lage den Ringraum 12 überdeckt. Dies ist auch aus
Fig. 3 zu ersehen. Natürlich ist auch die Breite des Ringraums 12 ausreichend, um den Abschnitt des Rings 9 neben dem Hals des Behälters 3 aufzunehmen.
Zum Öffnen des Vorratsbehälters 10 genügt es, die Kappe 1 weiter auf den Hals des Behälters 3 aufzuschrauben, wodurch der Ring 9 in den Ringraum 12 gedrückt wird, zumindest dessen den Ringraum 12 überdeckender Abschnitt .
Dadurch wird der in das Innere des Vorratsbehälters 10 hineinragende Abschnitt des Rings 9 nach unten geschwenkt, wodurch dessen Durchmesser vergrössert und daher die Folie 13 gedehnt wird, bis sie reisst, wodurch der Vorratsbehälter 10 nach unten zu offen ist und die Substanz 11 in den Behälter 3 fällt. Danach kann die Kappe 1 vollständig abgeschraubt und damit der Behälter 3 geöffnet werden. Bei der Ausführungsform nach den Fig. 4 und 5 ist der Ring 9 ' über ein Filmgelenk 8 ' mit der Wand 5 der Kappe 1 ' verbunden und reicht bis zur Stirnseite der zylindermantelförmigen Wand 7. Dabei weist der Ring 9' eine ringförmige Schwächlingsstelle 14 auf.
Der Vorratsbehälter 10 ist dabei nach unten mit einer Folie 13 abgeschlossen, die an dem Ring 'angeklebt ist.
Dabei kann die Substanz 11, auch wenn diese in Form einer Tablette vorliegt, einfach in den Vorratsbehälter 10 eingeschoben werden. Danach kann die Folie 13 an dem Ring 9' angeklebt und so der Vorratsbehälter 10 abgeschlossen werden.
Die Breite und die Tiefe des Ringraums 12 sind dabei so bemessen, dass der Ring 9' von diesem vollständig aufgenommen werden kann. Um die Substanz 11 in den Behälter 3 einzubringen, genügt es, die Kappe 1' weiter auf den Behälter 3 aufzuschrauben. Dadurch wird der Ring 9 ' um das Filmgelenk 8' in den Ringraum 12 geschwenkt, wodurch die Folie 13 zerreisst. Dabei unterstützt die Stirnseite der zylindermantelförmigen Wand das Zerreissen der Folie 13. Die Substanz 11 fällt dann in den Behälter 3.
Zweckmässigerweise schliesst die Stirnfläche
- 6 der zylindermantelförmigen Wand 7 mit deren Achse einen von 90[deg.] verschiedenen Winkel ein. Dadurch wird erreicht, dass die Folie nach dem Zerreissen an dem Ring 9 ' hängen bleibt und nicht in den Behälter 3 fällt.
Wien, am
30. Sep.200S