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Hochspannungsgleichrichter für Wechselstrom.
Hochgespannten Gleichstrom, wie er für Kabelprüfungen, Röntgenapparate usw. verwendet wird, erzeugt man seit längerer Zeit aus hochgespanntem Wechselstrom durch synchron mit diesem umlaufende Gleichrichter, bei welchen umlaufende Leiter abwechselnd verschiedene Paare fest angeordneter Kontakte verbinden. Die für diesen Zweck bekannt gewordenen Vorrichtungen weisen in der konstruktiven Ausbildung begründete Nachteile auf, die namentlich durch die mit Rücksicht auf die üblichen Periodenzahlen des Wechselstromes ausserordentlich grosse Umfangsgeschwindigkeit der umlaufenden Teile hervortreten.
Um die Umlaufsgeschwindigkeit der umlaufenden Kontaktteile zu verringern, ist es zwecmässig, statt zweipoliger Motoren und Anordnungen vierpolige zu verwenden, in welchem Falle es das Naheliegendste ist, die Anzahl der festen Kontakte des Gleichrichters zu verdoppeln.
Da nun aber diese Kontakte mit Rücksicht auf die Schlagweite der Spannung einen bestimmten Abstand von einander besitzen müssen, ergibt sich, dass eine derartige vierpolige Anordnung nahezu den doppelten Durchmesser erhalten muss, wie die zweipolige. so dass mit Bezug auf die Umfangsgeschwindigkeit kein oder ein nur sehr geringer Gewinn erzielt würde.
Durch die Erfindung wird die Aufgabe gelost, eine vierpolige Gleichrichteranordnung zu schaffen, hei welcher die Durchmesser der von den umlaufenden Teilen beschriebenen Kreise dieselben, wie bei einer entsprechenden zweipoligen Einrichtung sind, trotzdem die Umlaufzahl auf die Hälfte verringert ist.
Gemäss der Erfindung sind an der mit dem Antriebsmotor gekuppelten Welle des Gleichrichters um 90 Grad versetzt zwei aus diametral angeordneten, achsparalleien Stäben bestehende Leiterpaare befestigt, die sich zwischen drei parallel angeordneten Paaren von festen diametral liegenden Einzelkontakten bewegen. Es sind dabei die festen Mittelkontakte für sich und die über Kreuz liegenden Aussenkontakte zusammen an die Pole der Stromquelle bezw. der Stromverbrauchsvorrichtung angeschlossen.
Auf der Zeichnung ist eine Ausführungsform des neuen Hochspannungsgleichrichters veranschaulicht, und zwar zeigt Fig. 1 schematisch dessen Einrichtung und Schaltung während Fig. 2 eine perspektivische Ansicht einer Bauart der Einrichtung unter Weglassung der Anschlussdrähte darstellt.
Die Achse a des Gleichrichters ist in Lagern ir, gelagert und wird von einem rotierenden Umformer M angetrieben, der von einem Gleichstromnetz ¯ den Strom empfängt, Die Wechsel-
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Der Stromverlauf ist in dem dargestellten Augenblick der folgende : Von der Klemme der Sekundärwicklung des Transformators T zu dem festen Kontakt c., über den Leiter eil : Kontakt i + Po ! der Röntgenröhre R, deren Pol, den festen Kontakt q1, Leiter e1, Kontakt kl,
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Eine wesentliche Vereinfachung der Gleichrichtervorrichtung wird dadurch erreicht, dass diese nicht in Luft, sondern in einem isolierenden Ölbad aufgestellt wird. Man kann dabei infolge des höheren Durchschlagwiderstandes des Isolieröls gegenüber Luft eine sehr bedeutende Verringerung aller Masse und daher auch eine dementsprechende Verringerung der Umfangsgeschwindigkeit zulassen ; andererseits wird auch durch Verwendung von Berührungskontakten an Stelle der Funkenkontakte, die bei in Luft laufenden Vorrichtungen gewöhnlich angewendet werden müssen, erstens eine Ersparnis der in den Funkenstrecken verbrauchten Energie und Spannung erzielt und zweitens die für alle Isolationsmaterialien so schädliche Ozonentwicklung vermieden.
Der letzte Vorteil ist jedoch erst durch die ausserordentliche Verringerung der Umfangsgeschwindigkeit erreichbar, da Berührungskontakte bei den Umfangsgeschwindigkeiten konstruktiv unmöglich sind, die bei den in Luft arbeitenden Umschaltern für normale Periodenzahlen und bei der notwendigen Spannung auftreten. Für in 01 laufende Gleichrichter empfiehlt es sich, möglichst alle umlaufenden Teile als Rotationskörper auszubilden, beispielsweise die isolierenden, die Leiter e tragenden Arme d durch hölzerne Scheiben zu ersetzen.
Bei geeigneter Konstruktion des den Gleichrichter antreibenden Motors ist es schliesslich auch möglich, diesen mit in dem Ölbad anzuordnen, und dadurch die schwierig gegen 01 dicht zu haltenden Stopfbüchsen zu vermeiden.