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Einrichtungen, um die Schwingungszahl von zwei miteinander abgestimmten Schwingungskreisen zu verändern, ohne dass hiebei die Kopplung zwischen ihnen verändert wird.
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Die automatische Variation der Abstimmung der beiden Kreise ist nämlich dann besonders wertvoll, wenn in dem Primärkreis eine erlösohende Funkenstrecke benutzt wird, denn in diesem Falle hat jede Verstimmung der beiden Kreise eine Überlastung der Funkenstrecke und schnelle Zerstörung derselben zur Folge ; durch die gleichzeitige Abstimmung beider Kreise wird aber jede Verstimmung derselben verhindert und damit auch jede Gefahr der Zerstörung der Funkenstrecke beseitigt.
Legt man Wert darauf, in einzelnen Fällen eine möglichst gute Abstimmung zwischen den beiden Kreisen zu erzielen, so empfiehlt es sich, die Antenne mit irgend einem Korrektionsabstimmapparat zu versehen (allmählich variable Selbstinduktion oder Kapazität).
Fig. 2 der Zeichnung veranschaulicht eine verbesserte Ausführungsform der oben beschriebenen Einrichtung..
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und d, e, c, f gemeinsame Selbstinduktion ist in dem Variometer c angeordnet, dessen Skala nach Wellenlängen oder dergl. geeicht ist. Die zusätzliche und nicht an der Kopplung teilnehmende Selbstinduktion des Sekundärkreises ist in einer stufenweise veränderlichen Spule e1 und einem dahintergeschalteten, allmählich veränderlichen Variometer angeordnet, dessen Selbstinduktion wenigstens so gross ist, wie eine Stufe der Spule el. Die Spule ei ist entsprechend dem Variometer c nach Wellenlängen oder dergl. geeicht, jedoch nicht allmählich, sondern stufenweise veränderlich.
Die Abstimmung der gesamten Anordnung auf eine bestimmte Wellenlänge erfolgt folgender- massen : Zuerst wird der Frimärkreis durch Einstellen des Variometers c auf die richtige Wellenlänge eingestellt. Darauf wird an der Spule e1 dasjenige Loch gestöpselt, das in seiner Skalenangabe der gleichartigen Skalenangabe des Variometers c am nächsten kommt. Darauf wird das Variometer e2 solange verstellt, bis das im Sekundärkreis angeordnete, eventuell mit Nebenschluss versehene Mess- oder Indikationsinstrument g die richtige Abstimmung erkennen lässt.
Das Variometer e2 kann auch durch einen beliebigen, allmählich variablen Kondensator ersetzt werden, vorausgesetzt, dass die Stufen der Spule e1 so klein bemessen sind, dass die Kapazität des Kondensators die resultierende Kapazität der miteinander gekoppelten Kreise nicht so wesentlich beeinflusst, dass die Kopplung nicht mehr konstant gehalten werden könnte.
Um ein unrichtiges Einstellen der Spule e1 bei eingestelltem Variometer c möglichst zu vermeiden, werden nach der Erfindung die entsprechenden Skälenteile c und e1 durch gleiche Färbung kenntlich gemacht. Beispielsweise wird die Skala von c in 5 Segmente von verschiedenen Farben eingeteilt und die Spule e1 mit 5 Anschlüssen versehen, die in gleichen Farben ausgeführt sind. Erstreckt sich der Bereich des ersten Segraentea, (z. B. auf Wellen von 300 bis 600 In, so ist der gleichfarbige Anschluss bei e1 gleichfalls für"Wellen zu benutzen, die innerhalb dieses
Bereiches liegen.
Noch besser wird ein unrichtges Einstellen dadurch vermieden, dass die Varitaions- organe von c und e1 zwanglät1fig miteinander verbunden werden, oder dass das Variometer c sämtliche Stöpsellöcher der Spule el mit Ausnahme des zu stöpselnden blockiert.
In Fig. 3 ist eine weitere Ausführungsform der Einrichtung zur Veränderung der Schwingungs- zahl zweier miteinander abgestimmter Schwingungskreise dargestellt.
Der Primnärkreis enthält wiederum die Kapazität a und die Selbstinduktion c. der Sekundär- kreis die Kapazität des Luftleiters d und die Selbstinduktion ei, die durch einen Teil der Selbst- induktion c gebildet wird. c und Cl'sind veränderlich ausgebildet, und zwar derart, dass wenn beispielsweise c uni 10% vergrössert wird, auch Cl um denselben Prozentsatz vergrössert werden muss, und umgekehrt. In dem Sekundärkreis befindet sich noch die zusätzliche Selbstinduktion e, die zur endgültigen Abstimmung des Sekundärkreises dient.
Eine besonders vorteilhafte Ausführung der Selbstinduktion c und ei besteht, wie die Fig. 3
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denen abwechselnd die eine fest und die andere parallel zu ihrer Ebene aus dem. Spulensystem herausschwenkbar angeordnet sind. Die beweglichen Spulen sind sämtlich um dieselbe Achse drehbar und durch einen gemeinsamen Handgriff miteinander verbunden, so dass sie gemeinsam herumgeschwenkt werden könnent Der Primärkreis ist an den Anfang'der ersten und an'das Ende der letzten Spule, der Sekundärkreis gleichfalls an den Anfang der ersten, jedoch an das
Ende einer mittleren Spule angeschlossen. Bei einer Verdrehung des Variometers verändern sich deshalb die Selbstinduktionen beider Kreise nach gleichen Prozentsätzen.
Für die Zwecke der drahtlosen Telegraphie ist es aber in gewissen Fällen vorteilhaft, den
Kopplungsgrad nicht konstant zu halten, sondern in Funktion der Periode zu verändern, derart ! z. B., dass er für kleine Wellenlängen kleiner als für grössere wird. Dies ist z. B. der Fall, wenn man einen Sender mit erlöschender Funkenstrecke benutzt.
Zur Erzielung dieses Zweckes wird in den Primärkreis bezw. in den Kreis mit der grösseren
Kapazität eine kleine Selbstinduktion eingeschaltet, welche zur Kopplung nicht benutzt werden
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darf. Auf diese Weise wird für kurze Wellen die Kopplung loser als für längere. Fig. 4- zeigt das Schaltungsschema einer Sendestation, welche'hiernach arbeitet. Hierin bedeutet wiederum d die Antenne, c und e variable Selbstinduktionen, f die Erdverbindung, a die Primäärkapazität, b die erlöschehde Funkenstrecke und h eine kleine konstante Selbstinduktion. Diese wird zweckmässig sehr klein gegen den grössten Wert von c gewählt, so dass sie nicht in Frage kommt zur Bestimmung des Kopplungsgrades für lange Wellen.
Dagegen wird sie so bemessen, dass sie bei der kürzesten in Betracht kommenden Wellenlänge den gewünschten kleineren Kopplungsgrad ergibt. Die dazwischen liegende Kopplungsgrad für die dazwischen liegenden Wellenlängen ergeben sich dann von selbst.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Einrichtung, um die Schwingungszahl von zwei miteinander abgestimmten Schwingungskreisen zu verändern, ohne dass dabei die Kopplung zwischen ihnen verändert wird, dadurch gekennzeichnet, dass die Kapazitäten der beiden Kreise konstant gemacht sind und dass die gesamte Selbstinduktion des ersten Kreises bei allen vorkommenden Wellenlängen zur galvanischen Kopplung benutzt wird, während der übrige Teil der Selbstinduktion des zweiten Kreises nicht zur Kopplung dient.