AT47234B - Verfahren zur Regenerierung von Kautschukabfällen, sowie zur Reinigung und Verbesserung des Kautschuks. - Google Patents

Verfahren zur Regenerierung von Kautschukabfällen, sowie zur Reinigung und Verbesserung des Kautschuks.

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AT47234B
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Prod Chim De Croissy J Basler
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Regenerierung von   Kautschukabfällen,   sowie zur Reinigung und
Verbesserung des Kautschuks. 



   Vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Regenerierung von Kautschuk-   abfällen,   sowie zur Reinigung und Verbesserung des Kautschuk mittels Terpineol oder des diesem chemisch nahestehende Geraniols oder Linalools. Das in Rede stehende Verfahren stützt sich auf die Beobachtung, dass das aus ätherischen Ölen stammende oder synthetisch hergestellte flüssige oder feste Terpineol sowie auch das Geraniol und   Linalool   ein beträchtliches   Lösungsvermögen   für vulkanisierten oder   nichtvutkanisierten Kautschuk   besitzen ; letzterer wird von den genannten Substanzen in der Kälte langsam, in der Wärme rascher gelöst.

   Aus der erhaltenen Lösung kann dann der Kautschuk in einem Zustande hoher Reinheit und   Geschmeidigkeit wiedergewonnen werden, um   dann erforderlichenfalls von neuem vulkanisiert zu werden. 



   Bei Anwendung von   Terpineol als Lösungsmittel.   worin das Wesen der Erfindung liegt, können konzeutrierte   Knutschuklösungen   bei niederer Temperatur hergestellt worden. 



   Demzufolge werden die charakteristischen physikalischen Eigenschaften des Kautschuks nicht beeinträchtigt und etwa vorhandene Verunreinigungen, wie   Mineralsubstanzen, Gewebe-   stücke usw., die in Terpineol unlöslich sind, können durch Filtration oder Dekantation beseitigt werden ;   andere, in Terpioeol lösliche Verunreinigungen   lassen sich dadurch entfernen, dass man dem Terpineol Flüssigkeiten zusetzt, die die betreffenden Verunreinigungen, jedoch nicht den Kautschuk ausfällen oder - umgekehrt - den Kautschuk ausfällen und die fremden Stoffe in Lösung belassen.

   Diese beiden Methoden zur Trennung des Kautschuks von den beigemengten läslichen Verunreinigungen können kombiniert werden, indem man die zwei   angeführten Arten von   Fällungsmitteln nacheinander zusetzt und die nach jeweilig erfolgtem Zusatz eines derselben ausgefällten Stoffe für sich von der Lösung trennt. 



   Als Beispiel   für die Fällungsmittel   der erstgenannten Art sei das Benzol angeführt, während als ein solches für die in zweiter Linie erwähnten   Fällungsmittel   Alkohol oder Azeton dienen mag ;   immerhin   beschränkt sich die vorliegende Erfindung keineswegs auf die Anwendung der hier beispielsweise angeführten, billigen und leicht beschaffbaren   Fällungsmittel -vielmehr hangt   die Wahl eines solchen, sowie der einzuhaltende Arbeitsgang begreiflicherweise von der Beschaffenheit und der Menge der vorhandenen Verunreinigungen ab. 



   Behufs   praktischer Durchführung   des Verfahrens führt man die Kautschukabfälle in Breiform über und digeriert sie dann bei einer Temperatur von 100   bis 150  C   in einem mit Rührvorrichtung versehenen geschlossenen   Behälter   mit einer genügenden Menge von Terpineol, z. B zwei Teile des letzteren auf einen Teil Abfälle. Sobald der Kautschuk vollständig gelöst worden ist, setzt man beispielsweise eine dem Vierfachen des Volumens der Lösung gleichkommende Menge Benzin zu, rührt gründlich durch und filtriert oder lässt absitzen und dekantiert. 



   Die klaren Flüssigkeiten werden destilliert,   um   das zugesetzte Benzin wiederzugewinnen und die Terpineollösung des Kautschuks sodann unter   anhaltendem   Rühren beispielsweise mit Alkohol oder Azeton versetzt, bis der gesamte Kautschuk in Form einer 

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 homogenen gummiartigen Masse ausgefällt ist. Die zurückbleibende Flüssigkeit wird von letzterer abgegossen und die genannte Masse mit dem   an gewandten Fällungsmittel   so lange gewaschen, bis sie von anhängende Terpineol befreit ist, worauf man mit warmem Wasser nacbwäscht und trocknet. 



   Das Terpineol und der Alkohol oder die sonstigen angewandten Fällungsmittel können durch Destillation wiedergewonnen und neuerdings verwendet werden. 



   Das Verfahren ermöglicht, um die Qualität des Kautschuks zu verbessern und ihm besondere Merkmale zu verleihen, demselben andere Harze, wie z. B. Kopalharz oder ähnliche   la     Terpineol lösliche Substanzen,   einzuverleiben. Zu diesem Zwecke   genügt-es,   eine Lösung dieser Substanzen in Terpineol der Lösung des Kautschuks in Terpineol vor der Fällung dieser letzteren zuzusetzen. 



   PATENT-ANSPRÜCHE : 
1 Verfahren zur Regenerierung von   Kautschukabfällen,   sowie zur Reinigung und Verbesserung des Kautschuks, dadurch gekennzeichnet, dass als Lösungsmittel der   Kautschukabfalle,   bezw. des Kautschuks Terpineol oder Geraniol oder Linalool verwendet werden.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Terpineollösung mit Flüssigkeiten versetzt wird, die mit dem Terpineol mischbar sind und entweder den Kautschuk oder die Verunreinigungen ausfällen.
    3. Bei dem Verfahren nach Anspruch 1 die Einverleibung von Harzen oder anderen Substanzen in den Kautschuk, dadurch gekennzeichnet, dass man der Terpineollösung des Kautschuks eine Terpineollösung des dem Produkt einzuverleibenden Harzes oder sonstigen Stoffes zusetzt.
AT47234D 1906-11-17 1906-11-17 Verfahren zur Regenerierung von Kautschukabfällen, sowie zur Reinigung und Verbesserung des Kautschuks. AT47234B (de)

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